Oekonomie

Dienstag, 15. Februar 2011

Voodoo-Ökonomie

US-Schulden nehmen irrwitzige Ausmasse an

Von Karl Weiss

Das US-Handelsbilanzdefizit (das ja am Ende von den USA finanziert werden muss) ist im Dezember 2010 auf 40,58 Milliarden Dollar gestiegen. Das sind aufs Jahr fast 500 Mrd. (billions) Dollar. Die Staatsschulden (ohne die der Staaten und Städte) betragen bereits 14,3 Billionen (trillons) Dollar und haben damit die 100% des BIP erreicht. Die Schulden allein der Staaten der USA machen noch einmal etwa 8 Billionen (trillions) Dollar aus (das ist eine Hochschätzung). Der Häusermarkt zeigt noch keine wirkliche Erholung. Die Zahl der Menschen in den USA, die von „Essensmarken“ leben, steigt unaufhaltsam an und liegt bereits bei 43 Millonen Menschen und die Aktienmärkte jubeln von einem Hoch zum anderen. Wer sich schon einmal gefragt hat, was eine Voodoo-Ökonomie wäre, hier ist sie!

USA: Anzahl der Empfänger von Lebensmittelmarken in Millionen personen 06 - 10

Die gemässigte Erholung in den USA (man hat ja die Zahlen von vor der Krise noch nicht erreicht) ist also von Anfang an mit denselben grundlegenden Mängeln behaftet, wie sie zur Krise geführt haben – nur in noch höherem Aussmass.

Wenn diese Fakten noch nicht zum Ausbruch einer weiteren Krise geführt haben (oder besser gesagt zu einem neuen Krisenabschwung innerhalb der Endzeitkrise des Kapitalismus), so nur deshalb, weil die Grossbanken und Spekulanten (das bezieht sich ja hauptsächlich auf US-Bürger und Banken) schlicht und einfach so tun, als könnten sie keine Zahlen lesen.

Jede andere Volkswirtschaft mit so schlechten Zahlen hätte längst gegen die Spekulation verloren und den Bankrott anmelden müssen. Das bedeutet aber eben auch: Wenn dies dann wirklich passiert – es kann ja nur hinausgeschoben, nicht verhindert werden – ist der Absturz umso gewaltiger.

USA :  Handelsbilanzdefizite in Mrd. Dollar 1992 bis 2011

Und die Zahlen des Handelsbilanzdefizits sind sogar noch geschönt, denn sie enthalten eine grosse Anzahl von Dienstleistungen, was im Klartext meist Finanzdienstleistungen heisst. Nimmt man nur die Waren und Güter, so betrug das Defizit im Dezember sogar 53,56 Milliarden Dollar, das wären aufs Jahr um die 650 Milliarden (billions) Dollar.

Hätte es nach dem 15. September 2008 noch die Möglichkeit gegeben, die Banken an die Kandare zu nehmen, die Spekulation auf vernünftige Dimensionen zurückzuführen, das Hauptaugemerk auf die inländische Produktion von Gütern zu legen und die „Finanzdienstleistungen“ herunter zu fahren, eine grosse Anzahl von Menschen erneut in Arbeit zu bringen, Unternehmen und Reiche angemessen zu besteuern usw. usw., so haben sich inzwischen schon eine Anzahl von möglichen Türen geschlossen. Ob es überhaupt noch irgendeinen Ausweg für die US-Ökonomie gibt, kann bezweifelt werden.

USA-Staatsverschuldung - Das ist eine Exponentialfunktion!

Da man nun genauso weitermacht wie vor der Krise: Riesige Handelsbilanzdefizite mit China, grosse mit der Bundesrepublik, fast völlige Steuerfreiheit für Banken, Grossunternehmen und Reiche, so kann es nicht nützen, nun wie verrückt eigene Staatsanleihen zu kaufen – was auf „Drucken von Geld“ hinausläuft.

Ganz im Gegenteil, eine solche Finanzpolitik wird den kommenden Absturz nur noch tiefer machen. Deutlich wird, die „Erholung“ ist in wesentlichen Teilen dem Konsum der Firmen und der Reichen zuzuschreiben, die wie verrückt Mercedes und BMW kaufen, aber das kann keine Grundlage eines wirklichen Auschwungs sein. Selbst in den USA gibt nicht genug Reiche, um einen nachhaltigen Aufschwung zu verursachen.

Die grossen ausländischen Gläubiger der USA machen sich jetzt schon Sorgen, das betrifft vor allem China, aber dann auch Japan, Grossbritannien und Deutschland. Sie haben aber im Grunde keinen Ausweg, denn eine grosse Zentralbank kann nicht heimlich US-Bonds verkaufen.

Jede grössere Absetzbewegung vom Dollar bzw. den Dollar-Bonds würde sofort auffallen und eventuell den Riesencrash auslösen. Das würde aber für diese vier Länder (und auch noch für weitere, wie zum Beispiel Brasilien, die grosse Teile ihres Staatsschatzes in US-Bonds halten) bedeuten: Sie verlieren den Staatsschatz oder wesentliche Teile von ihm, wenn der Dollar zusammenbricht.

Dies würde aber auch einen Run auf die Staatsanleihen (und Währungen) dieser Länder verursachen und damit den Maximalcrash der gesamten Weltwirtschaft einleiten.

Was danach noch übrig wäre, wäre vor allem Heulen und Zähnknirschen – ein Aufräumen der Reste – und der Aufbau einer neuen Gesellschaft.

Mittwoch, 9. Februar 2011

US-Konjunktur weiter tief im Keller

5 Millionen mehr Essensmarkenempfänger in den USA als ein Jahr zuvor

Von Karl Weiss

In den USA werden verschiedene Wirtschaftsdaten aus dem Zusammenhang gerissen und daraus wird eine Aufschwung-Legende gebastelt. Nur: Das hat keine Konsistenz, denn mehr als ein paar Monate wird eine solche Propaganda nicht greifen, wenn alle merken: Es ist nichts besser geworden.

In diesem Artikel zeigt der Blog „Querschuesse.de“ die Realität auf: http://www.querschuesse.de/xxl-propaganda-als-dauerschleife/

So wird zum Beispiel die offizielle Arbeitslosenzahl heruntergerechnet. Angeblich seien fast 300 000 US-Bürger im Januar 2011 neu in Arbeit gekommen. Das ist aber, genauso, wie in der Bundesrepublik, eine gefälschte Zahl!

Die „Civilian Participation Rate“, das ist die Erwerbsquote, zusammengesetzt aus dem Quotienten zwischen der arbeitsfähigen Gesamtbevölkerung und den Arbeitskräften, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, fiel auf ein Allzeittief mit 64,3%. Wenn Sie nun (völlig zu Recht) fragen, wie es denn sein kann, dass mehr als 35% der erwerbsfähigen Bevölkerung dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen, so kommen wir der Sache auf den Grund.

