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    <title>Karl Weiss - Journalismus (Bürger-Journalist - Nachrichten-, Politik-, Brasilien- und Bilder-Blog) : Rubrik:Fussball</title>
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    <description>Bürger-Journalist - Nachrichten-, Politik-, Brasilien- und Bilder-Blog</description>
    <dc:publisher>Karl Weiss</dc:publisher>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:date>2011-02-02T11:20:39Z</dc:date>
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    <title>Karl Weiss - Journalismus</title>
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    <title>Deutscher und Stürmer  das geht nicht?!</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5811395/</link>
    <description>&lt;b&gt;Sollen alle Spiele 0:0 ausgehen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fussball-Überlegungen von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Es ist wie verhext  es gibt keine deutschen Stürmer im Fussball mehr. Alles Ausländer, auch wenn sie eingebürgert wurden. Letztes Beispiel: Cacau. Nicht dass irgendetwas schlecht daran wäre, wenn im Sturm der Nationalmannschaft eingebürgerte Ausländer spielen, aber es stellt sich doch die Frage: Sind deutsche Gene und Stürmer-sein inkompativel?&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Mal, dass ein nicht eingebürgerter Deutscher im Sturm der Nationalmannschaft auflief, ist so lange her, dass dem Bürger-Journalisten niemand sagen konnte, wer das war. Einer meinte, das müsse Oliver Bierhoff gewesen sein. Na, was hat der denn gewonnen? Na gut, die EM 96  aber das ist 13 Jahre her! Oder der andere Oliver, Neuville. Auch ausländischer Name. Hat aber immerhin einen Pfostenschuss im WM-Finale 2002 zu verzeichnen. Das gleiche Finale, in dem noch Asamoah eingewechselt wurde. Na, reden wir nicht von dessen Nationalität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit langem haben wir uns an ein Sturm-Duo Podolski-Klose gewöhnt, also reinrassig polnisch. Podolski wagte es nicht einmal, ein Tor gegen Polen bei der EM zu feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Zeit zu Zeit spielte dort Kuranhy, der wurde in Rio de Janeiro geboren. Dann zur Abwechslung Mario Gomez, spanischer Abstammung. Nun also Cacau, der fast sein ganzes Leben in Brasilien verbracht hat und nur den Vorteil hatte, zu keiner der brasilianischen Jugend-Auswahl-Mannschaften eingeladen worden zu sein und deshalb Fussball-Deutscher werden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder sehen wir uns die Torschützenliste der Bundesliga an: Erster ist Grafite, ein wirklicher Brasilianer, der nicht eingebürgert werden kann, zweiter Dzeko, der erst seit zwei Jahren in Deutschland ist (woher war der gleich noch mal?). Dritter ist der schon erwähnte Gomez und an vierter Stelle (vor Ibisevic) ein verdächtiger Name: Patrick Helmes. Nanu? Gibt es doch einen Deutschen, der wenigstens ab und zu trifft? Na, wir werden in seiner Ahnenreihe schon die Ausländer finden, die ihm Tor-Gene vermittelt haben. Für die Nationalmannschaft ist er aber nicht vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn man die Aufstellungen der Bundesliga-Mannschaften durchgeht: Vorne gibt es meistens einen oder sogar zwei Ausländer bzw. eingebürgerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber  waren nicht deutsche Stürmer Legende? Wenn man mal von Brasilianern absieht, sind die besten Stürmer aller Zeiten Deutsche! Allen voran Gerd Müller, dessen Torrekord mit 14  in zwei Weltmeisterschaften bis heute nicht geknackt ist. Zwar wurde er in der Zahl von Toren in WMs von Ronaldo und Klose mit 15 überholt, aber die brauchten drei oder vier Weltmeisterschaften dafür. Und da gibt es auch noch Uwe Seeler  eine Legende. Oder denken Sie an Helmut Rahn, der zwei Tore im WM-Finale 1954  in Bern schoss oder Emma (Emmerich) mit seiner linken Klebe, der im WM-Finale 1966 spielte. Aber man braucht gar nicht so weit in die Vergangenheit zurückgehen. Rudi Völler ist heute noch den Jungs ein Begriff, der im WM-Finale gegen Argentinien 1986 zwei Tore erzielte und wesentlich an der Weltmeisterschaft 1990 (bis dato Deutschlands letzte) beteiligt war. Und natürlich Klinsmann, der lange der Partner von Völler im Sturm war, aber heute Schlagzeilen als geschasster Trainer macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch dann? Was kam nach Klinsmann und Völler? Gingen die Stürmer-Gene im deutschen Erbgut verloren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, das ist natürlich Quatsch. Es gibt keine Stürmer-Gene. Natürlich braucht man die körperliche Veranlagung, um ein guter Fussballer werden zu können und man braucht auch die geistige, denn das ist harte Arbeit und nicht Jeder steht die Jahre durch, bis er am Ziel ankommt. Wer von den Talentierten Stürmer wird, entscheidet sich typischerweise nach der Schnelligkeit  Schnelligkeit im Antritt und im Kurzsprint, was einen guten Stürmer im Grunde auszeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles andere kann man lernen und kann antrainiert werden, wenn Talent vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da sind wir auch schon bei der wahrscheinlichen Ursache der deutschen Stürmermisere. Das Antrainieren. Machen Sie sich einmal die Mühe und gehen zu einem Training bei der B-Jugend oder A-Jugend eines bekannten Vereins. Sie werden feststellen, kaum hat ein Stürmer den Ball und strebt in Richtung gegnerisches Tor, tönt die Stimme des Trainers über den Platz: Abgeben!.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er meint damit, der Stürmer soll nicht versuchen, einen Gegenspieler zu umspielen und damit der gegnerische Abwehr die Überzahl nehmen, sondern den Ball einem Mitspieler zuspielen und der dann einem anderen usw. Die Idee dahinter ist, der Versuch zu dribbeln (oder einen Gegenspieler einfach mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen zu lassen) trägt ständig die Gefahr des Ballverlustes in sich und ist daher zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten: Dribbeln verboten! Abgeben! Spieler mit der Angewohnheit, den Ball zu führen und Gegenspieler auszuspielen zu versuchen, werden als eigensinnig verschrien und auf die Bank gesetzt  oder wenn sie uneinsichtig sind, aus dem Team verbannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgerjournalist kann da eine Geschichte erzählen von einem talentierten jungen Spieler. Zu jener Zeit  damals noch in Deutschland -, wurde jeden Samstag Fußball gespielt auf einem Bolzplatz mit einer Gruppe von Freunden. Da erschien ein Junge und fragte, ob er mitspiele könne. Schnell stellte sich heraus: Der Junge war uns allen überlegen! Er spielte jeden von uns aus und erschien regelmässig allein vor dem Tor. Er konnte dribbeln und die Gegenspieler ins Leere laufen lassen, dass es eine Freude war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fragten ihn natürlich, ob er in einem Verein spielte, aber er sagte, man habe ihn dort hinausgeworfen, weil er zu eigensinnig sei und die Anweisungen des Trainers nicht befolgte. Man weiss natürlich nicht, ob aus diesem Jungen einmal ein grosser Stürmer geworden wäre, aber die Tendenz ist sichtbar: Die Talentierten werden in ein Schema gepresst, das ihrer Kreativität entgegenläuft und so hat man schliesslich keine Stürmer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie verläuft heutzutage das Fussballspiel? Greift die gegnerische Mannschaft an, baut man einen dreifachen Ring der Abwehr (plus eventuell einem letzten freien Mann) auf und greift, möglichst mit zwei Spielern, den Ballführenden an. Mannschaften, die Spieler mit sehr viel Luft haben, verzichten sogar auf den freien Mann, solange der Gegner sich noch nicht sehr dem Tor angenähert hat und greift mit einem extremen Pressing jeden an, der den Ball erhält  wenn möglich, noch bevor er den Ball unter Kontrolle hat.  Die verteidigende Mannschaft ist immer mit einem oder zwei Spieler in der Überzahl, je nachdem, wieviele der Stürmer dazu verpflichtet sind, mit zurückzugehen. Das Gleiche macht im Prinzip die andere Mannschaft, wenn sie den Ball verliert und abwehren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn da alle Abwehrenden fehlerfrei spielen, kann hiernach nie ein Tor fallen. Alle Spiele gehen Null zu Null aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist das Einzige, was aus dieser Situation retten kann  ausser den Fehlern, die natürlich doch immer wieder passieren? Die Intuition, die Kreativität einzelner Spieler. Einer, der kurz den Ball führt und dann einen Gegenspieler aussteigen lässt, bohrt ein Loch in dieses Schema. Denn nun ist die Abwehr nicht mehr in der Überzahl, sondern es stehen sich gleich viel gegenüber. Kann man einen schnellen Spielzug machen, ist plötzlich ein Stürmer vorne allein mit einem Abwehrspieler. Kann er sich den Ball so vorlegen, dass der (langsamere) Abwehrspieler nicht mehr drankommt, sondern zuerst er, hat er freien Schuss aufs Tor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Ähnliches kann man mit langen Pässen erreichen, wie sie damals für Beckenbauer charakteristisch waren. Der Stürmer ist schneller als der Abwehrspieler und erreicht den Ball zuerst, wenn er mit Genauigkeit in den freien Raum gespielt wurde. Wiederum die Mann-gegen-Mann-Situation.Im Prinzip geht das auch mit schnellen Doppelpässen, wie sie damals Müller und Beckenbauer exerzierten, aber die sind extrem schwierig und die Gefahr, den Ball zu verlieren, ist ebenso hoch wie beim Dribbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen sie sich die Situation von Feldtoren an und Sie werden sehen, das eine oder andere dieser Schemata ist verantwortlich. Natürlich fallen heute nur noch wenig Feldtore. Die Überzahl kommt aus Ecken, von Freistössen und durch Kopfbälle nach Flanken. Wenn man sich aber wieder die Situationen ansieht, die zu den Ecken, Freistössen oder Flanken führten, kommt man wieder auf die obigen Schemata.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treibt man also allen deutschen Spielern in den Vereinen die Kreativität, die Intuition für eine schnelle Ballführung aus, die einen oder mehrere Gegner ausspielt, so hat man keine Stürmer mehr und muss sie aus dem Ausland holen. Was die Nationalmannschaft angeht, kann man dann nur noch einbürgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Szene hierfür ist jene, die zum Ausgleichstor von Rivaldo im Viertelfinalspiel Brasilien-England 2002 bei der Weltmeisterschaft in Japan führte - ein Viertelfinale, das praktisch das vorweggenommene Endspiel war. Sehen Sie sich die Szene einmal an, wenn sie die Gelegenheit haben. Ronaldinho Gaúcho erhält den Ball, aber alle brasilianischen Spieler sind gedeckt. Er könnte den Ball zurück zu den Verteidigern geben, aber man muss den Ausgleich erzielen. England führt! Also tritt Ronaldinho an, lässt mit einer schnellen Körperbewegung den angreifenden Gegenspieler aussteigen und stellt damit die Situation der Zahlengleichheit her. Der englische Spieler, der den Stürmer Rivaldo deckte, ist nun gezwungen, sich dort zu lösen und Ronaldinho anzugreifen, denn das Angreifen des Ballführenden hat immer Vorrang. Der letzte freie Mann der Engländer läuft nun in Richtung Rivaldo, um ihn zu decken. Doch zu spät. Ronaldinho hat bereits schnell und scharf zu Rivaldo gegeben, der einen Moment Zeit hat, sich den Ball zurechtzulegen und aufs Tor zu schiessen. Und Rivaldo hat einen der schärfsten Schüsse der Weltmeisterschaft: 1:1 ! Und das war die Grundlage des späteren Sieges mit einem Freistosstor von Ronaldinho.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schärfe der Schüsse von Rivaldo hat später auch Torwart Kahn im Endspiel der gleichen Weltmeisterschaft kennengelernt, als ihm ein solcher Schuss wegsprang und Ronaldo zur Stelle war, um zu vollstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 8. Juli 2009 in der Berliner Umschau&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-08T14:40:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/5808880/">
    <title>Rare Duplizität der Ereignisse</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5808880/</link>
    <description>&lt;b&gt;Zwei gleiche Fussballspiele&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Fußball schlägt manchmal unglaubliche Kapriolen. So geschehen in Brasilien am 1. und 2. Juli 2009: Kaum zu glauben, aber im Süden Brasiliens wiederholte sich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen fast genau der gleiche Ablauf eines Fußballspieles in zwei Stadien in der gleichen Stadt, die nur etwa einen Kilometer voneinander entfernt sind.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akteure: Vier der besten Fußball-Teams Brasiliens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ereignisse: Am 1. Juli das zweite Endspiel um den Pokal Brasiliens, das hier mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wird. Am 2. Juli: Der Kampf im Halbfinale der Kontinent-Vereinsmeisterschaft Libertadores um den Einzug ins Finale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geschehen: In beiden Spielen war die Heimmannschaft eine aus Porto Alegre, der Hauptstadt des südlichsten Bundestaates Brasiliens und hatte als Gegner eine Mannschaft aus dem bevölkerungsreichen Südosten Brasiliens zu Gast. In beiden Spielen war die jeweilige Heimmannschaft im Hinspiel mit zwei Toren Unterschied unterlegen, so dass sie ein 3:0 gebraucht hätte, um das Ganze zu gewinnen - oder ein 2:0 (bzw. 3:1), um ins Elfmeterschießen zu kommen. In beiden Spielen legte aber (nach der Anfangsoffensive der Heimmannschaft) die jeweilige Auswärtsmannschaft innerhalb weniger Minuten in der Mitte der ersten Halbzeit zwei Tore vor, was die Aufgabe für die jeweilige Mannschaft aus dem Süden Brasiliens praktisch unmöglich machte. In beiden Spielen konnte die Heimmannschaft in der zweiten Halbzeit noch jeweils 2 Tore erzielen, so dass beide Spiele 2:2 ausgingen, was aber die beiden Mannschaften aus dem Südosten ans Ziel brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Akteure (und der Ort des Geschehens): Im Spiel am 1. Juli, dem zweiten Endspiel der Pokalendspiele, standen sich im Stadion &quot;Beira Rio&quot; (Flussufer) aus dem Südosten Brasiliens Corinthians São Paulo und Internacional Porto Alegre gegenüber. Corinthians gewann den Pokal. Im zweiten Spiel wiederholten sich die Ereignisse am 2. Juli im Stadion &quot;Olímpico&quot; von Gremio Porto Alegre, das gegen Cruzeiro Belo Horizonte antrat, einer der beiden großen Vereine aus der Stadt, aus der hier geschrieben wird. Dabei ging es im Halbfinale der Libertadores um den Einzug ins Endspiel. Cruzeiro steht nun in den beiden Endspielen gegen Estudiantes De la Plata aus Argentinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Spiele waren äußerst ereignis- und abwechslungsreich mit vielen Torszenen und unglaublichen Torwartleistungen und hätten mit noch weit mehr als je vier Toren ausgehen können. Das Niveau kann ohne Schwierigkeiten mit den Ligen in Italien und Spanien verglichen werden (vielleicht nicht unbedingt mit der englischen). Meistens nimmt man an, die brasilianischen Mannschaften könnten nicht überragend sein, weil ja die besten brasilianischen Spieler in Europa spielen, aber es bleiben noch genügend hochklassige Spieler in Brasilien übrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Spielen konnte man auch Spieler sehen, die am vergangenen Wochenende noch in Südafrika in der brasilianischen Nationalmannschaft spielten, die in einem ebenso mitreißenden Spiel im Endspiel gegen die Vereinigten Staaten gewann und den &quot;Confederations-Cup&quot; mit nach Südamerika nahm: Bei Corinthians war André Santos tätig, der sich als Stammspieler auf der linken Außenbahn empfohlen hat und bei Cruzeiro spielte Ramirez, der sich den Stammplatz des rechten offensiven Mittelfeldspielers in der &quot;Seleção&quot; gegen Elano bis auf weiteres gesichert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Cruzeiro es schafft, das hohe Niveau des Spiels für die beiden Endspiele um die Libertadores zu konservieren, ist die Mannschaft Favorit für den höchsten südamerikanischen Vereinstitel. Die beiden Endspiele sind angesetzt für den 8.7. in Argentinien und für den 15.7. in Brasilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 6. Juli 2009 in der Berliner Umschau&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-07T11:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/5780184/">
    <title>Südamerika - Fussball</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5780184/</link>
