Radioaktivitäts-Werte dürfen nicht mehr veröffentlicht werden

„Fehlinterpretationen von Laien“

Von Karl Weiss

Die Messtationen von radioaktiven Strahlen, die meist zusammen mit Wetterstationen arbeiten, dürfen im Norden Deutschlands, auf der Insel Fehmarn und im Landesteil Schleswig von Schleswig-Holstein, nicht mehr ihre Ergebnisse veröffentlichen. Anscheinend kommt bereits der erste ‚Fallout‘ aus Japan in Deutschland an. Der Norden scheint besonders betroffen zu sein.

erneute Explosion Fukushima

Kann es sein, dass Radioaktivität aus dem Unfall in Japan bereits in Deutschland ankommt? Ja, das ist möglich. Die ungeheure Hitze einer Kernschmelze (über 2000° C) trägt die kleinsten belasteten Staubpartikel bis in über 12 000 Meter Höhe in die Stratosphäre. Dort herrschen die sogenannten Jet-Ströme, das sind Winde am Übergang der Lufthülle in den Weltraum. Durch die Drehung der Erde laufen diese Winde in West-Ost-Richtung (relativ zur Erde) und können im Extremfall Geschwindigkeiten bis nahe der Schallgeschwindigkeit erreichen.

In einem solchen Fall können diese Winde also feine radioaktiv belastete Partikel innerhalb von zwei Tagen um die Welt tragen. In dem Masse, wie sich solche Partikel zu grösseren zusammenlagern, fallen sie dann auf die Erde zurück und formen so einem radioaktiven ‚Fallout‘.

Fukushima Super-Gau

Es gibt jedenfalls keine andere vernünftige Erklärung, wieso die Zentrale des Deutschen Wetterdienstes für Stationen auf Fehmarn und in Schleswig die Veröffentlichung der Radioaktivitätswerte untersagt hat.

Dort behauptet man, dies sei nur eine Vorsichtsmassnahme, um einer „möglichen Fehlinterpretation solcher Werte von Laien“ vorzubeugen.

Ja, Deutscher Wetterdienst, da könnte ja ein Laie auf die Idee kommen und die aktuellen Zahlen mit früheren vergleichen – was natürlich nur die Fachleute tun dürfen – und die sind nun einmal in der Atomindustrie zu finden.

Atomkraftwerke Deutschland

Da könnte ein Laie auf die Idee kommen, selbst geringfügige Erhöhungen könnten zusätzliche Fälle von Leukämie und andere Krebsarten hervorrufen, ebenso wie Missbildungen im Mutterleib und durch Veränderung der Gene. Die Fachleute der Atomindustrie wissen natürlich: Selbst hohe Radioaktivitätswerte haben fast keinen negativen Einfluss auf Menschen.

Und – noch viel schlimmer, da könnte doch glatt ein Laie auf die absurde Iddee kommen, wegen solchen radiaktiven Fallouts auch in Deutschland das Stillegen der Atomkraftwerke zu fordern. Fachleute aus der Atomindustrie dagegen wissen: Das ist alles Angstmache und Manipulation von linken Spinnern. In Wirklichkeit ist die Atomenergie die sicherste von allen.


Zusatz vom Abend des 22.3.11, 20 Uhr 45 deutsche Zeit

Kaum war mein Artikel drei Stunden hier im Blog, schon beeilte sich die 'Süddeutsche', meine Vorhersage über die angebliche Unschädlichkeit der Strahlung in Deutschland zu konfirmieren.

Der Artikel "Spuren der Strahlung" ist vom 22.3., 18 Uhr 36, mein Artikel wurde um 15 Uhr deutscher Zeit reingestellt.

Hier Originalton:

"Für diesen Dienstag wurden erste radioaktive Partikel über Deutschland erwartet. Bedrohlich werden die Konzentrationen aber nicht sein."

Das ist die gleiche 'Süddeutsche', die vor ein paar Tagen einen Artikel drin hatte, in dem ein (wirklicher) Fachmann deutlich machte, auch kleine Mengen Radioaktivität erzeugen zusätzliche Krebsfälle und Missbildungen im Mutterleib oder in den Genen der Fortpflanzungsorgane.