In den USA wird nach bestimmten völlig überzogenen Kriterien ein wesentlicher Teil der Arbeitslosen aus der Arbeitslosenstatistik entfernt, indem behauptet wird, sie stünden dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Das ist so ähnlich wie der Trick in Deutschland, dass man einen wesentlichen Teil der Arbeitslosen von privaten Firmen betreuen lässt und nicht mehr von der Arbeitsverwaltung und die dann einfach aus der Zahl der Arbeitslosen herausnimmt.

Man sehe sich nur die Unterschiede in den Zahlen an:

Während die offizielle Arbeitsmarktstatistik in den USA im Dezember 2010 mit etwa 10 Millionen Arbeitslosen arbeitet, ist die Zahl der Empfänger von Lebensmittelmarken auf kaum glaubliche 43,2 Millionen US-Amerikaner (Allzeithoch) gestiegen. Dazu muss man wissen: Wer Lebensmittelmarken in den USA bekommt (in Wirklichkeit ist das heute eine Karte mit einem Konto auf dem Magnetstreifen, nicht mehr eine Anzahl von Marken), muss nachweisen, dass er arbeitslos ist und Arbeit sucht. Diese Zahl von 43,2 Millionen US-Amerikanern, die Lebensmittelhilfe benötigt, liegt um 5 Millionen höher als vor einem Jahr!

USA: Anzahl der Empfänger von Lebensmittelmarken in Millionen personen 06 - 10

Im Dezember 2010 wurde ein neues Hoch mit 85,199 Millionen Arbeitskräften erreicht, die dem Arbeitsmarkt angeblich nicht zu Verfügung stehen, ein Anstieg von +434’000 zum Vormonat und von +1,447 Millionen zum Vorjahresmonat!

Dies sind offensichtlich reine Manipulationen, um den wirklichen Stand der Arbeitslosigkeit zu verschleiern.

Kurz: Die Arbeitslosigkeit in den USA ist auf dem höchsten Stand aller Zeiten – und steigend - alles andere ist Bullshit!

Zwar gibt es in den Zahlen der US-Konjunktur auch die eine oder andere, welche – wenn man nur den „richtigen“ Vergleichszeitraum ansieht – geringfügige Aufwärtstendenzen aufweisen, aber in den wesentlichen und grundlegenden Zahlen ist die US-Konjunktur weiterhin tief im Keller.

Nur wenn wirklich ein wesentlicher Teil der Arbeitslosen wieder in Arbeit und Brot käme, wäre eine Erholung der US-Konjunktur möglich. Indem man mit Finanz-Anlagen (also Luftbuchungen) das BIP hochtreibt, wird man keinen wirklichen Aufschwung zustande bringen.

Auch die Hausse an den Aktienmäkten (die ebenfalls zur BIP-Erhöhung beiträgt, ohne dass dem wahre Werte gegenüberstehen) kann kein Anzeichen einer Erholung sein. Die Aktien- und andere der Spekulation offene Märkte sind offensichtlich kein Barometer, sondern mehr ein Spekulometer.

Ein Tag wie jener 15. September 2008 und die ganze Pracht ist beim Teufel.

Montag, 7. Februar 2011

Ein neues Kapitel von Lügen

Gibt es einen Auto-Boom?

Von Karl Weiss

”US-Autokäufer reißen sich wieder um Spritschlucker”, “Deutsche Karossen gefragt: Autohäuser leeren sich”, das sind typische Schlagzeilen, nachdem die Januar-Zahlen der Automobilzulassungen veröffentlicht worden, sowohl in den USA als auch in Deutschland.

Der Wirtschaftblog „Querschuesse.de“ gibt einen guten Überblick über dieses Thema in diesem Artikel: http://www.querschuesse.de/die-medien-und-die-autoabsatze/

Einer der absurdesten Teile der Aufschwung-Propaganda ist die über die angeblich himmelhoch schiessenden Autoverkäufe. Glaubt man, wenn man nur oft genug wiederholt, wie gut die Kfz-Märkte liefen, dann würden sie vielleicht am Ende wirklich Tritt fassen? Nein, aber im Ernst: Es geht um die nächsten Wahlen. Sowohl in den USA wie auch in Deutschland bringen die Medien der Monopole (Grossbanken und -konzerne) Erfolgsmeldungen des Auto-Absatzes, die sich beim näheren Hinsehen in Luft auflösen.

Präsident Obama in den USA muss um seine Wiederwahl in etwa eineinhalb Jahren fürchten. In Deutschland finden dieses Jahr eine Reihe von Landtags- und Stadtstaaten-Wahlen statt, die den Regierenden Angst machen.

Das ist der Grund, warum man sowohl diesseits wie auch jenseits des Atlantiks versucht, dem Bürger einzureden, alles sei im Aufschwung, alles würde besser, die Krise sei vorbei und – vor allem – es würden wieder Autos zugelassen wie in den besten Zeiten.

Das Problem ist, das sind Lügen.

Sieht man sich die Statistiken der Auto-Zulassungen in den USA und in Deutschland an, so stellt man fest, es gibt zwar teilweise gewisse Zuwächse in den letzten Monaten, aber die liegen auf so niedrigem Niveau, dass man in Wirklichkeiten von kleinen Schwankungen in der Krise sprechen muss und von Aufschwung keine Rede sein kann.

In diesem Zusammenhang muss man berücksichtigen: Ein gar nicht so kleiner Anteil der Auto-Zulassungen in den industrialisierten Ländern ist einer von Firmen. Eine funktionierende Firma, auch wenn sie noch auf niedrigem Niveau arbeitet, hat einen gewissen Bedarf an Firmenautos.



Dies sagt also nichts über die Kaufkraft der Massen in jenem Land aus. Man stelle sich nur vor: Im Januar 2011 waren 63,1% der Neuzulassungen in Deutschland Firmenwagen!

Und das Ergebnis dieser hohen Firmenwagen-Beteiligung ergab dann nicht mehr als etwa 211 000 Einheiten! Das war der fünftschwächste Januar seit 1991! Der längerfristige Durchschnitt des Januars war mit 274 000 (im Schnitt 2000 bis 2008) weit höher – bei gleichzeitig weit geringerem Firmenwagenanteil. Tatsächlich sind die aktuellen Zulassungszahlen im Vergleich mit dem Vorjahresmonat ansteigend, aber im Vergleich zu den Vormonaten abfallend, siehe die Statistik.

Deutschland: Pkw-Neuzulassungen 00 bis 1 /2011

Etwas Ähnliches haben die USA zu vermelden. Auch dort werden die Verkaufszahlen der Autoindustrie als Aufschwungpropaganda verkauft, obwohl die Betrachtung der Zahlen auch dort keinen Anlass zu so etwas gibt.

