Oekonomie

Mittwoch, 23. Juni 2010

Griechenland als alleiniger Autohersteller?

Die Riesenzahlen sind unvorstellbar

Von Karl Weiss

750 Milliarden Euro für Hypo Real Estate und Baffin, Euroland für Griechenland: 130 Milliarden, Europäischer Rettungsfond: 720 Milliarden, voraussichtlicher Bedarf Deutscher Banken im nächsten Jahr: Bis zu 338 Milliarden Euro. Die großen Zahlen nehmen Überhand. Das Problem: Niemand hat eine Vorstellung, wieviel das wirklich ist. Bei mehreren Hundert Millionen hört das menschliche Vorstellungvermögen auf.

Diebe unter uns

Darum sei hier kurz ein Vergleich gebracht: Hier in Belo Horizonte sind gerade die Planungen für ein neues Automobilwerk von FIAT auf der grünen Wiese im Gange, Seite an Seite mit dem bereits bestehenden, genau gesagt in der Stadt Betim im Großraum Belo Horizonte, von wo dies hier geschrieben wird.

Anmerkung hierzu: FIAT ist bereits seit Jahren größter Pkw-Hersteller in Brasilien, wenn man von der Zahl der verkauften Autos ausgeht und hat Volkswagen überholt.

Die Investition wird nach Angaben der FIAT etwa 1 Milliarde Dollar kosten und danach wird man etwa 5000 Autos am Tag zusätzlich herstellen können.

Rechnen wir also einmal kurz nach: 5000 am Tag, das sind gerechnet 320 Produktionstage im Jahr (Tag und Nachtarbeit, aber es gibt immer Unterbrechungen) also etwa 1,6 Millionen Autos im Jahr.

Nehmen wir einmal einfach einen Dollar für einen Euro, die Tendenz geht sowieso dahin.

Die Gesamtkapazität der Pkw-Herstellung weltweit ist nach einer Zahl, die ich noch nicht überprüfen konnte, aber nicht weit von der Wirklichkeit liegen dürfte, etwa 80 Millionen Fahrzeuge pro Jahr (das dürfte sich auf Pkw und kleine Transporter beziehen).

Wenn also für 1,6 Millionen Autos pro Jahr etwa 1 Milliarde investiert werden muss, dann sind es für 80 Millionen Autos pro Jahr etwa 50 bis 60 Milliarden Euros oder Dollar.

Dabei spielt die Genauigkeit dieser Zahlen keine Rolle, es geht nur um die Größenordnung.

Das ist nun ein großer Zufall, denn das ist fast genau die Hälfte jenes Betrags, den man für Griechenland bereitgestellt hat (es gibt keinen Zweifel darüber, dass Griechenland diesen Betrag wirklich brauchen und an deutsche und französische Banken weitergeben wird, die Zweifel bestehen aber darüber, ob dies ausreichen wird). Oder mit anderen Worten ausgedrückt:

Wenn momentan alle Automobilfabriken schließen würden und all dies erst als Neuinvestition aufgelegt werden müsste – wohlgemerkt alle Autofabriken der Welt(!), dann hätte Griechenland, wenn man das Geld nicht für anderes brauchen würde, die Möglichkeit, die gesamte Autoindustrie der Welt zweimal innerhalb seiner Staatsgrenzen zu haben!

Natürlich geht es hier, Sie, geneigter Leser verstehen das sicherlich, nicht darum, ob die gesamte Automobilproduktion nach Griechenland verlagert wird und auch nicht darum, ob dies überhaupt möglich wäre!

Mit den Baffin- und Real Estate-Milliarden könnte man also etwa 15 Mal die gesamte Welt-Autoindustrie aufbauen! Mit dem "Europäischen Schutzschirm" könnte man etwa 14 mal die ganze Automobilindustrie aus dem Boden stampfen!

Es geht darum, in etwa einen Eindruck von den Wahnsinnsbeträgen zu bekommen, mit denen hier umgegangen wird, als ob dies Millionen- und nicht Milliardenbeträge wären. Es muss verhindert werden, dass Frau Merkel und Herr Westerwelle uns weiter an der Nase herumführen, so als ob sie nicht völlig kosmische Garantien geben würden für Dinge, die eigentlich nur bedeuten, dass eine Bank pleite geht oder auch mehrere, wo es doch über 2000 in Deutschland gibt.

Warum müssen diese Irrsinnsbeträge aufgebracht werden aus unseren Steuergeldern für ganz bestimmte Großbanken? Weil sie die Herrscher sind in diesem kapitalistischen System! Die Groß-Banken und –Konzerne sind es , die hier herrschen und die den Politikern sagen, was zu tun ist!

Scheiss-Kapitalismus

Darum versuchen Obama, Merkel, Westerwelle, Sarkozy und wie sie alle heißen, uns weiszumachen, es gäbe keine Alternative zu diesen massiven Ausgaben, es seien „Rettungstaten“ ohne Alternative.

Beginnen wir, ihnen nichts mehr zu glauben, beginnen wir uns dagegen aufzulehnen, dass alles auf unseren Schultern abgeladen wird. Beginnen wir zu rebellieren!

Veröffentlicht am 22. Juni 2010 in der Berliner Umschau

Dienstag, 22. Juni 2010

Auch kapitalistische Quellen bestätigen: Wir werden bestohlen und belogen

Die „Rettungsschirme“ sind für Banken, nicht für den Euro

Von Karl Weiss

Dass Leute wie der Bürgerjournalist und andere Sozialisten die riesen-milliardenschweren 'Bail-Outs' und „Rettungspakete“ kritisieren und sie als schlichten Raub am Bundesbürger bezeichnen, war natürlich zu erwarten und überrascht wohl nicht. Nun beginnen aber auch immer mehr kapitalistische Quellen genau das zu bestätigen, was wir die ganze Zeit sagen.

Diebe unter uns

Diese Mal ist es das populäres Magazin „seite3“ der Schweiz, das nun nicht im mindesten im Verdacht steht, sehr sozialistisch zu sein, das uns Klartext serviert:

Unter dem Titel „Wurde Europa von Bankstern übernommen?“ zitiert es den „Wirtschaftsguru“ Beat Kappeler damit, beim Griechenland Rettungspaket hätte es sich um ein Banken-Rettungspaket gehandelt. „Die EU verschenkt also das Geld ihrer Bürger und zwingt sie damit in die Abhängigkeit der Zentralbanken. (...) Denn wer die Macht über das Geld hat, hat auch die Macht über die Regierung.“

Auch was der ehemalige Europa-Banker und Staatssekretär im Finanzministerium Jürgen Jahnke zu den Behauptungen von Frau Merkel in ihrer Regierungserklärung zum „Rettungsschirm“ zu sagen hat, ist aufschlussreich, denn auch er ist nicht im geringsten verdächtig, mit irgendwelchen sozialistischen Zielen zu kokettieren.

