Umwelt

Sonntag, 14. August 2011

Fukushima: Mehr als 20 Atombomben

Das ist Kapitalismus

Von Karl Weiss

Auch in Japan gibt es mutige Wissenschaftler, die nicht in den Chor der Atom-Mafia einstimmen, radioaktive Strahlung sei ungefährlich. Der Arzt und Professor Tatsuhiko Kodama, Spezialist für radiaktive Strahlung im Körper, sagte vor einem Parlamentsausschuss in Japan aus und rief starke Reaktionen hervor, als seine Aussage auf Youtube ins Internet gestellt wurde. 200 000 Japaner klickten innerhalb weniger Tage auf diesses Video.

Wer sich den Originaltext des Nachrichtenmagazins Asahi zu dieser Aussage in Englisch zu Gemüte führen will, hier ist er:

http://www.asahi.com/english/TKY201108120245.html

Er sagt dort unter anderem:

„Am 21 März sagte der leitende Sekretär des Regierungskabinetts Yukio Edano“ Es gibt keine unmittelbaren Problemefür die Gesundheit der Menschen.“ Da spürte ich, ein wirkliches Desaster würde geschehen. (...) Wenn wir über die Probleme von radioaktiver Strahlung sprechen, so müssen wir zuerst die Gesamtmenge der frei gewordenen Radioaktivität in Rechnung stelllen. Weder der Betreiber von Fukushima noch die japanische Regierung haben bis heute klare Zahlen dazu veröffentlicht.“

„Nach unseren Berechnungen ist die Gesamtmenge von strahlenden Partikeln, die beim Unfall in Fukushima freigesetzt wurden, 29,6 mal höher als die der Atombombe von Hiroshima und gerechnet in Uran, 20 Mal höher. Während das Niveau der Strahlung der Atombombe innerhalb eines Jahres auf etwa ein Tausendstel abklingt, klingt die freigesetzte Strahlung des Unfalls des Atomkraftwerkes innerhalb eines Jahres nur etwa auf ein Zehntel ab.“

Es wird in jenem Artikel berichtet, der Professor dringe auf schnelle Verabschiedung neuer Gesetze, die effektive Massnahmen zur Dekontaminierung verstrahlter Gebiete vorsehen.

Ebenso sei ein Gesetz notwendig, das dafür sorgt, die Verstrahlung von Kindern zu verhindern.

Die bestehenden Gesetze würden sogar Hilfsmassnahmen verbieten, weil zum Beispiel Caesium-haltige Erde nicht mit Autos weggebracht werden darf.

„Warum gibt die japanische Regierung nicht Geld aus für die benötigte Dekontamination?“

Was diese Aussagen bedeuten, kann ermessen, wer über die Langzeitfolgen der Hiroshima-Bombe gelesen hat, so wie der Bürgerjournalist. Noch 20 Jahre nach der Bombe bekamen Personen Krebs, die lediglich dem „Fall-out“, dem aus der Luft regnenden radioaktiven Partikeln, ausgesetzt waren. Selbst bei Personen, bei denen der Geigerzähler überhaupt keine höhere als die Umgebungsstrahlung messen konnte, wurden im Körper eingebaute Mengen von radioaktiven Substanzen in den Leichen gefunden, die den Körper von innen zerstört hatten.

Doch die auffälligsten Folgen waren und werden sein die hohe Anzahl von Kindern mit Leukämie und anderen Krebsformen, von denen die meisten daran gestorben sind und sterben werden.

Die Atom-Mafia hat um des Profites willen das Leid und die Schmerzen und die Tränen von Hunderttausdenden von Familien und Kindern in Kauf genommen.

Das ist Kapitalismus!


Hier Links zu den anderen Artikeln im Blog im Zusammenhang mit dem Super-Gau von Fukushima

- Nur ein bisschen harmlose Radioaktivität?

- Radioaktivitätswerte dürfen nicht mehr veröffentlicht werden.

- Super-Gau Japan 3

- Fukushima – Es wird immer gruseliger

- Radioaktivität? - Alles unschädlich

- Was war der Auslöser des Fukushima-Super-Gaus?

- Strahlende Teilchen in Kanadas Trinkwasser – Fukushima 7
- Fukushima – Kernschmelze im Reaktor 4

- Fukushima – Düster, düsterer

- Streit um die Fukushima-Artikel dieses Blogs

- Nach Fukushima nun Kashiwasaki – Kariwa?

- Fukushima – Die Atom-Mafia

- Atomreaktor: 50 Jahre Abklingzeit

- Der Deutsche Atom-Gau

- Fukushima: Nuklear-Explosion?

- Fukushima: Vor einem neuen Ausbruch?

- Fukushima: Jetzt scheint es passiert zu sein

- Fukushima: Mein Gott, Walter

- Fukushima: Bei weitem das grösste Atomunglück aller Zeiten

- Fukushima: Jetzt hat es auch die ‚Süddeutsche‘ bemerkt

- Die japanische Tragödie

- Neue Rekord-Strahlung in Fukushima

Dienstag, 2. August 2011

Fukushima: Der schlimmste Teil der Katastrophe beginnt erst

Massivste Lügen der Atom-Mafia

Von Karl Weiss

Fukushima ist weithin aus den Schlagzeilen und den Nachrichten verschwunden. Es scheint so, als ob die Katastrophe keine wirkliche gewesen wäre. Tatsache ist, das katastrophalste der Katastrophe kommt jetzt erst: Tausende von krebskranken Kindern.

Kind Radioaktivität Japan

Ein Super-Gau ( in Fukushima waren es nach offiziellen Angaben bereits drei, inoffiziell werden fünf gezählt) hat natürlich zunächst konkrete Auswirkungen in der unmittelbaren Umgebung. Dazu gehört das Gelände des Atomkraftwerks und die umliegenden Kilometer, dann auch die 20-km-Zone, die weitgehend geräumt wurde.

Es gibt akute Verstrahlungen der Arbeiter im Werk, man setzte die grenzwerte herauf, um nicht so schnell diese Arbeiter zu verlieren, die sowieso schon dem Tod geweiht sind und dies auch wissen. Siehe hierzu auch diesen Artikel:
„Radioaktivität – alles unschädlich“ ( http://karlweiss.twoday.net/stories/16545873/ )

erneute Explosion Fukushima

Dabei handelt es sich um die Strahlenkrankheit, um Strahlung von aussen in den Körper hinein. Dies wird ohne Zweifel eine Menge Tote kosten. Doch die eigentliche Katastrophe ist das noch nicht, denn die wird durch Strahlung von innerhalb des eigenen Körpers ausgelöst, wenn strahlende Teilchen über die Atemwege, über verschluckte Luft, über Speisen und Getränke oder über Wunden in den Körper kommen und sich da einlagern.

Das schlimme an diesen Teilchen ist eben: Sie sind aus Elementen, die der Körper als „Spurenelemente“ braucht und im Körper einlagert werden oder sind schwerere Elemente der gleichen Elementegruppe, die der Körper nicht von den leichteren unterscheiden kann, die Spurenelemente sind.

Fukushima Ende März 2011 von oben nach unten Reaktor 1, 2, 3 und 4

Hier noch einmal eine Zusammenfassung der gefährlichsten Isotope aus einem früheren Artikel:

„- Da ist zunächst einmal das Caesium 137, eines der infamsten Isotope, welches die Natur kennt. Es ist ein Beta-Strahler (weiter unten noch etwas dazu) und hat eine Halbwertszeit von zig Jahren, nimmt also im Verlauf einer solchen Erkrankung kaum an Strahlung ab. Hat man Teilchen dieses Isotops in den Körper bekommen, also eingeatmet, verschluckt oder über eine Wunde (dabei reichen wenige Pico- bis Milligramm), so entwickelt die Strahlung ihre fürchterliche Wirkung. Caesium ist chemisch extrem ähnlich zu Kalium und der Körper kann beide nicht unterscheiden (Kalium ist ja eines der wichtigsten Spurenelemente, das alle Lebewesen brauchen).

Der Körper baut also das strahlende Caesium direkt an verschiedenen Stellen ein und es gibt keine Möglichkeit, dies wieder loszuwerden. Zwar kann das auch zu Strahlenkrankheit führen, die oben schon beschrieben wurde, aber nun ist weit häufiger, das sich Krebs bildet.

Da wird oft Leukämie hervorgerufen, aber auch andere Krebsarten, abhängig davon, wo der Körper die Teilchen eingebaut hat. Wer mit Caesium 137 contaminiert ist, kann nur auf einen schnellen Tod hoffen. Gliedmassen verfaulen und müssen amputiert werden, Organe verfaulen im lebenden Körper, mehrere Krebsarten entwickeln sich gleichzeitig und am schlimmsten sind die dran, die nicht schnell daran sterben. Nach Hiroshima wurde von Menschen berichtet, die es auf fast 15 Jahre des Überlebens unter unbeschreiblichen Schmerzen brachten.

- Als zweites ist hier Strontium 90 zu erwähnen, ebenfalls ein Beta-Strahler, ebenfalls vom Körper mit einem lebenswichtigen Element verwechselt (in diesem Fall Calcium) und ebenfalls eine Halbwertszeit im Zig-Jahre-Bereich. Alles andere läuft genau parallel zum Fall Caesium 137.