Neuer Zusatz zum Artikel 22.3.11 nachts 23Uhr40 deutscher Zeit

Diesmal ist die Financial Times Deutschland dran mit der gleichen Lüge:
Artikel "Radioaktives Jod in Island nachgewiesen" (22. 3. 22Uhr 46):

"Die Teilchen aus dem Unglücks-AKW Fukushima legen offenbar weite Wege zurück: Islands Strahlenbehörde hat erhöhte Messwerte festgestellt, die Mengen sollen aber ungefährlich sein."

Na immerhin sagt man noch "sollen ... sein".

Nur zur Erinnerung: Island liegt vor unserer Haustür.

Hier bekommen Sie einen deutlichen Eindruck, wie unsere Medien funktionieren. Und das sind nun noch keinesfalls Springer-Blätter!


Weiterer Zusatz, Nacht zum 23. 3. 2011

Erneut die FTD, die bringts heute knüppeldick:

"Rund 40 Kilometer nordwestlich des Katastrophenreaktors Fukushima-Daiichi wurden um das 400-fache erhöhte Strahlenwerte gemessen. Das teilte das japanische Wissenschaftsministerium mit, berichtet der Fernsehsender NHK. Die Belastung mit dem krebserregenden Isotop Jod-131 liege 430 mal über dem Wert, der normalerweise im Boden gemessen wird, sagte Keigo Endo von der Gunma Universität. Die Strahlenbelastung überschreite die erlaubte Jahreshöchstdosis um das Vierfache, eine akute Gesundheitsgefährdung bestehe derzeit jedoch nicht, teilte der Wissenschaftler mit."

25 Jahre Tchernobyl 1986
Dies ist das Foto einer Wandzeichnung mit einem von der Krebsbehandlung gezeichneten Kind mit der Ruine von Tchernobyl im Hintergrund. Das schlimmste sind bei den Atomkatastrophen immer die hohen Zahlen von Kindern mit Krebs.

Verstehen Sie den Trick ? AKUTE Gesundheitsgefährdung! Da Krebs und Missbildungen ja erst nach Monaten oder Jahren manifest werden, ist das ja keine AKUTE Gesundheitsgefährdung. Verstehen Sie, wie man uns mit einem Spiel mit Worten einlullen will?


Neuer Zusatz 23. 3. 2011 01Uhr10

Diesmal aus dem Aristo-Blog:

http://aristo.excusado.net/comments.php?y=11&m=03&entry=entry110314-131252

"Am 11.03.2011 wurden erhöhte Strahlenmesswerte in München festgestellt. Um 19 Uhr lag der Wert bei ca. 9 Bq/qm und stieg bis 03.00 Uhr auf ca. 182 Bq/qbm.

Laut Landesamt für Umwelt ist dies auf natürliche Aktivität zurückzuführen."

Die hams nicht mehr alle! Eine Schwankung von 9 auf 182, das sind also um die 2000%, das gibts nicht als natürliche Erscheinung - ausser es gibt einen speziellen Ausnahmegrund, der aber nicht aufgeführt wird. Man kann also getrost von einem Japan-Effekt ausgehen.

Es gibt also erhöhte Strahlung nicht nur im Norden.


Weiterer Zusatz 23. 3. 2011 13Uhr43

Es wird inzwischen international gemeldet: Das Trinkwasser in Tokio ist mit grössenordnungsmässig 210 Bequerel pro Kilo radioaktivem Jod "ausgestattet".

Und Tokio ist 250 km von Fukushima entfernt! Und da behaupten die allen Ernstes, es habe noch keine Kernschmelze gegeben. Die halten uns alle für blöd!

Ausserdem wurden jetzt auch wieder die Hilfstruppen aus dem Atomkraftwerk abgezogen, weil über Reaktor 3 schwarzer Rauch aufstieg. Schwarzer Rauch - und das wird uns wieder verschwiegen - bedeutet zweierlei:

1. Der eigentliche Reaktor liegt bereits frei und spuckt Radioaktivität in die Luft, auch wenn gerade kein Rauch aufsteigt.

2. Es kann sich nicht um Wasserdampf handeln, denn der ist weiss. Es gibt also nur die Möglichkeit, dass der Rauch von überhitzten Brennstäben stammt, also eine Kernschmelze.