Er schreibt in seinem interessanten Portal www.jjahnke.net zur Behauptung von Frau Merkel, Deutschland habe auf Pump gelebt: „Eine Merkel-Lüge“

Frau Merkel behauptete: "Zu viele wettbewerbsschwache Euroländer haben über ihre Verhältnisse gelebt. Das ist die eigentliche Ursache des Problems. Auch wir Deutschen haben im Übrigen nicht seit gestern, sondern schon seit über 40 Jahren Schulden gemacht. Auch wir leben auf Pump."

Demgegenüber stellt Herr Jahnke klar:

„Was für ein Unsinn! Deutschland lebt seit Jahren unter seinen Verhältnissen. Allein in den acht Jahren zwischen 2002 und 2009 hat Deutschland fast 1.000 Milliarden Euro [ 1 Billion!] mehr eingenommen, als es ausgegeben hat, und entsprechend kumulierte Leistungsbilanzüberschüsse zu Lasten seiner Binnenkonjunktur aufgebaut (...). Im Durchschnitt für jeden Haushalt in Deutschland 46.150 Euro. Das Geld ist dann über die Zahlungsbilanz in Kapitalexporten gelandet, als Investitionen in ausländischen Finanzpapieren (auch miesen amerikanischen), Unternehmen, Krediten ans Ausland und ausländischen Staatspapieren (auch Griechenland) etc..

Weiter schreibt er:

„Deutschland hat sich viel zu wenig gegönnt und damit seine Binnenkonjunktur im Kühlschrank gehalten und zugleich eine zerstörende Unwucht in der Eurozone erzeugt. Das ist die Wahrheit. Alles andere ist verlogene Volksverdummung. Was Merkel hier absichtsvoll durcheinander wirft ist die Staatsverschuldung (die bei uns im internationalen Vergleich relativ gering ist) und die Auslandsverschuldung, mit der man auf Pump leben würde, während doch Deutschland einer der weltgrößten Gläubiger geworden ist. Alles Lüge also. Man muss es einmal so hart formulieren.“

Das alles sollten wir uns gut merken, wenn wir wieder vermerkelt werden.


Veröffentlicht am 21. Juni 2010 in der Berliner Umschau

Donnerstag, 17. Juni 2010

Kommt jetzt der zweite große Krisenabschwung der Depression?

Erholung passé?

Von Karl Weiss

Der wichtigste US-Krisenfrüherkennungsfaktor „Weekly Index“ des ECRI fiel in der Woche vor dem 4. Juni 2010 auf –3,5% und erreichte damit ein 44-Wochentief. Das kündigt typischerweise einen neuen Abschwung an. Damit wäre die „Erholung“, die noch gar nicht stattgefunden hat, bereits wieder passé.

Barack Obama
Auch US-Präsident Barack Obama konnte die US-Wirtschaft bisher nicht auf die Beine bringen

Das Blog „wirtschaftsquerschuss.blogspot.com“ wird jetzt nur noch von Zeit zu Zeit aktualisiert, ist dann aber immer seiner Zeit voraus – und den anderen Blogs. Diesmal wird uns der Frühindikator des ECRI vorgestellt. Es handelt sich um einen Indikator, der kurzfristig Auskunft über den Wirtschaftsverlauf in den USA gibt.

Dieser Index gibt eine gewichtete Summierung von 7 wichtigen US-Wirtschaftszahlen wieder, die Entwicklung der Geldmenge, die Preise für industrielle Märkte, die Spreads und die Erträge von Anleihen, die Erstanträge auf Arbeitslosigkeit, die Hypothekenanträge und die Entwicklung der Aktienkurse. Er hat erfolgreich den Beginn der Wirtschaftskrise im März 2001 angesagt, wie auch die aktuelle Krise, beginnend im Dezember 2007.

Im aktuellen Fall gibt der Indikator als annualisierte und geglättete Wachstumsrate erstmals seit 51 Wochen wieder einen negativen Trend wieder. Das kann bereits signifikant sein, aber das ECRI selbst, das ‚Economic Cycle Research Institut’, weist daraufhin, dass dies erst die erste Woche mit einem negativen Trend war und damit noch nicht genügend Nachhaltigkeit vorliegt, um jetzt schon den zweiten Abschwung innerhalb der aktuellen Krise vorhersagen zu können.

Der „Wirtschaftsquerschuss“ aber sagt: „...der ECRI US-Weekly Leading Index dürfte bereits eine deutliche negative Indikation für das Wirtschaftswachstum in den USA sein.“

USA-Staatsverschuldung - Das ist eine Exponentialfunktion!
Das ist eine Exponentialfunktion!

Besonders die sich verschärfende Situation der Banken in den USA (und nicht nur dort) wird als Anzeichen dafür genommen Es wird hingewiesen „...auf die ungelöste Problematik von immensen Milliarden Dollar an nicht ausgewiesenen faulen Krediten in den Bilanzen der US-Finanzindustrie...“.

Als Beispiel dient die Goldmann Sachs Bank, die schon als Krisengewinnler da stand. Ihr Aktienkurs ist letzthin konsequent gefallen und liegt nun auf dem Stand vom 22. Mai 2009, das war der Höhepunkt des ersten Abschwungs in der aktuellen Krise.

USA: Monatliche Ausgaben und Einnahmen pro Fiskaljahr

Würde sich diese Vorhersage bestätigen, nähme die jetzige Krise ein Ausmaß von mindestens der Tiefe der „Großen Depression“ an, die 1929 begann und sich bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges hinzog. Sie würde dann noch Jahre dauern. Wiederum, wie schon 2007/2008, wären die USA der Vorläufer für den Rutsch in die Krise für die anderen Länder.


Veröffentlicht am 17. Juni 2010 in der Berliner Umschau

Dienstag, 15. Juni 2010

Ist das BPs Untergang?

Ein Artikel der Financial Times Deutschland legt dies nahe

Von Karl Weiss

Die BP ist in „trouble“. BP will sagen: British Petrol. Man hat zwei Firmen, eine davon die bekannte Halliburton des früheren US-Vize-Präsidenten Cheney, damit beauftragt, eine Tiefwasserbohrung im Golf von Mexiko nach Erdöl zu veranstalten und die Dinge gingen schief. Die Plattform hieß „Deepwater Horizon“.

auf-zum-strand-tanken

Es wurden offenbar einfachste Sicherheitsregeln nicht eingehalten und die Ölplattform explodierte und sank kurz danach. Bis heute wurde die Zahl der Toten dieser Katastrophe nicht bekannt gegeben. Und die Folgen sind noch weit fürchterlicher als 10 oder 40 Tote.

Es ist der größte „Oil-Spill“ aller Zeiten. Und das endgültige Ausmaß ist noch nicht bekannt. Als die „Exxon-Valdez“ in den vorher fischreichen Gewässern Alaskas auf Grund lief und anschließend praktisch die ganze Ladung von Rohöl in die Umwelt entließ, war dies bereits das größte Desaster der Geschichte der Ölproduktion. Nun aber ist nicht die Menge Öl, die in eines der großen Tankschiffe passt, die jene mögliche Katastrophe begrenzt, diesmal wurde das Bohrloch selbst freigesetzt, der absolute Albtraum jedes Öl-Ingenieurs.

