Briefwechsel mit 'Rettet den Regenwald'

Das Klima kann nicht warten

Dokumentation von Karl Weiss


Auf den Offenen Brief von Karl Weiss an 'Rettet den Regenwald' „Das Klima kann nicht warten“ kam von Frau Bröcker von 'Rettet den Regenwald' ein Schreiben, das hier dokumentiert wird. Frau Bröcker erlaubte die Veröffentlichung. Karl Weiss nimmt auf dies Schreiben Stellung, ebenfalls hier dokumentiert.

Hallo Herr Weiss,

von den Stadtwerken Schwäbisch Hall wurde mir als Anlage Ihr Offener Brief an Rettet den Regenwald zugesandt. Er soll dort wohl als Rechtfertigung und Bestätigung dienen, mit dem Bau der "umweltfreundlichen" Technologie für das Verfeuern von Palmöl fortzufahren.

Zu einigen Aussagen in Ihren Ausführungen möchte ich nun folgende Hinweise geben:

Grundsätzlich dürfen Sie davon ausgehen, dass Herr Behrend von RdR die Informationen bzw. Hilferufe von Leuten vor Ort (hier Indonesien) weitergibt, die teilweise dort schon seit mehr als 20 Jahren leben und arbeiten, daher bis ins kleinste Detail über Ursachen der unterschiedlichen Entwicklungen sowie Wechselwirkungen und Folgen unterrichtet sind. Hinter diesen stehen weiterhin NGO´s und die verschiedensten Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen.

Bei der betreffenden Aktion über RdR ging/geht es ausschließlich um Palmöl aus Indonesien, ein Thema, das allein fast so umfangreich ist, wie Ihre gesamten Ausführungen, die sich aber auch auf Soja in Brasilien, Zuckerrohr usw. beziehen. Das Thema, was zur Debatte steht, haben Sie jedoch nur mit 2 Absätzen kurz gestreift. So einfach ist die Sache nicht!

Beispiele:
Sie bringen die Aussage dass 25 % Carbon beim Abfackeln der Wälder freigesetzt werden in Zusammenhang mit unserem bisherigen Biodieselverbrauch. Weil es hier aber nur um die Rodungen der letzten 1-2 Jahre geht, treffen Ihre Behauptungen nicht zu. Von der Rodung über die Anpflanzung bis hin zur ersten Ernte dauert es mehrere Jahre. Der derzeitige, beängstigend angestiegene Ausverkauf der Regenwälder findet aber gerade seit dem Zeitraum statt, als im Westen die Diskussion über Biodiesel .... entbrannte, d.h. er wurde durch unseren potentiellen Bedarf ausgelöst.

Regenwald

Hier hat keiner irgendwelche Verknüpfungen mit Viehweiden ... hergestellt, (Sie schreiben "die Pflanzer nutzen nur das Ackerland, das sie auf jeden Fall aus Regenwald gemacht hätten, für Ölpalmplantagen") Für Ackerland, Holz- und Papierindustrie wurde immer schon (meist illegal) Raubbau betrieben, auch für Palmölplantagen für Lebensmittel, Waschmittel usw.Aber jetzt, wegen der Treibstoffe, hat das Ganze eine neue tödliche Dimension bekommen.

Die "Pflanzer" sind in diesem Fall Holzkonzerne, auch aus Malaysia, die in Indonesien einschlagen. Es geht um Bergregionen, wo Ölpalmen aufgrund des dort herrschenden Klimas und der Bodenbeschaffenheit nachgewiesenermaßen keinen rentablen Ertrag bringen können. Die steigende Palmölnachfrage hat jedoch eine staatliche Förderung von Plantagen bewirkt und die Einschlag-Konzession ist sehr leicht zu erhalten, wenn die Absicht vorgeschoben wird, Ölpalmplantagen anlegen zu wollen.

Die wertvollen Bäume in den Bergen sind das eigentliche Ziel der Begierde. So ist zu befürchten, dass nur das wertvolle Holz geerntet wird, und das gerodete Land erodiert, weil das Geld bereits mit dem Holz verdient wurde. In Sachen Holzeinschlag, zu 70 % illegal, ist in den letzten 2 Jahren so unglaublich viel in Indonesien geschehen, zusätzlich dann noch die Brände in 2006 - es ist unvorstellbar und derzeit vielleicht schlimmer noch als in Südamerika.

Zur Freisetzung von Carbon: In Indonesien wird auf gleicher Rodungsfläche ein Vielfaches von dem freigesetzt, was in Amazonien anfallen würde, einfach aufgrund der ganz anderen Bodenverhältnisse.

Sie werden es nicht glauben, wenn Sie es nicht selbst gesehen haben, bitte fliegen Sie hin! Sie werden über mehrere Flug-Stunden unter sich nicht viel mehr sehen als Ölpalmplantagen. Und brandgerodetes mit Alang Alang vergiftetes Brachland, das daneben kaum auffällt. Wälder sehen Sie weit und breit nicht mehr. Hier könnte man Ölpalmen vielerorts mit guten Ertragschancen anpflanzen - aber keiner tut es, weil in den Bergen das Doppel-Geschäft mit Urwaldholz viel lukrativer ist. So sind die verbliebenen Wälder ernsthaft gefährdet.