Im Durchschnitt der Jahr 2000 bis 2007 wurden in den USA 16,8 Millionen Kraftfahrzeuge jährlich verkauft. Der Januar 2011 würde hochgerechnet aufs Jahr (saisonbereinigt) etwa 12,6 Millionen Einheiten bedeuten. So geringe Verkäufe hatte die US-Auto-Industrie nicht seit der Rezession 1991.

Nur war die Rezession 1991 eine vorhersehbar vorübergehende Erscheinung. Im Moment aber sind wir in einer tiefen Wirtschaftskrise, die trotz aller Versicherungen keineswegs überwunden ist. Die geringe Zahl der verkauften Einheiten muss also aktuell zu weit grösseren Bedenken Anlass geben als damals. Dabei ist auch in den USA die relativ grosse Anzahl von Firmenwagen unter den verkauften Autos zu beachten.

Die unbereinigten Original-Absatzdaten von in den USA neu zugelassenen Fahrzeugen sind folgende:

Im Januar 2011 wurden nur 819’895 Fahrzeugeinheiten verkauft, ein Rückgang von -28,7% zum Vormonat Dezember 2010 mit 1,144739 Millionen verkauften Fahrzeugeinheiten, nach 873’323 Fahrzeugeinheiten im November, nach 950’165 Fahrzeugeinheiten im Oktober, nach 958’966 Einheiten im September, nach 997’468 Einheiten im August und nach 1,050101 Millionen im Juli 2010. Das zeigt, von einem Absatzboom kann auch in den USA keine Rede sein.

Wird der Autoabsatz in den USA im Vergleich zur Bevölkerungszahl aufgetragen, so ergeben sich noch weit besorgniserregendere Zahlen.

USA Automobilzulassungen pro Hundert Einwohner 1976 bis jan 2011

Im Januar 2011 wurden je 100 Einwohnern 4,04 PKWs verkauft (SAAR), beim Hoch im September 1986 waren es 8,78 Autos je 100 Einwohner und der Durchschnitt von 2000 bis 2007 lag bei 5,75 je 100 Einwohner! Der Januar 2011 lag um -30% unter dem Durchschnitt von Jan. 2000 bis Dez. 2007.

Und dies alles unter dem Bedenken: Dies alles ist nicht der tatsächliche Absatz an Privatpersonen, sondern beinhaltet auch die Firmenwagenkäufe, die in Krisenzeiten auch in den USA bis zur Hälfte der Autokäufe ausmachen können. Das zeigt also nicht den wirklichen Einbruch der privaten Autonachfrage in den USA!

Wenn diese Fakten bekannt würden, was denken sie, würde dann die Auswirkung auf die Wählerstimmen der aktuellen Regierungen sein? Sehen Sie, wieso die so viel lügen müssen?

Samstag, 5. Februar 2011

‚Hilfen‘ für überschuldete Euro-Länder? Teil 5: Was heisst dies alles für den Euro?

Griechenland, Irland, wer ist der Nächste?

Teil 5: Was heisst dies alles für den Euro?

Von Karl Weiss

Euro Länder vergleich

Diese Tabelle ist zusammengestellt aus Informationen, die im November und Dezember 2010 zugänglich waren. Es sind hier die wesentlichen Wirtschaftsziffern der Euro-Länder dargestellt. Sie stellen vor allem den Stand von November 2010 dar. Wie wir wissen, haben sich inzwischen einige Zahlen noch deutlich verschlechtert. Das hebt aber nicht den Wert dieser Tabelle auf, auch wenn sie nur einen Moment darstellt. Die kleinen Euro-Staaten Luxemburg, Malta, Zypern und Slowenien, die höchstens 2 Millionen Einwohner haben, wurden herausgelassen, weil sie so nicht zu vergleichen sind.


Was ist denn nun genau so schlecht in den Euro-Ländern, dass der Euro unter Druck steht? Was hat es mit Griechenland und Irland auf sich, die „Hilfen“ aus dem Euro-Fonds gebraucht haben? Werden andere Euro-Länder nachfolgen? Wird der Euro überleben können? Anhand einer Tabelle mit den wesentlichen Zahlen sollen diese Fragen untersucht werden. Hier ist der fünfte Teil, der die Auswirkungen auf den Euro als Währung behandelt.


Was haben alle diese Überlegungen, die in Bezug auf einzelne Länder angestellt wurden, nun für den Euro als Währung für Auswirkungen?

Nun, im Prinzip ist der „Hair Cut“, also die Erklärung eines Landes, man könne nicht mehr alle Schulden bedienen, auch das „Aus“ für die Währung. Sie verliert fast völlig ihren Wert und meist wird eine neue Währung eingeführt. Allerdings ist der Euro, als Währung vieler Länder, da in einer Situation, die bisher niemand kannte. Es wäre also denkbar, dass die internationale Finanzgemeinschaft den Euro weiterhin akzeptieren könnte, obwohl eines (oder zwei) der Euro-Länder den (teilweisen) Bankrott angemeldet hätten.

Man wäre dann den Spekulanten ausgeliefert – „Spekulanten“ ist ein Synonym für Grossbanken – sie könnten zum Beispiel den Euro ein wenig absacken lassen, aber die Währung weiterhin akzeptieren – aber sie könnten ebenso einen Run gegen den Euro veranstalten, der dann innerhalb von 10 Minuten die Hälfte seines Wertes verlieren könnte.

Im Grunde ist es unakzeptabel, sich so den Launen des Marktes (=Grossbanken) auszuliefern. Immerhin betrifft die Euro-Zone eine Bevölkerung von etwa 300 Millionen Menschen.

Wenn man aber diese Situation auf jeden Fall vermeiden will, dann muss man jede Bewegung der Spekulanten (=Grossbanken) gegen den Euro als Ganzes verhindern. Dafür braucht man Hunderte und aber Hunderte von Milliarden von Euro. Im Kern muss man einfach mehr Geld reinstecken als die Spekulanten (=Grossbanken) zur Verfügung haben.

Das ist im Kern nicht zu schaffen, denn allein die Werte, welche die US-FED im „Quantitative Easing“ geschaffen und an die Banken vergeben hat, sind bereits höher, als die Schulden aller Euro-Länder zusammen.

Es wird also zweifelsfrei einen Moment geben, wann der Euro aufgegeben werden muss (ausser die Banken hätten ein Interesse am Überleben des Euro, was im Moment nicht vorstellbar ist). Was danach kommt, wissen nur die Götter.

All das Gerede von „Rettungsschirm“ usw. dient nur dazu, die Wähler zu beruhigen. Man will bis zum Ende der Landtagswahlen in diesem Jahr über die Runden kommen. In Wirklichkeit wäre der Euro nur zu retten, wenn die Spekulanten (=Grossbanken) das Spiel mitspielten. Aber wer will sie dazu bringen, wenn das Wetten gegen den Euro noch mehr riesige Gewinne verspricht? Banken können den Hals nie voll genug bekommen.

Weder Frau Merkel noch sonst irgendeiner der Euro-Politker hat darauf eine Antwort.