Seitdem fließt ein Strom von Erdöl aus jenem freigesetzten Bohrloch und alle Maßnahmen, dies zu unterbinden, liefen schief. Es muss sogar damit gerechnet werden, dieser Ausfluss von Öl in das Meer wird erst im Verlauf von Monaten drastisch zu verringern sein und auch das ist nicht sicher.
Was ist da schiefgelaufen? Wie konnte die BP ein solches Desaster geschehen lassen, obwohl alle Spezialisten bereits auf solche Möglichkeiten aufmerksam machten?

Die BP, speziell in Form ihres Vorstandsvorsitzenden Tony Hayward, hat – nachdem das Desaster schon nicht mehr zu verheimlichen war – auch noch alle publizistischen Fehler gemacht, die man in solchen Situationen machen kann. Er war nie präsent, wenn die Fischerhäfen am Golf von Mexiko besucht wurden, er versprach den Fischern nie großzügige Abfindungen, obwohl die Reingewinne der BP im Bereich von zig Milliarden das ohne Probleme hergegeben hätten.

Stattdessen erklärte er, die beiden Firmen, die er kontraktiert hatte für diese Bohrung, neben der Halliburton die Transocean, eine Schweizer Firma, seien verantwortlich.

BP New Logo

Er musste dies bereits nach kurzer Zeit zurückziehen. Die Konzession war an BP vergeben worden und jegliche Unterkontraktanten hätten an strenge Regeln gebunden werden müssen. Da scheint es aber gehapert zu haben. Heute versucht die BP schon nicht mehr, die Schuld auf die „Contractors“ abzuschieben.

Hayward, der bei Analysten immer als Vorzeigemanager galt: Hayward hat Kosten gespart, Stellen gestrichen, Gewinne gesteigert, ein Vorstandsvorsitzender jener Art, wie sie diese Großkonzerne nun im Dutzend hervorbringen: Er weiß sicherlich, wie man die Profite der BP ins fast Unermessliche steigert, aber er hat nicht den geringsten Kontakt zu den Normalsterblichen, kann sich gar nicht vorstellen, wie das Leben normaler Menschen vor sich geht und er hat vor allem auch keinerlei wirkliche Kenntnisse über die Technik von Tiefseebohrungen.

So ging es völlig an ihm vorbei, dass eine Anwesenheit nötig gewesen wäre, als Präsident Obama die betroffenen Regionen besuchte. Zunächst ließ er noch verlautbaren, es trete gar kein Öl aus. Als sich dies nicht mehr verheimlichen ließ, keinerlei Präsenz vor Ort, keinerlei Versprechen von großzügigen Ausgleichszahlungen. Dies zumindest hatte der damalige Präsident der Exxon in Alaska noch von sich gegeben - allerdings später nicht eingehalten.

Na, zumindest ist er ehrlicher als der damalige Exxon-Präsident.

Doch der damalige Tanker-Unfall war ein schlimmer Unfall. Diesmal handelt es sich um eine Katastrophe. Keine bisherige Umwelt-Katastrophe lässt sich mit dieser vergleichen. Die Ölmengen sind bis jetzt bereits zehn mal mehr als damals (nach bereits überholten Angaben). Vor allem aber, die Küsten, wo all dies anlandet, sind nicht mehr die extrem dünn besiedelten Alaskas, wo ganze Eskimo-Stämme ihre Lebensgrundlage verloren und in die nächst gelegen Städte flüchten mussten, um zu betteln.

Diesmal handelt es sich um einige der dichtest besiedelten Küsten überhaupt. Hunderttausende und Millionen sind betroffen. Nicht nur, dass die Fischer keine Beute mehr finden, nicht nur, dass die Krebse und Hummer verschwinden, nicht nur, dass die Shrimps und anderen Schalentiere nicht mehr auftauchen, nicht nur die völlige Unmöglichkeit noch irgendwelche lohnenswerten Fischzüge zu machen.

Was stärker wiegt, ist die Vernichtung bestens bekannter Urlaubsgebiete, ist die völlige Verhinderung der normalen Strandvergnügen, ist das Auslöschen von Hunderten von Kilometern von sauberem Strand für Jahrzehnte – wenn nicht auf ewig.

Dazu kommen die ausgedehnten Bereiche der Florida-Küste, in denen Hunderttausende von US-Rentnern ihre wohl verdiente Rente genießen. Sie alle hatten sich Appartements an der Küste gekauft, die nicht nur ein Strandleben, sondern auch die Möglichkeit von Fischfang-Abenteuern beinhalteten. Damit dürfte nun Schluss sein.

Damit ist die Golf-Coast-Katastrophe bereits heute weit gigantischer als jene der Exxon-Valdez. Die BP scheint dies erst in den letzten Tagen bemerkt zu haben, doch ihre Antworten bleiben extrem vage. Es wird von weiteren Monaten gesprochen, bis der Öl-Austritt wirklich gestoppt werden kann.

Dies alles allerdings dürfte bereits vorher klar gewesen sein. Jeder verantwortliche Ingenieur hat bereits berichtet, dass dies passieren könnte oder wenn er dies offiziell nicht hat, dann unter Druck des Konzerns. Die Risiken der Ölförderung in großen Tiefen und die hohen Kosten waren bereits bekannt.

Doch müssen wir von einem Konzern wie BP besonders hohe Standards verlangen. Der Bürger-Journalist war bereits einmal indirekt Angestellter der BP. Genau gesagt war die Firma, in der er arbeitete, Vertriebsorganisation einer BP-Tochter. Als solcher, wurde man in bestimmte BP-Orientierungsprogramme einbezogen. Dort wurde einem unter anderem klar gemacht: Die BP kann nicht länger die relativ hohe Zahl von Angestellten verkraften, die Opfer eines Auto-Unfalls mit Alkohol-Ursachen werden. Die BP dekretiert: Wer wegen Fahrens unter Alkohol-Einfluss verurteilt wird, wird unmittelbar entlassen, auch wenn er nur bei einer Vertriebsorganisation einer BP-Tochter arbeitet.

Das ist sicherlich eine keineswegs zu verurteilende Sicht der Dinge. Aber hätte ein Konzern, der sich in dieser Beziehung so weit aus dem Fenster lehnt, nicht auch in Bezug auf die absolute Sicherheit von Ölquellen gegen Explosionen und unerwünschten Öl-Austritt in ähnlich rigoroser Weise vorgehen müssen?

Nun, die BP ist einer der fünf großen internationalen Ölkonzerne auf der Welt, die da sind: Exxon-Mobil, Shell, Chevron-Texaco, Total und BP. Alle fünf kämpfen um die Vorherrschaft, blieben aber bisher in etwa auf gleicher Höhe. Die höchsten Profite konnte die Exxon einstreichen, die es bereits in einem Jahr auf über 43 Milliarden Dollar Reingewinn gebracht hat. Auch die anderen liegen im Zig-Milliarden-Dollarbereich bei den Profiten. Kurz, es handelt sich um das profitabelste, was es gibt (außer Banken natürlich).