Engagierte Menschen, die seit Jahren dort leben und arbeiten, sagen - erst war die größte Bedrohung der Holzeinschlag (für Holz u. Papier), aber inzwischen ist dieser bei weitem übertroffen worden durch den Raubbau für die Anlage von Palmölplantagen. Den Profit streichen nach wie vor Großkonzerne ein, nicht die kleinen Leute.

In 2004 habe ich das erste Mal meine rotzotteligen Vettern (Orang Utans) besucht. Es gab noch ein wenig Hoffnung für eine bessere Zukunft. Dann begann der Palmölboom. Im Herbst 2006 war ich wieder dort. Wohin man schaute neue Plantagen, gerodete Wälder, verbranntes Land.

Längst leiden die Menschen neben Atemwegserkrankungen verursacht durch die flächendeckenden Brände auch unter Wassermangel und vergiftetem Wasser. Das Kleinklima hat sich beängstigend gewandelt und zu immensen Problemen geführt.

Den Tieren geht´s noch weitaus schlechter. Auffang- und Krankenstationen für Orang Utans quellen über, täglich kommen neue Opfer, auch andere Spezies, wie z.B. Malaienbären, die Ausrottung rückt für alle immer näher - und wofür ??? Für billiges Öl für die Industriestaaten.

Der Umstieg von fossilen auf Biokraftstoffe darf auf keinen Fall dazu führen - wie es derzeit leider der Fall ist - dass weiter Regenwälder abgeholzt werden, um an deren Stelle die gewünschten Pflanzen zu züchten. Das ist nicht Carbon-neutral, sondern das Gegenteil - s.o. Nicht nur die Brandrodung setzt Carbon frei, sondern die Böden selbst sind riesige Carbonspeicher. Es wurde z.B. beobachtet, dass ein kahlgeschlagener Hügel innerhalb von 3 Monaten zu einer Senke zusammengefallen war, in der sich ein See aus einer giftigen Brühe gebildet hatte.

Wie Sie sehr richtig sagen: Das Klima kann nicht warten.

Und gerade deshalb müssen wir die Lösungen wählen, die nicht diesen Raubbau in Indonesien noch zusätzlich anheizen oder legalisieren.Und da heißt das allererste und einfachste Mittel:

Energie sparen sparen sparen!

Mit freundlichen Grüßen

Ingrid Bröcker


Hallo Frau Bröcker,

danke für ihren Brief.

Ich stimme Ihnen ja in so Vielem zu, wie ich auch schon in meinem „Offenen Brief“ betont habe. Trotzdem müssen Ursache und Wirkung und die Frage des Überlebens der Menschheit mit Genauigkeit und ohne Vorurteile angegangen werden.

Globale Erwärmung

Natürlich kann ein Teil der Verminderung des Ausstoßes von Kohlendioxid durch Energie sparen erreicht werden, aber eben nur ein Teil, noch dazu ein kleiner. Falls Sie aber Energiesparlösungen meinen, die das freiwillige Aufgeben unseres ganzen Lebensstandards einschließen und uns das Leben mittelalterlicher Mönche nahelegen, so kann ich Ihnen keinesfalls zustimmen. Mit solchen Vorschlägen macht sich die Umweltbewegung vielmehr lächerlich und stößt die Menschen von der Unterstützung ab, die doch so notwendig ist.

Energieverbrauch Deutscland

Falls wirklich jemand meinen „Offenen Brief“ verwendet haben sollte, um das Verbrennen von Palmöl zur Gewinnung von Strom und Wärme zu rechtfertigen, so muss es sich um einen Ignoranten handeln oder jemand, der nicht lesen kann, denn ich habe hierzu klar und gegensätzlich im Brief Stellung genommen und brauche daher darauf nicht mehr eingehen.

Was Sie nun zu den offensichtlich wirklich entsetzlichen Zuständen bei der Regenwaldvernichtung und Palmenpflanzerei für Palmöl in Indonesien sagen in Ihrem Brief, das bestätigt vollständig, was ich gesagt habe, während es die Position von „Rettet den Regenwald“ nicht stützt.

Kohlendioxid-Anstieg: Dies ist eine so überzeugende Kurve über das, was im Moment geschieht, dass sich jeder Kommentar erübrigt.

Sie beschreiben klar und deutlich, dass das Pflanzen von Palmen zur Gewinnung von Palmöl lediglich als Vorwand benutzt wird, um leicht oder leichter Genehmigungen zum Abholzen der hochwertigen tropischen Edelhölzer zu bekommen. Sie stellen sogar in Frage, ob danach überhaupt in jedem Fall Palmöl-Palmen gepflanzt werden.