Warten wir es also ab. Und wenn sie dann als Lügner dastehn, vielleicht wird sie dann wirklich einmal fast niemand in diesem Volk mehr wählen. Oder ist das zuviel verlangt?

Am besten ist es immer noch, sich an Ägypten ein Beispiel zu nehmen und mit massiven Grossdemonstrationen ohne Ende zu reagieren – aber gemach, soweit sind wir noch nicht. Für alle jene Leser, die sich nicht auf Grossdemonstrationen vorstellen können: Auch Viele in der Masse von Demonstranten, die am 1. Oktober in Stuttgart gegen den Gegen-Kinder-Brutalo-Polizei-Einsatz vom Vortag protestierten, hätten sich einige Monate vorher kaum vorstellen können, auf Massendemonstrationen zu gehen.

Sonntag, 30. Januar 2011

China bremst BMW, VW und Co.

Ist die Auto-Konjunktur bereits am Ende?

Von Karl Weiss

In Deutschland wird sogar von einem Aufschwung XXL gesprochen – jedenfalls von Leuten, die Brüderle heissen. Die Exporte von deutschen Autos, speziell jene nach China, brachen 2010 alle Rekorde und brachten den deutschen Export kurzzeitig wieder auf Vorkrisenstand. Aber nun hat China die Bremsen angezogen. Die Autokäufe der Chinesen werden rationiert. Das trifft vor allem die deutsche Automobilindustrie. Und das war die einzige unter allen deutschen Industrien, die hohe positive Zahlen aufwies. Alle anderen wabern weiter weit unter Vorkrisenniveau.

Die Wiener „Presse“ berichtet:

„Wurden 2010 noch 800.000 Autos in Peking neu zugelassen, sollen es heuer nur noch 240.000 werden. Per Los wird künftig ermittelt, wer sich ein neues Auto kaufen und anmelden darf. So will die Pekinger Regierung die täglichen Staus – in denen die Stadt oft einem gigantischen Parkplatz gleicht – in den Griff bekommen. Laut Analysten könnte sich dieses System auch in anderen chinesischen Städten durchsetzen.“

Und weiter:

„Wenn China die Zinsen anhebt, könnte die Nachfrage nach Luxusautos deutscher Produktion einen kräftigen Rückgang erleiden. Die Autoproduzenten würden die negativen Effekte dieser Wachstumsbremse besonders stark spüren“, meint dazu Anita Paluch vom Londoner Handelshaus ETX Capital.“

Vor allem die deutschen Nobelmarken konnten 2010 kräftige Absatzerfolge erzielen: BMW verdoppelte seine Verkäufe auf 153 000 Einheiten, Mercedes Benz erzielte ebenfalls einen deutlichen Zuwachs und kam auf 130 000 Fahrzeuge. VW ist bereits am längsten im chinesischen Markt und konnte vor allem mit der Nobel-Tochter Audi punkten: 230 000 Autos dieser Marke wurden verkauft, was in der weiteren Entwicklung dieses Jahr China zum wichtigsten Markt der Marke gemacht hätte.

Doch nun scheint die Euphorie verflogen, die Aktienkurse gaben bereits nach. Es wird berichtet, in den Autohäusern Chinas herrsche seit Januar gähnende Leere und einige hätten dieses Jahr noch kein einziges Vehikel verkauft, während es im Dezember noch Hunderte waren.

Sollte das tatsächlich so bleiben, wäre dies für die deutsche Konjunktur fatal. Ausserhalb der Automobilindustrie gibt es keinen Exportboom – speziell der Maschinenbau als klassische Exportbranche hinkt weiterhin hinter den Zahlen vor der Krise hinterher.

Und einen Binnenmarkt gibt es in Deutschland seit der rot-grünen Regierung nicht mehr. Alle Konsumzahlen sind preisbereinigt im negativen Bereich. So ist das, wenn man glaubte, man könne hervorragend auf nur einem Bein stehen und eine Binnennachfrage sei nicht notwendig.

Die kapitalistische Ökonomie ist unerbittlich und straft jede Einseitigkeit ab. Aber das wissen die Regierenden in Deutschland selbst. Wenn sie einen scheinbaren Aufschwung propagierten, dann nur wegen der vielen anstehenden Wahlen. Sie wissen sehr wohl: Aufschwung nur in den gefüllten Taschen ihrer lieben Freunde in den Konzernen und Banken.

Samstag, 29. Januar 2011

Steht ein neuer Wirtschaftscrash bevor?

Baltic Dry Index in beständigem Fall

Von Karl Weiss

Verschiedene Internet-Seiten weisen in diesem Moment darauf hin, dass der wesentliche Frühindikator-Index des Welthandels bereits seit Monaten auf dem Abwärts-Marsch ist, was meistens und typischerweise auf einen neuen weltweiten wirtschaftliche Einbruch hindeutet. Anscheinend ist es diesmal China, das wegen explodierender Preise in Schwierigkeiten ist und die Gänge der wirtschaftlichen Expansion herunterschaltet, das hauptsächlich für diese Abwärtsbewegung verantwortlich ist.

Zum Beispiel hier (http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/01/fruhindikator-fur-den-welthandel-im.html) und hier (http://www.querschuesse.de/xxl-propaganda-als-dauerschleife/) wird über den Rückgang des BDI berichtet.

Dabei handelt es sich um den „Baltic Dry Index“, der gecharterte Schiffskapazität für die wesentlichen grossvolumigen Grundgüter wiedergibt – genau gesagt ist der BDI ein Preisindex, aber die Nachfrage pflegt ja die Preise zu beeinflussen.

Dieser Index gilt als Frühwarnsystem, weil zuerst immer die Massengüter den Beginn einer weltweiten Krise anzeigen. In diesem Fall ist zum Beispiel von Kohle, Eisenerz und Getreide die Rede. Hier geht es also um Rohstoffe, Vorstufe der Produktion. Wenn diese und ähnliche Güter plötzlich immer weniger verschifft werden, kann eine internationale Wirtschaftskrise im Anzug sein.

Allerdings ist ein „Frühwarn-Index“ noch keine Gewissheit. Es können andere Faktoren, z.B. ein Überangebot an Massengutfrachtern die Ursache sein, aber, wie auch immer, der BDI ist seit Mai 2010 beständig am Fallen. Eine solch nachhaltige Bewegung ist nicht typisch für eine Angebotssituation.

Es gibt allerdings auch andere Faktoren, die auf eine erneute Abwärtsbewegung der Welt-Wirtschaft hinweisen, vor allem die Wirtschaftszahlen der USA und das, was man (wenn auch in Form von Gerüchten) aus China hört. Man hat keinen wirklichen Zugang zum „Reich der Mitte“, also gibt es viel Spekulationen.

Der BDI ist aber real, keine Spekulation.

Die Nachricht ist also: Augen und Ohren aufsperren, wir könnten in eine erneute, vertiefte Wirtschaftskrise eintauchen. Wenn das nicht passiert, auch gut.

