Was war der Auslöser des Fukushima-Super-Gaus?

Bruch der Wasserrohre durch das Erdbeben

Von Karl Weiss

Laut der Site stromtip.de gibt es klare Anzeichen für das Erdbeben als Auslöser des Super-Gaus in Fukushima und nicht den Tsunami, wie bisher gemeldet. Das ist insofern von Bedeutung, als hier ja das Standartargument „Bei uns gibt‘s keine Tsunamis“ verwendet wird um die Behauptung zu unterstreichen, deutsche Atomkraftwerke seien sicher.

Kind Radioaktivität Japan

Die Information stammt von der NGO CNIC. Dort hat man offizielle Daten untersucht und ist zum Schluss gekommen, der Kühlwasser-Kreislauf sei durch das Erdbeben unterbrochen worden, was dann die ganzen weiteren Folgen verursacht hat. Wer an Einzelheiten interessiert ist, hier:

http://www.stromtip.de/News/24336/AKW-Fukushima-offenbar-durch-Erdbeben-nicht-den-Tsunami-havariert.html

Bei dieser Gelegenheit erfährt man dann auch gleich: Atomkraftwerke, die ja mit Wasserdampf die Energie der Kernspaltung auf Turbinen übertragen, die dann Generatoren antreiben, haben nicht etwa doppelwandige Rohrleitungen für das Wasser oder den Dampf, sondern es handelt sich um einfache Rohre.

Angesichts der katastrophalen Folgen, den ein Kühlwasserverlust hervorruft, ist das nicht zu akzeptieren. Im Gegenteil, man könnte sogar mit guten Argumenten ein Dreifach-Rohr für einen so sensiblen Teil des Kraftwerks verlangen.

Japanisches Atomkraftwerk Fukushima

Hier zeigt sich erneut, was alle nicht von der Atomindustrie abhängigen Fachleute wieder und wieder betont haben: Atomkraftwerke sind nicht etwa, wie man glauben sollte, mit doppelten und dreifachen Sicherungen gegen Unfälle geschützt, sondern haben alles nur in einfacher Ausfertigung.

Da wird deutlich, was schon zu vermuten war: Atomkraftwerke sind ausschliesslich zum Zweck da, Profit zu machen. Ihre Sicherheit ist nicht gewährleistet und das hat ja seine Logik: Der Betreiber braucht ja nie für katastrophale Schäden aufzukommen, das übernimmt ja immer der Steuerzahler, genauso wie das Problem der Zwischen- und Endlagerung des Atommülls.

Das Problem ist: Man kann da nicht einfach Arbeiter in den hermetisch abgeschlossenen Kern des Reaktors schicken, um dort ein gebrochenes Rohr zu reparieren, denn da drin ist die Strahlung so hoch, dass jeder schnell eine tödliche Strahlendosis abbekäme.

erneute Explosion Fukushima

Zwar werden diese Rohre bei den Routine-Abschaltungen, denen die Atomkraftwerke unterliegen, inspiziert, aber ein einziger dabei übersehener Haar-Riss kann beim Wiederanfahren einen Gau oder sogar einen Supergau verursachen. Auch das ist nicht akzeptabel.

Was passiert nun, wenn ein solches Rohr bricht? Es tritt Wasser bzw. Wasserdampf aus und der Stand des Kühlwassers im Reaktor beginnt zu fallen. Liegen dann die ersten Brennstäbe teilweise frei, so überhitzen sie sich und beginnen zu schmelzen: Die katastrophale Kernschmelze ist eingeleitet.

Als Nebeneffekt erzeugt der Reaktor dabei auch noch Wasserstoff, der sich dann an den heissen Oberflächen entzündet und zu grossen Explosionen führt, wie wir das in Fukushima gesehen haben.

Fukushima - Reaktor 3 - Plutonium

Und seit Fukushima wissen wir nun auch: Um einen solchen Super-Gau zu verhindern, muss man versuchen, die Brennstäbe weiterhin unter Wasser zu halten und bracht dazu Unmengen an Wasser. Doch im ganzen Atomkraftwerk Fukushima waren keine grossen Wasserbecken oder Tanks vorhanden, um dies tun zu können. So kam man auf die schlechte Idee, Meerwasser zu verwenden. Da jenes Wasser aber verdampft, wird dabei das Salz frei und verkrustet die ganzen Brennstab-Bündel, was deren Kühlung dann erst recht erschwert.

Jeder kleine Betrieb in Deutschland (oder auch in Japan) hat bessere Sicherheitsvorkehrungen als ein Atomkraftwerk, das weltweit Hunderttausende und Millionen Tote und Verletzte kosten kann!

Angesichts dieser Tatsachen ist es kein Wunder, dass die Betreiber von Atomkraftwerken bei Unfällen nie Auskünfte geben und wenn, dann unvolkommene, sich widersprechende oder missverständliche.

So auch die Tepco, die Fukushima betreibt: „Experten aus mehreren Ländern sagten der Nachrichtenagentur dapd: ‚Es ist zum Verzweifeln. Die geben einfach keine Daten raus.‘“

Wer sich noch weiter informieren will, dem sei auch dieser Artikel empfohlen: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34474/1.html


Zusatz zum Artikel

Noch ein schlimmer Nachtrag von gestern: Wie in allen Medien berichtet wurde, hat man in Fukushima 2 jetzt ein Leck im Boden des Sicherheitsbehälters entdeckt. Dort fliesst das Wasser aus dem Sicherheitsbereich hinaus und sickert in den Boden. Am Ende landet es im Meer, denn der Meiler liegt ja unmittelbar am Meer. Damit sind die extrem hohen Strahlungswerte im Meer vor dem Kraftwerk erklärt.