    <description>&lt;b&gt;Libertadores - Brasilianischer Cup  Internacional-Corinthians&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Die Champions Leage hat schon ihren Champion, doch in Südamerika wird noch um die Kontinent-Meisterschaft Libertadores gekämpft. In den Halbfinals stehen ein Verein aus Argentinien, einer aus Uruguay und zwei aus Brasilien.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca: Fast durchweg: Boca greift an, Flu verteidigt&quot; height=&quot;359&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca: Fast durchweg: Boca greift an, Flu verteidigt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-fast-durchweg-boca-greift-an-flu-verteidigt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Fussball-Bilder in diesem Artikel sind vom Halbfinale im letzten Jahr, als Fluminense Rio de Janeiro Boca Juniors Buenos Aires aus dem Wettbewerb warf.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Libertadores gibt es nach den Gruppenspielen keine Auslosung mehr. Die Vereine setzen sich selbst, indem man den besten Gruppenersten gegen den schlechtesten Gruppenzweiten spielen lässt, den zweitbesten Ersten gegen den zweitschlechtesten Zweiten usw. Auch die folgenden Paarungen stehen bereits fest. So wird vermieden, wie in früheren Zeiten, dass man gezielt Vereine aus dem gleichen Land gegeneinander spielen ließ, um ein Finale unter zwei aus einem Land zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hatten sich für die 4 verbliebenen brasilianischen Vereine im Viertelfinale die Konstellation herausgebildet, dass nur Palmeiras São Paulo im linken Block war, während die drei anderen, São Paulo F.C. , Cruzeiro Belo Horizonte und Gremio Porto Alegre alle im gleichen rechten Block angesiedelt waren. Es hätte also nur ein rein brasilianisches Finale geben können, wenn Palmeiras das Endspiel erreicht hätte. Palmeiras konnte aber zu Hause gegen National Montevideo aus der Uruguayanischen Hauptstadt nur ein 1:1 Unentschieden erreichen und schied dann, wie zu erwarten, nach dem 0:0 im Rückspiel am Rio de la Plata aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Palácio und Palermo haben eine grosse Chance vergeben&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Palácio und Palermo haben eine grosse Chance vergeben&quot; width=&quot;280&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-palacio-und-palermo-haben-eine-grosse-chance-vergeben.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gremio im anderen Block konnte mit einem Auswärts-1:1 und einem Heim-0:0 die verbliebene Venezuelanische Mannschaft von Caracas aus dem Wettbewerb werfen und kommt nun gegen den Sieger aus São Paulo und Cruzeiro. Im Hinspiel konnte Cruzeiro gegen den Favoriten einen Heimsieg erzielen, aber nur mit einem Tor Unterschied. Wie der Zufall spielt, kamen die beiden Vereine zwischen den beiden Spielen in der nationalen Meisterschaft gegeneinander, und zwar in São Paulo. Dort gelang dem aktuell dreifachen Brasilianischen Meister ein 3:0-Heimsieg und so war São Paulo auch für das Rückspiel Favorit. Doch Cruzeiro hatte seine Lektion gelernt. Man konnte einen 2:0-Auswärtssieg in der Höhle des Löwen erzielen und wird nun im rein brasilianischen Halbfinale auf  Gremio treffen. Nach dieser Leistung ist Cruzeiro Favorit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im linken Block konnte sich neben National aus Uruguay Estudiantes aus der argentinischen Stadt La Plata gegen den anderen Vertreter Uruguays, Defensor, mit zwei 1:0-Siegen durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Riquelme spielt Conca aus&quot; height=&quot;268&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Riquelme spielt Conca aus&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-riquelme-spielt-conca-aus.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kommt also nun zu den beiden Halbfinalbegegnungen zwischen Gremio und Cruzeiro einerseits und zwischen National und Estudiantes andererseits. Die beiden Erstgenannten haben den Vorteil des Heimspiels im Rückspiel. Die Begegnungen sind für die Tage 24. und 25. Juni (Hinspiele) und 1. und 2. Juli (Rückspiele) angesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieger der Libertadores wird, wie üblich, im Dezember mit Barcelona als Sieger der Champions Leage sowie den anderen Kontinent-Vereinsmeistern um die Welt-Krone kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca: Conca hat die Führung erzielt&quot; height=&quot;258&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca: Conca hat die Führung erzielt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-conca-hat-die-fuehrung-erzielt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der vergangenen Woche fand auch das erste Brasilianische Pokal-Endspiel statt, das hier auch mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wird. Gegner waren Corinthians São Paulo, gerade erst wieder aus der zweiten Liga aufgestiegen und bereits einer der Kandidaten auf die Brasilianische Meisterschaft (jetzt mit Ronaldo) und Internacional Porto Alegre, Tabellenführer (zu jenem Zeitpunkt) der noch jungen Meisterschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürger-Journalist hatte die Gelegenheit, das Spiel am Fernsehen zu verfolgen (hier werden wichtige Spiele oft noch am offenen Fernsehen gezeigt) und es hat sich gelohnt. Eines der besten Fußballspiele, das man hier seit langem gesehen hat. Extrem schnelle Ballstafetten auf beiden Seiten, voller Einsatz, viele Torszenen auf beiden Seiten, hervorragende Torwart-Leistungen und zur Krönung ein Tor von Ronaldo wie in seinen besten Zeiten. Er erhielt im Strafraum den Ball, in halbrechter Position, stand mit dem Rücken zum Tor und hatte noch einen Verteidiger zwischen sich und dem Tor. Mit einer extrem schnellen Bewegung zur Seite konnte er den Verteidiger ausspielen und mit dem linken Fuß schießen. Der Schuss war so hart, dass der Torhüter keine Chance hatte  Tor. Das war bereits das 2:0 und so ging das Spiel auch aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Ronaldo im Trikot von Corinthians&quot; height=&quot;299&quot; alt=&quot;Ronaldo im Trikot von Corinthians&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/ronaldo-corinthians.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli ist Rückspiel in Porto Alegre im Süden Brasiliens. Während vorher Internacional Favorit war, ist nun eine Vorhersage kaum möglich.  Zu Hause ist Internacional eine Macht, aber ein Zwei-Tore-Vorsprung will erst einmal aufgeholt sein. Auf jeden Fall wird es wieder eine heiße Begegnung werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 23. Juni 2009 in der Berliner Umschau&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-23T12:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/5707607/">
    <title>Libertadores 2009  da waren es nur noch 8</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5707607/</link>
    <description>&lt;b&gt;4 x Brasilien, 2x Argentinien, 1x Uruguay, 1x Venezuela&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Folgende Spiele werden im Viertelfinale der Libertadores, dem südamerikanischen Gegenstück der Champions Leage, jeweils mit Hin- und Rückspiel ausgetragen (der erstgenannte hat jeweils Heimrecht im Rückspiel):&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;- Gremio Porto Alegre (Brasilien)  Caracas (Venezuela) (27.5. und 17.6.)&lt;br /&gt;
- São Paulo F.C. (Brasilien)  Cruzeiro Belo Horizonte (Brasilien) (27.5. und 17.6.)&lt;br /&gt;
- Boca Juniors Buenos Aires (Argentinien)  Estudiantes de La Plata (Argentinien) (28.5. und 18.6.)&lt;br /&gt;
- Nacional Montevideo (Uruguay)  Palmeiras São Paulo (Brasilien) (28.5. und 17.6.)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar steht ein Spiel noch aus, aber es wird wohl keine Änderung mehr geben. Die Sieger der beiden ersten Spiele werden eines der Halbfinale bestreiten, die der dritten und vierten das andere. Es könnte also passieren, das Boca Juniors und drei brasilianische Vereine im Halbfinale stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praktisch alle Ergebnisse waren den Erwartungen entsprechend oder jedenfalls keine Überraschungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gremio Porto Alegre, der brasilianische Meisterschaftszweite und Beste der Gruppenphase, hatte keine Probleme mit San Martin aus Peru und gewann zweimal mit zwei Toren Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caracas aus Venezuela musste sich zwar bei Deportivo Cuenca in Equador mit 2:1 geschlagen geben, konnte aber in Venezuela einen Kantersieg mit 4:0 erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
São Paulo aus der grössten Metropole der Südhalbkugel profitierte ebenso wie Nacional Montevideo aus Uruguay von der Aufgabe der beiden verbliebenen mexikanischen Vereine, nachdem die südamerikanische Föderation die Spiele in Mexiko wegen der neuen Grippe verboten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cruzeiro Belo Horizonte aus der Stadt, aus der der Bürger-Journalist schreibt, konnte zweimal Universidad Chile besiegen, wobei der Auswärtssieg in Santiago de Chile als hervorragende Leistung eineschätzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boca Juniors erreichte im Hinspiel ein Unentschieden bei Defensor aus Uruguay. Der wenig bekannten Mannschaft aus Montevideo dürfte schwerlich einen Sieg in Buenos Aires auf der anderen Seite des Rio de La Plata gelingen gegen den Favoriten der Libertadores, also gehen wir davon aus, dass Boca weiterkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Libertad aus Asunção, Paraguay, musste im Hinspiel ein glattes 0:3 gegen Estudiantes aus Argentinien hinnehmen. Da wird das Rückspiel zum Freunschaftsspiel und blieb dann auch bei einem spärlichen 0:0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schliesslich musste noch eine brasilianische Mannschaft ausscheiden, denn im letzten Achtelfinale spielten Palmeiras São Paulo und Sport Recife gegeneinander, die bereits zweimal in der Gruppenphase gegeneinander antreten mussten. Während am Ende der Gruppenphase Sport die Nase vorn hatte und Gruppensieger wurde, hatte diesmal Palmeiras das bessere Ende für sich. Nachdem beide zu Hause 1:0 gewinnen konnten, musste es in die Verlängerung gehen und dann ins Elfmeterschiessen, in dem der Palmeiras-Torhüter Marcos drei Elfmeter abwehrte und das ganze zu Gunsten von Palmeiras drehte. Das ist übrigens der gleiche Marcos, der schon die deutschen Stürmer im Weltmeisterschaftsfinale 2002 zur Verzweiflung brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 18. Mai 2009 in der Berliner Rundschau&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--------------------------------------------------------------------------------</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-18T11:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/5680939/">
    <title>Libertadores am Ende der Gruppenphase</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5680939/</link>
    <description>&lt;b&gt;Boca Juniors Buenos Aires erneut Favorit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Während das Vorbild, die Champions-Leage, bereits in die Zielgerade einbiegt, ist das südamerikanische Gegenstück, die Copa Libertadores, das ja erst Anfang des Jahres anfing, jetzt mit den Spielen am 30. 4. 2009 erst zum Ende der Gruppenphase gekommen. Es hat einige handfeste Überraschungen gegeben, aber auch Favoriten, die sich durchgesetzt haben.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca: Fast durchweg: Boca greift an, Flu verteidigt&quot; height=&quot;359&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca: Fast durchweg: Boca greift an, Flu verteidigt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-fast-durchweg-boca-greift-an-flu-verteidigt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wichtigste Favorit ist, wie schon die ganzen letzten Jahre, Boca Juniors Buenos Aires aus Argentinien, das erwartungsgemäss Gruppensieger wurde und als zweitbester aller Gruppensieger verbucht ist. Man wird mit Defensor Sporting aus Uruguay, dem zweitschlechtesten Gruppen-Zweiten, ein weitgehend unbekanntes Team zum Gegner im Achtelfinale haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Achtelfinale nach der Gruppenphase werden nicht ausgelost wie in Europa, sondern es spielt der beste Gruppenerste gegen den schlechtesten Gruppenzweiten usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Palácio und Palermo haben eine grosse Chance vergeben&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Palácio und Palermo haben eine grosse Chance vergeben&quot; width=&quot;280&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-palacio-und-palermo-haben-eine-grosse-chance-vergeben.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings hat diese Regelung bereits im letzten Jahr und nun erneut zu dem Ergebnis geführt, dass zwei Vereine sich in den zwei Achtelfinalbegegnungen gegenüberstehen, die bereits in der Gruppenphase zweimal gegeneinander gespielt haben. Diesmal hat es Palmeiras São Paulo und Sport Recife erwischt, beide aus Brasilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden hatten zusammen mit Colo Colo aus Chile und dem Vorjahres-Champion LDU aus Equador die als schwerste geltende Gruppe 1 gebildet. Überraschenderweise hatte weder die chilenische Spitzenmannschaft, die immer für hervorragende Libertadores-Ergebnisse gut ist, noch der Vorjahressieger die Gruppe gewinnen können, sondern der Aussenseiter, der brasilianische Pokalsieger Sport Recife (zur Libertadores werden, im Gegensatz zur Champions Leage, auch die Pokalsieger der Mitgliedsländer eingeladen), der in den ganzen letzten Jahren nie auf den vorderen Plätzen der brasilianischen Meisterschaft zu finden war. Palmeiras São Paulo, eines der besten brasilianischen Teams, war schon abgeschlagen und musste sich am letzten Spieltag nach einem Auswärtsieg mit 1: 0 bei Colo Colo mit dem zweiten Gruppenplatz zufriedengeben und war damit noch gut bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Riquelme spielt Conca aus&quot; height=&quot;268&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Riquelme spielt Conca aus&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-riquelme-spielt-conca-aus.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausser Colo Colo und LDU sind auch drei argentinische Mannschaften ausgeschieden, was extrem selten ist in dieser frühen Phase, darunter einer der Mitfavoriten, River Plate Buenos Aires. Argentinien und Brasilien haben Anrecht auf jeweils fünf Plätze in der Libertadores, wozu eventuell noch der Vorjahressieger kommt, der aber diesmal die Phalanx aus Equador auf drei Mannschaften aufstockte. Von diesen kam aber nur eine durch und das war nicht der Vorjahressieger LDU, sondern Deportivo Quenca, das es diesmal zum besten Gruppenzweiten gebracht hat. Als solcher hat man es mit dem schlechtesten Gruppenersten zu tun im Achtelfinale, das ist Caracas aus Venezuela, eine weitere Überraschung und seit Urzeiten die erste venezuelanische Mannschaft, die Gruppenerster wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden anderen ausgeschiedenen argentinischen Mannschaften neben River Plate sind Lanús und San Lorenzo. Damit ist Argentinien neben dem Favoriten Boca Juniors nur noch mit Estudiantes vertreten. Dagegen haben sich alle fünf brasilianischen Vertreter qualifizieren können, davon vier als Gruppenerste. Der beste Gruppenerste überhaupt war Gremio Porto Alegre, der brasilianische Vize-Meister, der es im Achtelfinale mit dem schlechtesten Gruppenzweiten zu tun bekommt, San Martin aus Peru, die einzige der beiden peruanischen Mannschaften, die überlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Washington hat durch einen Freistoss genau in den Winkel ausgeglichen&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Washington hat durch einen Freistoss genau in den Winkel ausgeglichen&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-washington-hat-durch-einen-freistoss-genau-in-denwinkel-ausgeglichen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden anderen brasilianischen Mannschaften im Achtelfinale sind der Meister São Paulo F. C. und  Cruzeiro Belo Horizonte aus der Stadt, aus der der Bürger-Journalist schreibt. Sie haben schwere Gegner erwischt. São Paulo muss gegen Chivas Guadalajara antreten, die beste noch vertretene mexikanische Mannschaft und Cruzeiro gegen Universidad Chile, den letzten verbliebenen chilenischen Verein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell werden zur Libertadores die besten mexikanischen Mannschaften eingeladen, was aus der südamerikanischen Mannschaftsmeisterschaft eine inoffizielle amerikanische Meisterschaft macht. Dieses Jahr aber gibt es da das Problem der Neuen Grippe. Nachdem der südamerikanische Verband die Austragung des Spiels in Mexiko verboten hat, muss São Paulo darauf warten, für welchen Spielort das Auswärtsspiel angesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca: Conca hat die Führung erzielt&quot; height=&quot;258&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca: Conca hat die Führung erzielt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-conca-hat-die-fuehrung-erzielt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hinspiele der Achtelfinale, jeweils mit dem Gruppenzweiten als Heimmannschaft, sind für den 5., 6. oder 7. Mai angesetzt, die Rückspiele im Stadion der Gruppenersten für den 12., 13. oder 14. Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige verbliebene der drei paraguayanischen Mannschaften, Libertad Assunção, muss gegen Estudiantes Rio de La Plata antreten, was zwei spannende Partien verspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Dodô hat das drei zu eins erzielt&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Dodô hat das drei zu eins erzielt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-dodo-hat-das-drei-zu-eins-erzielt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Urugay sind noch beide Mannschaften im Wettbewerb, neben Defensor Sporting, das kaum eine Chance gegen Boca Juniors haben dürfte, der Gruppenerste der Gruppe 3 und auch drittbester Gruppenerster, die Traditionsmannschaft von Nacional Montevideo, die es mit dem zweiten, wenig bekannten mexikanischen Vertreter San Luis zu tun bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lediglich die drei Verteter aus Kolumbien und die aus zwei Bolivien sind nicht mehr im Wettbewerb vertreten, was in Bezug auf Kolumbien eine der anderen Überraschungen darstellt, denn die besten kolumbianischen Mannschaften haben oft gute Rollen in der Libertadores gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca : Fernando Henrique, bester Spieler von Flu, feiert das Spielende&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca : Fernando Henrique, bester Spieler von Flu, feiert das Spielende&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-fernando-henrique-feiert-das-spielende.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussicht (die sich üblicherweise als falsch erweist):  Ein Endspiel auf der einen Seite mit Boca Juniors ist denkbar, wobei als mögliche Gegner hauptsächlich São Paulo, Gremio oder Chivas in Frage kommen. Andererseits wäre auch die Konstellation auf der einen Seite mit Palmeiras möglich, mit den gleichen Gegnern wie oben bei Boca.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle anderen Paarungen wären Überraschngen, aber wann gibt es im Fussball schon etwas anderes als Überraschungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistik:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(P =Punkte, SG= Tordifferenz, G=erzielte Treffer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.  dos Grupos&lt;br /&gt;
A. Primeiro: Gremio Porto Alegre B 16 P, SG 10&lt;br /&gt;