Es geht also um die Riesenprofite, die mit tropischen Edelhölzern gemacht werden können.

Die fünf wärmsten Jahre seit 1890

Aber auch in den Fällen, in denen dies nicht der Punkt ist, sondern wirklich Regenwald einfach zerstört wird, um Palmöl-Palmen anzubauen, handelt es sich nicht um ein Vorgehen, das von einem vermeintlichen Bedarf an Palmöl für Biodiesel hervorgerufen wird.

Es gibt nämlich auf der ganzen Erde kein einziges Land, in dem es ein nennenswertes Projekt gibt, Biodiesel aus importiertem Palmöl herzustellen oder Biodiesel aus Indonesien zu diesem Zweck zu importieren (Falls das schwedische Projekt diese Möglichkeit beinhaltet – das konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen – so ist das unwesentlich wegen der geringen Bedeutung Schwedens. Außerdem ist unklar, was die neue konservative Regierung in Schweden überhaupt verwirklichen wird.). Erst recht gibt es kein Land, in dem bereits Bio-Diesel aus Palmöl aus Indonesien in erwähnenswerten Mengen hergestellt würde oder das Biodiesel aus Indonesien zu diesem Zweck importiert.

Treffende Karikatur

Die bestehenden Biodieselprojekte (außer dem brasilianischen alle sehr klein) sind alle auf einheimischen Rohstoffen basiert. Es gibt also schlicht keinen europäischen oder nordamerikanischen Bedarf, der die Pflanzungen vom Palmöl-Palmen hervorgerufen haben könnte.

Zwar gibt es Diskussionen über eine eventuelle Beimischung geringer Mengen Biodiesel ins Dieselöl, aber die gehen alle von einheimischen Quellen aus. Wie Sie wissen, ist fast alles, was es momentan bereits an Biodiesel in Europa gibt, auf heimischem Rapsöl basiert.

Ihre Aussage, Frau Bröcker, „unser potentieller Bedarf“ an Palmöl für Biodiesel sei die Ursache dieser Zerstörungen von Regenwald, ist nicht korrekt, denn ein solcher potentieller Bedarf hätte sich nur ergeben können, wenn entsprechende Projekte vorgeschlagen werden, in Vorbereitung sind oder bereits in Entwicklung stehen. Aber diese Projekte gibt es nicht.

Kurz: Alles, was eventuell an Palmölpflanzungen entsteht in Indonesien, hat nichts wirklich mit den bestehenden Überlegungen zum Ersatz von Diesel durch Biodiesel zu tun. Warum Regenwald abgeholzt wird, das beruht auf der Raffgier von heimischen und ausländischen Superreichen, oft mit Regierungsstellen verbändelten, die dies zum Anhäufen von noch mehr Kapital benutzen.

Dabei kann dies durch das beschriebene Edelholzfällen erfolgen oder durch Schaffung von Weideflächen für Nutztiere oder durch Spekulation mit dem gewonnenen Land. Als weitere Möglichkeit kann dort auch eine Frucht angebaut werden – meist nachdem man vorher Rinder dort weiden ließ. Anscheinend wird in Indonesien hauptsächlich die Palmölpalme angebaut, während in Brasilien typischerweise Soja gepflanzt wird.

Die heutigen Anwendungen von Palmöl rechtfertigen in keiner Weise einen so riesigen Anbau, wie Sie ihn beschreiben. Palmöl ist heute das billigste Pflanzenöl, noch billiger als Sojaöl. Es scheint mir schwer vorstellbar, für was solche riesigen Pflanzungen dienen sollen. Eventuell könnten die Superreichen in Indonesien versuchen, das Sojaöl in der Margarineherstellung zu ersetzen.

Wie auch immer, falls gesagt wird, sie seien für einen zukünftigen Einsatz für Biodiesel gedacht, so sind jene Leute, die dort abholzen, entweder diesbezüglich uninformiert oder sie täuschen die Menschen über die wahren Gründe dieser Pflanzungen.

In der letzten „Rettet den Regenwald“-Mitteilung heißt es: „... auf dem EU-Gipfel am 8. und 9. März 2007 entscheiden 27 Regierungschefs über die zwangsweise Verwendung von Palmöl und anderen Plantagenprodukten aus den Tropen für die Energieerzeugung in Europa.”

Das ist nicht wahr. Es wird lediglich über eine geringfügige Zumischung von Biodiesel in das reguläre Dieselöl gesprochen. Für diese Menge reicht absolut aus, was bisher schon in Europa an Biodiesel erzeugt wird – oder jedenfalls wurde, bevor die Bundesregierung in Deutschland dem Biodiesel die Luft mit einer Besteuerung abschnitt. Die Verwendung importierten Biodiesels oder Biodiesel aus importierten Pflanzenölen war und ist nicht ernsthaft im Gespräch.

Was hier interessant ist, ist die schwarze Linie (Beobachtung). Sie zeigt einen völlig von den vorherigen Scwankungen abweichenden, unaufhaltsamen Anstieg der Temperaturen in letzter Zeit.