Nun vergleichen Sie das mal mit den Meldungen, die man Ihnen vorsetzt.

Reaktor 3 ist jener, der mit einer Mischung aus Uran und Plutonium arbeitet. Das bedeutet, nun speit Fukushima auch Plutonium, das eine Halbwertszeit von mehreren 10 000 Jahren hat. Die Gegend wird also bis in die nächste Steinzeit unbewohnt bleiben müssen. Das ist weit gravierender als es Tschernobyl je war.

Noch einmal: Vergleichen Sie das mit den Meldungen, die Ihnen vorliegen.


Noch ein Zusatz: 23. 3. 2011 14Uhr55

Nun lese ich die Meldung, dass auch Reaktor 2 so viel Radioaktivität ausspuckt, dass keine Annäherung mehr möglich sein. Es wurden dort 500 MilliSievert pro Stunde gemessen. Die natürliche Hintergrundstrahlung beträgt etwa 2 MilliSievert pro Jahr.

Wenn Sie mir mit Adam Riese folgen, so haben wir also dort nun das 2 Millionen 190 Tausend-fache der natürlichen Strahlung.

Und weiterhin: Nein, keine Kernschmelze! Wir verhindern die immer noch. Die halten uns nicht nur für blöd, sondern für gehirnamputiert!


Weiterer Zusatz: 23. 3. 2011 16Uhr13

Es gibt jetzt eine offizielle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz in Person ihres Präsidenten, Dr. Sebastian Pflugbeil. Die Zusammenfassung lautet:

"Wir haben es jetzt mit dem SuperGau zu tun. Die Vergleiche mit Tschernobyl werden ernst. Weitere Evakuierungsmaßnahmen sind dringend erforderlich. Es wird vor weiterer Bagatellisierung der Kontamination des Meeres gewarnt.
Berlin, den 23. März 2011"

Wer das ganz nachlesen will, hier: http://www.gfstrahlenschutz.de/pm110323.htm

Nun ist es also definitiv!


Schon wieder ein Zusatz - Heute ist der Tag der schlechten Meldungen! 23. 3. 2011 18Uhr07

Die "Süddeutsche" schreibt:

"Aus dem Katastrophen-AKW Fukushima-1 sind anscheinend geringe Mengen von Plutonium und Uran ausgetreten. Die Betreibergesellschaft Tepco erklärte am Mittwoch, dass sie in 1,5 Kilometern Entfernung vom Reaktor insgesamt 13 Mal Neutronenstrahlen auf dem Betriebsgelände gemessen habe."

Wenn es Neutronenstrahlen gibt (die kommen nur bei Atombomben und in funktionierenden oder schmelzenden Atomkraftwerken vor), dann ist eine Kernschmelze in Gang. Wenn Uran und Plutonium ausgetreten sind, ist das ebenfalls ein Hinweis auf eine Kernschmelze, kann sich aber auch auf jenen Reaktor beziehen, in dem ein Uran/Plutonium-Gemisch als Brennstoff verwendet wird.

In beiden Fällen: Damit wird die gesamte Umgebung in eine Todeszone verwandelt. Der Aufruf des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz nach einer erweiterten Evakuierungszone ist dringend!



Hier Links zu den anderen Artikeln im Blog im Zusammenhang mit dem Super-Gau von Fukushima

- Nur ein bisschen harmlose Radioaktivität?

- Radioaktivitätswerte dürfen nicht mehr veröffentlicht werden.

- Super-Gau Japan 3

- Fukushima – Es wird immer gruseliger

- Radioaktivität? - Alles unschädlich

- Was war der Auslöser des Fukushima-Super-Gaus?

- Strahlende Teilchen in Kanadas Trinkwasser – Fukushima 7

- Fukushima – Kernschmelze im Reaktor 4

- Fukushima – Düster, düsterer

- Streit um die Fukushima-Artikel dieses Blogs

- Nach Fukushima nun Kashiwasaki – Kariwa?

- Fukushima – Die Atom-Mafia

- Atomreaktor: 50 Jahre Abklingzeit

- Der Deutsche Atom-Gau

- Fukushima: Nuklear-Explosion?

- Fukushima: Vor einem neuen Ausbruch?