B. Segundo: Boca Juniors ARG 15 P, SG 8&lt;br /&gt;
C. Terceiro: Nacional URU 14 P, SG 9&lt;br /&gt;
D. Quarto: São Paulo, SP, 13 P, SG 4, 10 G&lt;br /&gt;
E. Quinto: Cruzeiro B. Horizonte B 13 P, SG 4, 9 G&lt;br /&gt;
F. Sexto: Sport Recife B 13 P, SG 3&lt;br /&gt;
G. Sétimo: Libertad PARA 12 P, SG 2&lt;br /&gt;
H. Oitavo: Caracas VEN 10 P, SG 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  dos Grupos&lt;br /&gt;
A. Oitavo:  San Martin PERU 8P, SG -2&lt;br /&gt;
B. Sétimo: Defensor Sporting URU 8 P, SG 0, 6 G&lt;br /&gt;
C. Sexto: San Luis MEX 8 P, SG 0, 7G&lt;br /&gt;
D. Quinto: Chivas Guadalajara MEX 9 P, &lt;br /&gt;
E. Quarto: Universidad Chile 10 P, SG 2, 8G&lt;br /&gt;
F. Terceiro: Palmeiras B 10 P, SG 2, 9 G&lt;br /&gt;
G. Segundo: Estudiantes ARG 10 P, SG 5&lt;br /&gt;
H. Primeiro: Dep. Quenca EQU, 10 P, SG 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 4. Mai 2009 in der Berliner Umschau&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Fotos in diesem Artikel sind aus dem letztjährigen Halbfinal-Hinspiel der Libertadores zwischen Fluminense Rio de Janeiro und Boca Juniors Buenos Aires.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-04T11:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/5561613/">
    <title>Ronaldo versucht Comeback bei Corinthians São Paulo</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5561613/</link>
    <description>&lt;b&gt;WM-Rekordtorschütze zurück in Brasilien&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Ronaldo  ja, DER Ronaldo, nicht Ronaldinho, nicht Cristiano Ronaldo  ist seit einem Jahr verletzt und musste Operationen über sich ergehen lassen. Der AC Mailand hat ihm keine Vertragsverlängerung angeboten. Mit seinen 32 Jahren ist seine internationale Karriere beendet. Aber für Brasilien reicht es noch, dachte sich da jemand.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Ronaldo im Trikot von Corinthians&quot; height=&quot;299&quot; alt=&quot;Ronaldo im Trikot von Corinthians&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/ronaldo-corinthians.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ronaldo im Trikot von Corinthians&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst versuchte er beim Club seines Herzens unterzukommen, Flamengo Rio de Janeiro  Ronaldo ist aus Rio  aber da war das Interesse wohl nicht gross genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wurde er mit Corinthians São Paulo in Verbindung gebracht, dem Verein mit den zweitmeisten Anhängern in Brasilien  nach Flamengo - und glatten 70 % der Fussballfans in der 20-Millionenstadt São Paulo. Tatsächlich unterschrieb er im Dezember einen 1-Jahresvertrag bei Corinthians.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Corinthians brauchte dringend eine Identifikationsfigur, denn man war vor zwei Jahren in die zweite Liga abgestiegen und schaffte letztes Jahr den unmittelbaren Wiederaufstieg als Meister der zweiten Liga. Niemand kann vorhersehen, wo Corinthians in dieser Meisterschaftsrunde stehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis der brasilianischen Fussball-Anhänger zu Ronaldo ist durchweg gemischt. Einerseits erkennt man seine Leistungen an. Immerhin war er es, der die zwei Tore in Japan im WM-Endspiel 2002 gegen Deutschland schoss, an was sich deutsche Fussball-Fans meist noch erinnern und speziell Torhüter Kahn, dem beim ersten Tor nach einem Gewaltschuss von Rivaldo der Ball aus den Händen sprang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso ist zu erwähnen, dass Ronaldo mit 15 Toren die Torschützenliste in Weltmeisterschaften anführt. Allerdings hat Ronaldo dazu 4 WMs (1994, 1998, 2002 und 2006) gebraucht, während der wirkliche Rekord der von Gerd Müller ist, der in lediglich zwei Weltmeisterschaften 14 Tore schoss (1970, 1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits ist aber Ronaldo in Brasilien auch der als Hauptverantwortlich geltende für die beiden Niederlagen gegen Frankreich im Endspiel 1998 und bei der WM in Deutschland 2006. In Frankreich hatte er einen nervösen Krampfanfall vor dem Endspiel, wurde aber trotzdem aufgestellt und brachte auf dem Feld nichts zustande. In Deutschland waren er und Roberto Carlos die Symbolfiguren für ein schwaches Auftreten der ganzen Elf, die der Niederlage gegen Frankreich keinen ernsthaften Widerstand entgegenzusetzen schien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ronaldo war immerhin drei Mal zum Fussballer des Jahres gewählt worden und stellte für Jahre eine der Symbolfiguren Brasiliens dar. So nahmen und nehmen ihm viele Brasilianer seine Affären übel, die ihn zwar nicht als Fussballer, aber als Menschen disqualifizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum einen ist Ronaldo einer der notorischsten Weiberhelden unter allen Prominenten. Als er sich nach mehreren Affären mit bekannten Frauen mit allem Pomp mit dem brasilianischen Topmodell Cicarelli verheiratet hatte, ging die Ehe innerhalb von 14 Tagen auseinander, weil sie ihn in einem anderen Bett erwischt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Weiberheld ist auch nicht ganz korrekt, denn da war auch ein Travesti unter den Weibern. Ende letzten Jahres , als er sich in Rio von der letzten Operation erholte, wurde er polizeinotorisch mit einem Travesti, der reklamierte, Ronaldo habe ihm nicht den vereinbarten Liebeslohn bezahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war besonders peinlich, denn zur gleichen Zeit war er mit Maria Antony liiert, die eine gemeinsame Tochter erwartete, welche am 24. Dezember geboren wurde. Kurze Zeit danach trennte sich das Paar. Danach wurde Ronaldo wiederholt mit verschiedenen unbekannten Frauen in diversen Diskotheken und Clubs fotografiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch die mangelnde Disziplin Ronaldos ist weithin bekannt. Als er in Deutschland 2006 vor der Weltmeisterschaft zum Team Brasiliens stiess, hatte er um die zehn Kilo Übergewicht. Er hatte sich nicht an die Trainingseinheiten gehalten, die er in den Wochen vorher hätte absolvieren müssen. Jeder andere wäre postwendend nach Hause geschickt worden, aber er war eben Ronaldo, das Phänomen, wie man ihn in Brasilien zur Unterscheidung von Ronaldinho nennt, der hier meist mit dem Zusatz Gaúcho versehen wird, weil er aus dem südlichsten brasilianischen Bundesland Rio Grande do Sul stammt. Ein weiterer Grund, warum die Brasilianer Ronaldo als einen der Hauptverantwortlichen für das schwache Abschneiden in Deutschland ansehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, im Hotel, in dem sich Corinthians auf die kommende Saison vorbereitet, verschwand er vergangene Freitag Nacht und wurde in einen Nachtlokal zusammen mit dem früheren brasilianischen Nationalspieler Antonio Carlos gesehen, der bei Corinthians Fussball-Direktor war. Erst im Morgengrauen kam er zurück und wurde mit den üblichen Geldstrafen versehen. Antonio Carlos musste von seinem Posten zurücktreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie man bei einem Probetraining am Wochenende sehen konnte, ist Ronaldo weiterhin übergewichtig. Nach Angaben seines Trainers steht er nicht mehr als eine Halbzeit durch. Nun soll er am Wochenende bei einen Pokalspiel gegen die unterklassige Mannschaft von Itumbiara auf die Bank gesetzt werden und darf wohl  in der zweiten Halbzeit spielen. Das wäre sein erster Einsatz seit fast einem Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 5. März 2009 in der &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com&quot;&gt;Berliner Umschau&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-05T13:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/5374245/">
    <title>São Paulo erneut brasilianischer Fussballmeister</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5374245/</link>
    <description>&lt;b&gt;Internacional gewann Südamerika-Cup&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss, Belo Horizonte&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Der São Paulo F.C. ist zum dritten Mal hintereinander brasilianischer Meister geworden und damit auch Rekordmeister mit insgesamt 6 Titeln (eine nationale Meisterschaft wird in Brasilien erst seit 1971 ausgetragen). Es reichte dem Verein ein 1:0 bei Goiás Goiánia, um das Ergebnis des Rivalen Gremio Porto Alegre bedeutungslos zu machen.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon am letzten Mittwoch hatte die brasilianische Mannschaft Internacional Porto Alegre mit einem 1 : 1 in der Verlängerung die Copa Sulamericana gewonnen, das südamerikanische Gegenstück zum UEFA-Pokal. In einem spektakulären Spiel im Stadion Beira Rio (Flussufer) in Porto Alegre gelang es der argentinischen Mannschaft von Estudiantes La Plata, das 0:1 aus dem Hinspiel auszugleichen und bis zum Ende der normalen Spielzeit ebenso ein 0:1 auswärts zu erreichen, was zur Verlängerung führte. Aus einem Tumult vor dem Tor von Estudiantes, bei dem  der Ball zweimal abgewehrt wurde, aber dann beim dritten Mal doch ins Tor ging, entstand der Ausgleich von Internacional in der zweiten Hälfte der Verlängerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Spielminuten wurden zu einem Spektakel. Estudiantes warf alles nach vorne, der Torwart spielte 30 Meter vor seinem Tor letzter Mann und man drängte auf die erneute Führung. Internacional war so erschöpft von der Aufholjagd, dass man nicht in der Lage war, den Ball in den eigenen Reihen zu halten oder das leere Tor anzuvisieren. Minutenlange unübersichtliche Szenen mit fast allen Spielern unmittelbar vor den Inter-Tor waren das Ergebnis. Aber auf dieser Seite ging der Ball nicht hinein, was das Elfmeterschiessen bedeutet hätte. Brasilianische Mannschaften haben eine lange Geschichte von verlorenen Elfmeterschiessen gegen argentinische in südamerikanischen Ausscheidungen. Schließlich erlöste der Schlusspfiff Internacional und die Feiern begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internacional nennt sich nun den einzigen Meister, der alles gewonnen hat. Gemeint ist damit die Libertadores, die man 2006 gewann, ebenso wie den Titel des Vereinsweltmeisters in Japan, die Titel brasilianischer Meister, Meister von Rio Grande do Sul und des brasilianischen Pokals natürlich sowieso und nun eben auch noch den Südamerika-Cup, den noch kein anderer brasilianischer Verein gewonnen hat  den es allerdings auch erst seit fünf Jahren gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als um 17 Uhr Ortszeit am Sonntag alle zehn Spiele des letzten Spieltags angepfiffen wurde, begannen die spannendsten 90 Minuten in der brasilianischen A-Serie seit langem. 8 der 10 Spiele waren noch bedeutend für eine der Entscheidungen: Meister, Plätze in der Libertadores und Abstieg. Lediglich die beiden Begegnungen zwischen Sport Recife und Coritiba und zwischen Fluminense Rio de Janeiro und Ipatinga hatten keine Bedeutung mehr. Wären alle Spiele 0 : 0 unentschieden ausgegangen, hätte sich folgendes Bild ergeben: São Paulo wäre Meister, Gremio, Palmeiras São Paulo, und Cruzeiro Belo Horizonte hätten die anderen Plätze für die Libertadores(Gegenstück zur Champions Leage) ergattert, während nach Ipatinga und Portuguesa São Paulo, die bereits feststanden, auch Vasco da Gama Rio de Janeiro und Figuerense Florianopolis zum Abstieg verurteilt gewesen wären. So ging es am Ende auch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich blieben nicht alle Spiele beim 0:0. Die ersten Tore fiel in Recife, wo es um nichts mehr ging. Aber dann begannen schon Tore zu fallen, die etwas hätten ändern können. Zuerst erzielte in Curitiba Atlético Paranaense das 1:0 gegen Flamengo Rio de Janeiro, was Atlético sicher vom Abstieg retten würde und Flamengo von der Libertadores fernhalten. Dann ein Tor von höchster Bedeutung in der 23. Minute in Brasilia, wohin Goiás das Entscheidungsspiel verlegt hatte: 1:0 für São Paulo gegen Goiás. Der zweifache Meister steht damit unmittelbar vor dem dritten Titel hintereinander. Dann erneut zwei entscheidende Tore in der 25. Minute: 1:0 für Vitória bei Vasco und fast gleichzeitig das 1:0 von Internacional gegen Figuerense Florianópolis. Beide unterlegenen Vereine wären damit abgestiegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz danach das 2:0 für Atlético Paranaense, nun schon fast sicher vor dem Abstieg gesichert und Flamengo noch entfernter dem Platz in der Libertadores. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann eine große Überraschung: Die bereits abgestiegene Portuguesa erzielt das 1: 0 bei Cruzeiro, das aber immer noch in der Libertadores wäre, weil Flamengo ebenfalls zurückliegt. Doch dann, 33. Minute: Flamengo gelingt das 1:2 gegen Atlético Paranaense und darf wieder Hoffnung schöpfen. Dann erneut die kalte Dusche: 38. Minute: 3:1 für Atlético Paranaense. Zwei Minuten später aber erneut das Anschlusstor für Flamengo. Fünf Tore in der ersten Halbzeit in Curitiba!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Halbzeit seht es so: São Paulo ist Meister, Palmeiras und Cruzeiro wären zusammen mit Gremio in der Libertadores, Vasco und Figuerense abgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Halbzeit beginnt mit einem Paukenschlag: Botafogo erzielt das 1:0 gegen Palmeiras, das aber trotzdem in den Libertadores-Plätzen bleibt, weil die beiden Rivalen auch zurück liegen  allerdings muss der vierte der brasilianischen Meisterschaft in Qualifikationsspiele, um endgültig in der Libertadores zu landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ein Tor für Figuerense zum 1:1-Ausgleich, was immer noch den Abstieg bedeutet, aber Hoffnung. Ein Sieg und man wäre draußen aus der Abstiegszone  wenn Nautico nur gegen Santos verlieren würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kurz nacheinander zwei Tore in Belo Horizonte fúr Cruzeiro: 2: 1. Das wäre der dritte Platz für Cruzeiro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch eine halbe Stunde zu spielen und die Entscheidungen bleiben die gleichen wie zur Halbzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.30 Uhr: 15 Minuten zu spielen: Elfmeter für Gremio gegen Atlético Mineiro im heimischen Stadion. Sicher verwandelt durch Tcheco. 1: 0 für Gremio. Aber São Paulo führt weiterhin und bleibt auf Meisterkurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann das Führungstor für Figuerense: 2:1 gegen Internacional, damit wäre Figuerense immer noch nicht gerettet, weil Náutico zwar gleich viel Siege hat, aber eine weit bessere Tordifferenz. Dann sogar des dritte Tor für Figuerense, aber es reicht immer noch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atlético Paranaense erzielt dann noch das 4:2, was aber nichts mehr ändert. Dann die Verdammnis für Vasco im eigenen Stadion: 2: 0 für Sport, die letzten Hoffnungen auf den Klassenerhalt schwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Währenddessen baut Cruzeiro seinen Sieg gegen die schon abgestiegene Portuguesa aus bis zum 4:1, was ebenfalls nichts mehr ändert. Atlético Paranaense kommt sogar zum 5:2 gegen Flamengo, auch nicht mehr von Bedeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch fünf Minuten. Es scheint alles bei dem zu bleiben, was schon in der Halbzeit feststand. Dann gelingt Gremio noch das 2:0 gegen Atlético Mineiro, aber es reicht nicht zum Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusspfiffe in zehn Stadien: Keine Veränderung mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 8. Dezember 2008 in der Berliner Umschau&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-08T16:44:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/5362917/">
    <title>Vor dem letzten Spieltag in der brasilianischen Fussball-A-Serie</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5362917/</link>
    <description>&lt;b&gt;Fast alles noch offen &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Zu einem ausgewachsenen Krimi hat sich der letzte Spieltag am kommenden Sonntag in der brasilianischen ersten Fußball-Liga gemausert. Fast alle Entscheidungen, darunter die Meisterschaft, zwei der vier Qualifizierten für die Libertadores (Gegenstück zur Champions Leage) und zwei der vier Absteiger sind noch offen. Am Mittwoch findet auch das Rückspiel im Finale der Copa Sulamericana (Gegenstück zur UEFA-Cup) zwischen Internacional Porto Alegre (Brasilien) und Estudiantes La Plata (Argentinien) statt.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Adriano ist gut gedeckt&quot; height=&quot;220&quot; alt=&quot;Flu-SP: Adriano ist gut gedeckt&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-adriano-ist-gut-gedeckt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Alle Bilder in diesem Artikel sind von der &quot;Libertadores&quot;-Begegnung zwischen Fluminense und São Paulo in der ersten Jahreshälfte im voll besetzten Maracanã-Stadion in Rio. Damals spielte Adriano noch bei São Paulo, der heute wieder für Inter Mailand stürmt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die meisten dem Meister der letzten beiden Jahre, São Paulo F.C., bereits an diesem Sonntag einen Sieg im heimischen Stadion gegen den bis dahin noch abstiegsgefährdeten Verein Fluminense Rio de Janeiro zugetraut hatten, reichte es nur zu einem Unentschieden. Damit hat Gremio Porto Alegre am kommenden Sonntag noch einmal eine Chance, nachdem ihm an diesem Sonntag ein glattes 4:1 beim bereits abgestiegenen Ipatinga gelang. Fluminense entwickelt sich zu so etwas wie einem Angstgegner von São Paulo, denn man war schon in der diesjährigen Libertadores im Viertelfinale gegen diesen Gegner ausgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