Zudem hat die EU hohe Einfuhr-Zollschranken für Pflanzenöle. Es ist mir nicht ersichtlich, warum ‘RdR’ solche Falschmeldungen herausgibt. Außerdem sollte man sich fragen, warum man zusammen mit bestimmten Industriekreisen für das weitere Ausstossen von Treibhausgas kämpft. Da muss doch etwas falsch sein.

Tatsächlich halte ich den Ersatz von Diesel durch Biodiesel (und Benzin durch Alkohol), zumindest in einem großen Maße, für erforderlich, weil dadurch ein wesentlicher Teil des Kohlendioxidausstosses vermieden werden kann, der uns heute der Klimakatastrophe immer näher kommen lässt. Diese Mengen von Biodiesel (der Rest kann durch Einsparungen von Diesel und Verlagerung auf die Schiene eingespart werden) können perfekt sowohl in Europa oder um Europa herum als auch in den USA selbst angepflanzt werden, ohne auch nur einen Meter naturbelassener Landschaft zu verbrauchen (also auf Feldern, die bereits genutzt werden oder nur deshalb brachliegen, weil sich nichts Rentables dort anbauen liess) und ohne die Nahrungsmittelversorgung der Menschheit zu gefährden.

Schmelzendes Eis

Ich fordere also noch einmal „Rettet den Regenwald“ auf, die Polemik gegen den Ersatz von Diesel durch Biodiesel und von Benzin durch Alkohol einzustellen. Tatsächlich wird der Weg in die Klimakatastrophe auch durch die Vernichtung von Regenwald beschleunigt und es muss daher alles Menschenmögliche dagegen getan werden. Ich wünsche „Rettet den Regenwald“ allen Erfolg in den Bemühungen, das Abholzen und Abbrennen von Regenwald zu verringern bzw. zu eliminieren.

Die wichtigste Ursache für die drohende Klimakatastrophe jedoch ist das ungebremste Verbrennen fossiler Energiequellen und das dadurch freigesetzte Kohlendioxid. Dies muss unbedingt bis zum Jahr 2020 (oder 2025) auf ein geringes Maß zurückgeführt werden, sonst wird das Abrutschen in die Klimakatastrophe unvermeidlich und das Überleben der Menschheit, wie wir sie kennen, steht in Frage.

Beste Grüsse

Karl Weiss


Veröffentlicht am 19. März 2007 in der "Berliner Umschau"


Originalveröffentlichung



Hier eine Anzahl Links zu anderen Artikeln im Blog zur beginnenden Klimakatastrophe und was man dagegen tun kann:

- Regenwaldvernichtung und Trockenheit im Amazonasgebiet

- Der Alkohol-Boom hat begonnen, Teil 1 – Bill Gates und George Soros investieren in Alkohol

- Der Alkohol-Boom hat begonnen, Teil 2 – Was spricht gegen Bio-Kraftstoffe?

- Sprit aus nachwachsenden Rohstoffen

- Der Alkohol-Boom hat begonnen, Teil 3 – Der 'Rush' gewinnt an Tempo

- Das Klima kann nicht warten – Offener Brief an „Rettet den Regenwald“

- Wie die Industrie der „Global Warming Sceptics“ funktioniert

- Der Alkohol-Boom hat begonnen, Teil 4 - Endlich auch Bio-Alkohol in der Bundesrepublik

- Kofi Annan: Keine Gegenargumente mehr

- Brasilien plant völlige Umstellung auf Biodiesel

- Lulas Brasilien, Teil 4 – Abholzen und Abbrennen

- Klimakatastrophe: IPCC-Report klammert entscheidende Frage aus

- Stärkster Hurricane aller Zeiten

- Wie wird der Verkehr der Zukunft angetrieben

- Naive Umweltschützer geben Massenmedien Stichworte

- Ein deutscher ‚Global Warming Sceptic’

- Klimahetzer? – Klimaketzer? Eine Auseinandersetzung um die beginnende Klimakatastrophe
SirHoschi - 30. Mrz, 16:42

einige kritische Anmerkungen

Hallo,

ich habe auch diesen Artikel von Ihnen mit Interesse gelesen. Ich möchte dazu einige kritische Anmerkungen machen, da sie die Möglichkeiten der Biokraftstoffbranche meines Erachtens zu positiv bewerten. Ich stelle einmal ein paar kurze Stichpunkte zur Diskussion:

- Ein nennenswerter Anteil an Biokraftstoffen führt zu riesigen Monokulturen. (müsste es sicher nicht zwangsläufig aber es würde garantiert daraus hinauslaufen)

- Es besteht die Gefahr das Urwälder abgeholzt werden um Anbauflächen für Biokraftstoffe zu gewinnen.

- Der Anbau von Biokraftstoffen führt zu einer Konkurrenz mit der Lebensmittelproduktion.