Da wäre es nicht zuviel verlangt von diesen Konzernen, auch technisch und nicht nur finanziell exzellent zu sein. Doch da hapert es. Der Bürger-Journalist kennt, wie es der Zufall will, einen Vorarbeiter von einem der Aufbaukommandos für eine neue Tiefsee-Ölplattform hier vor der brasilianischen Küste. Befragt, ob dort alle elektrischen Anlagen, also alle Relais und sonstigen eventuell Funken-geneigten Gerätschaften explosionssicher ausgelegt seien, berichtete der, Explosionssicherheit sei überhaupt nicht gefordert.

Wenn Sie in Deutschland einen Industriebetrieb haben, in dem eventuell Lösungsmitteldämpfe oder Gas austreten können, so müssen Sie alles explosionsgeschützt anlegen, was einen Haufen Geld kostet. Aber die profithaltigsten Konzerne der Welt haben es nicht nötig, Explosionssicherheit zu garantieren????

Nach den letzten Schätzungen ist die Menge Öl, die da im Golf von Mexiko austritt, alle fünf Tage einmal die „Exxon Valdez“. Das ist das zigfache von dem, was die BP bisher zugegeben hat.

Diese Politik des immer nur tröpfchenweise Zugebens trägt auch nicht gerade zur Glaubwürdigkeit der BP bei.

Die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet sogar, der Konzern BP könnte nun schon in der Existenz bedroht sein:

„Der Industrie-Ikone droht die Zerschlagung oder eine Übernahme. (...) "Wenn man sich den Kursverlust anschaut und die Wahrscheinlichkeit, dass das so auch weitergeht, glauben wir, dass sich BP zum Übernahmekandidaten entwickelt " (...) Tag für Tag verliert BP an der Börse. Allein am Dienstag [ 8.6.] waren es 15 Prozent. 71,6 Mrd. $ hat der Konzern an Börsenwert eingebüßt. Damit wird er angreifbar, vor allem für finanzstarke Staatskonzerne aus China oder Brasilien. Oder für Shell, über den es schon lange Fusionsgerüchte mit BP gibt. Zumindest Teile des Geschäfts wird BP aufgeben müssen, etwa Ölfelder (...) [BP] könnte gezwungen sein, Bohrprojekte und Tankstellen in den USA zu verkaufen. "Das US-Geschäft wird nicht zu halten sein", sagt Dougie Youngson, Analyst bei der Bank Arbuthnot. (...)

Die Märkte haben den Ernst der Lage erkannt. Das zeigt sich an den Kreditderivaten des Konzerns. Am Mittwoch [ 9.6.] verteuerten sich diese zum ersten Mal überhaupt auf mehr als 200 Basispunkte und wurden am Nachmittag bei 240 Punkten gehandelt. Das heißt, dass es jährlich 240.000 $ kostet, 10 Mio. $ an Anleihen abzusichern. Am Tag der Explosion waren es 43 Basispunkte.

Das bedeutet nicht zwingend, dass Anleger mit einer Pleite des Unternehmens rechnen. Allerdings ist es ein Hinweis, dass Leerverkäufer BP ins Visier nehmen. Das kann den Konzern an der Börse niederreißen und weiteres Vertrauen zerstören. "Die Situation hat den Geruch des Todes", sagt Arbuthnot-Analyst Youngson. Die Geier kreisen schon.“

Es gab bereits einen andere Großkonzern Großbritanniens, der – wenn auch aus anderen Gründen – in seine Bestandteile zerlegt wurde, die Imperial Chemical Industries (ICI), damals einer der fünf dominierenden Chemie-Konzerne. Heute gibt es keine große Firma mehr mit diesem Namen. Die Bestandteile gingen in vielen anderen Chemie-Gruppen auf.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass etwas ähnliches mit der BP geschieht. Die vier Haupt-Konkurrenten werden sicherlich nichts dagegen tun (um es vorsichtig auszudrücken).

Allerdings ist es viel zu früh, bereits mit dem Ableben dieses Konzerns zu rechnen. Er hat so viele Jahre extremster Profite hinter sich, dass er sicherlich nicht leicht zu Fall zu bringen ist. Dazu kommt: Am Ende wird all dies von Gerichten entschieden werden. Soweit bereits vorher Ausgleichzahlungen fließen, werden sie bei den Gerichtsentscheidungen berücksichtigt. Die Gerichte haben allgemein eine Tendenz, zugunsten von Großkonzernen zu entscheiden, die natürlich auch von den gerissensten Anwälten vertreten werden. Ob dies allerdings auch für ausländische Konzerne in den USA gilt, wird abzuwarten sein.

BP hat genügend Geld in der Kriegskasse, um ein zu tiefes Absacken seiner Aktien zu verhindern. Sollte allerdings die für August vorgesehene Lösung durch Ausgleichsbohrungen auch nicht klappen, so werden selbst die massiven Mittel der BP irgendwann zu Ende gehen.

Ob am Ende alle Rentner in Florida-Häuserparks Geld aus Ausgleich für verlorene Strände sehen werden, muss bezweifelt werden. Der vollständige Sandaustausch an 400 km Stränden muss sowieso als unmöglich angesehen werden. Die Folgen dieses Desasters wird man noch Jahrzehnte spüren.

Wenn es der BP wirklich an den Kragen geht, hat sie allerdings noch Alternativen, z.B. eine Umgründung, die im alten BP-Rahmen nur einen Bruchteil der Firmen-Assets lässt oder auch das, was GM getan hat: In den Vergleich gehen und damit die Gläubiger schlecht aussehen zu lassen und später wie Phönix aus der Asche wieder aufzustehen.


Veröffentlicht am 15. Juni 2010 in der Berliner Umschau

Montag, 7. Juni 2010

Kriechen in der Talsohle für US-Wirtschaft

Mai-Zahlen des Arbeitsmarktes schocken Börsianer

Von Karl Weiss

Die US-Wirtschaft kommt nicht aus der Krise und wird wohl auch die anderen großen Volkswirtschaften daran hindern, ins Gewicht fallende Wachstumsraten zu erreichen. Seit vergangenem Oktober wird zwar andauernd Optimismus verbreitet und mit steigenden Zahlen des Brutto-Inlandsproduktes (BIP) hausieren gegangen, aber das sind Auswirkungen von Geld drucken und neue US-Bonds ausgeben. Das schafft kein Wirtschaftswachstum, sondern erhöht nur die Schulden.

Langzeitarbeitslose USA

Die wirkliche Entwicklung lässt sich am Arbeitsmarkt ablesen. Zwar wird im Mai eine geringfügige Verringerung der Arbeitslosenquote auf nun 9,7% gemeldet, doch das ist die Auswirkung der Resignation vieler US-Bürger (genau gesagt 322.000), die es aufgegeben haben, Arbeit zu suchen und deshalb aus der Arbeitslosenstatistik gestrichen wurden.

Im privaten Sektor wurden nur 41.000 neue Jobs geschaffen im Mai, das ist eine desaströs niedrige Zahl (speziell wenn man die statistischen Tricks berücksichtigt, die hier erklärt werden), die dann auch gleich zu einem kräftigen Einbruch der Börsen und des Ölpreises führten, während der Dollar nur geringfügig betroffen war.