São Paulo muss bei Goiás Goiânia antreten, das zu Hause eine Bank ist und wird es sehr schwer haben, ein Unentschieden zu erreichen, was ihm für den Meistertitel reicht. Gremio empfängt dagegen zu Hause die Mannschaft von Atlético Mineiro aus Belo Horizonte, für die es um nichts mehr geht  es ist also alles offen. Verliert São Paulo und gewinnt Gremio, ist Gremio Meister, denn dann hat man gleiche Punktzahl, aber einen Sieg mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Washington feiert 1:0&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Flu-SP: Washington feiert 1:0&quot; width=&quot;220&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-washington-feiert-eins-zu-null.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich eng geht es bei den beiden noch offenen Abstiegsplätzen zu, nachdem Ipatinga bereits seit letzter Woche abgestiegen war und Portuguesa São Paulo nach einem Heim-Unentschieden gegen Sport Recife endgültig in den sauren Apfel beißen muss. Gerettet vor dem Abstieg haben sich an diesem Sonntag Fluminense Rio de Janeiro mit dem Unentschieden gegen São Paulo und der F.C. Santos, der nach mehreren Niederlagen noch in Gefahr geraten war und sich nun mit einem Auswärts-Unentschieden bei Atlético in Belo Horizonte den notwendigen rettenden Punkt holte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abstiegsgefahr schweben noch der drittletzte, Vasco da Gama Rio de Janeiro mit 40 Punkten, der viertletzte, Figuerense Florianopolis mit 41 Punkten und davor auf den Nichtabstiegsplätzen Atletico Paranaense mit 42 und Náutico mit 43 Punkten. Das theoretisch leichteste Spiel hat Figuerense unter diesen vier Kandidaten, das zu Hause gegen Internacional Porto Alegre antritt. Dieser Gegner hat vier Tage vorher das zweite Endspiel des Südamerika-Cups und wird entweder noch erschöpft von den Siegesfeiern oder am Boden zerschmettert von der Niederlage sein. Wenn Figuerense also gewinnt, braucht man nur noch ein Unentschieden oder eine Niederlage von Alético Paranaense, das zu Hause gegen Flamengo Rio de Janeiro antritt oder eine Niederlage von Náutico, das bei Santos zu Gast ist, und wäre gerettet. Andererseits reicht Náutico ein Unentschieden, um sich in Sicherheit zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Adriano bejubelt Ausgleich&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Flu-SP: Adriano bejubelt Ausgleich&quot; width=&quot;250&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-adriano-bejubelt-ausgleich.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vasco spielt zu Hause gegen Vitória Salvador, ein Sieg wäre kein unmögliches Ergebnis. Aber selbst dann muss Figuerense nicht den erwarteten Sieg gegen Internacional schaffen und zusätzlich noch Atlético Paraná oder Nautico verlieren, damit es für Vasco reicht. Eine andere Kombination von Ergebnissen wäre eine Niederlage sowohl von Atlético als auch von Náutico. Das könnte im Fall von deren Siegen noch Figuerense und Vasco retten. Vasco wäre dann punktgleich mit Náutico, hätte aber 12 Siege gegen nur 11 von Náutico aufzuweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was auch noch offen steht, sind die beiden anderen Plätze in der Copa Libertadores des nächsten Jahres neben den beiden verbliebenen Meisterschaftsanwärtern São Paulo und Gremio sowie Sport Recife, das bereits im ersten Halbjahr den brasilianischen Pokal gewonnen hatte. Die verbliebenen Kandidaten für zwei Plätze sind Palmeiras São Paulo mit 65 Punkten, Cruzeiro Belo Horizonte mit 64 Punkten und Flamengo Rio de Janeiro mit ebenfalls 64 Punkten, aber zwei Siegen weniger. Flamengo hat ein schweres Auswärtsspiel gegen einen der möglichen Absteiger, der bis zum Umfallen kämpfen wird, Atletico Paranaense. Das dürfte schwer werden. Cruzeiro hat ein leichtes Heimspiel gegen den schon lange abgestiegenen Verein Ipatinga aus der Stahlstadt in Minas Gerais und damit die theoretisch leichteste Aufgabe. Palmeiras hat ebenfalls ein Heimspiel, aber gegen den starken Club Botafogo Rio de Janeiro, für den es allerdings um nichts mehr geht. Da sieht also ganz nach den Plätzen für Palmeiras und Cruzeiro aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Dodô erzielt erneut Führung&quot; height=&quot;200&quot; alt=&quot;Flu-SP: Dodô erzielt erneut Führung&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-dodo-erzielt-erneut-fuehrung.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die `Copa Sulamericana in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres werden sich neben dem Meister sieben schon feststehende Vereine qualifizieren, das sind Internacional, Goiás, Coritiba aus der paranaensischen Hauptstadt, Botafogo, Vitória, Sport und Atlético Mineiro, dazu jener Verein, der es nicht schafft, in die Libertadores zu kommen, also wahrscheinlich Flamengo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt noch die Ergebnisse der Halbfinale und des ersten Finalspiels des Südamerika-Cups. Internacional, das bereits seit fünf Runden nur noch mit einer Reservemannschaft in der brasilianischen Meisterschaft spielt und sich voll auf den Sieg in diesem Cup konzentriert hat, gewann beide Spiele gegen Chivas Guadalajara im ersten Halbfinale. Im zweiten standen sich die beiden argentinischen Clubs Estudiantes aus La Plata und Juniors aus Buenos Aires gegenüber. In der argentinischen Hauptstadt konnte Estudiantes ein Unentschieden erreichen und gewann dann knapp 1:0 zu Hause und zog so in die Endspiele ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Torhüter Ceni (SP) fängt vor dem Angreifer&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Flu-SP: Torhüter Ceni (SP) fängt vor dem Angreifer&quot; width=&quot;220&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-torhueter-ceni-sp-faengt-vor-angreifer.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste davon wurde in Argentinien ausgetragen und sah die brasilianische Mannschaft als Sieger mit 1:0, nachdem deren Torhüter Lauro mit einigen spektakulären Rettungstaten sein Tor sauber gehalten hatte und den Titel des besten Spielers auf dem Platz bekam. Theoretisch müsste jetzt Internacional zu Hause den Titel holen, aber das glaubten auch schon die jeweils stärker eingeschätzten Mannschaften in den Endspielen in den beiden letzten Jahren, América Mexico Stadt und Colo Colo Santiago de Chile und mussten sich doch geschlagen geben. 2006 unterlag Colo Colo der unbekannten mexikanischen Mannschaft von Pachuca und 2007 war es América, der mexikanische Meister, der die bis dahin nicht hervorgetretenen argentinischen Mannschaft von Arsenal den Titel holen sah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Washington erzielt das Siegtor in der Nachspielzeit&quot; height=&quot;220&quot; alt=&quot;Flu-SP: Washington erzielt das Siegtor in der Nachspielzeit&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-washington-erzielt-siegtor-in-der-nachspielzeit.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 3. Dezember 2008 in der &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com&quot;&gt;Berliner Umschau&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-03T10:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/5314726/">
    <title>Brasilianische Fussballmeisterschaft und Südamerika-Cup im Endspurt</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5314726/</link>
    <description>&lt;b&gt;Spannende Endphase&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Sowohl die letzten Spieltage der brasilianischen Fussballmeisterschaft als auch die Halbfinale und Finale des Südamerika-Cups (Gegenstück zum UEFA-Cup) versprechen extrem spannend zu werden.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca: Fast durchweg: Boca greift an, Flu verteidigt&quot; height=&quot;359&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca: Fast durchweg: Boca greift an, Flu verteidigt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-fast-durchweg-boca-greift-an-flu-verteidigt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Alle Fotos in diesem Artikel sind aus dem Libertadores-Halbfinalspiel Fluminense Rio de Janeiro - Boca Juniors Buenos Aires aus der ersten Jahreshälfte.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der brasilianischen Meisterschaft sind noch vier Spieltage zu absolvieren und es ist noch nichts entschieden, weder bei der Meisterschaft, noch im Abstieg noch bei den Plätzen für die Libertadores (Gegenstück zur Champions-Leage). Fünf Vereine haben noch reelle Chancen auf den Titel: São Paulo F.C., der Meister aus den beiden vergangenen Jahren, mit 65 Punkten, Gremio Porto Alegre mit 63, Palmeiras São Paulo und  Cruzeiro Belo Horizonte mit 61 und Flamengo Rio de Janeiro mit 60 Punkten. Die nächsten vier Vereine in der Tabelle können zwar rechnerisch auch noch Meister werden, aber angesichts der Stärke der ersten fünf ist das sehr unwahrscheinlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese ersten fünf werden wohl auch die vier Plätze in der Libertadores unter sich ausmachen, d.h. einer wird da herausfallen. Theoretisch können sich aber auch noch Internacional Porto Alegre, Coritiba aus der paranaensischen Hauptstadt, Botafogo Rio de Janeiro und Goiás Goiánia Hoffnung auf einen dieser Plätze machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Palácio und Palermo haben eine grosse Chance vergeben&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Palácio und Palermo haben eine grosse Chance vergeben&quot; width=&quot;280&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-palacio-und-palermo-haben-eine-grosse-chance-vergeben.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restprogramm der ersten fünf hat für jeden noch zwei Heimspiele und zwei Auswärtsspiele vorgesehen. Cruzeiro empfängt am 23. November Flamengo im Stadion Minerão in Belo Horizonte. Ansonsten spielen die ersten fünf nicht mehr gegeneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restprogramm von São Paulo sieht am leichtesten aus. Es ist in drei von vier Fällen gegen akut vom Abstieg bedrohte Vereine: Figuerense, Vasco und Fluminense. Zwar handelt es sich da um drei scheinbar leichtere Gegner, aber alle drei haben noch reale Chancen, dem Abstieg zu entgehen und werden kämpfen wie die Berserker. Zudem besteht immer die Gefahr, einen solchen Gegner zu unterschätzen. Dazu kommt ein extrem schweres Auswärtsspiel bei Goiás, das zu Hause eine Bank darstellt. Trotzdem hat São Paulos klare Chancen, zum dritten Mal hintereinander den Titel zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Gremio dürfte noch gute Chancen haben, einen eventuellen Ausrutscher von São Paulo zu seinem Vorteil zu nutzen. Es hat nur ein Spiel gegen einen Abstiegskandidaten, aber das ist Ipatinga, das zu diesem Zeitpunkt wohl schon rechnerisch abgestiegen sein wird. Die anderen drei sind Vereine aus dem Mittelfeld, also theoretisch ein leichtes Restprogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Riquelme spielt Conca aus&quot; height=&quot;268&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Riquelme spielt Conca aus&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-riquelme-spielt-conca-aus.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flamengo ist schon in der Punktzahl zurück und muss beim Mitbewerber Cruzeiro antreten. Das dürfte Flamengo eher zu einem Außenseiter machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleiben Palmeiras und Cruzeiro. Beide haben noch ein relativ schweres Programm zu absolvieren. Wenn São Paulo und Gremio nicht deutlich abbauen, werden sie wohl nicht mehr auf den Titel hoffen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Abstieg kommen nach allen realen Abschätzungen noch sieben Vereine in Frage, also vier Absteiger und drei in letzter Minute gerettete. Praktisch schon abgestiegen ist Ipatinga aus der Stahlstadt in Minas Gerais mit nur 31 Punkten. Davor stehen auf den drei anderen Abstiegsplätzen Figuerense Florianopolis mit 35,  Portuguesa São Paulo mit 36 sowie Náutico Recife mit 37 Punkten. Aber auch Fluminense Rio de Janeiro und Vasco Rio de Janeiro mit 37 Punkten und Atletico Paranaense aus Curitiba mit 38 Punkten sind noch lange nicht gerettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es finden noch insgesamt vier 6-Punkte-Spiele statt, jeweils eines pro Spieltag, bei denen zwei der Abstiegskandidaten gegeneinander antreten. Fluminense hat dabei noch zweimal Heimvorteil, das dürfte dem Verein genügend Luft verschaffen. Für Atletico Paranaense dagegen ist ein besonders schweres Restprogramm vorgesehen, das könnte noch ins Auge gehen. Wenn wir also Fluminense als voraussichtlich gerettet ansehen und Atletico Paranaense als zum Abstieg verurteilt so wie Ipatinga, dann bleiben noch zwei Abstiegsplätze für Portuguesa, Náutico, Figuerense und Vasco. Da wird dann wohl die Bitternis des Abstiegs auf Náutico und Figuerense zukommen. Aber das sind natürlich Spekulationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Washington hat durch einen Freistoss genau in den Winkel ausgeglichen&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Washington hat durch einen Freistoss genau in den Winkel ausgeglichen&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-washington-hat-durch-einen-freistoss-genau-in-denwinkel-ausgeglichen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun noch zum südamerikanischen UEFA-Cup, der Copa Sulamericana. Ähnlich wie beim UEFA-Cup spielen dort die Vereine, die es nicht in die Libertadores geschafft haben, aber auf den nächsten Plätzen endeten. Dazu lässt man in Südamerika noch alle Meister zu, weil die Copa Sulamericana nicht gleichzeitig mit der Libertadores ausgespielt wird, sondern zeitversetzt. Dazu werden, wie auch in der Libertadores, mexikanische Vereine eingeladen, die hier oft eine sehr gute Figur machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Viertelfinale gab es in drei der vier Duelle ein brasilianisch-argentinisches Aufeinandertreffen, was allerdings nicht ganz so heiß gegessen wie gekocht wurde, weil in zwei der drei Fälle eine der Mannschaften in mindestens einer der Begegnungen mit vielen Ersatzspielern antrat, weil man noch Chancen auf den heimischen Meistertitel hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den ersten Mannschaften in beiden Spielen traten Estudiantes aus La Plata und Botafogo Rio de Janeiro an. In La Plata musste Botafogo aber eine herbe 2:0-Niederlage einstecken und konnte dies im Rückspiel nicht aufholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Dodô hat das drei zu eins erzielt&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Dodô hat das drei zu eins erzielt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-dodo-hat-das-drei-zu-eins-erzielt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Palmeiras, das noch Titelanwärter in Brasilien ist, trat zwei Mal mit einer von vielen Reservespieler durchsetzten Mannschaft gegen Argentinos Junior Buenos Aires an und verlor beide Spiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich erging es Boca Juniors. Im ersten Spiel in Porto Alegre gegen Internacional trat man mit der ersten Mannschaft an, musste aber trotzdem eine 2:0 Niederlage hinnehmen. Daraufhin schonte Internacional seine erste Mannschaft im Auswärtsspiel gegen den São Paulo F.C. in der Meisterschaft und erlitt dann auch erwartungsgemäss eine 3:0-Schlappe, um mit seiner ersten Wahl  im Stadion Bonboneira in Buenos Aires gegen die berühmte Boca antreten zu können. Boca dagegen stellte eine Reihe von Ersatzspielern auf. Allerdings wurde dann doch Riquelme eingewechselt, als das Spiel zu Hause verloren zu gehen schien. Dem gelang auch ein Tor, das aber nicht die Niederlage mit 1:2 verhinderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit gewann Argentinien gegen Brasilien mit 2:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca: Conca hat die Führung erzielt&quot; height=&quot;258&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca: Conca hat die Führung erzielt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-conca-hat-die-fuehrung-erzielt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im vierten der Duelle war ein argentinischer Verein vertreten. River Plate Buenos Aires spielte gegen den verbliebenen mexikanischen Vertreter Chivas Guadalajara.  Zu Hause musste River  allerdings eine 1:2-Niederlage einstecken. Am 6. November beim Rückspiel in Guadalajara konnte man das nicht wett machen, sondern erreichte nur ein 2:2-Unentschieden, was den mexikanischen Verein ins Halbfinale brachte und die Phalanx der vier argentinischen Vereine auf zwei zusammenschmelzen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halbfinalbegegnungen sind nun Argentinos Junior gegen Estudiantes in der einen Auseinandersetzung , womit bereits eine argentinische Mannschaft im Finale gesichert ist, und dementsprechend Internacional Porto Alegre gegen Chivas Guadalajara. Die Hinspiele finden jeweils am 12. November in Guadalajara und Buenos Aires statt, die Rückspiele am 19.11. in Porto Alegre und La Plata.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca : Fernando Henrique, bester Spieler von Flu, feiert das Spielende&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca : Fernando Henrique, bester Spieler von Flu, feiert das Spielende&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-fernando-henrique-feiert-das-spielende.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei noch erwähnt, dass in drei vorangegangenen Jahren jeweils die Underdogs, die als schwächer eingeschätzten Mannschaften, das Endspiel gewonnen haben. Würde dies wieder eintreten, müsste der argentinische Verein, der ins Endspiel kommt, diesmal gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 10. November 2008 in der &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com&quot;&gt;Berliner Umschau&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-11T10:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/5238068/">
    <title>Brasilianische Fussballmeisterschaft auf der Zielgeraden</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5238068/</link>