- Es ist unsinnig eine uneffiziente Kraftfahrzeugflotte dadurch ökologischer machen zu wollen das man Biokraftstoffe anstatt Diesel/Benzin in den Tank füllt. Die in der EU geplante Beimischungsquote von 10% erfordert beim derzeitigen Verbrauch eine Anbaufläche der Grösse Italiens. Der Verbrauch muss stattdessen DRASTISCH reduziert werden, CO2 Grenzwerte von 130g/km sind pillepalle. Das Auto der Zukunft fährt elektrisch.

- hier noch 2 sehr interessante links zum weiterlesen.

Artikel aus der Zeitschrift PHOTON zu Biokraftstoffen
http://www.photon.de/photon/pd-2007-04.pdf

Presentation des Elektro-Sportwagens Tesla Roadster mit interessanten Vergleichen zur Effizienz verschiedener Technologien
http://www.teslamotors.com/display_data/tedpresentation_final.swf


Gruß Ralf

Karl Weiss - 30. Mrz, 19:23

Stimme fast überein

Hallo Ralf Hoschi,

ich stimme mit Ihnen im wesentlichen überein. Tatsächlich ist es längst möglich, die ganze Verkehrsache auf Elektrizität aus Solarenergie umzustellen und das wäre natürlich weit sinnvoller und zukunftsscherer als Bio-Sprit.

Nur: Es macht niemand. Der Schritt ist noch nicht einmal am Horizont zu sehen als wirkliche Realisierung.

Es gibt nicht ein einziges grösseres Solarzellenprojekt, z.B. von der Grösse eines 13 MW-Kraftwerkes, geschweige denn konkrete Bauten eines solchen Projekts. Die Elektroautos sind allesamt nicht am Markt angenommen worden, weil sie noch wesentliche Schwächen hatten und natürlich auch nicht steuerlich gefördert wurden.

Es gibt kein Land, das bereits Steuerbefreiung für Elektroautos vorsieht.

Ebenso gbt es kein Projekt, in dem z.B. ein ganzes Land eine Reihe von Elektrotankstellen oder Batteriewechselstationen aufbauen würde.

Kurz: Es wird nicht möglich sein, rechtzeitig bis 2020 oder 2025 einen wesentlichen Teil des fossilen Treibstoffs durch Elektro-Verkehr ersetzt zu haben.

Alles was es gibt, sind viel zu kleine Anfänge.

Das ist der Grund, warum ich Bio-Treibstoffe als Übergangslösung propagiere.

Ich bin mir sehr wohl der Nachteile bewusst wie auch der Begrenzung, denn es kann ja nur ein Teil der Treibstoffe ersetzt werden.

Bio-Treibstoffe haben aber auch noch wesentliche andere Vorteile als die, keinen zusätzlichen Kohlenstoff in die Athmosphäre zu blasen.

Sie vermindern die Abhänggkeit aller Länder ohne ausreichende eigene Ölquellen von teuren Ölimporten, für de riesige Mengen an Devisen aufgebracht werden müssen.

Sie verhindern, dass die fossilen Rohstoffe, die für Vieles noch gebraucht werden, sinnlos in die Luft geblasen werde, denn sie sind endlich.

Und schliesslich, sie geben der darniederliegenden Landwirtschaft der entwickelten Länder, die ja anscheinend nur noch am Tropf von Agrarsubventionen existieren kann, endlich eine sinnvolle Aufgabe.

Ihren drei Punkten gegen Bio-Sprit muss ich teilweise widersprechen.

Zu Punkt 1 : Monokulturen:

Tatsächlich hat jede Landwirtschaft im Kapitalismus die Tendenz zu riesigen Monokulturen. Das kann also nicht gegen die Bio-Treibstoffe verwendet werden, denn selbst wenn kein Biotreibstoff existiert, hört die Landwirtschaft ja nicht auf.

Zu Punkt 2 : Urwälder:

Es werden massivst Urwälder abgeholzt und abgebrannt, ohne dass bis heute auch nur ein einziges grössere Projekt für Biotreibstoff existiert, das auf Biotreibstoff basiert, für den Urwald abgeholzt wurde. Es wird in Wirklichkeit sowieso weiter Urwald zerstört, weil dies Profit für Superreiche bringt, die meist auch noch mit den Regierungen verkungelt sind. Das hat nichts mit Bio-Treibstoff zu tun. Der Kapitalismus ist verantwortlich.

Zu Punkt 3: Lebensmittelproduktion

Im Moment werden genug Lebensmittel für 12 Milliarden Menschen erzeugt, obwohl wir bisher erst etwa 6 Milliarden sind. Der Rest wird hoch subventioniert und dann ins Meer geschüttet oder zu allen möglichen Dingen verarbeitet oder gelagert oder sonst noch was. Es ist der Kapitalismus, der einen Teil der Menschheit ohne genügend Nahrung lässt, nicht die überbordende Lebensmittelproduktion.
SirHoschi - 2. Apr, 12:02

Das ist so nicht alles richtig

Hallo,

ich stimme ja mit Ihnen überein das Biosprit besser ist als fossile Brennstoffe zu nutzen, und ich finde auch das Biosprit in der Übergangszeit verwendet werden sollte. Trotzdem ist es keine Endlösung denn Biosprit in KFZ-Motoren zu verbrennen ist genauso ineffiezient und verschwenderisch als wenn man dafür fossile Energieträger einsetzt.