Es gibt aber auch andere Vorzeichen eines solchen erneuten Falls in eine Wirtschaftskrise – man denke nur an die Wahnsinns-Verschuldung der USA und des UK – gegen die jene einiger Euro-Länder eher lächerlich anmuten. Man darf dies also nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen.

Falls die Spekulation zutrifft, dass in China nun die Immobilienblase platzt – dann gute Nacht, kapitalistisches System.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Deutsche Wirtschaft: Nur die Exporte, und die sind gefährdet

Bei den Lohnabhängigen bleibt nichts hängen

Von Karl Weiss

Die Aufschwung-Propaganda, angeführt von der deutschen Bundesregierung, mit feinsten Nuancen ‚belegt‘ durch die Medien, allen voran ‚Bild‘, versucht den zutiefst empörten Bundesbürger zu beruhigen, denn es stehen wichtige Landtagswahlen an. Wer wird schon in einem XXL-Aufschwung gegen die Regierung stimmen, nicht wahr?

Deutschland Einzelhandelsumsätze 1994 bis 2011

Das Problem ist nur, es gibt diesen Aufschwung nur in Form von getürkten Umfragen, wie dem GFK-Konsumklimaindex, der neben anderen Lügenmärchen zur Täuschung des Bürgers dient.

Nimmt man die realen Zahlen der Einzelhandelsumsätze, inflationsbereinigt, ohne KFZ-Handel, so sieht man klar, ein Konsumboom findet nicht statt: Im Vergleich zum Januar 1994 lag der November 2010 bei 95,8 Indexpunkten, also eine Einbusse von 6,2% in 16 Jahren. 16 Jahre, in denen es im Schnitt nur abwärts ging mit dem Geld, das der Deutsche durchschnittlich zu konsumieren hatte.

Selbst wenn man nicht die inflationsbereinigten Zahlen nimmt, sondern die nominalen, erreicht der November 2010 mit 99,4 Punkten noch nicht einmal die Zahlen des Jahres 2001!

Oder nehmen wir einen anderen Index, die Einnahmen des Staates aus der Umsatzsteuer. Betrachtet man die Werte für diese Einnahmen in Quartalen, so blieb das 3. Quartal 2010 um 6,88% hinter dem gleichen Vorjahresquartal zurück und das war das Krisenjahr 2009. Vergleicht man die Novemberzahlen von 2010 mit denen von 2009, so gibt es einen Rückgang von 3,46%.

Deutschland Umsatzsteueraufkommen 2000 bis 2010

Etwas vergleichbares gibt es auch, wenn man die Statistik der Inlandsaufträge, preisbereinigt, der deutschen Industrie ansieht: Die Inlandsaufträge lagen im November 2010 mit 107,1 Punkten nur um +2,98% über dem Niveau von Januar 1991 (104,0 Indexpunkte), in 19 Jahren blieb also das Niveau der Inlandsaufträge der deutschen Industrie fast gleich! Der deutsche Binnenmarkt stagniert seit fast 20 Jahren!

Allerdings gibt es den Export. Der war und ist die einzige Stütze der deutschen Wirtschaft, doch hat das deutsche Volk nur wenig davon. Die Erlöse davon bleiben ja bei den Besitzern und Aktionären, während Löhne, Gehälter und Arbeitsplätze (die es wert sind, so genannt zu werden), auf dem absteigenden Ast sind.

Die Auslandsaufträge der deutschen Industrie lagen im November um 8,2% über dem Vormonat. Im Vergleich mit 1991 sind sie um 126,65% gestiegen! Da wird deutlich: Die Industriekapitäne haben mit den Exporten den grossen Reibach gemacht und haben davon exakt Null an die Beschäftigeten weitergegeben! Die riesigen Gewinne wurden zum Zocken an den Börsen verwendet, was einer der Gründe der Wirtschaftskrise ist.

Deutschland Volumen Auslandsaufträge Industrie aus Eurozone 03 bis nov 10

Doch auch die florierenden Exportgeschäfte sind kein Anlass, von einem Aufschwung zu sprechen, denn sie sind bereits gefährdet. Das mekt man, wenn man die Aufträge aus dem aussereuropäischen Ausland mit dem aus der Eurozone vergleicht. Im November ging der Auftragseingang aus der Eurozone um 1,4% gegenüber dem Vormonat zurück. Das ist bereits der vierte aufeinanderfolgende Monat mit einem Minus der Auftragseingänge der Industrie aus der Eurozone.

Mit anderen Worten: Auch wenn der Export nach China boomt, der in die anderen Länder des Euros ist bereits auf dem absteigenden Ast, weil die Länder der Eurozone in eine neue, noch tiefere Wirtschaftskrise abrutschen – es mussten ja überall Sparmassnahmen (beim Volk natürlich, nicht bei Industrie und Banken) verordnet werden, was dem zarten Pflänzchen Aufschwung in all diesen Ländern durchweg den Garaus gemacht hat.

Deutschland Export, Konsum und Entgelte 2000 bis 2010

Das von all dem glorreichen Exportaufschwung nichts beim Volk hängen blieb, zeigt auch eine andere Statistik:

Die der realen (preis- ,saison- und kalenderbereinigten) durchschnittlichen Nettolöhne und -gehälter je Monat und je Arbeitnehmer. Im 3. Quartal 2010 ging es “stramm aufwärts” auf durchschnittliche 1423 Euro, immer noch -5,4% unter dem Niveau des ersten Quartals 1991!

Deutschland Monatslöhne in Euro 1991 bis 2010

1423 Euro im Monat, das ist es , was die deutschen Superreichen für den deutschen Arbeitnehmer übrig haben!

Allerdings gibt es einen Bereich, in dem die aktuellen Zahlen einen deutlichen Aufschwung belegen: Die Lebensmittelpreise! Im Dezember 2010 erzielte der FAO-Food Price Index mit 214,7 Punkten ein neues Allzeithoch! Es handelt sich um den Index der FAO (Food and Agricultur Organisation), bezogen auf die 55 am meisten gebrauchten Lebensmittel.

Na denn Mahlzeit!

Dienstag, 25. Januar 2011

‚Hilfen‘ für überschuldete Euro-Länder? Teil 4: Italien und Spanien

Griechenland, Irland, wer ist der Nächste?

Teil 4: Italien und Spanien sind schlechter aufgestellt als Portugal

Von Karl Weiss

Was ist denn nun genau so schlecht in den Euro-Ländern, dass der Euro unter Druck steht? Was hat es mit Griechenland und Irland auf sich, die „Hilfen“ aus dem Euro-Fonds gebraucht haben? Werden andere Euro-Länder nachfolgen? Wird der Euro überleben können? Anhand einer Tabelle mit den wesentlichen Zahlen sollen diese Fragen untersucht werden. Hier ist der vierte Teil, in dem Italien und Spanien untersucht werden. Ein weiterer Teil folgt.