    <description>&lt;b&gt;Extrem ausgeglichene Meisterschaft&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Die Brasilianische Fussballmeisterschaft tritt in ihre entscheidende Phase. Noch 10 Spieltage sind zu absolvieren und 10 (in Worten : zehn) Vereine haben noch eine Chance, die Meisterschaft zu gewinnen, fünf im engeren Kreis und weitere fünf mit nur wenigen Punkten Rückstand. Acht Vereine sind dagegen noch akut vom Abstieg bedroht, ein weiterer noch nicht endgültig gesichert. D.h. von insgesamt 20 Vereinen in der Liga sind 19 noch direkt in den Kampf um die Meisterschaft oder in den gegen den Abstieg involviert, lediglich Sport Recife als 11. ist in einer neutralen Zone.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Torhüter Ceni (SP) fängt vor dem Angreifer&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Flu-SP: Torhüter Ceni (SP) fängt vor dem Angreifer&quot; width=&quot;220&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-torhueter-ceni-sp-faengt-vor-angreifer.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Alle Bilder in diesem Artikel sind von der Libertadores-Begegnung Fluminense -São Paulo im Mai. Adriano spielt heute nicht mehr bei São Paulo, sondern ist zu Inter Mailand zurückgekehrt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wirklichkeit kann Sport rein rechnerisch noch Meister werden oder absteigen, nur kennt man die Stärke der Teams oben und die Schwäche der unten und so kann man diesen Club ausnehmen. Rein zufällig ist es gerade Sport, das dieses Jahr den Pokal gewonnen hat und damit bereits seinen Platz in der Libertadores sicher hat. Im Gegensatz zur Champions Leage kommen in Südamerika auch die Pokalsieger in die Kontinent-Meisterschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich kaum erinnern, je eine so ausgeglichene Meisterschaftsrunde in irgendeinem Land gesehen zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Spieltag wird am 7. Dezember sein, wenn alle zehn Begegnungen um 16 Uhr angepfiffen werden. Man kann jetzt schon darauf wetten, dass an jenem Tag noch Entscheidungen in Bezug auf die Meisterschaft und/oder die Plätze in der Libertadores fallen (dem südamerikanischen Gegenstück zur Champions Leage; außer dem Meister kommen noch der zweite, dritte und vierte in die Libertadores), genauso wie zum Abstieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Washington feiert 1:0&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Flu-SP: Washington feiert 1:0&quot; width=&quot;220&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-washington-feiert-eins-zu-null.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze stehen punktgleich Palmeiras São Paulo und Gremio Porto Alegre mit 53 Punkten. Palmeiras war seit Beginn der Saison Favorit. Man hatte sich deutlich verstärkt, hatte Anfang des Jahres Wanderley Luxemburgo als Trainer engagiert und die São Paulo-Meisterschaft gegen den São Paulo F.C. gewonnen. Der jeweils von Luxemburgo trainierte Verein stand die ganzen letzten Jahre in Brasilien auf einem der drei ersten Plätze. Zwar hat Luxemburgo bei Real Madrid schon bewiesen, dass er kein guter Trainer ist für Vereine, die nicht die brasilianische Spielweise praktizieren (viele Kurzpässe und Dribblings), ebenso kann er Mannschaften nicht gut auf Gegner einstellen, die nicht so spielen (was er als Trainer der Nationalmannschaft gezeigt hat), aber wenn beide brasilianisch sind, ist er fast unschlagbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Meisterschaft hatte Palmeiras allerdings eine ausgedehnte Schwächephase und brauchte lange, bis man begann, sich in der Tabelle emporzuarbeiten. Während der Saison aber bekam an der Spitze ein Verein nach dem anderen Schwächeperioden und so schloss Palmeiras bald auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gremio Porto Alegre hatte sich vorher die Tabellenspitze geholt, als der lange führende Verein Flamengo Rio de Janeiro, Brasiliens Club mit den meisten Anhängern, seine Schwächephase bekam. Doch nun ist es Gremio, das diese Schwächephase hat. Man hat letzte Woche in einem Spiel der Südamerika-Meisterschaft (das ist das Gegenstück zum UEFA-Cup) eine 4:0-Schlappe gegen den Lokalrivalen Internacional erlitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Adriano ist gut gedeckt&quot; height=&quot;220&quot; alt=&quot;Flu-SP: Adriano ist gut gedeckt&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-adriano-ist-gut-gedeckt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Sprung stehen dahinter mit vier Punkten Abstand (das ist bei zehn ausstehenden Spielen fast nichts) drei Vereine, jeder aus einer der drei grossen Metropolen des brasilianischen Südostens: Der São Paulo F.C., Flamengo Rio de Janeiro und Cruzeiro Belo Horizonte. Vorjahresmeister São Paulo scheint in einer guten Phase zu sein und darf noch als einer der grossen Anwärter auf die Meisterschaft angesehen werden. Flamengo hat sich nach der Schwächephase wieder gefangen, nachdem man grosse Teile der Saison an der Spitze stand und muss ebenfalls noch als ernster Anwärter angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant: Alle diese 5 Vereine ander Spitze haben fast die gleiche Zahl von Toren geschossen: 43, 44, 45 oder 46.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
São Paulo hat bereits 10 Unentschieden zu verzeichnen. Das Team ist Spezialist darin, eine drohende Niederlage noch zu vermeiden. Am anderen Ende der Skala steht Cruzeiro: Mit nur 4 Unentschieden in 28 Spielen hat man die Tabellenführung hauptsächlich deshalb verloren, weil man Rückstände nicht versteht in Unentschieden zu verwandeln. Die höchste Zahl von Siegen (das ist das erste Kriterium bei Punktgleicheit) hat Palmeiras mit 16 (von 28 Spielen, ein weiterer Beweis für die Ausgeglichenheit), die geringste Zahl der Niederlagen haben Gremio und São Paulo mit fünf. Gremio hat auch die beste Tordifferenz. Am Ende dürfte mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit entweder Palmeiras, Gremio oder São Paulo vorne stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Adriano bejubelt Ausgleich&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Flu-SP: Adriano bejubelt Ausgleich&quot; width=&quot;250&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-adriano-bejubelt-ausgleich.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter diesen ersten fünf stehen noch mit Chancen auf die Meisterschaft: Coritiba aus der paranaensischen Hauptstadt Curitiba mit 44 Punkten, Botafogo Rio de Janeiro, Vitória Salvador und Goiás Goiánia mit 43 und Internacional mit 42 Punkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abstiegsstrudel zieht sich vom 12., das ist Atlético Mineiro mit 34 Punkten, über Santos aus der grössten Hafenstadt Südamerikas mit 33 und Figuerense Florianópolis mit 32 hin zu Náutico Recife mit 30 und Atletico Paranaense aus Curitiba mit 28, die alle noch nicht auf einem Abstiegsplatz stehen, aber auch nur wenige Punkte davor, hin zu den vier auf den Abstiegsplätzen: Auf Platz 17 Portuguesa São Paulo (einer der üblichen Verdächtigen Aufsteiger für den Abstieg), auf Platz 18  Ipatinga aus der Stahlstadt in Minas Gerais (auch einer der üblichen Verdächtigen), beide mit 27 Punkten und dann  wer richtig mitgezählt hat, weiss es schon  auf den beiden letzten Plätzen und in höchster Abstiegsnot zwei der vier grossen Rio-Vereine: Fluminense als Vorletzter mit 27 und Vasco als Letzter mit 26 Punkten. Ja, genau jenes Fluminense, das noch im Juni in den Endspielen der Copa Libertadores stand und nur im Elfmeterschiessen verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre tatsächlich ein Schlag für Rio, wenn beide absteigen sollten. Aber es sind ja noch 10 Runden zu spielen, da kann noch viel passieren. Sollten beide sich noch retten können, würde der Abstieg wohl auf Portuguesa, Ipatinga, Atletico Paranaense und Náutico zulaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Dodô erzielt erneut Führung&quot; height=&quot;200&quot; alt=&quot;Flu-SP: Dodô erzielt erneut Führung&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-dodo-erzielt-erneut-fuehrung.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kommen jetzt eine grosse Anzahl von 6-Punkte-Spielen, die sicherlich extrem interessant sein werden. So treffen am letzten Spieltag zum Beispiel Fluminense und Ipatinga aufeinander und spielen wahscheinlich um den Abstieg, ebenso wie beim Spiel Santos-Náutico, während gleichzeitig das Spiel Palmeiras gegen Botafogo die Meisterschaft entscheiden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am fünftletzten Spieltag steigt in São Paulo das Spiel zwischen den beiden jetzigen Spitzenreitern, Palmeiras und Gremio. Das könnte bereits die Vorentscheidung sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. November ist das Duell zwischen Fluminense und Vasco angesagt. Wer da verliert, hat gute Chancen abzusteigen. Am gleichen Tag auch Goiás - Cruzeiro. Da dürfte der Verlierer aus dem Meisterschaftsrennen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Washington erzielt das Siegtor in der Nachspielzeit&quot; height=&quot;220&quot; alt=&quot;Flu-SP: Washington erzielt das Siegtor in der Nachspielzeit&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-washington-erzielt-siegtor-in-der-nachspielzeit.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Flamengo am 29. Oktober bei Vitória in Salvador antreten muss und dort verliert, könnte der Traum von der Meisterschaft ausgeträumt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings könnte das gleiche auch auf Vitória zutreffen, wenn es am 23.10. bei São Paulo spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Fluminense könnte das Spiel am 11.10. bereits Schicksalspiel sein, wenn man in Curitiba bei Atletico Paranaense antritt. Ein Auswärtssieg  und man könnte an dem Rivalen vorbeiziehen und aus den Abstiegsplätzen herauskommen, eine Niederlage und die Lichter gingen schon fast aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 6. Oktober 2008 in der &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com&quot;&gt;Berliner Umschau&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&amp;cccpage=06102008ArtikelSportWeiss1&quot;&gt;Originalveröffentlichung&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-06T11:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/5089823/">
    <title>Cícero zu Hertha</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/5089823/</link>
    <description>&lt;b&gt;Fluminense verlor die Endspiele der Libertadores&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Nach einer unerklärlich schwachen Leistung in der ersten Halbzeit beim Hinspiel (in der Höhenlage von Quito) der beiden Endspiele der Libertadores, dem südamerikanischen Gegenstück zur Champions Leage, konnte Fluminense Rio de Janeiro den Rückstand nur noch ausgleichen und verlor im Elfmeterschiessen gegen LDU aus Ekuador. Der Fluminense-Mittelfeldspieler Cícero wurde danach an Hertha Berlin verkauft.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Cícero Hertha&quot; height=&quot;198&quot; alt=&quot;Cícero Hertha&quot; width=&quot;263&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/cicero-hertha.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fluminense war die beste Mannschaft der Gruppenphase der Libertadores und hatte, um es bis ins Endspiel zu schaffen, neben dem überragenden südamerikanischen Verein Boca Juniors Buenos Aires zwei der besten brasilianischen Mannschaften zu eliminieren, São Paulo F.C. und Gremio Porto Alegre. São Paulo hat die beiden letzten brasilianischen Meisterschaften gewonnen und Gremio ist im Moment an der Tabellenspitze der brasilianischen ersten Liga, die noch in der Hinrunde ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegner von Fluminense in den Endspielen, Lega Desportiva Universitária (LDU) aus der ekuadorianischen Hauptstadt Quito, hatte ebenfalls bereits schwere Brocken zu überwinden, wie das argentinische Team San Lorenzo, das den Lokalrivalen River Plate ausgeschaltet hatte und vor allem den Mitfavoriten und mexikanischen Meister America Mexico Stadt, konnte aber immer mit einem wichtigen Umstand rechnen: Die Höhenlage seines Stadions in Quito mit mehr als 2500 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorteil galt allerdings nicht gegen America, denn deren Stadion liegt sogar noch höher. Fluminense war also gewarnt. LDU war in der gleichen Gruppe wie Fluminense gewesen. Fluminense hatte da die Mannschaft zu Hause besiegt und in Quito ein 0 : 0 geschafft, das Traumergebnis für jeden Flachland-Club in dieser Höhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Spielen der südamerikanischen Vereinswettbewerbe in Stadien in Höhenlagen reist man im allgemeinen erst unmittelbar vor dem Spiel an, denn eine Adaptation an die Höhe, die drei Wochen dauert, ist nicht möglich, wenn man am Wochende spielt, am Mittwoch ein Höhenlagen-Spiel hat und am nächsten Wochenende schon wieder ran muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fluminense versuchte aber die Schwierigkeiten zu vermindern, die man in der ungewohnt dünnen Luft hat, wenn man sportliche Höchstleistungen verbringen will, indem der Verein einen grossen Teil des Teams bereits eineinhalb Wochen vor dem Spiel nach Quito reisen liess und in Brasilien die ersten Spiele der Meisterschaftsrunde von Ersatzmannschaften bestreiten liess. Diese Rechnung ging nicht auf, ja, sie wurde zum Desaster. In der Meisterschaft lag Fluminense nach vier Spieltagen auf dem letzten Platz und hat bis jetzt Schweirigkeiten, sich dort unten herauszuwursteln und die Libertadores-Krone ging verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Halbzeit in Quito zeigte Fluminense eine völlig unakzeptable Leistung, konnte nie ins Spiel finden noch den Gegner an seinen Kombinationen hindern und lag am Ende der Halbzeit mit 4 :0 zurück!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann allerdings, in der zweiten Halbzeit, fand das Team sein Spiel und wurde sogar überlegen. In einigen Situationen schienen eher die ekuadorianischen Spieler Schwierigkeiten zu haben als die Brasilianer aus der Stadt auf Meereshöhe. Es gelang, die zweite Halbzeit mit 2:0 zu gewinnen, was aber immer noch eine 4:2 Niederlage als Ergebnis hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immerhin gab es noch Hoffnung. Mit einem 3 : 0 zu Hause oder einem 4:1 würde man Sieger sein und das schien nicht völlig ausgeschlossen. Und bei einem 2:0? Ja, das war eben der Knackpunkt, denn genau dies Ergebnis kam dann auch zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Libertadores gilt, wie auch in der Champions-Leage, die Regel, dass Auswärtstore doppelt zählen, aber nicht in den Endspielen. Wäre das auch in den Endspielen gültig gewesen, hätte Fluminense mit dem 2: 0 zu Hause die Libertadores gewonnen gehabt, aber so musste man in eine Verlängerung, die nichts mehr veränderte und dann ins Elfmeterschiessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort benutzte der ekuadorianische Torwart einen Trick, auf den der Schiedsrichter hereinfiel. Er blieb vor dem Elfmeter mit dem Rücken zum Spieler im Tor und drehte sich erst um, wenn der Schiedsrichter den Elfmeter mit einem Pfiff freigegeben hatte, um zu versuchen, ihn zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich irritierte er damit einen der brasilianischen Schützen und konnte dessen Schuss abwehren. Dann beim entscheidenden Elfmeter von Thiago Neves, der verwandelt werden musste, sonst hätten die Brasilianer verloren, weitete er seinen Trick aus: Er wartete wieder mit dem Rücken zum Gegner, bis die Exekution freigegeben war, drehte sich zum Spieler  und ging aus seinem Tor heraus auf den Schiedsrichter zu, irgendetwas sagend. Der Brasilianer Thiago Neves stutzte kurz, verwandelte aber dann den Elfmeter, der ja freigegeben war. Der Schiedsrichter liess sich aber vom Torwart einwickeln und liess den Elfmeter wiederholen. Tatsächlich war der Brasilianer nun so irritiert, dass er schwach schoss und der Torwart den Elfmeter abwehren konnte. LDU hatte die Libertadores gewonnen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fluminense war am Boden und nun begann der Ausverkauf. Thiago Neves wird wahrscheinlich von Barcelona gekauft und Cícero geht nach Deutschland zu Hertha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Cícero im Dress von Fluminense&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Cícero im Dress von Fluminense&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/cicero.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Cícero im Dress von Fluminense&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cícero ist ein defensiver Mittelfeldspieler, der sich  neben den für einen Brasilianer obligatorischen technischen Fähigkeiten  vor allem durch seine Vielseitigkeit auszeichnet. Er ist beidfüssig und versteht das defensive Fussballgeschäft genauso gut wie das offensive. Er wurde in mehreren Spielen von Fluminense als offensiver Mittelfeldspieler eingesetzt und auch schon als Stürmer. In einem Spiel war er auch rechter Aussenverteidiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cícero wird am 26. August 24 Jahre alt, könnte sich also noch weiter entwickeln. Man sehe nur, wo Luca Toni mit 24 war. Allerdings wird er sich noch sehr entwickeln müssen, wenn er es zum Beispiel bis in die brasilianische Nationalmannschaft schaffen wollte. Er ist also wohl sein 800 Tausend Euro wert und könnte sich zu einem bedeutenden Spieler mausern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war entscheidend am Höhenflug von Fluminense in 2007 und 2008 beteiligt. Er wurde von einem kleinen Verein Anfang 2007 an Fluminense ausgeliehen, das später 20% seiner Rechte kaufte. Er war eine der wesentlichen Stützen der Mannschaft beim Gewinn des Pokals in jenem Jahr, was Fluminense das Recht auf Teilnahme an der Libertadores sicherte und ebenfalls an der herausragenden Leistung von Fluminense als bester brasilianischer Verein und Endspielteilnehmer in der diesjährigen Libertadores.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist nicht  oder jedenfalls noch nicht  der Typ eines genialen Regisseurs im Mittelfeld, keine Führungspersönlichkeit, niemand, der durch seine Leistung schon verloren geglaubte Spiele herausreisst, aber er bringt ein gerüttelt Mass an Kreativität mit, was ihn zu einem extrem nützlichen Spieler machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat in der Saison 2007 bei Fluminense sechs Tore erzielt, ein guter Schnitt für einen defensiven Mittelfeldspieler. Eines der Tore war am vorletzten Spieltag das spielentscheidende Tor beim 3 : 2-Sieg gegen Juventude, das den dritten Platz der Meisterschaft sicherte und Juventude zum Abstieg verurteilte. Er kann also in geeigneten Situation als Überraschungsmoment vorne auftauchen und die gegnerische Hintermannschaft vor Probleme stellen. Man kann ihn in gewisser Weise mit Salihamicizc vergleichen. Wer dessen Tätigkeit bei den Bayern verfolgt hat, kann sich vorstellen, welche Bedeutung ein solcher Spieler für ein Team gewinnen kann. In einem Spiel der Rio-Meisterschaft (Anfang des Jahres werden in Brasilien noch die Regionalmeisterschaften ausgetragen) gegen den Erzrivalen Flamengo war Cícero mit zwei Toren spielentscheidend, eines davon in der Nachspielzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kommt aus einfachen Verhaltnisse, wird also wohl am Anfang die üblichen Eingewöhnungsprobleme von Brasilianern in Deutschland haben, aber Hertha hat ja Erfahrungen mit Brasilianern und wird ihm da wohl helfen können. In den ersten Spielen wird man Geduld mit ihm aufbringen müssen. Er wurde in einem kleinen Ort im Landesinneren von Espirito Santo geboren, das ist jener Bundesstaat nördlich von Rio de Janeiro. Cícero (mit Akzent auf dem i ) ist keiner der üblichen Spitznamen, sondern sein Vorname. Er heißt Cícero Santos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und  Achtung Berliner Frauen!  er ist unverheiratet und im Moment solo, wie er betont. Ein Reporter konnte ihm die Äusserung entlocken, er werde in Berlin nicht nur den Erfolg suchen, sondern auch eine Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, seit 18. Juli trainiert er mit der Hertha und man kann ihm und Hertha nur alles Gute wünschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 28. Juli 2008 in der &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com&quot;&gt;Berliner Umschau&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&amp;cccpage=28072008ArtikelSportWeiss1&quot;&gt;Originalveröffentlichung&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-28T13:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/4977686/">