Nur einmal zum verdeutlichen:
Man nehme 1 Quadratmeter Photovoltaik mit guten
Flächenwirkungsgrad von 15% und bekommt 150 kWh strom im Jahr

Man nehme 1 Quadratmeter Maisfeld und die modernste Biogastechnik
unb bekomme 1,8 kWh Strom

Man nehme 1 Quadratmeter Sonnenblumen, ernte 0,1 Liter und
verwerte in einem Dieselmotor und bekomme 0,3 kWh Strom



Von Ihren Aussagen möchte ich noch einige korrigieren:

>Nur: Es macht niemand.
>Der Schritt ist noch nicht einmal am Horizont zu sehen
>als wirkliche Realisierung.
In Bayern wird gerade die "1 % Party" gefeiert. Erstmals wurde 2006 mehr als 1% des Stroms aus Photovoltaik erzeugt. Wenn man das enorme Wachstum der Branche betrachtet und für die nächsten 10 Jahre ähnliche Wachstumsraten annimmt dann ist das schon viel mehr als ein Streif am Horizont. Es ist zu hoffen das die entsprechenden Rahmenbedingungen in Deutschland (EEG) erhalten bleiben und das immer mehr Länder nachziehen. Wenn erst die Schwelle erreicht ist wo Photovoltaik-Strom billiger ist als der Preis den der Endkunde an seinen Stromanbieter zahlt dann wird das noch einmal einen enormen Schub bringen. Aufgrund der dezentralen Erzeugung konkurriert Solarstrom nicht mit den Erzeugerpreisen herkömmlicher Kraftwerke sondern mit den Endkundenpreisen! Das ist ein ganz wichtiger Punkt der von vielen garnicht so gesehen wird. Es wird garnicht mehr so lange dauern bis es soweit ist, gerade in den südlicheren Ländern wo die Module noch wesentlich höhere Erträge bringen als hierzulande.
http://www.solarserver.de/solarmagazin/news.html#news6727


>Es gibt nicht ein einziges grösseres Solarzellenprojekt,
>z.B. von der Grösse eines 13 MW-Kraftwerkes,
>geschweige denn konkrete Bauten eines solchen Projekts."
Das stimmt nicht. Es gibt schon mehrere Freiflächenanlagen mit mehreren MW Nennleistung. Genau in diesen Tagen beginnen die Bauarbeiten zur bislang Weltgrössten PV-Anlage auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflughafens in Brandis bei Leipzig. Die Anlage wird eine Leistung von 40 Megawatt haben!
hier weitere Infos dazu:
http://www.juwi.de/service/presse/PM_Solaranlage_Brandis.pdf

>Es gibt kein Land, das bereits Steuerbefreiung für Elektroautos vorsieht.
In Deutschland sind Elektroautos in den ersten 5 Jahren steuerfrei. Danach kosten sie glaube ich 11€ Steuern im Jahr. (Also quasi steuerfrei) In vielen Großstädten werden schon Mautgebühren für Stinker erhoben oder diese ganz aus den Innenstädten verbannt. Da die KFZ-Steuern ja nach Schadstoffausstoss neu geregelt werden sollen ist wohl zu erwarten das zukünftig keine Steuern für Elektroautos in Deutschland fällig werden. Im übrigen ist dies ja ein Punkt wo mit dem entsprechenden politischen Willen die richtigen Rahmenbedingungen sehr leicht gesetzt werden können.

>Ebenso gbt es kein Projekt, in dem z.B. ein ganzes Land
>eine Reihe von Elektrotankstellen oder Batteriewechselstationen
>aufbauen würde.
Ich glaube es gibt kaum eine Energieversorgungsstruktur die besser ausgebaut ist als das Stromnetz. Es ist vollkommen klar das man nicht in wenigen Jahren zu 100% auf Elektrofahrzeuge umsteigen kann. Für sehr viele Autofahrer ist aber die nötige Infrastruktur vorhanden, oder kennen Sie einen Eigenheimbesitzer der keine Steckdose zu Hause hat? Was fehlt ist ein vernünftiges Angebot an praktikablen Fahrzeugen. Die Politik ist gefordert die entsprechenden Rahmenbedingungen zu setzen damit sich das ändert! Auch die (noch) geringere Reichweite spielt bei vielen (nicht allen) Fahrzeugen keine Rolle.