Zwar hat der Staat im Mai 411.000 neue Stellen geschaffen, aber die sind für die Volkszählung und nur befristet. Hewlett–Packard und die Citi-Group haben Stellenabbau angekündigt. Die höchste Arbeitslosenquote weist in den USA der Staat Michigan mit formal 14% Arbeitslosen auf, das ist da, wo Detroit und die Automobilindustrie liegen.

Nach einer Meldung der „Financial Times Deutschland“ (FTD) vom 4. 6. 10, sagte David Rosenberg, Chefvolkswirt beim kanadischen Vermögensverwalter Gluskin Sheff: „Wenn man sich überlegt, wie stark die Regierung und die Notenbank die Wirtschaft stützen, ist das wirklich alarmierend" in Bezug auf diese Zahlen.


Veröffentlicht am 7. Juni 2010 in der Berliner Umschau

Donnerstag, 3. Juni 2010

Commerzbank bis Ende nächsten Jahres pleite?

Kapitalbedarf von angeblich 611% des Marktwertes

Von Karl Weiss

Wie die Finanz-Nachrichtenagentur des New Yorker Bürgermeisters Bloomberg mitteilt, wird die Commerzbank nach einer Studie bis Ende des nächsten Jahres einen Kapitalbedarf im Zig-Milliardenbereich haben. Zum Ende jenen Jahres läge er bei summiert 611 % des Marktwertes der Commerzbank, mit anderen Worten, die Commerzbank ginge pleite oder müsste mit Summen weit über ihrem eigentlichen Wert „gerettet“ werden.

Diebe unter uns

Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie der Züricher Rating Agentur Independent Credit View. Auch andere Banken werden nach dieser Studie einen solchen überdimensionalen Kapitalbedarf haben, darunter die Royal Bank of Scotland, die Allied Irish und die Bank of Ireland.

Der Gesamt-Kapitalbedarf der 58 untersuchten Banken bis Ende nächsten Jahres betrage 1 500 Milliarden Dollar.

"Ich bin in Ordnung, ich bin auf einen Steuerzahler gefallen"

Das würde also in den betroffenen Ländern, darunter Deutschland, die Fragestellung ergeben, ob man diese Banken bankrott gehen lassen würde oder ob man noch einmal solch riesige Summen aufbringen will, um sie zu retten, wie beim ersten Mal. Damit würde die Staatsverschuldung – auch in Deutschland – weit über alle noch irgendwie zahlbaren Beträge hinaus gesteigert.

Dieser Fakt ist speziell im Fall der Commerzbank besonders kritisch, denn die wurde ja zuerst mit der bankrotten Dresdner Bank fusioniert (um der Allianz zu ersparen, dass sie für die Zockereien der Dresdner Bank zahlen muss) und dann anschließend praktisch verstaatlicht, d.h. die Bundesrepublik Deutschland hat ein Riesenstück am Kapital.

Der Rettungs-Plan

Zwar ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass die Regierung diese Beteiligung einfach abschreibt und den Rest pleite gehen lässt, aber das würde um die Einhunderttausend Arbeitsplätze kippen.

Sollte andererseits die Bundesrepublik wirklich erneut ein Bankenrettungspaket von der Größe der Saffin auflegen, so wäre die selbst auferlegte Schuldengrenze nicht zu halten. Die Verfassung müsste erneut geändert oder sonst wie getrickst werden. Danach wären allerdings die deutschen Zahlen auf Griechenland-Niveau. Was wird ‚Bild‘ dann schreiben? Die Deutschen hätten über ihre Verhältnisse gelebt, weil in der Dresdner und der Commerzbank auf Teufel komm raus gezockt wurde??

Wahrscheinlich wird man uns erzählen, Deutschland müsste gerettet werden und deshalb müssten wir jetzt alle die Gürtel enger schnallen für die Commerzbank.


Zusatz zum Artikel

Dieser Artikel war am 31. 5. 2010 für etwa 2 Stunden in der Internet-Zeitung Berliner Umschau zu sehen. Dann kam ein Anruf von der Rechtsabteilung der Commerzbank und der Artikel musste schnellstens vom Netz genommen werden, um längere Freiheitsstrafen zu vermeiden.

Die Commerzbank hat natürlich ein Verhältnis zum deutschen Justizsystem wie der Papst zur katholischen Kirche. "Führer befiehl, wir folgen dir".

Als ich diesen Artikel hier ins Blog stellte, wusste ich das noch gar nicht.

Aber ausserhalb Deutschlands werden glücklicherweise die Äpfel der Commerzbank nicht so heiss gegessen wie gekocht wird.

Ausserdem hat dieses Blog auch nur einen Bruchteil der Leser von der Berliner Umschau.

Trotzdem erwarte ich logischerweise nun tagtäglich das Killerkommando der Commerzbank hier in Belo Horizonte. Hoffentlich geben die brasilianischen Behörden nicht so leicht meine Adresse heraus, so dass mir noch einige letzte Tage bleiben.

Montag, 31. Mai 2010

BIP-Minus: 5,3 Prozent, 16 Prozent oder 36 Prozent?

Um wie viel ist das deutsche BIP gefallen?

Von Karl Weiss

In dieser Krise sei das deutsche Brutto-Inlandsprodukt (BIP) um 5,3% gefallen, doch jetzt seien wir bereits auf dem Weg aus der Krise, wird uns versichert. Sieht man sich aber die Fakten an, so wird klar: Der Einbruch betrug in Wirklichkeit mindestens 16%, nach realistischer Rechnung aber bis zu 36% und wir sind keineswegs auf dem Weg aus der Krise. Das statistische Bundesamt, Teil des Bundesinnenministeriums, versucht uns über den Löffel zu balbieren.

Euros

In Wirklichkeit kann man nämlich den ungeheuren Schuldenaufbau, mit dem Ausgaben finanziert wurden, nicht als Teil des BIP akzeptieren. Das BIP (früher nannte man die Kennzahl Brutto-Sozialprodukt und das war etwas anders definiert) soll eine Zahl sein, die uns einen Überblick über die Gesamt-Wirtschafts-Leistung eines Landes für einem bestimmten Zeitraum gibt.

Um aber einen wirklichen Einblick zu haben, muss die Neu-Verschuldung von diesem Wert abgezogen werden, denn Schuldenmachen ist ja keine Leistung.

Rechnet man nämlich die Neuverschuldung seit dem Beginn der Krise vom deutschen BIP herunter, kommt man statt einem Einbruch des BIP von 5,3% auf einen um 8,1% höheren Einbruch, also um 13,4%. Hierunter fällt alles, was auf Pump „geleistet“ wurde, wie zum Beispiel Sozialleistungen, Kurzarbeitergeld, Abwrackprämie und zusätzliche öffentliche Bauleistungen.

Aber auch das ist noch nicht der wirkliche Einbruch des BIP in Deutschland, denn die Bundesregierung hat, um uns leichter an der Nase herumführen zu können, die Bankenhilfen (Soffin) und jetzt wieder die Gelder für den „Europäischen Rettungsschirm“ in Schattenhaushalten versteckt.