- Drittens ist hier von Jod 131 zu sprechen. Jod wird ebenfalls von unserem Körper gebraucht – dabei geht es hauptsächlich um die Schilddrüse. Dieses Isotop hat eine geringere Halbwertzeit als die vorher genannten, aber dafür ist auch die Strahlung intensiver. Da der Körper dies Isotop praktisch immer in der Schilddrüse einbaut, ist das Ergebnis fast immer Schilddrüsenkrebs. Der führt meistens schnell zum Tode und so darf Jod 131 zu den weniger fürchterlichen Isotopen gerechnet werden. Gegen dieses Isotop gibt es einen teilweisen Schutz, wenn man Jodtabletten schluckt. Die "besetzen" dann das ganze Jod in der Schilddrüse und verhindert (zum Teil), das sich das radioaktive Isotop dort einpflanzt. Diese Jodtabletten haben aber keine Wirkung gegen die anderen radioaktiven Isotope, so dass dadurch nicht wirklich Probleme gelöst werden.

Fukushima - Reaktor 3 - Plutonium

- Schliesslich kommen noch die Plutonium-Nuklide ins Spiel, denn ein Atomreaktor produziert auch künstliche Isotopen von natürlich nicht vorkommenden Elementen. Dazu gehören Plutonium und Americium, beides extrem giftige Schwermetalle. Meistens ist es aber nicht die Giftigkeit, die tötet, sondern die Strahlung. Besonders Plutonium 239 ist gefürchtet, denn es ist ein Alpha-Strahler und hat die phantastische Halbwertszeit von 24 000 Jahren. Wer das in den Körper bekommen hat, wird noch Jahre überleben, aber von niemandem beneidet werden. Es gibt auch noch Plutonium 241, das zunächst als Betastrahler nicht so gewalttätig ist, bis es sich in Americium 241 umgewandelt hat. Das ist nämlich wie das erwähnte Plutonium-Isotop ein Alpha-Strahler, in diesem Fall mit einer Halbwertszeit von über 400 Jahren, also der sichere Tod, aber mit Zeitverzögerung, um dem Betroffenen noch viele Monate oder Jahre des Leidens zu bescheren.“

Unter diesen Voraussetzungen muss man nun neue Meldungen aus Fukushima betrachten:

Die erste ist: In der japanischen Präfektur Fukushima (das ist also der Teil, der ausserhalb der geräumten Zone liegt) wurden 1080 Kinder unter 15 Jahren untersucht und 45% (45%!) von ihnen hatten eine radioaktiv strahlende Schilddrüse, das heisst also, sie haben bereits Jod 137 in der Schilddrüse eingebaut! Es gibt keinen Zweifel: Ein wesentlicher Teil dieser Kinder werden einen Schilddrüsenkrebs entwickeln (das dauert eventuell Monate, manchmal Jahre) und ein grosser Teil von denen dann daran sterben.

25 Jahre Tchernobyl 1986
Dieses Bild aus Tchernobyl zeigt die Zeichnung eines von der Krebsbehandlung gezeichneten Kindes an einer Hauswand mit dem Super-Gau-Reaktor im Hintergrund. Die erschütterndsten Folgen der Atom-Unfälle sind immer die vielen Kinder mit Krebs.

Zwar konnten ausserhalb des Körpers nur 0,04 MikroSievert und im Extremfall 0,1 MikroSievert gemessen werden, der willkürlich auf 0,2 Mikrosievert festgelegte Grenzwert wurde nicht überschritten, aber die Strahlung kommt ja von innen und sie wird nur sehr langsam zurückgehen. Bis dahin können sich schon Tausende von erbgutgeschädigten Zellen in der Schilddrüse entwickelt haben, von denen jede der Anfang eines Krebsgeschwulst sein kann. Der menschliche Körper hat die Fähigkeit, solche Erbgutschäden der Zellen zu „reparieren“, aber das klappt nicht in jedem Fall und bei Kindern ist diese Fähigkeit noch nicht so gut ausgebildet. Das ist der Grund, warum die erschütternste Folge von Gaus und Supergaus immer die hohe Zahl der Kinder mit Krebs ist.

Eine zweite Meldung besagt: In der Stadt Fukushima wurden 10 Kinder im Alter zwischen sechs und 16 Jahren auf Radioaktivität im Urin überprüft. ALLE hatten Spuren von radioaktiven Substanzen im Urin. Nun mag einer sagen, das ist doch gut, wenn die radioaktiven Substanzen durch den Urin ausgeschieden werden, aber dies bedeutet ja gleichzeitig: Mehr als jene Radioaktivität ist noch im Körper!

Die dritte und noch unheilvollere Meldung kommt aus Tokio: Dort wurde das Fleisch von geschlachteten Rindern auf Radioaktivität untersucht. Bei 11 Tieren wurde eine hohe Dosis von Radioaktivität festgestellt, vor allem Caesium 137 (siehe oben). Es stellte sich heraus: Im Schlachthof von Tokio wurden bereits seit Ende April wieder Rinder aus der Zone unmittelbar um das Atomkraftwerk Fukushima geschlachtet.

Und der absolute Hammer kommt jetzt: Ein Tokio-Universitätsprofessor erklärte, der Genuss dieses Fleisches sei nicht gesundheitsschädlich!!!

Wenn Sie oben noch einmal den Teil über Caesium nachlesen, das verschluckt wird, so wird deutlich: Die Atom-Mafia arbeitet nicht nur mit „leichten Veränderungen der Wahrheit“, sondern mit massivsten Lügen, um die Bevölkerung stillzuhalten.

Weg mit der Atom-Mafia!

Abschalten aller Atomkraftwerke!

Wir wollen keine Kinder mit Krebs!



Aktualisierung zum Artikel (3. August 2011, 20 Uhr 22)

Was da bisher bereits an strahlenden Partikeln aus dem Fukushima-Komplex ausgetreten ist, kann man an der Verstrahlung überall in Japan und auch in anderen Ländern ablesen. Aber es ist noch lange nicht das Ende erreicht.

Gerade wird gemeldet, an einer Stelle zwischen den beiden Reaktoren 1 und 2 dort sei eine akute Strahlung über 10 Sievert pro Stunde gemessen worden. Das ist so hoch wie sonst nur im eigentlichen Inneren des Reaktors, der vollständig von der Aussenwelt abgeriegelt sein muss.

Schon 100 MilliSievert führen zu Strahlenkrankheit mit Übelkeit und Erbrechen, man stelle sich das Hundertfache vor! Wer eine Zeit lang dieser Strahlung ausgesetzt ist, wird mit Sicherheit an der Strahlenkrankheit sterben.

Noch viel kritischer ist aber die Tasache, dass der Betreiber von Fukushima keinerlei Ahnung hat, woher diese hohe Strahlung kommt. Weiterhin wird dort mit der Stange im Nebel herumgestochert, während die Behörden die Grenzwerte für Strahlung andauernd und nach Belieben nach oben setzen.

Da wird, und das ist das Schlimme – noch sehr viel an radioaktiven Partikeln von Fukushima in die Umwelt gehen und diese Teilchen werden zum guten Teil in Menschen, Pflanzen und Tieren angereichert, wobei am Ende der Nahrungskette von Pflanzen und Tieren immer der Mensch steht.

Weg mir der Atomkraft!

Sofort alle abschalten!



Hier Links zu den anderen Artikeln im Blog im Zusammenhang mit dem Super-Gau von Fukushima

- Nur ein bisschen harmlose Radioaktivität?

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- Super-Gau Japan 3

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- Was war der Auslöser des Fukushima-Super-Gaus?

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- Der Deutsche Atom-Gau

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- Die japanische Tragödie

- Neue Rekord-Strahlung in Fukushima

Sonntag, 5. Juni 2011

Neue Rekord-Strahlung in Fukushima

Reaktor 1 streut nun Radioaktivität nach allen Seiten

Von Karl Weiss

Die stückchenweise Wahrheit, die uns die Tepco über die Reaktoren in Fukushima zukommen lässt, wurde durch ein neues Detail bereichert: In Block 1 ist die Radioaktivität nun so hoch, dass ein Arbeiter dort nach vier Minuten bereits die Jahresdosis abbekommen hätte.

Kind Radioaktivität Japan
Ein Kind wird auf Verstrahlung geprüft nach der Katastrophe in Fukushima. Das nennt man Triage. Ist es nicht oder nur leicht verstrahlt, kann es mit seinen Eltern evakuiert werden. Ist es mittelschwer verstrahlt, wird es in einem besonderem Camp untergebracht. Ist es schwer verstrahl, bereitet man ihm einen ruhigen Platz zum Sterben.

Ein Roboter hat diese hohe Dosisleistung gemessen: 4000 MilliSievert pro Stunde oder 4 Sievert pro Stunde. Das ist weit über jener Schwelle, die schon nach wenigen Minuten Krebs erzeugen kann, als Jahresdosis ist das also völlig inakzeptabel, aber wir sind nun ja schon gewohnt: Die Atom-Mafia weiss nicht, was Krebs ist. ("Krebs? Was ist das?")

Eine so hohe akute Strahlung ist der klare Beweis: Der ganze Reaktor ist bereits geschmolzen, der Sicherheitsbehälter durchlöchert und der Betonmantel ebenso:

Der geschmolzene Kern ist bereits ausserhalb des eigentlichen Reaktormantels und verbreitet sich in Form von Wasserdampf (es wird ja immer noch versucht mit Wasser zu kühlen und damit steigt immer viel Wasserdampf aus dem Reaktor ins Freie), vom Wind bewegten Teilchen und vom Wasser ausgewaschenen Teilchen, die mit dem Wasser in den Untergrund sickern und von da wahrscheinlich ins Meer gelangen.