- Fukushima: Jetzt scheint es passiert zu sein

- Fukushima: Mein Gott, Walter

- Fukushima: Bei weitem das grösste Atomunglück aller Zeiten

- Fukushima: Jetzt hat es auch die ‚Süddeutsche‘ bemerkt
blina - 22. Mrz, 17:36

Ich schätze Ihre Artikel sehr und stimme Ihnen im großen Ganzen überall zu. Erst heute habe ich Ihren offenen Brief entdeckt und ich fürchte auch, dass wir die (R)Evolution bald machen müssen, schon unseren Kindern zuliebe...

Aber jetzt habe ich eine Frage zu Ihrem Layout. Warum machen Sie es nicht breiter, damit die Bilder besser passen. Auch die Seitenleiste sollte breiter sein, was die Lesbarkeit deutlich verbessern würde. Nur ein Vorschlag, aber Ihre Artikel haben "Lesbarkeit" verdient. -)

Karl Weiss - 22. Mrz, 20:35

Kein Geld

Hallo Blina,

ja, Siehaben vollkommen recht! Ich bräuchte ein breiteres Layout, dann könnte ich auch breitere Bilder reinstellen, die nicht über die Schrift gehen.

Aber leider bin ich nicht mit vielen Gütern gesegnet und verdiene mein Geld in Brasilianischen Real, einer Währung, die nach dem Umtausch in eine richtige Währung wie dem Euro nur noch ein Viertel wert ist. Ich habe eine Familie mit zu ernähren und kann es mir einfach nicht leisten, mich bei einem Net-Hoster einzutragen und ein schickes Layout machen zu lassen.

Twoday.net ist für mich die einzige Lösung, die nicht zu teuer kommt und hier haben sie keine breiteren Layout-Formen, jedenfalls nicht zum Normaltarif.

Das Bild mit dem japanischen Kind, das auf Radioaktivität untersucht wird, habe ich absichtlich grösser reingestellt, weil ich meine Leser damit beeindrucken wollte.

Jeder, der selbst Kinder hat und sich sein Kind in einer solchen Situation vorstellt, wird wohl nicht mehr Mappus wählen.
blina - 23. Mrz, 11:24

Ich habe bei twoday geschaut und tatsächlich kann man das Layout nicht breiter machen. Wie kleinlich...

merkaba - 24. Mrz, 10:38

Bilder verkleinern

Nutzen Sie doch einfach freeware wie z.b. ifranview, damit kann man prima Bilder klein rechnen lassen.
Leider kenne ich das System nicht welches Sie benutzen, die gängisten Scripte wie z.b. wordpress (kostenlos) haben auch eine massive Anzahl an Themes etc.
Natürlich könnte man auch diese Webseite durch hardcoding ändern, dazu benötigen Sie aber einen FTP Zugang zum Provider.
Falls Sie hilfe benötigen, ich stehe Ihnen jederzeit mit Rat und Tat und natürlich kostenlos zur Verfügung.

In diesem Sinne, tolle Infos - weiter so !!!
Patrick aus ehemals Deutschland.

Karl Weiss - 24. Mrz, 18:54

Zu teuer

Hallo Merkaba,

danke für die Blumen und den Tipp. Aber verkleinern (und vergrössern) kann ich Bilder schon. Das Problem ist das Layout. Die bezahlbaren (und die habe ich nur hier bei twoday.net gefunden) haben ein zu schmales Layout mit einer sehr schmalen Seitenleiste. Wenn ich ein Bild mal gross herausbringen will, übertüncht das alles.

Es gibt genügend Leute, die für mich ein Web-Layout machen könnten, so u.a. mein brasilianischer Stiefsohn, aber das teure ist das Hosten. Wenn man, so wie ich, will, dass die Artikel über Jahre zu lesen sind und über Tausend Artikel drin sind, dann verlangen die meisten Hoster ein Vermögen.