Rechnet man auch nur weitere 50 Milliarden als verloren, wie es der Ex-Banker Jürgen Jahnke in seinem interessanten Portal www.jjahnke.net in diesem Artikel tut: http://www.jjahnke.net/rundbr71.html#2015 , so kommt man bereits auf einen BIP-Einbruch von etwa 16 % in dieser Krise.

Allerdings wird sich am Ende die Bankenhilfe plus die „Griechenlandhilfe“ (in Wirklichkeit auch nur Bankenhilfe) plus die für Spanien und was da noch alles kommen wird, nach jeder realistischen Einschätzung keinesfalls nur auf 50 Milliarden Euro belaufen. Eine Zahl von 200 bis 300 Milliarden Euro wird weit wahrscheinlicher sein.

Das ergäbe weitere 8,7% bis 13% des BIP, also dann zusammen nicht 16%, sondern etwa 22% bis 36%!

Das ist also das wahre Ausmaß der Krise in Deutschland: Ein Minus im BIP im Bereich zwischen 20 und 36%!

Doch die Bundesregierung hütet sich, diese Wahrheit zu sagen. Sie macht lieber Schulden und weist die dann als Anstieg des Brutto-Inlandsproduktes aus.

In dem oben verlinkten Artikel können Interessierte auch die tatsächliche Staatsverschuldung Deutschlands in zwei aufschlussreichen Graphiken sehen: Sie wird sich nach den Vorausberechnungen des Internationalen Währungsfonds IWF bis 2014 auf 90% des BIP aufbauen. Und da sind die in Schattenhaushalten versteckten „Hilfen“ und alles, was noch kommen wird, noch gar nicht eingerechnet!

Das ist zwar im Vergleich zur USA geradezu eine mäßige Verschuldung, aber für das deutsche Volk eine schwere Last. Wenn das alles einmal zurückgezahlt werden müsste, würde schon allein dies den deutschen Lebensstandard auf Entwicklungsland-Niveau bringen.

Da aber ein weltweiter Crash des Finanzsystems zu erwarten ist, wird sich damit auch alles erledigt haben, was Schulden heißt. Und wenn wir die Sozialistische Revolution gemacht haben werden, werden am nächsten Tag selbstverständlich alle Schulden des kapitalistischen Staates für nichtig erklärt.

Veröffentlicht am 31. Mai 2010 in der Berliner Umschau

Dienstag, 25. Mai 2010

'Hyperinflationäre Depression'

Die Endzeitkrise

Von Karl Weiss

Immer mehr und immer deutlicher werden auch im Kreis der Protagonisten des Kapitalismus die entsetzten und warnenden Aussagen, die angesichts der praktisch völligen Untätigkeit der Politik (lediglich mit immer neuen Versprechungen von Steuergeldern für die Banken wird man aktiv) angesichts eines durchdrehenden Finanzsystems den Zusammenbruch des ganzen Systems vorhersagen.

Diebe unter uns

Der Blog “mmnews.de” ist immer wieder für interessante Informationen gut. Er verteidigt allerdings mit Macht das kapitalistische System, zum Teil sogar von ausgesprochen reaktionären Positionen aus. Trotzdem fand sich dort nun ein Artikel, der weitgehend mit den Vorhersagen übereinstimmt, die der Bürgerjournalist bereits gemacht hat, nämlich dass der Dollar crashen wird, dass es keinen wirklichen Ausweg aus der Krise geben wird, dass sie sich vielmehr zur kapitalistischen Endzeitkrise entwickeln wird.

Siehe diese Artikel: „Die zweite Phase der Krise hat begonnen“, „Der Crash der Weltwirtschaft ist unvermeidlich“, „Endzeitkrise des Kapitalismus“ und „Vorhersage des Dollar-Crash“.

USA-Staatsverschuldung - Das ist eine Exponentialfunktion!

Nun benutzt der Autor in mmnews , der sich unter dem (offenbaren Pseudonym) Egon von Greyerz vorstellt, natürlich nicht den Begriff „kapitalistische Endzeitkrise“, aber hören Sie, was er, ein eingefleischter Verteidiger des Kapitalismus, sagt:

„Die Welt befindet sich auf dem Weg ins Verderben und es gibt keine Taten, Führungskräfte oder neue Summen gedruckter Gelder, die sie retten oder eine hyperinflationäre Depression verhindern könnten. Die Korrekturphase wird sich über einen langen Zeitraum erstrecken. Wirtschaftliche wie menschliche Not führt schließlich zu sozialen Unruhen und grundlegenden politischen Veränderungen.“

USA: Monatliche Ausgaben und Einnahmen pro Fiskaljahr

Er hat gute Argumente:

„Ahnungslose Regierungen begreifen noch immer nicht, dass ihre ruinösen Handlungen für eine kreditverseuchte und bankrotte Welt verantwortlich ist. Sie werden auch weiterhin genau jenes Gegenmittel einzusetzen, das ursprünglich die Probleme verursachte - weitere Kredite und noch mehr gedrucktes Geld.“

Und weiter:

„Das jüngste, von EU und IWF [er ist noch nicht informiert: Der IWF wird sich an diesem Paket nicht beteiligen] auf den Weg gebrachte Rettungspaket in Höhe von 1 Billion US-Dollar (750 Milliarden Euro) ist bloß ein weiterer vergeblicher Versuch der Regierungen, die Not mit bedrucktem Papier zu bekämpfen. Um es ganz deutlich zu sagen: Dieses Geld existiert nicht. Die Regierungen der EU-Staaten hoffen, mit dem Bekannt geben einer derart beachtlichen Summe lediglich, das Spekulanten-Wolfsrudel hereinlegen zu können. Hier hat die EU schlicht eine große runde Zahl aus der Luft gegriffen. Doch sollte das Wolfsrudel diesen Bluff auf die Probe stellen und den nächsten Angriff starten, werden die Regierungen der EU-Staaten nach anfänglichem Zetern und Zaudern beginnen, unbegrenzte Mengen Papier zu bedrucken. (...)

Dollar Gasp

Es gibt unzählige geschwächte potentielle Angriffsziele für das Wolfsrudel und anfangs wird es sich den am ehesten verwundbaren Opfern zuwenden: Portugal, Spanien, Irland usw. Ist jedoch die Zeit erst einmal gekommen, wird es auch die USA und Großbritannien angreifen“

Der Bürgerjournalist war zwar noch nicht auf die Idee gekommen, die Spekulanten als „Wolfsrudel“ zu bezeichnen, aber ansonsten wird man fast gleichlautende Aussagen in den oben genannten Artikeln finden, wie auch in neueren Artikeln zur Krise.

Karl Marx

Das ist schon bemerkenswert, wenn Autoren von so verschiedenen Standpunkten aus zu den gleichen Schlussfolgerungen kommen. Selbst ein kritischer Beobachter kann da zum Schluss kommen, da müsse etwas dran sein.