Fukushima Ende März 2011 von oben nach unten Reaktor 1, 2, 3 und 4

Die gesamte Menge Radioaktivität, die dort vorhanden ist, wird an die Umwelt abgegeben. Das ist deutlich mehr als bei einer Atombombenexplosion von einer Bombe der Hiroshima-Grösse.

Das ist auch deutlich weit mehr als bei der Tchernobyl-Katastrophe, denn dort wurde ja im Einsatz von Zehntausenden von Helfern ein riesiger Betonmantel über das ganze Atomkraftwerk gebaut.

In Fukushima ist das mit dem Betonmantel nicht anwendbar, denn man hat es ja unmittelbar ans Meer gebaut. Hier müsste zusätzlich eine Betonmauer von einigen Hundert Metern Tiefe zwischen Reaktor und Meer geschaffen werden, um das Absickern in die Tiefe und anschliessende seitwärts Sickern ins Meer zu verhindern.

erneute Explosion Fukushima
Dies ist ein Bild von der Explosion des Reaktors 3, das ist der mit dem Plutonium. Die Form der Wolke ist nicht typisch für eine Wasserstoffexplosion, sie deutet vielmehr auf eine Kernexplosion hin (bei der weit höhere Temperaturen erreicht werden). Die Wolke steigt viel höher als es bei typischen Explosionen ohne Brennstoff-Effekt der Fall wäre. Siehe hierzu auch den Artikel "Fukushima: Nuklear-Explosion" (Link siehe unten)

Auch in diesem Fall zeigt sich wieder: Man hat vorher nicht durchgedacht, was man im Falle eines Gau oder Super-Gau machen würde, sonst wäre ein Atomkraftwerk unmittelbar am Meer schon ausgeschlossen worden.

Voraussehende Vorsichtsmassnahmen, wie sie bei jedem anderen Gebäude Selbstverständlichkeit wären, werden bei Atomkraftwerken nicht vorgesehen. In jedem modernen höheren Gebäude werden z. B. brandgesicherte Treppenhäuser mit Eisentüren eingebaut, um eine Katastrophe im Falle eines Brandes zu verhindern und Fluchtwege offen zu halten, aber vergleichbare Massnahmen bei einem Atomkraftwerk zur Verminderung der Folgen bei einem Gau oder Supergau gibt es nicht!

Man baut Atomkraftwerke (und das gilt nicht nur für Fukushima, sondern auch für alle anderen Atomkraftwerke), ohne auch nur die mindesten Massnahmen gegen das Auftreten eines Gaus oder Super-Gaus vorzusehen und sieht ebenso keine Sicherheitsmassnahmen für den Fall eines solchen Unfalls vor.

25 Jahre Tchernobyl 1986
Dies ist das Foto von der Wandzeichnung eines von der Krebsbehandlung gezeichneten Kindes in Tchernobyl mit dem zerstörten Reaktor im Hintergrund. Die schlimmsten Folgen der Atomunfälle sind meistens die grossen Zahlen von Kindern mit Krebs (meistens Leukämie).

Man kann also nicht mehr davon ausgehen, dass es sich um Fehler oder Irrtümer handelt. Es ist ein Terroranschlag gegen viele Menschen!

Dazu kommt jetzt auch noch: Tepco gibt zu, dass in den Resten der Atomkraftwerke Fukushima in offenen Becken riesige Mengen stark radioaktiv verstrahlten Wassers (um die 100 000 Tonnen) gelagert sind. In der bald einsetzenden jährlichen Regenperiode befürchtet man, würden sie überlaufen.

Und nun ist auch noch das passiert, woran vorher niemand gedacht hatte, nämlich der Super-Gau in vier direkt nebeneinander liegenden Atomkraftwerken, die zusammen den Haupt-Komplex von Fukushima ausmachen. Das gleiche, was jetzt in Reaktor 1 passiert ist – das Abgeben der gesamten Radioaktivität an die Umwelt – wird auch in Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 4 passieren (oder läuft schon ab).

Im Fall von Nr.3, der mit plutoniumhaltigen Brennstäben ausgerüstet war, wird zusätzlich noch eine kaum enden wollende Lawine von Plutonium freigesetzt! Plutonium ist nicht nur zusätzlich zur Radioaktivität extrem giftig, es hat auch eine Halbwertszeit von Zehntausenden von Jahren. Man wird also in der Umgebung von Fukushima noch erhöhte Radioaktivitität im Jahre 21 000 messen können!

Das sind also vier Mal weit mehr Freisetzungen von radioaktiven Teilchen als in Tchernobyl plus die ganze Plutonium-Last, eine Katastrophe ungeahnten Ausmasses!

Selbst die Umweltschützer (wie der Bürger-Journalist), die bereits vor Jahrzehnten vor den möglichen Folgen von Unfällen in Atomkraftwerken gewarnt hatten, konnten sich nicht in den schlimmsten Alb-Träumen eine solche Extrem-Katastrophe vorstellen.

All dies wird nun von den Medien weitgehend unberücksichtigt gelassen. Zwar werden noch von Zeit zu Zeit kleine unverdauliche Happen von Informationen über Fukushima abgegeben, aber der Zusammenhang wird nirgendwo hergestellt.

Denn sonst würden sich noch mehr Menschen für das sofortige Abschalten aller Atomreaktoren einsetzen und sich nicht mit der Stillegung einiger und dem Weiterfunktionieren vieler anderer für Jahrzehnte zufrieden geben.

Die Atomreaktoren sind Terror gegen die Menschheit! Weg mit den Terroristen! Weg mit dem Kapitalismus!

Wir wollen leben! Wir wollen keinen qualvollen Krebstod!



Aktualisierung vom 6. 6. 11, 20 Uhr 28

Wie die Japan Times in ihrer englischsprachigen Ausgabe schreibt, hat man in Okuma Plutonium in der Erde gefunden, das ist etwa 1,7 km von Fukushima entfernt. Siehe hier:

http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110606x2.html

In der Meldung wird angegeben, das müsse wohl aus dem Reaktor 1 stammen, der ja radioaktive Teilchen nach allen Seiten abgibt. Das ist im Prinzip möglich, denn auch beim Normalbetrieb eines Uran-Reaktors entsteht in kleineren Mengen Plutonium.

Es ist aber auch möglich, dass dieser Fund darauf hinweist, dass auch Reaktor 3, der ja zum Teil mit Plutonium betrieben wurde, bereits vollständig geschmolzen ist und bereits Plutonium nach allen Seiten streut. Dies ist im Prinzip sogar die wahrscheinlichere Erklärung.

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, von der ich schon im Artikel „Fukushima: Nuklearexplosion“ (siehe Link unten) gesprochen habe, dass sich eine kleinere Nuklearexplosion ereignet hat. Da wird auch deutlich Plutonium nach allen Seiten gespritzt.

Weitere Meldung. In der Nähe von Fukushima sind Kaninchen ohne Ohren geboren worden. Das weist also ebenfalls daraufhin: Radioaktive Teilchen sind bereits weit gestreut und die typischen Folgen beginnen bereits einzutreten. Neun Monate später werden dann die ersten missgebildeten Kinder geboren.

Die eigentliche Katastrophe hat gerade eben erst angefangen!





Hier Links zu den anderen Artikeln im Blog im Zusammenhang mit dem Super-Gau von Fukushima

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- Super-Gau Japan 3

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- Der Deutsche Atom-Gau

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- Die japanische Tragödie

Donnerstag, 26. Mai 2011

Kohlenmonoxid – noch ein SuperGau möglich

Ohne Unterlass wird Höchst-Risiko gebaut, diesmal: CO-Pipeline

Von Karl Weiss

Ein einziger Wahnsinn, dieser Kapitalismus! Nicht nur werden überall in dicht besiedelten Gegenden Atomkraftwerke hingestellt, die überhaupt nie nötig waren, eine höchste Gefährdung der Bevölkerung darstellen und deren Abfälle für Jahrzehntausende das Leben auf der Erde gefährden, nun hat man auch noch den chemischen Super-Gau erfunden: Eine CO-Pipeline, die dem Bayer-Konzern höhere Profite verspricht.

Auf Kapitalisten-Chinesisch heisst das dann: „Es werden Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen gesichert.“ Hören Sie die Drohung? „Sonst machen wir das im Ausland, dann werfen wir hier Leute raus.“

Kohlenmonoxid mit der chemischen Formel CO ist eines der heimtückischsten und giftigsten Gase, die es gibt. Während andere giftige Gase, wie zum Beispiel Chlor, Salzsäure-Gas, Ammoniak, Blausäure, Phosgen usw. sofort wegen ihres heftigen Geruchs wahrgenommen werden (andere wegen ihrer Farbe) und so automatisch zur Flucht und zum Wahrnehmen der Gefahr führen, ist CO zur gleichen Zeit hochgiftig und geruchs- und farblos.

Bei einem Unfall merkt also für lange Zeit niemand, dass etwas passiert ist, bis die Menschen tot umfallen wie die Fliegen – und auch dann bleibt unklar, was eigentlich passiert ist, bis am nächsten Tag verlautet, es sei CO aus der Leitung ausgetreten, was die Bayer natürlich sofort dementieren wird und dann wird der „Krieg der Gutachter“ beginnen – so wie wir es mit dem Atom-Super-Gau von Fukushima erleben.

Drei tiefe Atemzüge von reinem CO reichen aus, um einen Menschen zu töten.