Auch hat twoday.net für mich noch einen anderen Vorteil: Es ist nicht in Deutschland. Da kann man nicht gar so leicht von der Content-Mafia verfolgt werden.
julchen5 - 24. Mrz, 19:02

beängstigende Informationspolitik

Ihr Beitrag zu den Radioaktivitätswerten in Deutschland hat mich zutiefst beängstigt!
Seit Tagen suche ich bei den gängigen Medien nach näheren Informationen zu den möglichen Auswirkungen der Katastrophe hier in Deutschland und es nervt mich wahnsinnig mit welch oberflächlichen Informationen man abgespeist wird! Ich finde es unmöglich, sich daraus ein realistisches Bild zu machen.
In meiner Befürchtung, dass man über wirkliche Gefahren vermutlich nichts erfahren wird, so lange es irgendwie vermeidbar ist, fühle ich mich durch Ihren Beitrag "leider" noch mehr bestätigt.
Was ist Ihre Meinung, was kann man tun? Ich habe ein kleines Kind und mache mir deswegen unglaubliche Sorgen. Ist die einzige Möglichkeit, die wir haben wirklich, es zu verdrängen und abzuwarten, welche Informationen man noch erhält? Wenn man nicht durchdrehen will, vermutlich schon?
Kann oder muss man seine Kinder schützen?
Denken Sie, dass man sie bedenkenlos draussen spielen lassen kann? Man hat ja ohnehin keine andere Wahl. Und was ist mit Regen? Sollte man den tunlichst meiden? Oder sind die Werte wohl erhöht, aber dennoch im Vergleich zu all dem anderen Übel, dem wir täglich ausgesetzt sind, eher "noch" unbedenklich?
Ich komme mir vor wie ein hilfloses kleines Kind. Ist mir schon fast peinlich. Aber ich kann auch die Menschen nicht verstehen, die über Panikmache schimpfen. Wenn das, was dort in Japan passiert und noch passieren wird und die Tatsache, dass man so vieles nicht weiß, diese Unsicherheit nicht Grund zur Panik ist, was dann????? Oder sind das alles Spezialisten, die es besser wissen? Dann sollen sie mich mit ihrem Wissen endlich überschütten und beruhigen!

Karl Weiss - 24. Mrz, 20:57

Kampfstarke Anti-Atom-Bewegung

Hallo Julchen5,

ich kann Sie gut verstehen,auch ich habe hier ein Kind (von unter einem Jahr) in der Wohnung, in diesem Fall schon mein Enkelkind.

Was die Spezialisten betrifft, so sehe ich mich bis zu einem gewissen Grad als einen solchen an, weil ich Naturwissenschaftler bin und auch ABC-Abwehr-Reserveoffizier der Bundeswehr.

Darum habe ich wegen des aktuellen Falls hier auch diesen Artikel ins Blog gestellt und die zwei weiteren kurz vorher (nur nach unten skrollen). Ich versuche soviel wie möglich Informationen zu geben und die offizielle Beschwichtigungsmaschinerie zu entlarven.

Wenn dies nun bei Ihnen zu Angst geführt hat, so kann ich da wirklich nichts dafür. Die Tatsachen sind nun mal so.

Andererseits habe ich aber auch nicht gesagt, Ihr Kind hat eine soundsoviel Prozent Chance, sich Leukämie zu holen oder Schilddrüsen-Krebs, wenn es drausen im Regen spielt. Tatsächlich ist diese Chance extrem klein und es gibt in Wirklichkeit noch keine Vorsichtsmassnshmen, die man in Deutschland wegen jener Strahlung ergreifen muss.

Trotzdem bleibt die Wahrheit bestehen: Es besteht eine winzig kleine Chance, dass eben dies passiert.

Die ist aber geringer als jene, wenn Sie eine Stunde Auto fahren, dass Sie da nicht lebend rauskommen. Allerdings: Unterschätzen Sie diese Chance nicht!

Das ist ja gerade das Gemeine an radioaktiver Strahlung und das Verwerfliche an der Atompolitik: Wer betroffen sein wird, kann nicht einmal mehr nachweisen, dass dies von den Strahlen aus Japan verursacht wurde.

Darum ist das, was alle verantwortlichen Eltern und Grosseltern (und auch die ohne Kinder) jetzt machen müssen:

Sich den Protesten gegen die Atomkraftwerke anschliessen und mithelfen, diese Bewegung zu einer kampfstarken und ausdauernden zu machen.

Das das sind wir unseren Kindern/Enkeln schuldig!
julchen5 - 24. Mrz, 23:25

Keine Frage, von den AKW müssen wir weg

Vielen lieben Dank für Ihre Antwort!