Wenn Sie den ganzen Artikel wollen, hier ist der Link.



Der Bürgerjournalist stimmt natürlich nicht damit überein, die Abwehrkämpfe der Unterdrückten gegen das gesamte Abwälzen der Lasten auf ihren Rücken als „soziale Unruhen“ zu bezeichnen, aber es ist klar, wir meinen das gleiche. Ebenso stimmen wir darin überein, dass sich aus diesen Abwehrkämpfen mehr und mehr Kämpfe gegen das ganze System entwickelten, die dann zu „grundlegenden politischen Veränderungen“ führen, nur nennt man dies auf Deutsch Sozialistische Revolution.

Veröffentlicht am 25. Mai 2010 in der Berliner Umschau

Dienstag, 18. Mai 2010

US-Wirtschaft ungebremst Richtung Abgrund

Die Marke von 13 000 Milliarden Dollar Staatsschulden ist erreicht

Von Karl Weiss

Die April-Zahlen der US-Wirtschaft, jedenfalls jene, die von der Regierung nicht leicht gefälscht werden können, zeigen weiterhin alle auf Alarm. Das Haushaltsdefizit steigt und steigt, die Gesamt-Staatsschulden ebenfalls und die Steuereinahmen fallen. Das ist ein Szenario weit schlechter als etwa das von Griechenland.

Dollarnoten

Besonders fallen an den April-Zahlen des US-Bundeshaushalts die weiter sinkenden Steuereinnahmen auf. Das widerlegt alle Gerüchte von einer angeblich anziehenden Konjunktur. Vergleicht man etwa die Unternehmenssteuereinnahmen von Oktober bis einschließlich April des laufenden Fiskaljahres gegen die des Vorkrisenstandes, so kommt man gerade mal auf 45%. Zwar waren die Unternehmenssteuereinnahmen im dazwischen liegenden Fiskaljahr noch niedriger als die aktuellen, aber das macht nur etwa 9% aus. Es kann also keine Rede sein von einer selbsttragenden Erholung der US-Unternehmen.

Noch wichtiger aber ist das im April angefallene Defizit des Staatshaushaltes, denn der April ist jener Monat, in dem in den USA die Einkommensteuern gezahlt werden müssen und daher traditionell der Monat mit dem größten Haushaltsüberschuss. So hat es auch seit 1983 im April nie ein Defizit gegeben, zum Teil dagegen riesige Überschüsse, wie zum Beispiel im Jahr 2001 und 2007 mit Überschüssen im Bereich von 170 bis 190 Milliarden Dollar. Bereits im April vergangenen Jahres, der ja schon Krisenmonat war, gab es ein Defizit von etwa 20 Mrd. Dollar, aber in diesem April stieg das Defizit auf ein Allzeithoch von über 80 Mrd. Dollar. Das ist nur ein Monat, und noch dazu der beste des Jahres!

Dollar Gasp

Bereits im letzten Fiskaljahr hatte es ein nie vorher gesehenes Haushaltsdefizit von über 1 400 Milliarden Dollar gegeben. Im laufenden Fiskaljahr sind nun nach sieben Monaten etwa 800 Milliarden Dollar Defizit erreicht, das dürfte also am Ende ein ähnlich desaströse Zahl ergeben.

Mit solchen laufend sich ansammelnden astronomischen Defiziten Monat für Monat steigt aber die Gesamtverschuldung schnell an – und die ist bereits heute aus dem Ruder gelaufen. Da die Staatsausgaben in keiner Weise gebremst werden, bedeutet das eine Explosion der US-Staatsschulden, die nun exponentiell ansteigen.

USA: Monatliche Ausgaben und Einnahmen pro Fiskaljahr

Dabei ist diese Exponentialkurve der gesamten US-Verschuldung bis jetzt noch nicht einmal durch steigende Zinsen beschleunigt. Wird dies eintreten, entweder, weil man der Inflation entgegensteuern will oder weil die internationalen Gläubiger höhere Renditen verlangen, um US-Staatsanleihen zu kaufen, so wird diese Kurve bald fast genau in die Senkrechte übergehen – das haben Exponentialkurven so an sich.

USA-Staatsverschuldung - Das ist eine Exponentialfunktion!

Der einzige Ausweg aus dem völligen Desaster wäre für die US-Regierung, nun massiv Ausgaben zu kürzen und/oder Steuern zu erhöhen, aber genau das kann Obama nicht tun, denn er würde die geringfügigen Anzeichen einer beginnenden Erholung der Wirtschaft damit abwürgen. Eine massive und schnelle Erholung und ein Zurück zu den Zahlen vor der Krise wäre jetzt das, was die USA bräuchten, aber nichts dergleichen ist am Horizont zu sehen.

Barack Obama

Auch die Behauptungen einer Besserung am Arbeitsmarkt lassen sich nicht in den Zahlen des Einkommenssteueraufkommen ablesen, - im Gegenteil. Bereits im vergangenen Fiskaljahr waren die Einkommenssteuereinnahmen von etwa 1 146 Milliarden Dollar auf 915 Mrd. Dollar eingebrochen. Vergleicht man wieder den Zeitraum der ersten sieben Monate des laufenden Fiskaljahres, so kommt nun noch eine zusätzliche Verringerung von über 11 % dazu, das sind jetzt schon etwa 33% weniger als noch im Fiskaljahr 2007/2008.

Die gesamte Staatsverschuldung der USA ist mit Stand vom 30. 4. 2010 auf fast genau 13.000 Milliarden Dollar gestiegen. Das ist auch für die stärkste Wirtschaftsmacht der Welt eine alles denkbare übersteigende Hypothek.

Bei jedem anderen Land mit solchen Zahlen hätte bereits seit langem die Spekulation gegen die Staatspapiere begonnen. Aber auch die USA werden am Ende nicht gegen diese Spekulation gefeit sein.

Und dann ist Feierabend, denn niemand kann dann mehr „helfen“ angesichts solcher Zahlen.


Veröffentlicht am 18. Mai 2010 in der Berliner Umschau

Donnerstag, 13. Mai 2010

Warum Griechenland und nicht das UK?

Und Italien? Und die USA?

Von Karl Weiss

Die griechischen Zahlen seien ja so schlecht, hat man uns versichert, die Griechen hätten eben über ihre Verhältnisse gelebt. Sehen wir uns also einmal die Zahlen an: Italiens (und Belgiens) Schuldenstand (in % vom BIP) ist höher als der griechische. Irland, Portugal und Spanien haben höhere Haushaltsdefizite als Griechenland, das Haushaltsdefizit von Großbritannien ist sowieso völlig unerreicht. Und wenn es um Schulden geht, sind die USA absoluter Spitzenreiter. Also warum Griechenland und nicht die anderen?

Diebe unter uns

Für wie leicht die Spekulation die Festungen der einzelnen Länder glaubt nehmen zu können, drückt sich im „CDS-Spread“ auf Staatsanleihen (Bonds) aus: Für Griechenland liegt der bei 731, für Portugal auf 358, für Irland auf 223, für Spanien auf 208 und für Italien auf 157. Demgegenüber haben das UK und die USA bisher noch keinen erhöhten CDS-Spread aufzuweisen.