CO wird vom menschlichen Körper nicht als solches erkannt, sondern vielmehr für Sauerstoff O-O gehalten. Der Körper baut es in die Sauerstoffstellen im Körper ein und nimmt dem Körper damit die Möglichkeit, Sauerstoff zu speichern und zu transportieren. Ist die Menge von CO hoch genug, stirbt der Mensch dann einem inneren Ersticken, weil kein Sauerstoff mehr aufgenommen werden kann.

CO ist jenes Gas, das u.a. in den Autoabgasen enthalten ist. Wenn jemand das Garagentor schliesst, den Motor des Wagens anmacht und sich hineinsetzt, ist er innerhalb von 10 Minuten tot. Die Zeitverzögerung nur, weil die Konzentration von CO im Autoabgas gering ist.

Und nun hat die Bayer eine Verbindungspipeline zwischen zweien seiner Werke gebaut und will dort CO durchleiten. Das fällt in Dormagen an und wird in Krefeld-Uerdingen gebraucht.

Nun ist natürlich im Prinzip eine solche Pipeline denkbar, wenn sie mit extremen Sicherheitsausrüstungen ausgestattet ist. So müsste man das Rohr natürlich doppelwandig auslegen, um bei einem Bruch mehr Sicherheit zu haben. Zudem müssten mindestens alle hundert Meter (die Pipeline ist 67 km lang) Schieber eingebaut sein, die bei einem Druckabfall innerhalb von Zehntel-Sekunden schliessen. So könnte sichergestellt werden, dass höchstens die Menge CO austreten kann, die in Hundert Meter Rohr enthalten ist.

Aber von solchen Sicherheitsvorkehrungen ist nicht die geringste Rede. Das würde ja was kosten und die Profite schmälern. Es wird vielmehr eine völlig normale Pipeline gebaut, mit einfachen Rohr, ohne viele Schnellschlussschieber, so als ob es zur Erdgasversorgung benutzt würde und nicht für CO. Lediglich die Dicke der Rohrwandung wurde erhöht, was aber nicht viel zusätzliche Sicherheit bringt.

Im Boden verlegte Rohrleitungen haben wegen der allgemeinen Erkenntnis, dass der Boden immer „arbeitet“, meistens ziemliche Spannungen auszuhalten. Nicht erkannte mikrofeine Risse sind darum typischerweise die Ursache für Brüche von Pipelines. Diese mikrofeinen Risse werden durch höhere Wanddicke keineswegs vermindert. Es ist vielmehr eine extrem aufwendige Röntgenuntersuchung der gesamten Rohrleitung vor dem Absenken in den Boden nötig, die aber oft nicht und oft nur oberflächlich durchgeführt wird.

Der „Sachverständige“, den man da herbeigeholt hat, ist von der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin, also einer Bundesbehörde, die Weisungen unterworfen ist. Hätte er gegen die Pipeline ausgesagt, hätte sein Arbeitsplatz gefährdet sein können.

So aber sagt er den denkwürdigen Satz: Die verwendeten Sicherheitseinrichtungen etwa zum Absperren der Pipeline bei einer Leckage seien "Stand der Technik". Das ist, mit Verlaub gesagt, ungeheuerlich. Da es noch nie eine Pipeline für ein unsichtbares, hochgiftiges Gas ohne Geruch gegeben hat, gibt es natürlich keinen „Stand der Technik“ dafür.

Der „Stand der Technik“ für Pipelines bezieht sich auf Erdölpipelines oder auf Erdgas-Pipelines, aber nicht auf hochgiftiges Gas. Der Stand der Technik reicht hierfür nicht aus, er hätte entwickelt werden müssen für diese neue Pipeline, aber der Gutachter sagt, sie sei „Stand der Technik“.

Die Profitinteressen des Bayer-Konzerns sind für die Regierung wichtiger als so unwichtige Dinge wie menschliches Leben.

Kurios, dass dies ausgerechnet mitten in einem Gebiet „erprobt“ wird, in dem die höchste Bevölkerungsansammlung und eine der höchsten Bevölkerungsdichten auf der ganzen Welt herrscht.

Sehen Sie sich einmal das Satelittenbild von Europa bei Nacht an. Da zieht sich ein einziges, breites Lichtband von Rotterdam bis nach Dortmund, die durch Licht bewiesene höchste Ansammlung von Menschen an einem Fleck auf der ganzen Welt.

Und die CO-Pipeline wird genau in der Mitte dieses Lichtstreifens gebaut!

Wir wollen leben! Weg mit kapitalistischer Todestechnik!

Montag, 23. Mai 2011

Vorsicht Kopp-Verlag!

Undurchsichtige Absichten, aber auf jeden Fall Kapitalismus

Von Karl Weiss

Mehrfach sind dem Bürger-Journalisten in letzter Zeit Veröffentlichungen des deutschen Kopp-Verlages in die Hände gefallen, die im Zusammenhang mit kritischen Websites standen. Tatsächlich aber sind diese Veröffentlichungen von rechts und sogar von ganz rechts beeinflusst. Den Vogel hat der Kopp-Verlag aber nun abgeschossen, als er angesichts von Fukushima aberwitzige Lügen der Atom-Mafia verbreitet und allen Ernstes behauptet, ausserhalb des eigentlichen Werksgeländes von Fukushima gäbe es keinerlei Schäden für Menschen.

Anscheinend wird dieser Kopp-Verlag von rechten CDUlern oder von noch weiter rechts dirigiert. Es ist auch möglich, dass er eine Tarnorganisation einer staatlichen Stelle ist, z.B. des „Verfassungsschutzes“. Es wird versucht, den Anschein von kritischer Berichterstattung zu geben, um dann reaktionäre Inhalte zu verbreiten.

Besagter Artikel über die Nicht-Schäden von radioaktiven Strahlen wurde am 22. Mai 2011 veröffentlicht, hier:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/redaktion/die-irrtuemer-in-der-kernenergiediskussion.html

Die erste These, mit der die abenteuerlichen Schlussfolgerungen vorbereitet werden, ist jene, die von der Atom-Mafia schon seit Urzeiten verbreitet wird:

Es gibt auch natürliche Radioaktivität. Die hängt von den verschiedensten Umständen ab. In Deutschland ist sie typischerweise sehr gering, für Leute, die in der Nähe von Uran-Minen wohnen, relativ hoch. Im menschlichen Körper wird u.a. Kalium als K-40-Isotop aus natürlichen Quellen eingebaut, so dass sogar der menschliche Körper ein wenig radioaktiv ist. Vor allem wird auf der Strahlung herumgeritten, der man in einem Flugzeug auf Reiseflughöhe ausgesetzt ist – diese Tatsache wird insgesamt acht Mal im Artikel erwähnt.

Das ist alles richtig, aber was nicht richtig ist: Solche geringe Dosen seien nicht schädlich. Es ist nicht bekannt, wie viele der Krebserkrankungen weltweit zum Beispiel durch solche natürliche Dosen an Strahlung hervorgerufen werden, aber ein Teil davon beruht eindeutig auf dieser Ursache.

Radioaktive Strahlung wird dann mit Giften und Krankheitserregern verglichen. Viele Gifte haben keine negativen Wirkungen, wenn sie in kleinen Dosen verabreicht werden, manche haben sogar günstige Wirkungen, wie das Training des Immunssystems (Impfung).

Nur, trifft das eben nicht auf radioaktive Strahlung zu. Kleine Dosen von radioaktiven Strahlen können das Immunsystem nicht dazu bringen, eine erhöhte Leistung gegen radioaktive Strahlung zu erbringen.

Radioaktive Strahlen sind in jeder Dosierung schädlich!

Warum? Weil es sich um ionisierende Strahlung handelt, die beim Treffen auf eine Körperzelle und speziell auf den Zellkern, die dort vorhandene DNA, also die Erbinformation für die Bildung neuer Zellen, ionisiert und damit chemisch verändert.

Ist eine solche Zelle einmal mit falscher DNA ausgerüstet und der Organismus „korrigiert“ diesen Fehler nicht (der menschliche Körper kann dies und deshalb führt nicht jede radioaktive Strahlung zu Krebs), so entwickelt sich in vielen Fällen daraus eine erste Krebszelle, die dann schnell zu einem ausgewachsenen Krebs werden kann.

Diese Fakten kommen im Kopp-Artikel überhaupt nicht vor. Es gibt nur Augenblicksstrahlung, keine strahlenden Teilchen im menschlichen Körper, die ausserhalb gar nicht wahrgenommen und gemessen werden können, aber da drinnen ihr tödliches Werk verrichten.

Es wird ausschliesslich mit Sievert argumentiert, aber wenige Milligramm von Cäsium-37 im Körper können ausserhalb des Körpers mit ihrer Strahlung gar nicht gemessen werden, weil die Beta-Strahlen gar nicht aus dem Körper austreten sondern innen absorbiert werden.

Auf diese Art und Weise nutzt der Artikel die meist geringen Kenntnisse der Bevölkerung über die Gefahren der radioaktiven Strahlen, um das Märchen zu verbreiten, radioaktive Strahlen seien für den Menschen nur gefährlich, wenn sie ein Sievert pro Stunde an gemessener Radioaktivität überschreiten.

Der Höhepunkt des Artikels sind diese beiden Aussagen: „Eine kleine Dosis ist nicht schädlich, sie ist oft nützlich.“ Und „Die Daten zeigen, dass niemand außerhalb des Kraftwerksgeländes von Fukushima eine schädliche Dosis erhalten wird (...) ... ist der Abstand zu einer schädlichen Dosis noch groß genug.