Die Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion sehe ich schon. Obwohl es sicher richtig ist das noch genügend Anbauflächen für Lebensmittel vorhanden sind so können doch auf einem Acker nur ENTWEDER Biokraftstoffe ODER Lebensmittel angepflanzt werden. Jeder Landwirt möchte natürlich den maximalen Gewinn mit seiner Ackerfläche erzielen. Wenn wir in eine Energiekrise geraten, was aufgrund der zur Neige gehenden Öl- und Gasvorräte ja zu erwarten ist dann werden entsprechend auch die Preise für Biokraftstoffe steigen. Ein Landwirt könnte also hohe Gewinne mit dem Anbau von Energiepflanzen erzeilen. Die logische Folge wäre eine Verknappung der Lebensmittelproduktion. Dadurch steigen die Preise für Lebensmittel und passen sich dem Preisniveau der Energiepflanzen an damit sich ihr Anbau wieder lohnt. Damit haben wir unseren Lebensmittelpreis 1a an den Energiepreis gekoppelt. Die Rechnung zahlt der Verbraucher. Entweder direkt beim Einkaufen oder über Subventionen der Landwirtschat zum Anbau von Nahrungsmitteln. Die Dummen werden wie immer diejenigen sein die eh schon nichts haben. Also die ärmsten der Armen.

Gruß Ralf
Laue_Media - 4. Mai, 12:50

Quellen sind zum Lesen da

Lieber Herr Weiss,

selbst habe ich mich mit den Themen Biogas und Biodiesel nun schon mehrere Wochen beschäftigt. Auf Ihre Äußerungen möchte ich nicht näher eingehen, da sie unfundiert und nur eingeschränkt anwendbar sind. Wie auch Herr Hosch und Frau Bröcker feststellen mussten, sind die richtig zu stellenden Teile Ihrer Texte einfach zu mannigfaltig, um kurz und prägnant beanwortet werden zu können. Zudem lohnt dies offensichtlich ohnehin nicht. Daher möchte ich nur gerne einen Link anbringen zu der laut Ihnen nicht existenten Biodiesel-Herstellung aus Palmöl inklusive eines Verweises, und hier wird es interessant, an Ihren offenen Brief an den RdR. e.V.. Sozusagen als Legitimationshilfe gegenüber Palmöl-Kritikern. Herzlichen Glückwunsch.

Beeke Laue

http://www.rapidoil.de/geschaeftsfelder/treibstoffe/treibstoffsorten/

Karl Weiss - 4. Mai, 15:43

Ja, Quellen sind zum Lesen da

Hallo Herr Ralph Hosch,

zunächst darf ich für Ihre Übereinstimmung mit mir danken, dass die langfristige Lösung in der Solarenergie liegt und für eine Übergangszeit die Bio-Sprit-Möglichkeiten genutzt werden müssen.

Was ihre Kritiken zu Einzelpunkten angeht:

Die Aussage: "Es macht niemand" bezog sich, wie aus dem Zusammenhang klar hervorgeht, auf Mega-Projekte in den Wüsten und Steppen der Erde, um die ganze Energiegewinnung auf Solarstom umzustellen. Dass in Deutschland einzelne kleine Solarstromprojekte vorankommen, ändert ja nicht das geringste an dem weiterhin steigenden weltweiten Ausstoss von Kohlendioxid.

Das gleiche bezieht sich auch auf das von Ihnen verlinkte Projekt in Brandis, das ich sehr wohl kenne - wie auch das Projekt in Portugal. Meine Aussage bezüglich eines 13 MW-Kraftwerkes bezog sich selbstverständlich auf eine dauerhaften Stomeinspeisung. Das Brandis-Projekt hat zwar eine Peak-Energie von 40 MW, seine gesamte Leistung über das Jahr beträgt aber nur 40 Mio KWh, das sind nur Bruchteile von der Jahresleistung eines grossen Kraftwerkes.

Wenn ich also davon spreche, dass bisher die Solarenergie nicht vorwärts gekommen ist, so bezieht sich dies auf "nennenswerte Grössenordnungen", wie ich es genannt habe. Natürlich ist Deutschland nicht der typische Ort, an dem man Solarenergie lohnend machen kann, weil es einfach zu wenig Sonnenschein gibt auf diesen Breiten.

Tatsächlich war meine Aussage zur Steuerbefreiung der Elektroautos falsch (in der Eile in der Antwort auf den Kommentar, nicht im Artikel, wie Frau Laue meint).

Das Problem der Elektroautos ist nicht das der Steuer, sondern dass es noch kein wirklich konkurrenzfähiges gibt. Zwar kann man Busse bereits mit Elektroantrieb fahren (weil sie jede Nacht in der Garage aufgeladen werden können), aber auch das kommt im Moment noch sehr teuer, weil die Strompreise hoch sind und weil die Batterien stark begrenzte Lebensdauer haben und teuer sind. Für ein private Nutzung sind Elektroautos bisher nur im reinen Stadtverkehr anwendbar, wo man jede Nacht in die Garage zurückkehren kann und aufladen.