Die Anleihen Portugals, das man anscheinend als nächstes „Opfer“ nach Griechenland vorgesehen hat, wurden von der Rating-Agentur S+P auf „Ramsch“ gestellt, auf die gleiche Höhe wie Botswana. Das hat offensichtlich nichts mit irgendwelchen Schulden- oder Defizit-Zahlen zu tun, das ist ein schlichtes Signal an die Spekulation, wen man als nächstes angreifen soll.

Der Rettungs-Plan

Es geht also bei Spekulationen gegen bestimmte Länder nicht um objektive Zahlen, sondern um Vereinbarungen, gegen wen man glaubt, besonders hohe Profite einschieben zu können. Da sind die USA und ist das United Kingdom kein besonders sinnvolles Ziel, denn die können mit einer Abwertung ihrer Währungen einen solchen Spekulations-Angriff relativ einfach abwehren und es braucht schon sehr viel Spekulation, um dabei einen so tiefen Absturz zu provozieren, dass es sich für die Spekulanten lohnt.

Viel leichter ist dagegen, gegen ein Land zu spekulieren, das keine Möglichkeit der Abwertung hat, weil es in einen Währungsverbunds eingespannt ist, wie das für die Euro-Länder gilt. Das wussten natürlich alle Fachleute, als der Euro gegründet wurde, aber man hat es versäumt, den Bürger in Europa darüber zu informieren.

"Ich bin in Ordnung, ich bin auf einen Steuerzahler gefallen"

In dem Maß, wie in Deutschland praktisch ein totaler Lohnstopp durchgesetzt wurde nach der Einführung des Euros (genau gesagt schon vorher), was die Lohnstückkosen der deutschen Unternehmer in den Keller gehen ließ und zusammen mit der besonders hohen Produktivität der Deutschen, stellte sich innerhalb des Euro-Verbunds ein immer stärker werdendes Ungleichgewicht ein.

Deutschland erzielte als einziges Euro-Land hohe Außenhandels –Überschüsse. Alle anderen Euro-Ländern hatten mit einer unvergleichlichen Konkurrenz aus Deutschland zu leben. Ein Teil der nationalen Industrie wurde vernichtet, weil man mit den Preisen der Deutschen nicht mithalten konnte, ein anderer Teil, wie etwa Frankreich, die Niederlande und Dänemark hatten schwer zu kauen an den deutschen Niedrigpreis- und Hochqualitätsgütern.

Die anderen Euro-Ländern hatten nämlich keinen praktisch vollständigen Real-Lohnstopp verhängt wie in Deutschland die Regierung Schröder–Fischer in unheiliger Allianz mit den rechten Gewerkschaftsführern. Es sei hier nur noch einmal erwähnt, wie die Reallöhne sich in einigen wichtigen Euro-Ländern von 2000 bis 2008 entwickelten:

Deutschland: - 0,8%
Portugal: +3,3%
Spanien : +4,6%
Italien: +7,5%
Frankreich: +9,6%
Niederlande: +12,4%
Dänemark: 19,0%
Irland: 30,3%
Griechenland: 39,6%

Statistik Reallöhne

Es ist für jeden verständlich, wie da ein Ungleichgewicht entsteht. Natürlich war das Einkommen in Deutschland zum Zeitpunkt der Einführung des Euro absolut höher als in anderen Euro-Ländern, aber gleichzeitig war auch die Produktivität deutlich höher. Daraus ergibt sich im Effekt: Die Lohnstückkosten lagen etwa auf gleicher Höhe. Damit wird diese unterschiedliche Lohnentwicklung zu einer tatsächlich heftigen Wettbewerbsverzerrung. Deutschland wurde zum weltweit wettbewerbsfähigsten Land.

Dem deutschen Arbeiter wurde zur gleichen Zeit versucht einzuimpfen, er sei besonders teuer und Deutschland international nicht wettbewerbsfähig. Das war eine der größten Lügen des Jahrhunderts.

In Wirklichkeit begann die deutsche Exportindustrie aufgrund der hohen Produktivität in Deutschland nicht nur in die EU, sondern auch in andere Länder wie die USA und das United Kingdom und viele andere zu exportieren wie verrückt. Der jahrelang erreichte Titel des Exportweltmeisters war Zeuge davon. Doch es war noch mehr: Der Anteil des Exportüberschüsse am Brutto-Inlandprodukt (BIP) war in Deutschland weit höher als in allen anderen Ländern, einschließlich China, das als Wunder-Exportland angesehen wird.

Euros

So entstand zum Zeitpunkt, als die Krise einsetzte, ein heftiges Problem speziell in den schwächeren Ländern der Euro-Zone, die für viele Importe aus Deutschland zu zahlen hatten, aber nur bei Hoch-Konjunktur auch all diese Ausgaben aufbringen konnten. Sobald die Krise einsetzte, waren sie besonders betroffen und mussten ihre Auslandsschulden massiv erhöhen, um alle Rechnungen bezahlen zu können. So kam es zu den Problemen der PIIGS-Länder, also Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien.

Nun hat man also Griechenland einen größeren Kredit zugestanden. Das hilft aber Griechenland nicht. Das Problem Griechenlands ist die hohe Verschuldung. Durch noch viel mehr Schulden wird ja offenbar dies Problem nicht gelöst. Es ging lediglich darum, dass Griechenland die deutschen und französischen Banken und Versicherungen auszahlen kann, die einen guten Teil der Schulden Griechenlands besitzen. Es handelt sich also um eine neue Banken-Hilfe, wiederum auf dem Rücken des Steuerzahlers.

Griechenland wird in Wirklichkeit in eine Abwärts-Spirale gerissen, die sicherlich mit einer Art von Staatsbankrott enden wird. Auch der Euro wurde also nicht gerettet, denn Griechenland ist weiterhin Euro-Land.

Wahrscheinlich werden noch andere, große „Rettungsaktionen“ auf unsere Kosten folgen.

Man hat uns von vorne und hinten betrogen und belogen!

Die Politiker lügen wie gedruckt über die Euro-Krise, über Griechenland und wie es nun weiter geht. Die bürgerlichen Medien lügen wie gedruckt über die Euro-Krise, über Griechenland und wie es nun weiter geht.

Wir müssen lernen, nicht mehr so leichtgläubig zu sein. Wie konnten wir glauben, einem Land mit Problemen wegen Überschuldung würde geholfen, wenn man es noch weitere Schulden machen lässt?

Man könnte die Spekulation, die sich jetzt wohl Portugal vornimmt, mit einem Federstrich stoppen, aber das darf man nicht, denn die Spekulation bringt die hohen Profite für Banken und andere Konzerne – und die sind es, die das Sagen haben.

So müssen uns Politik und Bürgerliche Medien weiter versuchen an der Nase herumzuführen.

Wann werden wir lernen, diesen Lügensäcken nicht mehr zu glauben?


Veröffentlicht am 12. Mai 2010 in der Berliner Umschau

Karl Weiss - Journalismus

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