Auch eine andere Aussage in diesem Artikel schreit zum Himmel: „...durch die zerstörten Kraftwerke in Japan keine Menschen zu Schaden kommen werden.“

Tatsächlich wird zum Belegen dieser absurden Behauptungen nur und ausschliesslich Literatur benutzt, die von der Atom-Mafia stammt.

So zitieren die Herren aus den Betreiberfirmen, der Politik und der Herstellerfirmen von Atomkraftwerken, wie auch die mit ihnen verschwurbelten aus den offiziellen Strahlenschutz-Institutionen (kurz: Die Atom-Mafia) sich immer wieder gegenseitig und häufen damit eine Literatur an, die von der völligen Harmlosigkeit von radioaktiver Strahlung mit der Ausnahme der von Geigerzählern registrierten ausgehen.

Lassen wir uns von diesen Dienern des Profits aus Atomkraftwerken nicht täuschen: Jede radioaktive Strahlung schädigt Zellen von Lebewesen, das ist eine physikalische und biologische Grundwahrheit!

Samstag, 21. Mai 2011

Ist‘s bei Ihnen schon dunkel?

Nur vier Atomkraftwerke sind noch am Netz!

Von Karl Weiss

Sitzen Sie im Dunklen? Nein? Das kann aber eigentlich nicht sein, denn alle „Fachleute“ haben uns Jahrzehnte lang versichert, die Lichter gingen aus, wenn wir die Atomkraftwerke abschalten. Aus verschiedenen Gründen sind in diesem Moment von den 17 deutschen Strahlenschleudern nur vier am Netz. Und was passiert? Genau das, was alle Umweltschützer seit Jahrzehnten gesagt haben: Gar nichts!

Kind Radioaktivität Japan

Die lächerliche Vorstellung, die Atomkraftwerke seien die absolute Basis der Stromerzeugung, stimmte nie und nun wird es demonstriert. Wir haben Wasserkraft, wir haben Solarstrom, wir haben Windkraftwerke und - natürlich – die Kohle- und Braunkohle-CO2-Schleudern, die zwar nicht so gefährlich sind wie die Atomkraftwerke, aber so unweltschädlich wie nur denkbar – ganz zu schweigen von den Öl- und Gas-verbrennenden Kraftwerken oder, noch viel schlimmer, die Extrem-Todsünde gegen Nachhaltigkeit, die Müllverbrennungsanlagen.

Die Atomkraftwerke waren für ungefähr 25% der Stromerzeugung verantwortlich. Nun aber wurden die sieben ältesten Atomkraftwerke wegen der japanischen Super-Gaus zeitweise stillgelegt und dazu kamen andere Atomkraftwerke, die bereits sei einiger Zeit nicht funktionieren und andere, die wegen notwendiger Revisionen und Reparaturarbeiten vom Netz gehen mussten. Ab heute (21.5.) kommt zu diesen noch das Atomkraftwerk Lingen dazu, das ebenfalls einer Revision unterzogen wird, und so stehen wir bei vier verbleibenden Atomkraftwerken.

25 Jahre Tchernobyl 1986

Diese Situation hatten uns die Atom-Lobbyisten jahrzehntelang als Albtraum dargestellt. Die Wirklichkeit ist dagegen völlig anders. Kein einziges Licht geht aus und die beiden modernen, nachhaltigen Strom-Quellen, die Solartechnik und die Windkraft, tragen ab diesem Samstag bereits weit mehr zur deutschen Stromversorgung bei als die vier verbliebenen Atomkraftwerke.

Einige Besserwisser erklären uns nun, das ginge aber eben nur, weil nun viel Strom importiert würde. Doch die Bundes-Netzagentur verneint auch das: Zwar wird Strom importiert, aber aus Preigründen. Auch ohne diese Importe könnte mit ein paar Verbesserungen auch in Spitzenzeiten die Versorgung sichergestellt werden.

So etwas nennt man grösster propagandistischer Supergau in Deutschland.

Wo sind sie jetzt, die Herren von CDU, CSU, SPD und FDP, die uns für Jahre mit der Theorie „Dann gehen alle Lichter aus.“ an der Nase herumgeführt haben? Haben Sie auch nur von einem gehört, der sich entschuldigt hätte, der zugegeben hätte, er lag falsch, der uns bittet, ihn und seine Partei doch weiterhin zu wählen, auch wenn man beim Lügen erwischt wurde oder wenigstens den Mindestanstand hätte, zurückzutreten?

Baghnhof ist kein AtomKraftWerk

Wo sind sie jetzt, die Herren der Atomindustrie und die Betreiber von Strahlenschleudern, die uns jahrzehntelang mit dem „Dann gehen alle Lichter aus.“ genarrt haben? Haben Sie davon gehört, auch nur einer hätte sich an die Öffentlichkeit gewandt oder sei gar zurückgetreten? Nein, es ist „business as usual“ angesagt. Wir tun einfach so, als ob wir nie etwas anderes gesagt hätten – und das Gedächtnis der Menschen ist ja zum Glück schlecht.

Nein, meine Herren, falsch gedacht! Wir werden euch diesen Samstag, den 21. Mai 2011 um die Ohren schlagen, an dem kein Licht ausging und euch mit den damaligen Aussagen konfrontieren!

Nicht nur, dass man hochgefährliche Atomkraftwerke mitten in das dicht besiedelte Deutschland stellt, nicht nur, dass irgendwelche Katastrophenpläne für den Fall eines Atomunfalls überhaupt nicht bestehen, nicht nur, dass ein vergleichbarer Fall wie jetzt in Fukushima in Deutschland noch weit gravierender wäre als er in Japan schon ist, dieses Gesocks hat uns auch noch jahrzehntelang frech belogen!

Es ging ausschliesslich um die hohen Profite, die mit einem Atomkraftwerk zu erzielen sind, weil die Betreiber ja weder für verursachte Schäden haften noch sich um die strahlenden Atom-Müll-Halden kümmern müssen. Das erledigt alles der Steuerzahler!

Für uns und unsere Aktionäre der Profit, für euch, ihr blöden Steuerzahler, alle Gefahren und alle Kosten.

Doch, so dachten noch viele, wir brauchten die AKWs eben, denn sonst wären ja die Lichter ausgegangen! Nun, jetzt wissen wir es besser.

Scheiss-Kapitalismus

Und wir werden euch das nicht vergessen, ihr Politiker und Konzern-Bosse, wir werden euch in Zukunft nichts, aber auch gar nichts mehr glauben!

Scheiss-Lügen-Bande!

Dienstag, 17. Mai 2011

Fukushima: Nun hat es auch die ‚Süddeutsche‘ bemerkt

Schnellmerker von der Firma langsam

Von Karl Weiss

Wenn doch nur die Voraussagen des Bürgerjournalisten nicht so treffsicher wären! Dann könnte man angesichts des Supergaus von Fukushima bedeutend besser schlafen. Aber nun ist eine weitere Voraussage eingetroffen – und das verheisst wiederum nichts Gutes.

Kind Radioaktivität Japan

Bereits am 3. April hat der Bürgerjournalist im Artikel „Was war der Auslöser des Fukushima-Supergaus?“ ( http://karlweiss.twoday.net/stories/16548138/ )
folgendes geschrieben:

„Bruch der Wasserrohre durch das Erdbeben (...) ... gibt es klare Anzeichen für das Erdbeben als Auslöser des Super-Gaus in Fukushima und nicht den Tsunami, wie bisher gemeldet. Das ist insofern von Bedeutung, als hier ja das Standartargument „Bei uns gibt‘s keine Tsunamis“ verwendet wird, um die Behauptung zu unterstreichen, deutsche Atomkraftwerke seien sicher. (...) Was passiert nun, wenn ein solches Rohr bricht? Es tritt Wasser bzw. Wasserdampf aus und der Stand des Kühlwassers im Reaktor beginnt zu fallen. Liegen dann die ersten Brennstäbe teilweise frei, so überhitzen sie sich und beginnen zu schmelzen: Die katastrophale Kernschmelze ist eingeleitet.

Als Nebeneffekt erzeugt der Reaktor dabei auch noch Wasserstoff, der sich dann an den heissen Oberflächen entzündet und zu grossen Explosionen führt, wie wir das in Fukushima gesehen haben.“

erneute Explosion Fukushima

Nun, lesen Sie, was die ‚Süddeutsche‘ heute (17.5.) schreibt, also eineinhalb Monate später und vergleichen Sie:

„Die Kernschmelze im AKW Fukushima-1 begann direkt nach dem Erdbeben. Damit ist eine wichtige Schutzbehauptung der Atomlobby endgültig widerlegt. (...) Das Erdbeben hatte den Reaktor Leck geschlagen, deshalb begann sein Kühlwasserspiegel noch am selben Nachmittag zu sinken. Schon nach fünf Stunden begann die Kernschmelze.“

Die verzweifelten Versuche der Tepco, noch Wochen nach der Kernschmelze im Reaktor 1 von „teilweise geschmolzenen Brennstäben“ zu sprechen, die es zu kühlen gälte, und den Tsunami verantwortlich zu machen, dessen Intensität man nun wirklich nicht hätte voraussehen können, sind damit als Notlügen entlarvt.