    <title>Eine rauschende Fussballnacht im Maracanã</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/4977686/</link>
    <description>&lt;b&gt;Libertadores-Finale: LDU-Fluminense&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das war Fußball, wie es das Herz begehrt: 90 Minuten am späten Abend des 4. Juni 2008 im gefüllten Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro: Boca Juniors Buenos Aires, gegenwärtiger Titelhalter, gegen Fluminense Rio de Janeiro, Bester der Gruppenphase, vor 84 000 begeisterten Zuschauern. Wie immer, haben Duelle zwischen argentinischen und brasilianischen Vereinen eine besondere Aufmerksamkeit, wieviel mehr, wenn das Halbfinale der Kontinent- Meisterschaft Libertadores bestritten wird.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca: Fast durchweg: Boca greift an, Flu verteidigt&quot; height=&quot;359&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca: Fast durchweg: Boca greift an, Flu verteidigt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-fast-durchweg-boca-greift-an-flu-verteidigt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in der Endphase der Champions Leage, wenn Chelsea, Barcelona und Manchester United antreten, das Spiel zum Gähnen langweilig ist für jemand, der nicht einem der beiden Vereine anhängt, weil fast nur im Mittelfeld um den Ball gekämpft wird und man nur viertelstündig vor einem der Tore auftaucht, sind die Spiele der besten südamerikanischen Mannschaften und Mexikos voller Spannung, extrem ereignisreich und angefüllt mit Szenen vor beiden Toren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Gründen dafür &lt;a href=&quot;http://karlweiss.twoday.net/stories/4908662/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hinspiel war 2:2 in Buenos Aires ausgegangen, eine Spitzenleistung von Fluminense, denn dort kann man auch schon mal untergehen. Damit war ein einfacher Sieg zu Hause ausreichend und auch schon ein 0:0 und ein 1:1 unentschieden, um Fluminense ins Finale zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-Boca: Washington ist fast immer gut aufgehoben bei Caceres&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;Flu-Boca: Washington ist fast immer gut aufgehoben bei Caceres&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-washington-ist-fast-immer-gut-aufgehoben-bei-caceres.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Fluminense hatte schon seit Jahren kein Maracanã mehr gefüllt, auch nicht, nachdem es renoviert und vollständig mit Sitzplätzen versehen wurde, was die Kapazität, die einmal bei 200 000 Stehplätzen lag, auf 84 000 verringert hat. Das lag daran, dass Fluminense, früher immer der Hauptrivale von Flamengo in Rio (die Lokalderbys Fla-Flu waren Legende), in den beiden letzten Jahrzehnten zu einem mittelklassigen Verein wurde. Man war sogar einmal bis in die dritte Liga abgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Jahr hatte man den brasilianischen Pokal gewonnen und von dann ab ging es aufwärts. In der brasilianischen Meisterschaft wurde man Dritter und dann konzentrierte man sich 2008 voll auf die Libertadores. Die Pflichtspiele in der Rio-Meisterschaft und jetzt auch in der brasilianischen bestritt man meist mit Reservemannschaften oder jedenfalls stark ausgedünnten Aufstellungen, was unter anderem dazu geführt hat, dass man in der Tabelle momentan mit einem einzigen Punkt auf dem letzten Platz steht. Doch die Priorität zahlte sich aus. Nicht nur, dass man die beste Gruppenmannschaft der Libertadores war und daher bis einschliesslich der beiden Endspiele den Vorteil hat, das jeweils zweite Spiel zu Hause austragen zu können, nicht nur, dass man jetzt in den Endspielen steht und damit zweimal die Einnahmen aus einem gefüllten Maracanã erhält, vor allem wurde der Name Fluminense wieder zu einem Fußball-Markenartikel, wie er das über lange Jahre des 20. Jahrhunderts war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Palácio und Palermo haben eine grosse Chance vergeben&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Palácio und Palermo haben eine grosse Chance vergeben&quot; width=&quot;280&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-palacio-und-palermo-haben-eine-grosse-chance-vergeben.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Spieles vor der beeindruckenden Kulisse versuchte Fluminense Druck zu machen, wie man es versprochen hatte. Washington vergab eine hervorragende Torchance und die Zuschauer kamen fast zum Delirium. Doch dann, im Verlauf der ersten Hälfte, wurde Boca immer überlegener und dominierte das Spiel. Folgerichtig taten sich Torchancen auf, die aber zum Teil vergeben wurden (Riquelme, Palermo, Palácio, Cáceres ) und zum Teil an irgendeinem fluminensischen Bein apprallten. Was durchkam, wurde Beute des Torhüters Fernando Henrique von Fluminense, der seine bisher beste Leistung zeigte und zum besten Spieler des Siegers avancierte. Nur in der ersten Halbzeit waren es bereits zwei unmögliche Abwehrtaten von ihm, wozu in der zweiten weitere drei kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man zur Halbzeit nicht zurücklag, konnte nur als das Glück des Tüchtigen angesehen werden. In der zweiten Halbzeit ging es zunächst genauso weiter: Boca drückte, Fluminense verteidigte. So kam dann auch der Moment, in dem das Unausweichliche geschah: Boca ging 1:0 in Führung. Eine Flanke von links von Riquelme zielte unmittelbar vors Tor am zweiten Pfosten. Palermo trat blitzschnell an und stand plötzlich allein direkt vor dem Torwart, wenn auch in spitzem Winkel rechts vor dem Tor. Als die Flanke ankam, köpfte Palermo den Ball zwischen Pfosten und Torhüter ins Tor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Riquelme spielt Conca aus&quot; height=&quot;268&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Riquelme spielt Conca aus&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-riquelme-spielt-conca-aus.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätten beide so weitergespielt, wäre das Finale Boca nicht zu nehmen gewesen. Doch nun zeigte die junge Mannschaft von Fluminense, was sie auch schon an gleichem Ort gegen Sâo Paulo bewiesen hatte: Sie kann zurückfighten. Das Bild änderte sich, Fluminense wurde gleichwertig und die Szenen vor beiden Toren wechselten sich jetzt ab. Bei Fluminense kam Dodô als zweiter Stürmer herein, der schon wiederholt als Joker eingesetzt worden war. Er war früher einmal eines der brasilianischen Supertalente gewesen, wurde dann aber nicht mehr als ein guter Stürmer, ohne den Sprung nach Europa zu schaffen. Jetzt, gegen Ende seiner Karriere, ist er der ideale Joker. Er kommt in der zweiten Halbzeit, wenn sich schon Ermüdungserscheinungen bei der Abwehr zeigen und kommt mit seinem technischen Fußball dann oft in aussichtsreiche Positionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Abend zeigte er auch ein Kabinettstückchen, das man selten zu sehen bekommt: Er bekam mit dem Rücken zum Tor den Ball, wurde aber von zwei Seiten angegriffen. Da schob er den Ball zwischen den Beinen in Richtung Tor und machte gleichzeitig eine Pirouette, die beide Abwehrspieler täuschte und war mit dem Ball in Richtung gegnerisches Tor unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Washington hat durch einen Freistoss genau in den Winkel ausgeglichen&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Washington hat durch einen Freistoss genau in den Winkel ausgeglichen&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-washington-hat-durch-einen-freistoss-genau-in-denwinkel-ausgeglichen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war es denn auch Dodô, der kurz vor dem Strafraum gefault wurde. Der fällige Freistoss wurde von Washington direkt genau in den Winkel verwandelt: 1:1. Eigentlich ist es Riquelme auf der anderen Seite, der für diese Freistosstore zuständig ist, aber der hatte nicht den besten Tag erwischt. Seine beiden Freistösse schickte er übers Tor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Ergebnis war es wieder Fluminense, das weitergekommen wäre. Boca griff nun immer wütender an, aber Fluminense erwies sich als gleichwertiger Gegner. In ihren Bemühungen musste die Mannschaft von Boca nun aber bis zu einem gewissen Grade die Abwehr vernachlässigen und das nutzte Fluminense kaltblütig aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca: Conca hat die Führung erzielt&quot; height=&quot;258&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca: Conca hat die Führung erzielt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-conca-hat-die-fuehrung-erzielt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Conca ging das Team bereits kurz nach dem Ausgleichstor in Führung. Fast gelang Palácio in der Schlussminute der regulären Spielzeit der Ausgleich, aber der Ball verfehlte knapp das Tor. In der Nachspielzeit, als Boca verzweifelt um ein 2:2 kämpfte, das zu einem Elfmeterschiessen geführt hätte, setzte Dodô den Schlusspunkt. Boca zeigte eine Ungenauigkeit im Pass in der Abwehr, die Dodô fast frei vor das Tor kommen liess. Er liess mit einem gut gezirkelten Ball dem Torwart keine Chance. 3:1! Flu war in den Endspielen und das Stadion explodierte fast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense - Boca: Dodô hat das drei zu eins erzielt&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Fluminense - Boca: Dodô hat das drei zu eins erzielt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-dodo-hat-das-drei-zu-eins-erzielt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war etwa um 23.45 an diesem Abend, aber die Anhänger von Fluminense verliessen das Stadion erst lange nach Mitternacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit hat Fluminense das seltene geschafft, das nur wenige Vereine in Südamerika in den letzten zehn Jahren für sich reklamieren können, Boca Juniors aus dem Wettbewerb geworfen zu haben. Der letzte, dem das gelungen war, war der São Paulo F.C. im letzten Jahr in der Copa Sulamericana, dem Gegenstück zum UEFA Cup. In der Libertadores allerdings ist es Jahrzehnte her, dass Boca Juniors durch ein brasilianisches Team eliminiert wurde. Das letzte Mal war 1963 (!), gegen das Santos von Pelé im Endspiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca : Fernando Henrique, bester Spieler von Flu, feiert das Spielende&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca : Fernando Henrique, bester Spieler von Flu, feiert das Spielende&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-fernando-henrique-feiert-das-spielende.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am Vortag hatte sich LDU Quito aus Ekuador überraschend gegen America Mexiko Stadt durch ein 0:0 zu Hause für die Endspiele qualifiziert, nachdem man es geschafft hatte, im Aztekenstadion in Mexikos Hauptstadt ein 1:1 unentschieden zu erreichen. Das belegt eindrucksvoll, was der Berichterstatter bereits in einem früheren Artikel gesagt hat: LDU ist bärenstark. Eigentlich sehen die Verantwortlichen der Fussballszene immer etwas von oben herab auf Mannschaften aus den Höhenlagens Boliviens, Perus oder Equadors, die weit kommen in der Libertadores. Sie haben ja den Vorteil des Heimspiels gegen nicht an die Höhe adaptierte Gegner. Da die Spiele unter der Woche zwischen zwei Spielen im Heimatland stattfinden, kann keine Höheadaptation durchgeführt werden. Dies Argument trifft allerdings diesmal nicht zu, denn der Favorit aus Mexico Stadt lebt ja ebenfalls in etwa 3000 m Höhe und spielt dort. Er hatte also keine Probleme mit der Höhenluft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Fluminense-Boca: Fanatische Fluminense-Anhängerin weiss schon, für wen das Kind sein wird&quot; height=&quot;368&quot; alt=&quot;Fluminense-Boca: Fanatische Fluminense-Anhängerin weiss schon, für wen das Kind sein wird&quot; width=&quot;233&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-boca-fanatische-fluminense-anhaengerin-weiss-schon-fuer-wen-das-kind-sein-wird.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind in beiden Halbfinalen die Favoriten ausgeschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Fluminense wird allerdings wieder das Argument mit der Höhenlage zutreffen beim Hinspiel in Quito. Dort kann man immer froh sein, in einer Abwehrschlacht ein 0:0 zu erreichen. Wenn das gelingt, werden die Chancen gut sein auf den Titel. Kommt man aber mit einer Niederlage mit zwei Toren Unterschied ins Maracanã, dürfte gegen das starke Team von LDU kaum etwas drin sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Endspiele sind terminiert für den 25. Juni in Quito und für den 2. Juli in Rio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich seinen hier noch die beiden Halbfinalspiele des brasilianischen Pokals erwähnt, der ebenfalls in der Endphase ist. Beide Halbfinale, sowohl das zwischen Corinthians São Paulo und Botafogo Rio de Janeiro als auch das zwischen Vasco Rio de Janeiro und Sport Recife, wurden im Elfmeterschiessen entschieden.  Corinthians und Botafogo hatten jeweils zu Hause 2:1 gewonnen. Corinthians war im Elfmeterschiessen glücklicher und gewann mit 5:4. Zwischen Sport Recife und Vasco gab es jeweils Siege mit 2:0 zu Hause. Das machte auch dort das Elfmeterschiessen nötig, wobei gleich der erste Elfmeter für Vasco von Edmundo in den blauen Himmel geschossen wurde. Alle anderen trafen und so gewann Sport mit 5:4. Damit waren beide Rio-Vereine ausgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Juni, zeitgleich mit dem Libertadores-Halbfinale im Maracanã, fand in São Paulo bereits das erste der beiden Endspiele um den Pokal statt, das Corinthians zu Hause mit 3:1 gewann. Das Rückspiel ist am 11. Juni in Recife. Damit gibt es erneut eine gute Chance für einen Zweitligisten, den Pokal zu gewinnen, wie das ja in vielen Ländern schon geschah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist Corinthians kein normaler Zweitligist. Der Verein hat in São Paulo die bei weitem grösste Anhängerschaft und brasilienweit die zweitgrösste nach Flamengo. Er dürfte also kaum sehr lange in der zweiten Liga bleiben. Sollte er den Pokal gewinnen  und die Hälfte des Weges ist ja bereits zurückgelegt  stünde er bereits als erster Vertreter Brasiliens für die Libertadores des kommenden Jahres fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 7. Juni 2008 in der &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com&quot;&gt;Berliner Umschau&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&amp;cccpage=06062008ArtikelSportWeiss1&quot;&gt;Originalveröffentlichung&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-07T12:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/4946227/">
    <title>Fussball: Libertadores und Brasilien-Meisterschaftsrunde</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/4946227/</link>
