Sonntag, 14. August 2011

Fukushima: Mehr als 20 Atombomben

Das ist Kapitalismus

Von Karl Weiss

Auch in Japan gibt es mutige Wissenschaftler, die nicht in den Chor der Atom-Mafia einstimmen, radioaktive Strahlung sei ungefährlich. Der Arzt und Professor Tatsuhiko Kodama, Spezialist für radiaktive Strahlung im Körper, sagte vor einem Parlamentsausschuss in Japan aus und rief starke Reaktionen hervor, als seine Aussage auf Youtube ins Internet gestellt wurde. 200 000 Japaner klickten innerhalb weniger Tage auf diesses Video.

Wer sich den Originaltext des Nachrichtenmagazins Asahi zu dieser Aussage in Englisch zu Gemüte führen will, hier ist er:

http://www.asahi.com/english/TKY201108120245.html

Er sagt dort unter anderem:

„Am 21 März sagte der leitende Sekretär des Regierungskabinetts Yukio Edano“ Es gibt keine unmittelbaren Problemefür die Gesundheit der Menschen.“ Da spürte ich, ein wirkliches Desaster würde geschehen. (...) Wenn wir über die Probleme von radioaktiver Strahlung sprechen, so müssen wir zuerst die Gesamtmenge der frei gewordenen Radioaktivität in Rechnung stelllen. Weder der Betreiber von Fukushima noch die japanische Regierung haben bis heute klare Zahlen dazu veröffentlicht.“

„Nach unseren Berechnungen ist die Gesamtmenge von strahlenden Partikeln, die beim Unfall in Fukushima freigesetzt wurden, 29,6 mal höher als die der Atombombe von Hiroshima und gerechnet in Uran, 20 Mal höher. Während das Niveau der Strahlung der Atombombe innerhalb eines Jahres auf etwa ein Tausendstel abklingt, klingt die freigesetzte Strahlung des Unfalls des Atomkraftwerkes innerhalb eines Jahres nur etwa auf ein Zehntel ab.“

Es wird in jenem Artikel berichtet, der Professor dringe auf schnelle Verabschiedung neuer Gesetze, die effektive Massnahmen zur Dekontaminierung verstrahlter Gebiete vorsehen.

Ebenso sei ein Gesetz notwendig, das dafür sorgt, die Verstrahlung von Kindern zu verhindern.

Die bestehenden Gesetze würden sogar Hilfsmassnahmen verbieten, weil zum Beispiel Caesium-haltige Erde nicht mit Autos weggebracht werden darf.

„Warum gibt die japanische Regierung nicht Geld aus für die benötigte Dekontamination?“

Was diese Aussagen bedeuten, kann ermessen, wer über die Langzeitfolgen der Hiroshima-Bombe gelesen hat, so wie der Bürgerjournalist. Noch 20 Jahre nach der Bombe bekamen Personen Krebs, die lediglich dem „Fall-out“, dem aus der Luft regnenden radioaktiven Partikeln, ausgesetzt waren. Selbst bei Personen, bei denen der Geigerzähler überhaupt keine höhere als die Umgebungsstrahlung messen konnte, wurden im Körper eingebaute Mengen von radioaktiven Substanzen in den Leichen gefunden, die den Körper von innen zerstört hatten.

Doch die auffälligsten Folgen waren und werden sein die hohe Anzahl von Kindern mit Leukämie und anderen Krebsformen, von denen die meisten daran gestorben sind und sterben werden.

Die Atom-Mafia hat um des Profites willen das Leid und die Schmerzen und die Tränen von Hunderttausdenden von Familien und Kindern in Kauf genommen.

Das ist Kapitalismus!


Hier Links zu den anderen Artikeln im Blog im Zusammenhang mit dem Super-Gau von Fukushima

- Nur ein bisschen harmlose Radioaktivität?

- Radioaktivitätswerte dürfen nicht mehr veröffentlicht werden.

- Super-Gau Japan 3

- Fukushima – Es wird immer gruseliger

- Radioaktivität? - Alles unschädlich

- Was war der Auslöser des Fukushima-Super-Gaus?

- Strahlende Teilchen in Kanadas Trinkwasser – Fukushima 7
- Fukushima – Kernschmelze im Reaktor 4

- Fukushima – Düster, düsterer

- Streit um die Fukushima-Artikel dieses Blogs

- Nach Fukushima nun Kashiwasaki – Kariwa?

- Fukushima – Die Atom-Mafia

- Atomreaktor: 50 Jahre Abklingzeit

- Der Deutsche Atom-Gau

- Fukushima: Nuklear-Explosion?

- Fukushima: Vor einem neuen Ausbruch?

- Fukushima: Jetzt scheint es passiert zu sein

- Fukushima: Mein Gott, Walter

- Fukushima: Bei weitem das grösste Atomunglück aller Zeiten

- Fukushima: Jetzt hat es auch die ‚Süddeutsche‘ bemerkt

- Die japanische Tragödie

- Neue Rekord-Strahlung in Fukushima

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