Fukushima Ende März 2011 von oben nach unten Reaktor 1, 2, 3 und 4

In Wirklichkeit liegt die gesamte Masse der Brennstäbe von Reaktor 1 schon seit Mitte März am Boden des Reaktorbehälters als ein geschmolzener Block. Da nun tonnenweise Wasser in den Reaktorbehälter gepumpt wurde, hat man damit riesige Mengen von radioaktiv strahlenden Partikeln aus diesem Block herausgelöst oder –gespült und dies Wasser ist durch die bereits vorhandenen Löcher in der Wand des Behälters in den Untergrund gesickert und von da ins Meer.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass weit entfernt von Fukushima im Meer bereits mehrmals radioaktive Strahlung von einer Intensität gemessen wurde, die mit den zugegebenen Ereignissen nicht in Zusammenhang zu bringen war (siehe auch den oben schon verlinkten Artikel).

Was die ‚Süddeutsche‘ aber wiederum vermeidet, ist zu sagen, was das denn nun bedeutet. Es lässt sich bereits voraussehen: Auch die beiden anderen am Tag des Erdbebens im Betrieb stehenden Reaktoren 2 und 3 werden wahrscheinlich ein ähnliches Schicksal erlitten haben. Also waren auch dort die bisherigen „Rettungsmassnahmen“ nicht sachgerecht.

Zum Reaktor 4, der ja ebenfalls zerstört ist, aber gar nicht im Betrieb war am Tag des Erdbebens, wurde nun erstmals teilweise Stellung genommen: Er sei unterirdisch mit dem Reaktor 3 verbunden gewesen und sei deshalb durch die Riesenexplosion des Reaktors 3 ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Interessante Bauweise, nicht? Das bot sich natürlich an, die Reaktoren unterirdisch zu verbinden, nicht?

Wichtig in diesem Zusammenhang nicht zu vergessen: Der Reaktor 3 wurde mit Mox-Stäben betrieben, die Plutonium enthalten. Wenn diese ganzen Mengen Plutonium an die Luft oder ans Wasser abgegeben werden, dann sind da ganze Gegenden bzw. das Meer weltweit für Zehntausende von Jahren strahlend, denn das wichtigste Plutonium-Isotop hat eine Halbwertszeit der Strahlung von Zehntausenden von Jahren!

Fukushima - Reaktor 3 - Plutonium

All dies zieht die ‚Süddeutsche‘ vor, nicht zu berichten – das könnte ja Panik auslösen!

Allerdings gibt es doch einen sehr positiven Teil des Artikels, aus dem man lernen kann. Hier:

http://sueddeutsche.dehttp://www.sueddeutsche.de/panorama/atomkatastrophe-in-fukushima-der-unbemerkte-gau-1.1098291

Dort wird nämlich Haruki Madarame zitiert, der heute oberster Wächter Japans über alle Reaktorsicherheitsfragen ist. Der habe, als er noch Professor an der Universität in Tokio war, gesagt:

"Irgendwo muss man einen Strich ziehen. Es wäre unmöglich, ein AKW zu entwerfen, wenn die Ingenieure jede einzelne Möglichkeit berücksichtigen müssten."

Hören Sie? Hören Sie? Wenn alle Möglichkeiten eines Atomunfalles berücksichtigt würden, wäre es unmöglich, die Atomkraftwerke zu bauen!

Warum? Weil sie bei weitem zu teuer würden! Andersherum gesagt: Die Atomkraftwerke gibt es nur, weil eben nicht alle Möglichkeiten von Atomunfällen ausgeschlossen werden. Damit sind alle, die da vor sich hinbeten „Bei uns sind die Atomkraftwerke sicher“ widerlegt.

Atomkraftwerke sind nur nebenbei zur Stromerzeugung da, ihre Hauptaufgabe ist es Profit zu erzeugen und damit ist klar, es werden eben nicht alle Möglichkeiten berücksichtigt.

Atomkraftwerke sind der reinste, der extremste und der am meisten charakteristische Ausfluss des Kapitalismus. Es ist, als wären die Worte Atomkraftwerk und Kapitalismus identisch.

25 Jahre Tchernobyl 1986

Und damit ist auch klar: Wer da immer noch Restlaufzeiten befürwortet, werd da immer noch plappert, ohne AKWs gingen die Lichter aus, wer immer noch nicht begriffen hat, auf welchen Zeitbomben wir alle sitzen, der steht auf der Seite des Todes und nicht auf der des Lebens!

Wählen wir das Leben! Alle Atomkraftwerke abschalten, sofort!


Hier Links zu den anderen Artikeln im Blog im Zusammenhang mit dem Super-Gau von Fukushima

- Nur ein bisschen harmlose Radioaktivität?

- Radioaktivitätswerte dürfen nicht mehr veröffentlicht werden.

- Super-Gau Japan 3

- Fukushima – Es wird immer gruseliger

- Radioaktivität? - Alles unschädlich

- Was war der Auslöser des Fukushima-Super-Gaus?

- Strahlende Teilchen in Kanadas Trinkwasser – Fukushima 7
- Fukushima – Kernschmelze im Reaktor 4

- Fukushima – Düster, düsterer

- Streit um die Fukushima-Artikel dieses Blogs

- Nach Fukushima nun Kashiwasaki – Kariwa?

- Fukushima – Die Atom-Mafia

- Atomreaktor: 50 Jahre Abklingzeit

- Der Deutsche Atom-Gau

- Fukushima: Nuklear-Explosion?

- Fukushima: Vor einem neuen Ausbruch?

- Fukushima: Jetzt scheint es passiert zu sein

- Fukushima: Mein Gott, Walter

- Fukushima: Bei weitem das grösste Atomunglück aller Zeiten

Fukushima: Bei weitem das grösste Atomunglück aller Zeiten!

Wie damals bei den oberirdischen Atom-Explosionen

Von Karl Weiss

Was bereits mehrmals angedeutet wurde hier im Blog, hat sich nun als Tatsache herausgestellt: Nicht nur Reaktor 1 – wie schon im letzten Artikel gemeldet – hat eine Kernschmelze des wesentlichen Teils des Reaktorkerns erlitten und gibt ununterbrochen hohe Mengen an Strahlung und strahlender Teilchen ab, sondern dies trifft auch auf die Reaktoren 2 und 3 zu! Die Tepco selbst hat dies nun zugegeben. Damit haben wir den dreifachen Supergau oder drei Mal Tchernobyl!

Kind Radioaktivität Japan

Dies ist also bereits jetzt das grösste Atomunglück aller Zeiten und übertrifft Tchernobyl bereits deutlich. Genau dies war eigentlich schon seit über einer Woche klar, nur hat die Tepco – ebenso wie die japanische Regierung – immer um den heissen Brei herumgeredet.

Nun steht also fest: Alle drei Reaktoren, die zum Zeitpunkt des Erdbebens und kurz danach des Tsunamis in Funktion waren, sind durch die mangelnde Vorsorge des Herstellers und des Betreibers für viel zu lange Zeit ohne Kühlung des Reaktorkerns geblieben und haben dementsprechend eine wesentliche Kernschmelze erlitten (die Fragen über den vierten Reaktor werden wir später noch behandeln).

Fukushima Ende März 2011 von oben nach unten Reaktor 1, 2, 3 und 4

Dabei spielt es keine Rolle, wieviel % der Brennstäbe eventuell noch nicht geschmolzen sind, denn die geschmolzenen Teile haben längst Löcher in die Stahlwände des Druckbehälters gefressen (kein Stahl hält 2000 Grad aus!) und die Radioaktivität strömt ungehindert ins Freie.

Ins Freie, das heisst zum einen, in das Wasser, das dort andauernd hineingepumpt wird in der verzweifelten Hoffnung, noch einen Teil der Kernschmelze verhindern zu können (es ist von Tausenden von Tonnen Wasser pro Tag die Rede), das dann dann durch die Löcher hinausfliesst und in den Untergrund und ins Meer, das heisst zum anderen, in die Luft, weil die 2000 Grad heisse Kernschmelze die Partikel radioaktiv strahlender Teilchen in die Höhe trägt.

Grössere Teilchen kommen innerhalb von 100 bis 500 km in Windrichtung wieder herunter und schaden dort mit ihrer Strahlung. Feinere Teilchen können höher getragen werden und zwischen 500 und 3500 km überwinden, bevor sie den Boden wieder erreichen. Die feinsten Teilchen aber werden bis in die Stratosphäre getragen, wo die Jet-Streams in West-Ost-Richtung um die Erde fegen und diese Partikel rund um die Erde verbreiten.

Das entspricht einer Situation, wie sie in den 50er Jahren erreicht wurde, in der ersten Phase des „Kalten Krieges“ zwischen den USA und der Sowjetunion. Damals wurden von beiden Seiten zig Atombomben und später auch Wasserstoffbomben in Probe-Explosionen gezündet, zum einen, um die Wirkungen besser erforschen zu können und zum anderen, um der anderen Seite deutlich zu machen, wie weit man ist mit den Atomwaffen, nämlich genauso weit wie die Anderen.

Die Amerikaner führten die Versuche in der Nevada-Wüste durch, die Sowjetunion (soweit man weiss) in einer der südlicheren Sowjetrepubliken auf fast genau der gleichen geographischen Höhe wie Nevada in den USA. Diese oberirdischen Versuchs-Explosionen führten zu einem Streifen von Radioaktivität rund um die Welt in jener geographischen Höhe, die bald danach in einem deutlichen Anstieg der Fälle von Krebs (hauptsächlich Leukämie) vor allem von Kindern genau auf jenem Breitengrad führte.