    <description>&lt;b&gt;Der Libertadores-Titel läuft auf Boca Juniors zu&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Wie immer im Mai, hat die brasilianische Fußball-Meisterschaft begonnen, die bis Dezember laufen wird. Es gibt keinen herausragenden Favoriten. In der Copa Libertadores, dem südamerikanischen Gegenstück zur Champions Leage, haben die Achtel- und Viertelfinale stattgefunden und die Begegnungen der Halbfinale stehen fest.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Adriano ist gut gedeckt&quot; height=&quot;220&quot; alt=&quot;Flu-SP: Adriano ist gut gedeckt&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-adriano-ist-gut-gedeckt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Alle Fotos in diesem Artikel sind vom Rückspiel des Viertelfinals der Libertadores zwischen den beiden brasilianischen Clubs Fluminense und São Paulo im gefüllten Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst zur Libertadores, wo es überraschende und erwartete Ergebnisse gab und wo auf höchstem Niveau gespielt wird, auch wenn man die Champions Leage zum Vergleich heranzieht. Allerdings sind die Spiele in Südamerika weit interessanter, weil es viele Torszenen gibt und kein zehn- oder zwanzigminütiges Mittelfeld-Geplänkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtelfinalspielen lief alles, mit einer Ausnahme, wie erwartet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beste der Gruppenersten aus der Gruppenphase, Fluminense Rio de Janeiro, setzte sich wie erwartet gegen den schlechtesten der Gruppenzweiten durch, Atletico Nacional aus Kolumbien, wenn auch mit Schwierigkeiten mit einem mageren 1:0 zu Hause und einem 2:1 beim Gegner im Norden des südamerikanischen Kontinents.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flamengo Rio de Janeiro war zwar der zweitbeste der Gruppenphase und der mexikanische Meister America Mexiko Stadt nur der zweitschlechteste der Gruppenzweiten, aber trotz der Schwächephase blieb America einer der wesentlichen Favoriten und wurde dieser Rolle in überragender Weise gerecht. Flamengo hatte völlig überraschend in Nordamerika mit 4:2 gewonnen und es schien nur noch eine Kleinigkeit zu sein, die Qualifikation im Maracanã-Stadion in Rio nach Hause zu schaukeln. Doch America traf auf ein seltsam apathisches Flamengo-Team (Unterschätzung des Gegners?) und gewann mit 3:0 auf gegnerischem Platz doch noch den Einzug ins Viertelfinale. Mit dieser Leistung steht America nun gleichberechtigt mit Boca Juniors auf dem Podest des Favoriten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Washington feiert 1:0&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Flu-SP: Washington feiert 1:0&quot; width=&quot;220&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-washington-feiert-eins-zu-null.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige größere Überraschung im Viertelfinale war die Qualifikation von San Lorenzo Buenos Aires gegen den Lokal- Rivalen River Plate. San Lorenzo hatte dem berühmten argentinischen Club in dessen Stadion ein Unentschieden abgetrotzt und im eigenen gewonnen. Aber Lokalderbys haben immer eigene Gesetze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwartungsgemäss setzte sich Atlas Guadalajara aus Mexico gegen den anderen argentinischen Verein Lanus durch. Mit einem Sieg in Argentinien hatte man schon des Sack zugemacht und brauchte dann zu Hause nur noch ein Unentschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso erwartet war der Durchmarsch von Libertadores-Favorit Boca Juniors Buenos Aiores gegen Cruzeiro Belo Horizonte, auch wenn hier in Belo Horizonte viele nicht wahr haben wollten, dass ein Klassenunterschied besteht. Boca gewann beide Spiele mit 2:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Adriano bejubelt Ausgleich&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Flu-SP: Adriano bejubelt Ausgleich&quot; width=&quot;250&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-adriano-bejubelt-ausgleich.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Augenweide, den Angriffswirbel von Riquelme, Palacio und Palermo zu sehen, da dürfte auch Manchester United in Schwierigkeiten kommen. Aber auch die Abwehr mit den beiden Nationalspielern Cáceres und Ayala kann sich auch international sehen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der schwächste der verbliebenen argentinischen Clubs, Estudiantes La Plata , sich nicht gegen die starke Mannschaft von LDU Quito aus Ekuador durchsetzen konnte, war ebenfalls schon im Artikel vom 25. April vorhergesagt worden. 2:0 hatte LDU schon in der Höhenlage von Quito vorgelegt und konnte dann 1:2 in Argentinien verlieren und doch noch weiterkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Kolumbianische Vertreter  Cúcuta musste sich gegen Santos zweimal mit 2:0 geschlagen geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Dodô erzielt erneut Führung&quot; height=&quot;200&quot; alt=&quot;Flu-SP: Dodô erzielt erneut Führung&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-dodo-erzielt-erneut-fuehrung.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schliesslich schied noch der einzig verbliebene Vertreter Uruguays, Nacional, gegen São Paulo aus. Einem torlosen Unentschieden in Montevideo folgte ein 2:0 im heimischen Morumbi-Stadion in Brasiliens Metropole São Paulo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ergaben sich fast genau die im Artikel am 25. April vorausgesagten Vietelfinalbegegnungen, ausser der Abwesenheit von River Plate:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei der drei verbliebenen brasilianischen Vereine kamen gegeneinander, Fluminense und São Paulo  Pokalsieger gegen Meister - kaum eine Voraussage war möglich. Mitfavorit Amerika Mexiko kam gegen Santos aus der Stadt mit Brasiliens und Südamerikas grösstem Hafen, sicher kein leichtes Siegen. San Lorenzo Buenos Aires bekam es mit LDU Equador zu tun, das in dieser Libertadores schon viele Überraschungen geschafft hat. Schliesslich gab es das Duell von Favorit Boca Juniors gegen Atlas Guadalajara, das  bei aller Liebe  eigentlich nur den argentinischen Verein als Sieger sehen dürfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Torhüter Ceni (SP) fängt vor dem Angreifer&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Flu-SP: Torhüter Ceni (SP) fängt vor dem Angreifer&quot; width=&quot;220&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-torhueter-ceni-sp-faengt-vor-angreifer.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der Voraussage des Berichterstatters gewann Fluminense Rio gegen São Paulo, obwohl man sich im Hinspiel mit 1:0 geschlagen geben musste. Das Rückspiel im Maracana-Stadion in Rio wurde am 21. Mai zu einem Krimi. Zunächst ging die Heimmannschaft mit 1:0 in Führung und glich den Vorteil von São Paulo aus. Dann schaffte São Paulo das Unentschieden und sah schon wie der Sieger aus, denn nun musste Fluminense gegen die geballte Abwehr des brasilianischen Meisters (nur 15 Gegentore in der ganzen Saison des vergangenen Jahres!) zwei Tore erzielen, um weiterzukommen  und es war nur noch eine Halbzeit Zeit. Flu, wie man in Rio liebevoll den Traditionsverein abkürzt, schaffte dann das 2:1, aber damit wäre São Paulo immer noch weitergekommen, denn auch in der Libertadores gelten Auswärtstore doppelt. Die reguläre Spielzeit endete und auf der Bank des brasilianischen Meisters machte man sich schon zum Jubeln fertig, da schaffte Fluminense in der 92. Minute durch einen Kopfball von Washington nach einer Ecke das 3:1 gegen den Favoriten und war qualifiziert. Der Trainer von São Paulo, Muricy Ramalho, bemerkte, er werde Monate brauchen, um das zu verdauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die hochfavorisierte Elf von Boca Juniors konnte zunächst den Erwartungen nicht entsprechen und legte zu Hause nur ein Unentschieden 2:2 gegen Atlas aus Mexiko vor. Doch dann, am 23. Mai in Nordamerika, platzte der Knoten: Mit 3:0 auswärts wurde man der Favoritenrolle gerecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Flu-SP: Washington erzielt das Siegtor in der Nachspielzeit&quot; height=&quot;220&quot; alt=&quot;Flu-SP: Washington erzielt das Siegtor in der Nachspielzeit&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/flu-sp-washington-erzielt-siegtor-in-der-nachspielzeit.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am meisten umkämpften Spiele aber ergaben sich bei den beiden Duellen von America Mexiko Stadt und Santos. Das Hinspiel im Aztekenstadion von Mexiko Stadt, älteren Fußball-Fans noch ein Begriff aus 1986, als Deutschland dort im Endspiel der Weltmeisterschaft von Argentinien mit 3:2 geschlagen wurde, war ein offener Schlagabtausch, wie es das offensive Spiel von Santos ergab. Zwar musste Santos dort zwei Tore hinnehmen, schoss aber selbst auch ein reguläres Tor, doch dieses wurde vom Schiedsrichter wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben. Santos ist bis heute empört über diese Entscheidung des argentinischen Unparteiischen (natürlich, ein Argentinier!) und hat offiziell protestiert, aber wie üblich, ergab das gar nichts. Im Rückspiel am 23. Mai hatte Santos Chancen, um drei Spiele zu gewinnen, aber man schaffte nur ein 1:0, das nicht ausreichte (aber ausgereicht hätte, wäre das Tor in Mexiko anerkannt worden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schliesslich sind noch die Viertelfinalspiele des vierten Gespannes zu erwähnen, zwischen dem argentinischen San Lorenzo und dem Vertreter von Ekuador, LDU. Beide Spiele gingen 1:1 unentschieden aus und das fällige Elfmeterschiessen gewann in der Höhenlage von Quito der heimische Verein mit 5:3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist seit vielen Jahren zum ersten mal die Situation eingetreten, dass weder von Brasilien noch aus Argentinien zwei Mannschaften im Halbfinale stehen. Es sind vielmehr noch vier Länder vertreten: Neben Argentinien und Brasilien Mexiko und Ekuador. Ebenfalls steht bereits fest: Entweder ein Mexikanischer oder Ekuadorianischer Verein wird im Finale stehen. Auch das, im Finale andere Vereine als Argentinier oder Brasilianer, ist bereits seit fünf Jahren nicht mehr vorgekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Halbfinal-Auseinandersetzungen sind anscheinend leicht vorherzusagen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst (27. Mai) muss LDU (Ekuador) im mexikanischen Aztekenstadion (fast 3000 Meter Höhe) gegen America antreten, dann kommt das Rückspiel in der Höhenlage von Quito (ebenfalls etwa 3000 Meter über dem Meeresspiegel) am 3. Juni. Kaum vorstellbar, dass da LDU als Sieger hervorgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im anderen Halbfinale tritt Fluminese Rio de Janeiro, der letzte verbliebene brasilianische Verein, in Buenos Aires an (28. Mai). Zwar darf Boca in diesem Spiel nicht das eigene Stadion benutzen, sondern muss auf ein anderes Stadion in Buenos Aires ausweichen, weil beim Spiel gegen Cruzeiro Gegenstände geflogen sind und einen brasilianischen Funktionär verletzt haben, aber die Anhängerschaft von Boca wird einen kaum längeren Anfahrtweg haben, so dass hier einmal wieder das Niveau der salomonischen Entscheidungen des südamerikanischen Fussballverbandes  aufscheint. Das Rückspiel ist im Maracana-Stadion in Rio am 4.Juni und dann dürfte das Ausscheiden von Fluminense feststehen, denn, wie ein argentinischer Spieler richtig bemerkte: Fluminense hat keine Tradition. Der Club aus dem Rio-Stadtteil Laranjeiras (Orangenbäume) hat noch nie in der Libertadores Bäume ausgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es müsste schon viel Unvorhersehbares passieren, wenn das Endspiel nicht America (Mexiko) gegen Boca Juniors (Argentinien) heissen würde. Das wäre dann auch seit fünf Jahren das erste Mal, dass kein brasilianischer Verein im Endspiel steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Finale wäre dann aber wirklich unvorhersehbar. Boca hätte den wichtigen Vorteil, das Rückspiel zu Hause zu haben, aber man weiss nicht, wie die argentinischen Spieler mit der Höhenlage in Mexiko klarkommen. Bei Spielen mitten in der Woche zwischen Pflichtspielen gibt es ja keine Möglichkeit des Akklimatisierens. Man reist dann so kurz wie möglich vor dem Spiel an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Währenddessen hat auch bereits die brasilianische Meisterschaft begonnen. Die ersten beiden Spieltage wurden bereits am 10./11. Mai und am 17./18. Mai ausgetragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hauptfavorit hätte eigentlich São Paulo gelten müssen, aber das Team ist  jedenfalls im Moment  von der Stange und man weiss nicht, wann es sich wieder fängt. Theoretisch ist São Paulo dieses Jahr stärker als im letzten, als man Meister wurde, denn Adriano, der bullige Mittelstürmer, ist bei Inter Mailand ausgemustert worden und zu São Paulo zurückgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Favorit ist Palmeiras São Paulo, das eben die São Paulo-Staatsmeisterschaft gewonnen und dabei im Halbfinale São Paulo ausgeschaltet hat. Aber gleich im ersten Spiel (auswärts bei Coritiba) musste man eine glatte 2:0-Niederlage hinnehmen. Ein dritter möglicher Favorit ist Cruzeiro Belo Horizonte, auch wenn man von Boca Juniors deklassiert wurde. Die beiden Auftakt-Siege in Bahia gegen Aufsteiger Vitória und zu Hause gegen Botafogo Rio de Janeiro haben den Spielern Selbstvertrauen gegeben. Von den Rio-Vereinen müssen hauptsächlich Rio-Meister Flamengo und Fluminense, das in der Libertadores glänzt, mit zu den Favoriten gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Saison ist lang und es kann noch viel passieren. Voraussichtlich wird die Meisterschaft wieder, wie in den Vorjahren, extrem ausgeglichen sein. Es ist äusserst unwahrscheinlich, dass sich einer der Favoriten früh absetzt. &lt;br /&gt;
Für den Abstieg kommen wohl als erste drei der Aufsteiger in Frage: Ipatinga, Vitória Salvador und Portuguesa São Paulo, aber im letzten Jahr haben einige der Aufsteiger überrascht, so wie dieses Jahr bereits Náutico Recife, das mit zwei Siegen und vier erzielten Toren an der Tabellenspitze steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine grosse Lücke hat sicherlich Absteiger Corinthians São Paulo hinterlassen, der Verein mit der zweitgrössten Anhängerschaft in Brasilien nach Flamengo, denn die Duelle mit Corinthians waren immer wieder mitreissend , sei es im gesteckt vollen Pacaembú-Stadion in São Paulo oder auch bei Auswärtsspielen, bei denen oft viele Corinthians-Anhänger anwesend sind, was dann den Reiz einer gemischten Kulisse ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt sei noch erwähnt: Es finden die letzten Spiele des brasilianischen Pokals statt. In eines der Halbfinale haben sich Zweitligist Corinthians und Botafogo Rio durchgekämpft. Das erste Spiel in Rio ging 2:1 für Botafogo aus. Das andere Halbfinale findet zwischen Sport Recife und Vasco Rio statt, wobei Sport zu Hause ein 2:0 vorgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der brasilianische Pokal hat die Besonderheit, dass er einen Platz in der Libertadores des darauffolgenden Jahres garantiert und ist deshalb besonders umkämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 24. Mai 2008 in der &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com&quot;&gt;Berliner Umschau&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&amp;cccpage=24052008ArtikelSportWeiss1&quot;&gt;Originalveröffentlichung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zusatz zum Artikel&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der Berichterstatter erst nach der Veröffentlichung erfuhr, ist das Halbfinale zwischen Boca Juniors und Fluminense mehr als nur ein Halbfinale. Wird sich nämlich, wie erwartet,  America Mexico Stadt gegen LDU Quito durchsetzen, so ist der Sieger des anderen Halbfinales bereits für die FIFA-Vereinsweltmeisterschaft im Dezember im Japan qualifiziert, unabhängig davon, wie das Finale ausgeht. Die Mexikanischen Vereine sind ja in der Copa Libertadores nur eingeladen, können zwar gewinnen, aber nicht den südamerikanischen Verband in Japan vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort wird es aller Voraussicht nach zum Endspiel zwischen Champions-Leage-Sieger Manchester United und dem südamerikanischen Vertreter kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch eine andere Bemerkung: In der Originalveröffentlichung in der Berliner Umschau (Link oben) ist ein You-Tube-Video eingesetzt, das offenbar von fanatischen Fluminense-Anhängern aus Rio zusammengestellt wurde. Es zeigt Szenen und Fotos aus Libertadores-Spielen von Boca Junior und Fluminense. Dort kann man u.a. das phantastische 2:1-Tor von Dodô gegen São Paulo sehen, bei dem er die Flanke direkt aus der Luft nimmt und unhaltbar mit riesiger Wucht von ausserhalb des Strafraums verwandelt. Es wird aufgerufen, die &quot;entscheidende Schlacht des Krieges&quot; zu begleiten, das Halbfinal-Spiel gegen Boca Juniors in Rio. Das &quot;dreifarbige Herz&quot; solle bereitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brasilien werden Vereine, die nicht nur, wie üblich, zwei Vereinsfarben haben, sondern drei, wie Fluminense mit den Farben grün-weiss-rot, als &quot;tricolor&quot; bezeichnet. Fluminense ist der &apos;Tricolor Carioca&apos; - Carioca heissen die Bewohner Rios - und der unterlegene Gegner aus São Paulo mit den Vereinsfarben schwarz-weiss-rot ist der &apos;Tricolor Paulista&apos;.</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-24T12:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/4908662/">
    <title>&apos;Ja, wir haben Bananen&apos;</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/4908662/</link>