Euro Länder vergleich

Diese Tabelle ist zusammengestellt aus Informationen, die im November und Dezember 2010 zugänglich waren. Es sind hier die wesentlichen Wirtschaftsziffern der Euro-Länder dargestellt. Sie stellen vor allem den Stand von November 2010 dar. Wie wir wissen, haben sich inzwischen einige Zahlen noch deutlich verschlechtert. Das hebt aber nicht den Wert dieser Tabelle auf, auch wenn sie nur einen Moment darstellt. Die kleinen Euro-Staaten Luxemburg, Malta, Zypern und Slowenien, die höchstens 2 Millionen Einwohner haben, wurden herausgelassen, weil sie so nicht zu vergleichen sind.

Italien und Spanien, so wird gesagt, sind ebenfalls Kandidaten für den sogenannten europäischen Rettungsschirm, aber erst später, nach Portugal. Einige spekulieren sogar, Italien und Spanien könnten sich „so durchwursteln“.

Werfen wir einen Blick auf die Zahlen:

Die wichtigste Zahl sind die Staatsschulden in % der Wirtschaftsleistung. Da ist Italien mit 118,5% bei weitem am schlechtesten dran (wenn man einmal Griechenland aussen vor lässt, denn dem wurde ja schon „geholfen“). Der Wert des Schengen-Limits für diese Kennzahl ist 60%, will sagen Italien übertrifft das fast genau um 100%.

Das sind extreme Staatsschulden im Vergleich zu der Leistung des Staates, die ja die Grundlage ist, um das irgendwie einmal bezahlen zu können. Nun, wäre Italien in der Lage Brasiliens, dass heisst mit einem Wirtschaftswachstum von 5% im Jahr, so wäre das zu schaffen, aber Italien ist mit einem Wachstum von 0,8% in den ersten zehn Monaten 2010 in einer Stagnation auf niedrigem Niveau, denn das ist ja gegenüber dem Krisenjahr 2009!

Irgendeine reale Aussicht, zu schnellem wirtschaftlichem Wachstum zu finden und dann auch locker diese Schulden begleichen zu können, gibt es nicht. Mit anderen Worten: Italien wird über kurz oder lang die Zahlungsunfähigkeit anmelden müssen, sei es mit einem zusätzlichen Kredit aus dem Euro-Rettungsschirm vorher oder nicht. Die Beispiele Griechenland und Irland zeigen, die „Schirm“-Gelder helfen nicht im geringsten dagegen.

Auf dieses gleiche Urteil kommt man auch, wenn man die Zahl ansieht, die besonders gut über die Zukunft Auskunft gibt, das ist der Schulden-Dienst in Prozent der Steuer-Einnahmen. Und da sieht es bei Italien besonders düster aus. Mit 55,9% hat Italien den bei weiten höchsten Wert in der Euro-Zone, sogar noch ein wenig höher als Griechenland. Das bedeutet nichts anderes als: Der gesamte italienische Staatshaushalt 2011 ist bereits zu Beginn des Jahres mit fast 56% ausgegeben, er wird nämlich in die Bezahlung der Schulden und ihrer Zinsen gehen. Irgendwelche haushaltspolitischen Freiräume hat man dann nicht mehr.

Damit besteht auch die Möglichkeit nicht mehr, die Wirtschaft mit massiven Investitionen in Schwung zu bringen und wieder in ein Wachstum zu steuern. Wenn man nur noch 44% der Steuereinnahmen zur Verfügung hat, kann man nur noch das Allernotwendigste an Staatsausgaben finanzieren.

Es verwundert besonders, wenn man sich diesen Wert bei Portugal ansieht (der liegt nämlich mit 15,9% sogar besser als der deutsche), warum nun Portugal im Focus der Spekulanten steht und nicht Italien.

Schlechtere Werte als Italien bezüglich Schulden in% der Wirtschaftsleistung und Schuldendiest in % der Steuereinnahmen stehen nur noch bei Grossbritannien und den USA. Aber die gelten als heilige Kühe, weil dort die ganzen Spekulanten ja sitzen.

Immerhin ist aber das Fitch-Rating von Italien genauso schlecht wie das Portugals, AA-. Dies zeigt schon: Schwerlich wird Italien einem Spekulanten-Angriff entgehen.

Auch dies sagt klar: Italien wird über kurz oder lang den Staatsbankrott anmelden müssen. Es ist kein Ausweg zu sehen. Und hier reden wir nicht über ein kleineres, unwichtiges Land. Italien ist die Nummer 8 der Wirtschaften auf der Welt, jedenfalls im Moment noch. Allerdings ist bereits vorauszusehen: Sowohl Russland als auch Brasilien werden Italien in dieser Hinsicht wohl in absehbarer Zeit überrunden. Italien wird dann wahrscheinlich den 10. Platz vor Spanien als 11. einnehmen.

Wenn wir nun zu Spanien kommen, so ist das Bild der Zahlen sehr unterschiedlich:

Die Schulden in % der Wirtschaftsleistung liegen mit 63,3% fast genau beim Schengen-Limit und sogar besser als die von Deutschland mit 76,1%. Auch die Zahl des Schuldendienstes in % der Steuereinnahmen ist mit 25% besser als die Frankreichs. Allerdings sind da andere Zahlen, die zu denken geben: Die Neuverschuldung in % der Wirtschaftsleistung liegt mit 9,4% über allen anderen der Euro-Staaten, gleichauf mit Giechenland. Der Grenzwert für eine Aufnahmen in den Euro war 3%!

Dann kommt hinzu: es gibt kein Wirtschaftswachstum. Im Gegenteil schrumpfte die spanische Wirtschaft 2010 gegenüber 2009 noch einmal und das war bereits der Vergleich mit dem schlimmsten Krisenjahr.

Wie lassen sich diese zwiespältigen Zahlen erklären? Spanien hat ein ganz anderes Problem als Italien mit seinen zentnerschweren Staatsschulden: Es sind die individuellen Schulden der Bevölkerung, ein mindestens ebenso ernstes Problem, das aber in diesen Wirtschaftszahlen nur indirekt auftaucht.

Es geht um die geplatzte Immobilienblase: In Spanien hatte im neuen Jahrtausend ein Bauboom ohnegleichen eingesetzt und die Preise für Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen hatten Jahr für Jahr neue Rekorde erklommen. Doch ähnlich wie in den USA und in Grossbritannien war diese Blase noch vor dem offiziellen Beginn der Weltwirtschaftskrise am 15. September 2008 geplatzt, das heisst, die Immobilienpreise begannen nachzugeben und dann immer schneller zu fallen.

Wer etwas Neues auf Pump gekauft hatte, hatte innerhalb kurzer Zeit ein Objekt, das weniger Wert war als die Schulden, die noch zu zahlen waren. Reihenweise mussen Spanier mit ihren Familien aus den neuen Häusern und Wohnungen ausziehen und blieben trotzdem noch auf Schulden sitzen.