Nachdem dies nachgewiesen war, versuchte der grösste Physiker aller Zeiten, Einstein, eine Bewegung zu schaffen, um die beiden Supermächte zum Einstellen dieser Versuche zu bewegen. Es gelang ihm, eine bedeutende Anzahl anderer Wissenschaftler für diese Bewegung zu gewinnen, aber er starb noch während dieser Versuche im Jahr 1957.

An seiner Stelle übernahm der überragende Chemiker Linus Pauling diese Bewegung, der einzige Nobelpreisträger für zwei unterschiedliche Dinge (Chemie- und Friedensnobelpreis), während Madame Curie (als einzige Andere mit zwei Nobelpreisen) einen für Physik und einen für Chemie bekam. Es gelang ihm am Ende, mehr als 11 000 der wichtigsten Naturwissenschaftler auf der Welt zu einer Unterschrift auf der Petition zu bewegen, die von den beiden Supermächten die Einstellung der oberirdischen Atomwaffenversuche verlangte.

Angesichts dieser (fast) Einstimmigkeit kamen die beiden Führer der damaligen Supermächte, der sowjetische Parteichef Chrustschow und der US-Präsident Kennedy nicht mehr darum herum nachzugeben. Im Jahr 1962 wurde der Vertrag über die Einstellung der oberirdischen Atomwaffenversuche unterzeichnet und kurz darauf wurde Linus Pauling der Friedensnobelpreis zuerkannt.

Es sei nicht geleugnet, Sie haben es beim Bürgerjournalisten nicht nur mit einem Chemiker zu tun, sondern auch mit einem der grössten lebenden Fans von Linus Pauling. Darum hier auch noch eine kurze weitere Information: Der Entwickler von Linux, Linus Torvalds, wurde nach Linus Pauling benannt.

Einen ähnlichen Streifen von Krebs (vor allem Leukämie, vor allem bei Kindern) könnte jetzt auf der Höhe von Fukushima, das ist ein Stück nördlich des damaligen, rund um die Erde auftreten (das braucht einige Jahre, um sich zu entwickeln).

Die menge von radioaktiven Teilchen, die von drei durchgegangenen Brennstoff-kernen ausgehen, kann absolut mit der von einer Anzahl von Atombomben verglichen werden, natürlich nicht die unmittelbare Wirkung einer Atombombe.

Es ist aber auch möglich, dass der bei weitem grösste Teil der strahlenden Partikel im Fall Fukushima ins Meer gespült wird. Dann muss man angesichts der Meeresströmungen verfolgen, wohin die Radioaktivitität gelangt und dann vor allem die Akkumulation untersuchen bzgl. der Fische und anderer Meereslebewesen.

Es könnte passieren, dass in drei oder vier Jahren dringend von Verzehr bestimmter Fische und anderer Meereslebewesen abgeraten wird, wobei selbstverständlich die Regierungen wiederum versichern werden, es gäbe keine Gefahr, denn die „Grenzwerte seien nicht überschritten“, die man einfach noch ein bisschen höher gelegt hat.

Der Umfang des Entsetzens, des Unglaubens, der Rachsucht und der stillen Trauer, die man angesichts der Behandlung dieses Themas durch die Regierungen und die offiziellen Medien bei diesem Thema spürt, ist fast unendlich.

Wir dürfen nicht glauben, was sie sagen, wir dürfen nicht nachlassen in den Bemühungen, die ganze Wahrheit zu erfahren!

25 Jahre Tchernobyl 1986
Dies Bild zeigt eine Wandzeichnung eines von der Krebsbehandlung gezeichneten Kindes in Tchernobyl mit der Ruine des Atomreaktors im Hintergrund. Das schlimmste an den Atom-Katastrophen sind meistens die vielen Kinder mit Krebs.

Es sind unsere Kinder, die betroffen sein werden, verdammt noch einmal! Die Kinder werden Leukämie bekommen und Du kannst diesen Scheiss-Schleimern in der Regierung nicht einmal klar nachweisen, dass sie Schuld sind!



Hier Links zu den anderen Artikeln im Blog im Zusammenhang mit dem Super-Gau von Fukushima

- Nur ein bisschen harmlose Radioaktivität?

- Radioaktivitätswerte dürfen nicht mehr veröffentlicht werden.

- Super-Gau Japan 3

- Fukushima – Es wird immer gruseliger

- Radioaktivität? - Alles unschädlich

- Was war der Auslöser des Fukushima-Super-Gaus?

- Strahlende Teilchen in Kanadas Trinkwasser – Fukushima 7

- Fukushima – Kernschmelze im Reaktor 4

- Fukushima – Düster, düsterer

- Streit um die Fukushima-Artikel dieses Blogs

- Nach Fukushima nun Kashiwasaki – Kariwa?

- Fukushima – Die Atom-Mafia

- Atomreaktor: 50 Jahre Abklingzeit

- Der Deutsche Atom-Gau

- Fukushima: Nuklear-Explosion?

- Fukushima: Vor einem neuen Ausbruch?

- Fukushima: Jetzt scheint es passiert zu sein

- Fukushima: Mein Gott, Walter

- Fukushima: Jetzt hat es auch die ‚Süddeutsche‘ bemerkt

Sonntag, 15. Mai 2011

Fukushima: Mein Gott, Walter!

Abfall-Strahlung

Von Karl Weiss

Es lässt sich immer weniger verbergen, wie gewaltig bereits die Mengen an radioaktiven Partikeln sind, die von den Reaktoren in Fukushima verbreitet wurden und werden. Während Betreiber und die japanische Regierung versuchen Optimismus zu vernbreiten, werden an immer neuen Stellen radiaktive Verstrahlungen festgestellt.

Kind Radioaktivität Japan

Die neueste Meldung ist diese: Man findet bereits hohe Strahlenwerte weit entfernt von Fukushima in der Asche von Müllverbrennungs anlagen, so z.B. in jener in Koto Ward, im Osten von Tokyo, also hunderte Kilometer von Fukushima entfernt. Dort wurden in der Asche, die gefiltert wurde, 170 000 Bequerel pro Kilogramm radioaktive Belastung festgestellt, das ist ein extrem hoher Wert.

In zwei anderen Müllverbrennungsanlagen im Grossraum Tokyo, mit den Namen Itabashi und Ota wurden ebenfalls hohe Werte von Radioaktivität gefunden: 100 000 bis 140 000 Bequerel pro Kilogramm, wobei hierbei Cäsium als Ursache vermutet wird.

Fukushima Ende März 2011 von oben nach unten Reaktor 1, 2, 3 und 4

Dies bedeutet:

1. Grosse Teile Japans und Tokyo sind bereits von ernst zu nehmenden Mengen von radioaktiven Substanzen betroffen, was die Regierung und der Betreiber immer geleugnet haben.

2. Natürlich reichert sich die Radioaktivität während des Verbrennens von Müll an, aber der Müll muss bereits deutlich belastet gewesen sein. Wenn solche Werte gefunden wurden, dann muss natürlich die Müllverbrennung eingestellt werden, um zu verhindern, dass die radioaktiven Teilchen über die Verbrennung erneut in die Luft gelangen, nachdem sie schon irgenwo im Müll vergraben waren. Nun raten Sie einmal, ob die Müllverbrennung eingestellt wurde? Natürlich nicht! Es gibt unter den radioaktiv strahlenden Teilchen natürlich auch ganz feine, die nicht von den Filtern erfasst werden und in die Luft gehen.

Fukushima - Reaktor 3 - Plutonium

3. Es geht hier ausschliesslich um radioaktiv strahlende Teilchen, nicht um eine Strahlung, die direkt von Fukushima ausgeht. Also spuckt Fukushima bereits radioaktive Teilchen in alle Richtungen. Man hat die Weltöffentlichkeit frech angelogen.

4. Der gleiche Prozess der Anreicherung wie bei der Verbrennung von Müll findet auch im menschlichen Körper statt. Vor allem das langlebige Cäsium 137, das im menschlichen Körper als Kalium-Atom erkannt und dann im Körper eingebaut wird und das Strontium 90, das der menschliche Körper als Calcium-Atom erkennt und ebenfalls entsprechend einbaut – auch langlebig – werden angereichert, auch wenn nur geringe Mengen in der Luft oder in der Nahrung vorhanden sind.

erneute Explosion Fukushima

5. Das gleiche gilt auch für Tiere und Pflanzen, die dem menschlichen Genuss dienen. Die für Nahrungsmittel angegebenen „ungefährlichen“ Grenzwerte sind vollkommen unakzeptabel angesichts der Möglichkeit der Anreicherung. Da man nun schon weiss, ein wesentlicher Teil der strahlenden Materie von Fukushima ist ins Meer geflossen, muss vor allem davon ausgegangen werden, dass Fische und andere der menschlichen Nahrung zugeführten Meeres-Lebewesen, wie etwa Shrimps, selbst bereits solche radioaktiven Substanzen anreichern und dann nach dem Verzehr wiederum die Anreicherung im menschlichen Körper folgt.

Es nützt also gar nichts, wenn die Nahrungsmittel getestet und freigegeben werden, weil "die Strahlung unter den Grenzwerten liegt". Wenn die Anreicherung berücksichtigt wird, müssen die Grenzwerte gleich über der Nachweisgrenze liegen!

Rücktritt unter Tränen - Koshiko Kosako

Es sei in diesem Zusammenhang noch einmal an den Rücktritt des von der japanischen Regierung bestellten Atom-Beraters Toshiko Kosako erinnert, der erklärte, er könne sich nicht mit den von der Regierung festgelegten Grenzwert von 20 MilliSievert pro Jahr für Schulen und Kindergärten in Japan einverstanden erklären.