Das stimmt, von den Atomkraftwerken müssen wir schnellstens weg!
Wichtig ist es, dran zu bleiben! Auch, wenn die Diskussionen über das Thema irgendwann wieder abklingen und alles in Ordnung zu sein scheint!

Bin ganz neu hier, werd mich weiter umschauen. Gefällt mir!

Vielen Dank noch mal!

Karl Weiss - 25. Mrz, 00:57

Offener Brief

Hallo Julchen5,

noch ein Tipp: Wer in vielem mit mir übereinstimmt, dem gefällt meistens auch mein "Offener Brief an die Herrschenden", steht rechts oben auf dem 8.Platz der meistgelesensten Artikel. Die aktualisierte Version ist "Offener Brief zwei".

Eine Umarmung!, wie wir hie rin Brasilien sagen,

Karl
Krakatau - 5. Apr, 01:09

12.000 meter?

Also der Blödsinn, das durch die Hitze das Material in 12.000 metern höhe gelangt ist schon herrlich! Sollte das Zeug nicht erst mal den Behälter verlassen?
Ausserdem läuft das geschmolzene Uran doch erst nach unten aus! Also bitte nicht so einen Hahnebüchenen Unsinn verbreiten! Es ist wirklich schlimm was da passiert, und offenbar brauchen die Menschen solche Katastrophen um aufzuwachen, aber dann mit was, fern der Physik, den Leuten noch mehr Angst machen,.....
Die Meerverseuchung ist sicher schlimmer, da diese Tepco -Mafia, genau wie BP, erst mal die Leute belügt. Später heisst es wahrschjeinlich wieder es wäre ein Rechen oder sonst ein Fehler, die haben sich bei den Angaben um ein oder 2 Kommastellen vertan!

Karl Weiss - 5. Apr, 16:15

Hoppla, hoppla, hoppla!

Also lieber Herr Krakatau,

das ist nicht der Ton, in dem wir uns hier im Blog unterhalten.

Meine Leser und ich gehen höflich und freundlich miteinander um.

Von wegen herrlicher Bödsinn und hahnebüchener Unsinn.

Wenn ich hier einen Fehler mache (was schon einmal vorkommt), dann machen mich Leser freundlich darauf aufmerksam, ich korrigiere ihn und bitte um Entschuldigung.

Nun haben Sie aber eben auch nicht recht. Da macht sich dann Gepöbel besonders peinlich.

Selbstverständlich ist der Sicherheitsbehälter von zumindest einem der Reaktoren bereits beschädigt und offen und das bereits seit der ersten Explosion. Es muss sogar befürchtet werden, es sind bereits mehrere der Sicherheitsbehälter beschädigt. Ist er offen, lässt er natürlich den Qualm einer Kernschmelze nach oben hinaus.

Wenn da eine Kernschmelze stattfindet, so werden Temperaturen von 2000 Grad und mehr erreicht. Das erzeugt einen so grossen Aufwind, dass ein Teil der Partikelchen der verglühenden Brennstäbe mit diesem Aufwind nach oben gerissen werden.

Dort in 12 000 Meter Höhe erreichen sie die Zone der "Jet Streams", die mit hoher Geschwindigkeit von Osten nach Westen über den Erdball ziehen. Diese nehmen jene strahlenden Teilchen mit und die Teilchen fallen, je nach Grösse, in bestimmten Entfernungen als radioaktiver Fallout wieder nach unten auf die Erde. Dieser Effekt ist bekannt und beschrieben.

Sonst wäre es ja auch nicht möglich gewesen, dass bereits eine Woche nach jener Explosion in Deutschland (geringfügig) erhöhte Raten von radioaktiven Strahlen gemessen wurden.

Die mit normalem Wind davongetragenen Teilchen haben nämlich bis jetzt maximal die Vereinigten Staaten erreicht.

Hätten Sie die Artikel aufmerksam gelesen und hätten Sie auch sonst die Meldungen zum Fall verfolgt, wüssten Sie das bereits.

Oder welche Erklärungen hätten Sie für die (geringfügig) erhöhte Radioaktivität in Deutschland, hmmm? Oder haben Sie etwa die Meldungen darüber auch nicht gelesen?

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