Das spanische System der Sparkassen, die diese ganze Blase geholfen hatten aufzublasen, sass nun plötzlich auf Hekatomben von Häusern und Wohnungen, die unverkäuflich waren (jedenfalls zu Preisen, die keine haarsträubenden Verluste bedeutet hätten) und hatten eine weitere Hekatombe an zahlungsunfähigen Kunden.

Das will sagen, die wirklichen spanischen Schulden sind noch gar nicht den Zahlen der Tabelle enthalten, sie werden erst herauskommen, wenn Spanien beginnt, seine Sparkassen zu sanieren und deren Schulden und Verluste in Staatsschulden und Verlust umzuwandeln.

Dann allerdings wird man Italien in Nichts mehr nachstehen oder mit anderen Worten: Auch für Spanien steht ein Staatsbankrott an. Und auch hier handelt es sich nicht um kleine Werte. Ähnlich wie bei Italien handelt es sich um eines der grossen Industrieländer der Welt, in diesem Fall Nummer 11 der Liste der Länder nach Brutto-Inlandsprodukt (BIP).

Was bedeutet all dies für den Euro und für die ganze Euro-Zone? Dieser Frage werden wir im fünften und letzten Teil von „Hilfen für überschuldete Euro-Länder“ nachgehen.

Die Teile 1, 2 und 3 dieser Serie stehen hier unten einige wenige Artikel vorher im Blog.

Freitag, 21. Januar 2011

'Hilfen' für überschuldete Euro-Länder? Teil 3

Griechenland, Irland, wer ist der Nächste?

Teil 3: Ist jetzt Portugal mit der „Hilfe" dran? Und ist das gut für das Land?

Von Karl Weiss

Was ist denn nun genau so schlecht in den Euro-Ländern, dass der Euro unter Druck steht? Was hat es mit Griechenland und Irland auf sich, die „Hilfen“ aus dem Euro-Fonds gebraucht haben? Werden andere Euro-Länder nachfolgen? Wird der Euro überleben können? Anhand einer Tabelle mit den wesentlichen Zahlen sollen diese Fragen untersucht werden. Hier ist der dritte Teil, in dem der „nächste Kandidat“ Portugal untersucht wird. Weitere Teile folgen.

Euro Länder vergleich

Diese Tabelle ist zusammengestellt aus Informationen, die im November und Dezember 2010 zugänglich waren. Es sind hier die wesentlichen Wirtschaftsziffern der Euro-Länder dargestellt. Sie stellen vor allem den Stand von November 2010 dar. Wie wir wissen, haben sich inzwischen einige Zahlen noch deutlich verschlechtert. Das hebt aber nicht den Wert dieser Tabelle auf, auch wenn sie nur einen Moment darstellt. Die kleinen Euro-Staaten Luxemburg, Malta, Zypern und Slowenien, die höchstens 2 Millionen Einwohner haben, wurden herausgelassen, weil sie so nicht zu vergleichen sind.


„Portugal auf der Kippe“, „Europa rät Portugal zum Rettungsschirm“ und ähnliches kann man hören. Die Spekulanten (das sind vor allem Grossbanken) kaufen nur noch portugiesische Staatsanleihen mit einem gepfefferten Aufschlag auf die Zinsen, die man bei deutschen Bundesanleihen bekäme. Im November waren das etwa 4% Aufschlag, gegenüber etwa 5% bei Irland und etwa 8% bei Griechenland. Hieraus ziehen die Wirtschaftsteile der Zeitungen die Schlussfolgerung, dass nun Portugal „geholfen“ werden muss, will heissen, die anderen Euro-Staaten geben dem Land einen Milliardenkredit, so dass die nächsten Schuldenfälligkeiten bedient werden können.

Das wird allerdings den gleichen Effekt haben, wie es schon bei Griechenland und Irland der Fall war. Die Gesamt-Staatsschulden machen einen riesigen Sprung nach oben und das Land gerät dann schon deshalb wieder unter Beschuss, weil man wegen der hohen Schulden und dem hohen Schuldendienst erneut extrem hohe Zinsaufschläge verlangen kann, wenn Portugal dann die nächsten Tranche Neuschulden aufnehmen muss, weil man die alten Schulden abzahlen bzw. deren hohe Zinsen bedienen muss.

Sieht man sich die eigentlichen Wirtschaftszahlen Portugals an, so drängt sich allerdings keineswegs der Eindruck auf, Portugal sei dem Staatsbankrott nahe. Die Staatsschulden in % der Wirtschaftsleistung liegen zwar bei mehr als 80% (60% ist das Schengen-Kriterium), aber das ist immer noch weniger als die Schulden von Italien, Belgien und Frankreich, die als mögliche „Hilfe“-Kandidaten erst später vorgesehen sind.

Sieht man sich den Schuldendienst in % der Steuereinnahmen an, so liegt Portugal hier mit 15,9% überhaupt nicht schlecht, zum Beispiel besser als Deutschland (23,5%). Auch im Haushaltsdefizit liegt Portugal sogar hinter Frankreich, das eigentlich zusammen mit Deutschland zu den zahlenden Nationen gehört, nicht zu den gefährdeten.

Auch liegt Portugal mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5% immerhin noch im Plus. Allerdings muss befürchtet werden, die Europäische Union wird Portugal im Tausch zum Rettungsschirm „Sparmassnahmen“ aufs Auge drücken, die natürlich nur beim „kleinen Mann“ sparen, nicht bei den Banken und Konzernen, die dann wiederum zu einer Wirtschaftskrise führen.

Dann würden die Wirtschaftszahlen Portugals wirklich schlecht werden und alles liefe am Ende auf den Staatsbankrott hinaus. Wir haben schon bei Griechenland und Irland gesehen, die "Hilfen" des Rettungsschirms nützen gar nichts, im Gegenteil, die Zahlen werden danach immer schlechter.

Auch hier wieder: Das frische Geld, das man Portugal leihen will, wird hauptsächlich an Banken gehen, die viele portugiesische Staatsanleihen und Bank-Titel halten und am Ende nur den Banken nutzen, Portugal aber überhaupt nicht.

Die Rettung des Euros, das ist jedenfalls klar, wird auf keinen Fall über diese neuen Schulden durch den „Rettungsschirm“ für immer neue Länder bewerkstelligt. Hier handelt es sich ausschlichlich um die Rettung von Banken.

Das Gewäsch von „die Griechen, Iren, Portugiesen hätten über ihre Verhältnisse gelebt“, ist Bullshit.

Wer über unsere Verhältnisse lebt, sind die Grossbanken und Konzerne, die auch noch von unseren Steuergeldern ausgehalten werden.

Im nächsten Teil dieser Untersuchung werden wir Spanien und Italien „aufspiessen“.

Mittwoch, 19. Januar 2011

'Hilfen' für überschuldete Euro-Länder? Teil 2

Griechenland, Irland, wer ist der Nächste?