Es muss noch einmal betont werden: Kinder sind weit empfindlicher als Erwachsene gegen radioaktive Strahlung (sie wie auch ältere Menschen). Sie haben noch nicht (bzw. nicht mehr) die starke Fähigkeit, falsche DNA im Körper zu erkennen und zu „reparieren“, was die Entwicklung von Krebs verhindert.
In allen Fällen, die mit Radioaktivität zu tun haben, ist das erste und deutlichste Anzeichen die weit über dem Üblichen liegenden Zahl von Kindern mit Krebs (meistens Leukämie).

25 Jahre Tchernobyl 1986
Dies Bild zeigt eine Wandzeichnung eines von der Krebsbehandlung gezeichneten Kindes in Tchernobyl mit der Ruine des Atomreaktors im Hintergrund. Das schlimmste an den Atom-Katastrophen sind meistens die vielen Kinder mit Krebs.

Für Kinder (und Ältere) müssen daher Grenzwerte gelten, die nur ein Zehntel der Werte für Erwachsene darstellen. Dies wurde in Japan nicht getan. Man muss davon ausgehen: In ein bis zwei Jahren werden im Ballungsraum Tokyo hohe Zahlen an Leukämie-Erkrankungen von Kindern auftreten und man wird, so wie auch in Deutschland, einfach abstreiten dies habe mit der erhöhten Radioaktivität zu tun.
Siehe zum deutschen Fall auch diesen Artikel:

„Atomunfall in Geesthach geheimgehalten“ ( http://karlweiss.twoday.net/stories/2802992/ )

Wahrscheinlich hätte man im Grossraum Tokyo (mit 35 Millionen Menschen) schon alle Kinder und Älteren evakuieren müssen. Das wäre aber eine Riesenaktion und würde weltweit noch mehr Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, wie unsicher Atomkraftwerke sind. Man fürchtet, es könnte sich eine weltweite kämpferische Bewegung gegen die Atomkraftwerke entwickeln – die dann wahrscheinlich auch nicht bei dieser Frage stehen bleiben würde.

So lässt man die Radioaktivität sich anreichern und wiederholt wie eine Gebetsmühle: „Die Grenzwerte sind nicht erreicht“.

Es wird auch deutlich, warum die Zone um Fukushima zu einer absoluten Sperrzone erklärt wurde: So hat man keine unliebsamen Zeugen, die in der Nähe des explodierten Atomkraftwerks Strahlung messen könnten, wie dies ein „Greenpeace-Mann“ in zehn Kilometer Entfernung von Fukushima getan hatte und dabei deutlich höhere Werte fand, als offiziell im eigentlichen Kraftwerk zugegeben wurden.

Auch in Deutschland gibt es jetzt bereits einen deutlichen Rückgang der Berichterstattung zu Fukushima, obwohl sich ja der „Kampf gegen die vier Super-Gaus“ noch Monate hinziehen wird.

So wird gezielt versucht, das Thema von der Tagesordnung zu holen und eine Laufzeitverlängerung doch noch durchzusetzen. Wer jetzt seine Aufmerksamkeit von Fukushima abzieht, fällt auf diese Taktik herein.

Raten Sie einmal, wo der Bürgerjournalist suchen musste, um die obigen Meldungen zu erreichen. Ja, in China! Xinhua.net nennt sich die englische Version der chinesischen Nachrichtenagentur, hier:

http://news.xinhuanet.com/english2010/world/2011-05/13/c_13873872.htm

Ausserdem kommt gerade die Nachricht herein: Der dritte Arbeiter von Fukushima ist gestorben! Die Arbeiter dort werden offenbar rücksichtslos hohen Strahlenmengen ausgesetzt. Es wird angegeben, die Todesursache sei unbekannt. Die halten uns für völlig verblödet!

Und eine weitere Meldung, die wirklich makaber klingt und es auch ist: Eine Gruppe von älteren Japanern hat eine „Bewegung“ gegründet, damit sich ältere Personen als Arbeiter in den Trümmern von Fukushima freiwillig melden. Angeblich hätten sie bereits 90 Freiwillige aufgetan. Die Argumentation ist: Die Älteren hätten ja sowieso nicht mehr viel zu leben. Ist das die neue Version von Harakiri?


Hier Links zu den anderen Artikeln im Blog im Zusammenhang mit dem Super-Gau von Fukushima

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Freitag, 13. Mai 2011

Fukushima: Jetzt scheint es passiert zu sein

Das „China-Syndrom“

Von Karl Weiss

Hiess der letzte Artikel zu Fukushima hier im Blog noch “Vor einem neuen Ausbruch?“, so scheint sich der befürchtete „Ausbruch“ nun ereignet zu haben - eventuell schon vor einiger Zeit, ohne dass es gemeldet wurde. Jedenfalls gibt es Meldungen aus verschiedenen Quellen, der Reaktorkern des Reaktors 1 in Fukushima hätte sich nun endgültig in einen Feuerball verwandelt, sei durch die Stahl- und Betonwände des Druckkessels und der Reaktorummantelung durchgebrannt und sei „auf dem Wege nach China“.

Kind Radioaktivität Japan

Das „China-Syndrom“, die Vorstellung, ein solcher „durchgegangener“ Reaktorkern würde sich durch den ganzen Erdball brennen und auf der anderen Seite in China wieder herauskommen, ist natürlich Unsinn – abgesehen davon, dass von Fukushima aus die andere Seite Brasilien wäre und nicht China.

Dieser Feuerball ist ja 2000 Grad heiss oder mehr, also eine unvorstellbar hohe Temperatur, die nicht nur alles in Brand steckt, was ihr in den Weg kommt, sondern auch Feuer nach allen Seiten spuckt. Vor allem aber wird dieser Feuerball mit der Aussenluft in Kontakt kommen und dann passiert das, was den Begriff „China-Syndrom“ zum gefürchtetsten Unfall bei Atomkraftwerken macht:

25 Jahre Tchernobyl 1986

Ein solcher feueriger „Kracher“ gibt den wesentlichen Teil seiner Radioaktivität an die Umwelt ab, er verschwindet nicht einfach auf Nimmerwiedersehen in der Erde.

Er feuert natürlich auch Gammastrahlen, aber die können ja nur für Leute in der Nähe schädlich sein. Was dieses Ereignis so gefürchtet macht ist: Es werden Partikel von so ziemlich jedem bekannten radioaktiven Material an die Luft, die umgebende Erde und an alle Wasserläufe abgegeben, die da unterirdisch verlaufen. Da Fukushima ja unmittelbar am Meer liegt, wird damit wiederum eine hohe Dosis von radioaktiven Partikel ins Meer gelangen.

Fukushima Ende März 2011 von oben nach unten Reaktor 1, 2, 3 und 4

Die hohe Temperatur des geschmolzenen Reaktorkerns fährt auch dazu, dass mit der heissen Luft radioaktive Partikel in grosse Höhen gerissen werden, wo sie dann um den ganzen Erdball wandern können (in West-Ost-Richtung), um dann langsam wieder herunterzukommen.

In diesem Zusammenhang sei nochmals auf die Aussagen in den vorherigen Fukushima-Artikeln zu den Partikeln von Strontium 90, Cäsium 137 und Jod 131 hingewiesen, die für lange Zeit strahlen und nicht vernichtet werden können.

erneute Explosion Fukushima

Die klarste Aussage zur Kernschmelze wird auf dieser Website in einem Interview ausgesprochen – sagen Leute, die japanisch können:

http://www.fnn-news.com/news/headlines/articles/CONN00199280.html

Auch hier wird bestätigt: Die Brennstäbe sind geschmolzen und haben bereits Löcher in die Wände gebrannt und die heisse, glühende und spratzende Masse fliesst aus den Sicherheitsbehältern:

http://www.heise.de/tp/blogs/2/149834

und hier:

http://www.heise.de/tp/blogs/2/149832

Da die Tepco wie immer alles leugnen wird und die japanische Regierung nur wiedergibt, was Tepco bereits zugegeben hat, können wir nicht nicht erwarten, hierzu in Echtzeit informiert zu werden. Wahrscheinlich wird man erst erfahren, dass dies wirklich geschah, wenn weltweit die Radioaktivität ansteigt. Wir werden also auf neue Meldungen warten müssen.



Hier Links zu den anderen Artikeln im Blog im Zusammenhang mit dem Super-Gau von Fukushima

- Nur ein bisschen harmlose Radioaktivität?

- Radioaktivitätswerte dürfen nicht mehr veröffentlicht werden.

- Super-Gau Japan 3

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- Radioaktivität? - Alles unschädlich

- Was war der Auslöser des Fukushima-Super-Gaus?

- Strahlende Teilchen in Kanadas Trinkwasser – Fukushima 7
- Fukushima – Kernschmelze im Reaktor 4

- Fukushima – Düster, düsterer

- Streit um die Fukushima-Artikel dieses Blogs

- Nach Fukushima nun Kashiwasaki – Kariwa?

- Fukushima – Die Atom-Mafia

- Atomreaktor: 50 Jahre Abklingzeit

- Der Deutsche Atom-Gau

- Fukushima: Nuklear-Explosion?

- Fukushima: Vor einem neuen Ausbruch?

- Fukushima: Mein Gott, Walter

- Fukushima: Bei weitem das grösste Atomunglück aller Zeiten

- Fukushima: Jetzt hat es auch die ‚Süddeutsche‘ bemerkt

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