    <description>&lt;b&gt;Die Schwierigkeiten eines normalen Fussballspiels in Südamerika&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Bananenrepublik, das ist ein Schimpfwort, das sich schon viele Länder in Mittel- und Südamerika anhören mussten, speziell zu Zeiten, als fast überall (von den USA gesponserte) Militärs am Ruder waren. In Brasilien wurde daraufhin trotzig eine Musik gemacht, deren Refrain mit Ja, wir haben Bananen anfing. Aber bis heute gibt es in manchen Ländern Südamerikas spezielle Ereignisse, die einen wieder an dieses Wort denken lassen, gerade auch im Fußball.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Romario und Parreira beim Abschiedsspiel&quot; height=&quot;263&quot; alt=&quot;Romario und Parreira beim Abschiedsspiel&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/romario.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südamerika, die einzige Weltregion, die im Fußball mit Europa mithalten kann. Man schuf den Libertadores-Cup als Gegenstück zur Champions Leage. Libertadores, das bezieht sich auf die Befreier, den Venezolaner Simón Bolivar und andere, die mit ihren Feldzügen dafür sorgten, dass fast ganz Lateinamerika bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der europäischen Kolonialherrschaft befreit wurde, also eine bewusste Herausforderung über den Atlantik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich lohnt es sich, wenn man Gelegenheit hat, sich Übertragungen von Spielen der Libertadores anzusehen, die manchmal im Kabel- und Satelliten-TV angeboten werden. Da gibt es selten endloses Hin- und Hergeschiebe des Balles im Mittelfeld, wie es  z.B. die beiden Begegnungen von Liverpool mit Chelsea und von Barcelona mit ManU beherrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einigen Ausnahmen spielt man in Südamerika meist noch einfallsreichen Kurzpassfußball, der immer wieder durch überraschende Vorstöße abgelöst wird, wenn überragende Einzelleistungen oder Steilpässe die Abwehr in Bedrängnis bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hängt damit zusammen, dass fast alle übermenschlichen Abwehrmaschinen, wie Seedorf, Cannavarro, Cafú und so manche andere, in europäischen Spitzenclubs spielen. Es handelt sich um Supermänner, die pro Spiel 14 km laufen können und danach fast taufrisch in Verlängerungen gehen. Männer mit dem doppelten Lungenvolumen eines Normalbürgers und Herzen, die glatt 150 % der Blutpumpleistung eines einfachen Menschen erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese menschlichen Pit Bulls sind darauf spezialisiert, den jeweils ballführenden Gegenspieler innerhalb von Bruchteilen von Sekunden anzugreifen, nachdem er den Ball erhielt und dann kommt auch innerhalb kürzester Zeit noch ein zweiter Mann dazu und hilft, dem Spieler den Ball abzujagen, das sogenannte Double-Pressing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst die besten Offensivspieler der Welt haben kaum eine Chance gegen diese Meute, wie Spiele von Barcelona mit Messi und Ronaldinho, von Manchester mit Cristiano Ronaldo, vom A.C. Mailand mit Kaká, von Inter Mailand mit Shevshenkow usw. usw. zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse lauten fast immer 0:0 oder 1:0 oder 1:1 und ausser den Fans der Mannschaften auf dem Feld kommt niemand auf seine Kosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südamerika sind solche Übermenschen fast nicht anzutreffen. Eine extreme Defensivtaktik weist eigentlich nur der F.C. São Paulo auf. Alle anderen spielen nicht nur defensiv, sondern rücken auch mit vielen Spielern nach vorne, wenn man im Angriff ist, auch wenn dies überfallartigen Gegenangriffen Tür und Tor öffnet. So sind denn auch eine Reihe der guten Mannschaften auf Gegenangriffe spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier eine Zusammenstellung von Spielergebnissen von allen 16 für das Achtelfinale der Libertadores qualifizierten Vereinen, wie sie in der Gruppenphase erzielt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cruzeiro 3 x 1 San Lorenzo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanús 3 x 3 Estudiantes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boca Juniors 3 x 0 Atlas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flamengo 2 x 0 Nacional&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
América 4 x 3 River Plate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Santos 2 x 1 Cúcuta Deportivo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
São Paulo 1 x 0 Atlético Nacional&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fluminense 1 x 0 LDU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist offensichtlich: Nur die letzten zwei sind Ergebnisse vom europäischen Typ, darunter jenes von São Paulo, von dem schon gesagt wurde, man spielt extrem defensiv wie in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nun zurück zu den Bananen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.. März 2008: Spiel in Montevidéu, Uruguay: Nacional gegen Flamengo Rio in der Gruppenphase der Copa Libertadores: Die Balljungen geben demonstrativ die Bälle nicht an die Spieler der Gastmannschaft, sondern sie werfen sie den eigenen Spielern zu oder verzögern die  Rückgabe der Bälle. Die Spieler von Flamengo reagieren zunehmend verärgert. Schliesslich lässt sich der Mittelfeldspieler Toró von Flamengo dazu hinreissen, einen der Balljungen anzugreifen. Er wird vom Platz  gestellt. Gegen eine dezimierte Mannschaft aus Rio fällt es leicht, mit 3:0 zu gewinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April 2008: Spiel in Montevidéo, Uruguay: Nacional gegen Cienciano aus Peru in der Gruppenphase der Copa Libertadores: Die Balljungen geben demonstrativ die Bälle nicht an die Spieler der Gastmannschaft, sondern werfen sie eigenen Spielern zu oder verzögern die Rückgabe der Bälle. Die Spieler von Cienciano reagieren zunehmend verärgert. Schliesslich lässt sich der Spieler Romaña von Cienciano dazu hinreissen, einen der Balljungen zu stossen. Er erhält die gelbe Karte. Kurz danach bekommt er nach einem Foul die zweite gelbe Karte und ist vom Platz gestellt. Gegen eine dezimierte Mannschaft von Cienciano fällt es leicht, mit 3:1 zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiel der Libertadores in Medellín, Kolumbien: Bei mehreren der Heimspiele in der Gruppenphase des dortigen Vereins Atletico Nacional fliegen Gegenstände aufs Spielfed nahe bei Spielern der Gastmannschaften. Hat die Gastmannschaft einen Eckball, so muss der Schütze dort mit Schilden der Polizisten gegen einen Regen von Gegenständen geschützt werden, die dort niedergehen. Unter diesen Bedingungen kann natürlich kein gefährlicher Eckball zustande kommen. Atletico Nacional qualifizierte sich für das Achtelfinale mit nur einem Punkt Vorsprung vor den beiden ausgeschiedenen Mannschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, werden Sie sagen, das sind unschöne Vorkommnisse, aber nichts Besorgniserregendes, denn die Vereine werden ja von dem Veranstalter, dem südamerikanischen Fussballverband, hart bestraft werden und werden in Zukunft Vorsorge tragen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtig? Falsch! Weder Nacional Montevideo noch Atlético Nacional Medellín wurden in irgendeiner Art und Weise bestraft. Man kann jetzt schon für die Achtelfinale wetten, dass die Balljungen in Montevideo weiterhin die Gastmannschaft bis aufs Blut reizen werden und die Zuschauer in Medellín weiterhin Gegenstände werfen. Deshalb die Erwähnung der Bananen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist unglaublich? Nun hören Sie erst einmal, was eim Halbfinale der São-Paulo-Meisterschaft im Spiel Palmeiras gegen São Paulo geschah:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brasilien werden in den ersten vier Monaten des Jahres noch die traditionellen Staatsmeisterschaften ausgetragen. In jener des Staates São Paulo trafen im Halbfinale die beiden Spitzenclubs Palmeiras und São Paulo aufeinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;São Paulo, grösste Stadt der südlichen Hemisphere&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;São Paulo, grösste Stadt der südlichen Hemisphere&quot; width=&quot;286&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/sao-paulo-groesste-stadt-der-suedlichen-hemisphere.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Pause des Rückspiels im PalmeirasStadion Parque Antártica, es stand noch unentschieden, bemerkten die Spieler von São Paulo in ihrer Kabine einen eigenartige Geruch. Alarmiert verliessen sie die Kabine. Der Trainer von São Paulo, Muricy Ramalho, der als letzter den Raum verliess, bekam einen Schwindelanfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jemand hatte ein gefährliches Gas in die Kabine der São Paulo-Mannschaft geleitet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Halbzeit spielte São Paulo wie ausgeweschselt, brachte nicht die Hälfte des üblichen  Leistung auf den Rasen und verlor sang- und klanglos das Spiel. Sogar der Torwart Sene, Ersatztorhüter der brasilianischen Nationalmannschaft, machte einen Anfängerfehler und war mit Schuld an einem Gegentor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, Sie raten schon, auch dies wurde von dem zuständigen Verband in keiner Weise bestraft, ganz zu schweigen von Spielwiederholung oder Ähnlichem. Es wurde auch keine Geldstrafe ausgesprochen, ja, der Fussballverband von São Paulo forderte nicht einmal eine Untersuchung des Vorfalls bzw. führte auch keine selbst durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinsführung von Palmeiras, befragt über den Vorfall und die Reklamatioen von Seiten São Paulos, bestritt nicht einmal, dass sie ein Gas dort eingeleitet hätten. Sie sagten nur, es handele sich um Details und São Paulo müsse lernen zu verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ins gleiche Horn bliesen einige Sporteporer. Die Reklamationen der Spieler von São Paulo seien weinerlich und es es sei zu verlangen, dass man würdevoll verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Druck wagte São Paulo nicht einmal, offiziell Protest gegen die Wertung des Spiels einzuegen, geschweige denn vor bürgerliche Gerichte zu ziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird wohl im Dunkeln der Fussballgeschichte bleiben, welches Gas da in die Kabine geleitet wurde und niemand kann sich die guten Erfahrungen von Palmeiras zu nutze machen und ebenfalls die Gastmannschaft mit Gas attackieren. Also der Geruch verfaulter  Bananen war es wohl nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 5. Mai 2008 in der &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com&quot;&gt;Berliner Umschau&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&amp;cccpage=05052008ArtikelSportWeiss1&quot;&gt;Originalartikel&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-05T11:48:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://karlweiss.twoday.net/stories/4888518/">
    <title>Libertadores - die Achtelfinale</title>
    <link>http://karlweiss.twoday.net/stories/4888518/</link>
    <description>&lt;b&gt;Boca Juniors  und São Paulo sind noch dabei&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von Karl Weiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Gruppenphase mit den letzten Spielen am 23.4.2008 stehen nun die Achtelfinale fest. Boca Juniors, der Titelverteidiger und Hauptfavorit auf den Titel, konnte sich am letzten Spieltag in einem spannenden Spiel mit 3:0 gegen Unión Maracaibo doch noch qualifizieren, nachdem sein Rivale Colo Colo Santiago de Chile nur ein Unentschieden zu Hause gegen den Gruppensieger Atlas Guadalajara aus Mexiko erreichen konnte. Hätte Boca nur 2:0 gewonnen, wäre Colo Colo weitergekommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;São Paulo, grösste Stadt der südlichen Hemisphere&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;São Paulo, grösste Stadt der südlichen Hemisphere&quot; width=&quot;286&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/sao-paulo-groesste-stadt-der-suedlichen-hemisphere.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Sieger von 2005 und brasilianische Meister São Paulo, ein anderer Favorit, konnte sich durch ein 1:0 zu Hause gegen den vorherigen Gruppenersten Atletico Nacional aus Kolumbien qualifizieren und die Mannschaft aus Medellín sogar noch vom ersten Gruppenplatz verdrängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau jener Club aus Kolumbien ist der Gruppenzweite mit der schlechtesten Kampagne (lediglich 8 Punkte aus 6 Spielen) und kommt damit im Achtelfinale gegen den Besten der Gruppenersten, Fluminense Rio de Janeiro, mit 13 Punkten und einer Tordifferenz von 8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dessen Rivale Flamengo Rio qualifizierte sich als Zweitbester der Gruppenphase mit 13 Punkten und der Tordifferenz von 5 im letzten Spiel mit einem 2:0 zu Hause gegen Colonel Bolognesi aus Peru, mit Recht auf ein Freistoßtor seines Torwarts. Das erwies sich aber nicht als Vorteil,denn nun muss man gegen den Zweitschlechtesten der Gruppenphase antreten  und das ist ausgerechnet Mitfavorit America Mexico Stadt, der mexikanische Meister. America verlor seine drei Auswärtsspiele in der Gruppenphase, sowohl gegen Universadad Catolica aus Chile als auch gegen River Plate, das als Gruppenerster weiterkam, wie auch gegen Universidad San Martin aus Peru, und kam nur auf  9 Punkte und eine ausgeglichene Tordifferenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der drittbeste war River Plate Buenos Aires mit 12 Punkten und einer Tordifferenz von 6, ein weiterer Mitfavorit. So kommt man gegen eine andere argentinische Mannschaft aus Buenos Aires, San Lorenzo, das der drittschlechteste Gruppenzweite war mit 10 Punkten und einer Tordifferenz von 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viertbester aus der Gruppenphase wurde Atlas aus Mexico nach seinem hart erkämpften 1:1-Unentschieden in Santiago de Chile gegen Colo Colo mit 11 Punkten und der Tordifferenz von 5. Man wird gegen Lanús aus Argentiniens gleichnamiger Stadt  spielen, das sich als viertschlechtester Gruppenzweiter qualifizierte mit 10 Punkten und Tordifferenz 3 (9 Tore).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fünftbeste aus den Gruppen wurde Cruzeiro Belo Horizonte aus der Stadt, in der dies geschrieben wird, mit 11 Punkten und einer Tordifferenz von 4. Doch entgegen allen Hoffnungen bekam man so keinen leichten Gegner, sondern den Hauptfavoriten Boca Juniors, der nun die fünftschlechteste Kampagne aufweisen kann, mit 10 Punkten und einer Tordifferenz von 3, aber 12 Toren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begegnung des Sechsten von unten und von oben lautet LDU Quito(Equador) (10 Punkte, 5 Tordifferenz) und Estudiantes La Plata aus Argentinien (11 Punkte, Tordifferenz 4, aber (mit 9) weniger erzielte Tore als Cruzeiro  11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schliesslich wird das das siebte Achtelfinale von zwei Vereinen bestritten, die Gruppen zweiter und -erster in der gleichen Gruppe waren, Santos aus Brasilien mit 10 Punkten und Tordifferenz  7, und Cúcuta Deportivo, eine harte Nuss aus Kolumbien, mit 11 Punkten und einer Tordifferenz von 3. Das ist natürlich einer der Nachteile,wenn man nach den Schema Der beste gegen den schlechtesten, der zweitbeste gegen den zweitschlechtesten usw. verfährt, es können die beiden Qualifizierten aus einer Gruppe gegeneinander kommen. So hat man aus den Gruppenergebnissen bereits eine Ahnung, wie es ausgehen wird: Cúcuta spielte zu Hause 0:0 Unentschieden gegen Santos und verlor in der grössten Hafenstadt Südamerikas mit 2:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letztes Achtelfinale ist das zwischen dem brasilianischen Meister São Paulo und Nacional Montevideo aus Uruguay zu erwähnen. São Paulo hat 11 Punkte und eine Tordifferenz von 2 und Nacional war der beste Gruppenzweite mit 12 Punkten und einer Tordifferenz von 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja richtig, da ist noch zu erwähnen: Die Achtelfinalbegenungen werden immer zwischen einem Gruppenersten und einem Gruppenzweiten ausgetragen, lediglich unter diesen wird jeweils die Reihenfolge festgelegt nach Punkten,Tordifferenz und Zahl der erzielten Tore. Dadurch kommt in diesem Fall der schlechteste Gruppenerste São Paulo gegen einen Gruppenzweiten mit mehr Punkten als er selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenerster zu werden, hat einen wichtigen Vorteil: Im Achtelfinale wird man die Entscheidung im zweiten Spiel zu Hause suchen können  eine eventuelle Verlängerung und ein Eltmeterschiessen finden im eigenen Stadion statt. Die Hinspiele werden am 30. April ausgetragen, die Rückspiele am 14. Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind von den 6 angetretenen argentinischen Mannschaften 5 qualifiziert, nur Arsenal, im Vorjahr noch Sieger der Copa Sulamericana (das südamerikanische Gegenstück zum UEFA-Cup), hatte das Pech, in seiner Gruppe auf ein bärenstarkes LDU aus Peru und die beste Gruppenmannschaft Fluminense Rio zu trefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünf brasilianischen Vertreter haben sich alle durchgesetzt, davon vier als Gruppenerste. Nur Santos wird das zweite Spiel auswärts zu bestreiten haben. Mit anderen Worten: Zehn der 16 verbliebenen Mannschaften sind aus Argentinien oder Brasilien. Dazu kommen jeweils zwei aus Mexiko und Kolumbien und jeweils eine aus Uruguay und Equador.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in einem Spiel kommen zwei Vertreter aus einem Land gegeneinander, bei der rein argentinischen Begegnung zwischen River Plate und San Lorenzo, beide aus Buenos Aires.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Spiel, in dem nicht mindestens ein Verein aus Argentinien oder Brasilien beteiligt ist. Wenn alles schief läuft, könnten nur noch Vereine aus diesen beiden Ländern im Viertelfinale stehen. Aber da sei der mexikanische Meister Amerika vor, der kolumbianische Cúcuta und der equadorianische LDU sowie die hervorragende Mannschaft von Atlas aus Guadalajara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanterweise gibt es trotz der hohen Konzentration von argentinischen und brasilianischen Vereinen nur eine Begegnung der Erzrivalen,die zwischen Boca Juniors und Cruzeiro, die wohl etwas einseitig ausfallen wird, denn Cruzeiro hatte sich lediglich als Vierter der brasilianischen Meisterschaft und über ein Qualifikationsspiel in den Wettbewerb geschlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man voraussagt, es würden Fluminense, America,River Plate, Atlas, Boca Juniors, LDU, Cúcuta und São Paulo weiterkommen, so käme es im Viertelfinale zu folgenden Paarungen (jeweils der Erstgenannten mit dem Vorteil des zweiten Spiels zu Hause):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fluminense Rio  São Paulo&lt;br /&gt;
America  Santos&lt;br /&gt;
River Plate  LDU&lt;br /&gt;
Atlas  Boca Juniors&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nun, alles natürlich rein theoretisch  die naheliegenden Sieger dieser Duelle nennen würde (São Paulo, America, River Plate,Boca Juniors), so würden sich folgende Halbfinals ergeben (Reihenfolge wie oben):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
São Paulo  Boca Juniors&lt;br /&gt;
America  - River Plate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gäbe es dann eine gute Chance auf ein rein argentinisches Endspiel, aus dem theoretisch wieder Boca Juniors als Meister hervorgehen müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber im Fussball will Theorie nicht viel heissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Veröffentlicht am 25. April 2008 in der &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com&quot;&gt;Berliner Umschau&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&amp;cccpage=25042008ArtikelSportWeiss1&quot;&gt;Originalartikel&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Karl Weiss</dc:creator>
    <dc:subject>Fussball</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Karl Weiss</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-25T12:40:00Z</dc:date>
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