Teil 2: Warum musste Irland „geholfen“ werden – und hat es geholfen?

Von Karl Weiss

Was ist denn nun genau so schlecht in den Euro-Ländern, dass der Euro unter Druck steht? Was hat es mit Griechenland und Irland auf sich, die „Hilfen“ aus dem Euro-Fonds gebraucht haben? Werden andere Euro-Länder nachfolgen? Wird der Euro überleben können? Anhand einer Tabelle mit den wesentlichen Zahlen sollen diese Fragen untersucht werden. Hier ist der zweite Teil, in dem wir das Phänomen Irland untersuchen werden. Weitere Teile folgen.

Euro Länder vergleich

Diese Tabelle ist zusammengestellt aus Informationen, die im November und Dezember 2010 zugänglich waren. Es sind hier die wesentlichen Wirtschaftsziffern der Euro-Länder dargestellt. Sie stellen hauptsächlich den Stand von November 2010 dar. Wie wir wissen, haben sich inzwischen einige Zahlen noch deutlich verschlechtert. Das hebt aber nicht den Wert dieser Tabelle auf, auch wenn sie nur einen Moment darstellt. Die kleinen Euro-Staaten Luxemburg, Malta, Zypern und Slowenien, die höchstens 2 Millionen Einwohner haben, wurden herausgelassen, weil sie so nicht zu vergleichen sind.

Sieht man sich die obenstehende Tabelle genauer an, so wird die prekäre Lage von Irland deutlich.

Irland hat nach Griechenland und Italien die höchste Staatsverschuldung bezogen auf die Wirtschaftsleistung, es hat einen der höchsten Schuldendienste in % der Steuereinnahmen (auch wenn da Italien und die Niederlande höhere Werte haben), es hat das bei weitem höchste Haushaltsdefizit der Euro-Zone mit 32 % der Wirtschaftsleistung eines Jahres und es muss mit dem zweithöchsten Zinsaufschlag für Staatsanleihen leben (nur übertroffen von Griechenland).

Dies wird dem Land im Laufe der nächsten Jahre mit Sicherheit die Gurgel zudrehen. Aber – das wichtigste von allem – es ist im Begriff, wie Griechenland wiederum in die Wirtschaftskrise einzutauchen, denn es weist für 2010 ein Minus von 0,9% in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung auf und das gegenüber dem Krisen-Jahr 2009.

Doch das absolute Desaster für Irland ist der Umfang der Neuschulden, die man in den Haushalt aufnehmen musste, 32% der Wirtschaftsleistung in einem Jahr. Das ist in Wirklichkeit eine Bankrotterklärung, denn woher will man diese Mittel erhalten, wenn der Zinsaufschlag für Staatsanleihen schon so hoch ist – und wenn man sie erhält, wie will man das bezahlen?

Diebe unter uns

Aber hier haben wir den gleichen Effekt wie bei Griechenland: Die angebliche „Hilfe“ diente nur dazu, die Schulden bei Banken in anderen Euro-Ländern (im wesentlichen) zahlen zu können. Der Effekt war eine weitere Erhöhung der Schulden, die nun wahrscheinlich bereits unbezahlbar sind, speziell wenn die extrem hohen Aufschlag auf die „normalen“ Zinsen einer deutschen Bundesanleihe ansieht. Die Chance, dass Irland aus diesem Finanzgefängnis entweichen kann, gehen mehr und mehr gegen Null.

Das heisst auf mittlere Sicht nichts anderes als bei Griechenland: Staatspleite. Die tieferen Ursachen liegen bei Irland ganz verschieden als bei Griechenland, aber im Effekt wird es praktisch auf das Gleiche hinauslaufen.

Der Rettungs-Plan

Irland hatte versucht, das China Europas zu werden. Mit weitgehender Steuerfreiheit und extremen Niedriglöhnen wurden internationale Konzerne nach Irland gelockt (wie z.B. Google). So haben denn nun auch wichtige US-Konzerne in Irland ihr europäisches Hauptquartier, das allerdings nur mit einer Handvoll Beschäftigten ausgestattet ist. Man lässt lediglich die letzte Schraube in Irland eindrehen oder rechnet einfach nur in Irland ab und zieht damit alle Gewinne in Europa in dieses Land, wo man dafür praktisch keine Steuern zahlen muss.

Das führte zu einem vorher unbekannten Boom in Irland, die Steigerungsraten des BIP waren phänomenal und es gab sehr viel billiges Geld in Irland. Das wiederum führte zu einem Immobilien-Boom, der seinesgleichen sucht.

"Ich bin in Ordnung, ich bin auf einen Steuerzahler gefallen"

Man sehe sich nur die Spalte der Tabelle an, wo das BIP pro Tausend Einwohner aufgeführt ist. Irland hat mit 34,6 Mio Euro den höchsten Wert von allen Euro-Ländern! So kann man einen Popanz aufbauen, so als ob in Irland eine so hohe Anzahl von Produkten hergestellt worden wären. Viele davon wurden lediglich über Irland abgerechnet, um Steuern zu sparen und haben Irland nie zu sehen bekommen. Da kann man sehen, wie sehr man sich auf offizielle Statistiken verlassen kann.

Was jetzt davon übrig blieb, ist ein fallendes BIP, eine überschuldeter Teil der Bevölkerung, eine unglaubliche Anzahl von leerstehenden Wohnungen und abgebrochenen Bauprojekten und ein Fitch-Rating, das gerade noch oberhalb von Griechenland liegt.

Ob die niedrigen Unternehmenssteuern in Irland überleben werden, weiss man nicht. Es stehen Neuwahlen an und man muss davon ausgehen, die jetzige Opposition wird gewinnen.

Aber unabhängig von diesem Ausgang ist das Projekt „Irland beim Doppelten seiner Leistungsfähigkeit“ nun wohl bis auf weiteres beendet.

Auch für Irland wird der Tag kommen, an dem man den Staatsbankrott wird anmelden müssen – und die „Hilfe“ der Euro-Länder wird daran nichts geändert haben - wenn nicht sogar dazu beigetragen.

Was man uns über die Irland-Krise erzählte war zu 50% erlogen und zu 100% verdreht. Irland hat niemals über seine Verhältnisse gelebt, es hat lediglich als Billig-Steuerland reüssieren wollen und das ging den Bach hinunter.

Die riesige Last von halbfertigen und nicht bezahlten Haus- und Wohnungsbauten wird Irland noch für Jahre verfolgen und man wird sich diesmal drei Mal überlegen, ob man wirklich noch einmal in ein solches Desaster einsteigen will.

Wie auch immer, Irland ist ein weiteres Land, das ohne Zweifel Bankrott wird anmelden müssen, auch und gerade, weil die anderen Euro-Länder ihm „geholfen“ haben.

Als nächstes werden wir uns Portugal vornehmen.

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