Es gibt nämlich keine Infrastruktur für Elektroautos. Dass es (fast) überall Strom gibt, wie Sie antworten, ist dafür ja nicht ausreichend. Wo gibt es öffentliche Steckdosen am Strassenrand, an denen man gegen Bezahlung sein Elektroauto aufladen lassen kann? Zudem muss ein System von Schnellade-Stationen (an jeder Tankstelle) geschaffen werden, das ein Nachladen im Schnellade-Modus in einer Zeit erlaubt, welche die Benutzung des Autos nicht ad absurdum führt, weil man alle zig Kilometer für Stunden nachladen muss.

Zur Frage der Konkurrenz mit der Lebensmittelproduktion. Speziell was Europa angeht, so gibt es hier keine nennenswerte sinnvolle Lebensmittelproduktion.

Es werden Pflanzen angebaut und Vieh gezüchtet fast allein auf der Basis von Milliardenschweren Subventionen, die der europäische Steuerzahler aufbringen muss. Die Milch, das Fleisch und die Lebensmittelpflanzen werden anschliessend von der EU aufgekauft und dann entweder ins Meer geschüttet oder in teuren Kühlhäusern gelagert oder schliesslich und endlich zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt gebracht, was die Kleinbauern in der Dritten Welt zu Grunde richtet, denn sie können diese Lebensmittel nicht zu solchen Dumpingpreisen erzeugen, geschweige denn verkaufen.

Würden in der ganzen EU auf allen landwirtschaftlichen Flächen heute Bio-Energie-Pflanzen angebaut, so hätte die europäische Landwirtschaft endlich einen sinnvollen Ausweg gefunden. Es bräuchten keine Agrarsubventionen mehr gezahlt zu werden und könnten Milliarden gespart werden - ganz zu schweigen davon, dass man nicht mehr die Bauern in den Entwicklungsländern zugrunde richten würde.

Es ist also genau umgekehrt, wie Sie meinten: Endlich könnten die europäischen Märkte für billige Lebensmittel aus den Entwicklungsländern geöffnet werden.

Scliesslich noch zu Ihnen, Frau Laue:

Leider benutzen sie nicht ein einziges Argument, während Sie leicht feststellen können, dass sowohl mein "Offener Brief" als auch die Antwort an Frau Bröcker zu jeder Aussage auch Argumente enthält.

Warum Sie glauben, es steht "Rettet den Regenwald" gut an, ohne Argumente, aber mit viel Arroganz zu antworten ("lohnt dies ohnehin nicht"), das bleibt Ihr Geheimnis.

Was die von Ihnen verlinkte Website von "rapidoil" betrifft, so darf ich ihnen gerne die Aufforderung in ihrer Überschrift zurückgeben, dass "Quellen zum lesen da sind". Hätten Sie bei "rapidoil" gelesen, so hätten Sie gesehen, es handelt sich hier keineswegs um Bio-Diesel, sondern um den Versuch, umgebaute Diesel-Motoren mit Pflanzenöl zu betreiben, wobei als billigstes Palmöl genannt wird.

Es ist unsinnig, direkt zu versuchen, Pflanzenöle zum Antrieb zu verwenden, denn dabei wird das krebserregende Acrolein frei. Hätten Sie in meinem Blog nachgelesen, wäre Ihnen das auch schon untergekommen (Quellen sind zum Lesen da). Ich verweise in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die oben am Ende des Artikels verlinkten anderen Artikel im Blog zu diesem Themenkreis.

Anscheinend haben Sie auch in meinem Offenen Brief eine Stelle überlesen, in der ich ganz klar zur unmittelbaren Verwendung von Pflanzenölen oder Biodiesel zur Gewinnung von Energie Stellung nehme (Quellen sind zum Lesen da):

"Vollkommen zu unterstützen ist der Einsatz von RdR gegen ein Kraftwerk im englischen Littlebroock, wo statt Heizöl Bio-Diesel verbrannt werden soll, was man der gleichen Pressemeldung entnehmen kann. Es ist energiepolitischer Unsinn, zuerst mit hohem Energieaufwand Palmöl in Bio-Diesel zu verwandeln , um es dann zur Erzeugung von Strom zu verbrennen. Der Aufwand, Bio-Diesel aus Pflanzenölen herzustellen, kann ausschließlich für Dieselmotoren seine Berechtigung herleiten, denn für sie ist nur so kurzfristig eine Umstellung möglich, weil Bio-Diesel in normalen Dieselmotoren eingesetzt werden kann, was auf Pflanzenöle nicht zutrifft."


Was "rapidoil" betrifft, es handelt sich um eine Winz-Firma, die aufgrund des falschen Projekts niemals irgendeine Bedeutung erlangen kann (Ich hatte ausdrücklich von "nennenswerten Projekten" gesprochen). Dass man dort meint, meinen Offenen Brief als Referenz verwenden zu können, ist absurd: Entweder die können dort nicht lesen (ich distanziere mich im Brief ja klar von solchen Projekten) oder auch denen müsste man sagen: "Quellen sind zum Lesen da".

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