Was die Medien aber nicht melden: Dieses Leck im Boden kann nur durch eine (teilweise) Kernschmelze entstanden sein. Damit hat man jetzt nämlich die Akkumulation aller Alpträume bei einem Atomreaktor:

Der Reaktor ist in die Kernschmelze eingetreten und hat den Sicherheitsbehälter zerstört - und zwar unten, wohin Wasser fliesst. Zwar hat man durch intensives Pumpen von Wasser in den Sicherheitsbehälter dann die Kernschmelze stoppen können, aber nun laugt man mit dem Wasser die Radioaktivität aus dem Kern und lässt sie ins Meer laufen.

Man steht vor der Wahl: Teufel oder Beelzebub. Entweder man kühlt weiter mit Wasser und verstrahlt die Weltmeere (das kann über Jahre so weitergehen) oder man stoppt die Kühlung, dann beginnt die Kernschmelze erneut und der Kern frisst sich wegen der extrem hohen Temperaturen in den Untergrund.

Genau dahin, wo jetzt bereits das Wasser hinläuft. Dort unten braucht man dann gar nicht mehr Wasser zugeben, denn da ist Wasser - und das steht mit dem Meer in Verbindung und wird die Weltmeere verstrahlen (das kann Jahre so weitergehen).

Wer den Wasserstrahl sehen will, mit dem hochradioaktives Wasser dort zu dem Riss läuft, wo es dann weiter xum meer geht, der kann sich hier das Photo ansehen: http://headlines.yahoo.co.jp/hl?a=20110403-00000005-jijp-soci.view-000

Was man machen Könnte: Zwischen dem Reaktor und dem Meer eine Hundert (oder besser tausend) Meter tiefe Betonmauer (mit Blei verstärkt) in den Boden einlassen und den ganzen raum zwischen dieser Mauer und dem realktor selbst mit Tausenden von Tonnen Beton begraben und hoffen, dass der glühende Kern nicht mehr als hundert (oder tausend) Meter in die Erde sinkt.

Nun, nichts dergleichen ist auch nur geplant.

Was man versucht hat, war: Es wurde Beton an die Stelle des Lecks gepumpt, aber Beton bindet unter Wasser nicht ab. Das ging also schief.

Es muss davon ausgegangen werden, dass zumindest alle in Reaktor 2 enthaltene Radioaktivität vollständig in die Umwelt geht.

Dabei ist noch völlig ungeklärt, was aus den Reaktoren 1 und 3 wird, wobei der 3 noch eine unvorstellbar grosse Menge an Plutonium zu bieten hat. Das ist Alptraum hoch 2.

Die Idee, Atomreaktoren (und zwar gleich 8) unmittelbar am Meer zu bauen, hat sich also nicht gerade als gut erwiesen.

Allerdings: In Deutschland stehen alle Reaktoren an Flüssen. Würde etwas vergleichbares passieren, sickert dann eben alles in den Fluss und wird am Ende auch ins Meer getragen.

Es gibt keinen Ausweg! Alle Atomreaktoren müssen abgestellt werden! Selbst dann stellen sie ja noch grosse Gefahrenquellen dar. Bei aller Konzentration auf das jetzige Geschehen in Japan, man muss ja auch das mindestens genau so grosse Problem der Zwischen- Und Endlagerung des Atommülls sehen, für das es ebenfalls keinen Ausweg gibt.

Doch, es gibt einen Ausweg: Allen stark und mittelstark strahlenden Atommüll in Raketen packen und in den Weltraum schiessen. Das kommt nur etwa so teuer wie der Wert des gesamten Stroms, der mit den Atommeilern erzeugt wurde.

Man kann die Natur nicht überlisten! Sie fordert immer alles zurück, was man glaubte ihr entreissen zu können.


Noch ein Zusatz 3.4.2011 15Uhr 59

Jetzt ist mir ein Bild in die Hände gefallen, das am 28. März von einer Foto-Drohne beim Überfliegen von Fukushima aufgenommen wurde.

Fukushima Ende März 2011 von oben nach unten Reaktor 1, 2, 3 und 4

Man kann nun deutlich sehen: Die Reaktoren 1, 3 und 4 sind durch Explosionen zum grossen Teil zerstört. Ob und in wie weit die unter dem zerstörten Hauptgebäuden liegende Reaktorkerne offen zur Umwelt sind, ist nicht sicher.

Ausgerechnet der Reaktor 2 ist nicht zerstört und das ist genau der, von dem wir oben gesprochen haben, dessen Betonmantel unten offen ist und wo die Radioaktivität nach aussen tritt.

Wenn das der nicht zerstörte ist, was ist dann wohl in den drei zerstörten los?

Ebenso ist zu sehen, aus den Reaktorgebäuden 2 und 3 tritt Wasserdampf aus. Rauch, also das Anzeichen von einem Brand (hier Kernschmelze) wäre dunkel, wenn es weiss ist, ist es Wasserdampf.

Es gibt nur eine Erklärung dafür: Man versucht weiterhin, die Brennstäbe zu kühlen, um die Schmelze zu verhindern. Dabei erhitzt sich das Wasser und verdampft (eventuell teilweise). Es hat aber unmittelbaren Kontakt mit Brennstäben gehabt und ist daher mit höchsten Mengen an strahlenden Teilchen belastet.

Fukushima ist also nicht nur dabei, riesige Mengen an Radioaktivität ins Meer abzugeben, sondern auch an die Luft.

Dabei ist der Reaktor drei der kritischste von allen, weil in ihm die MOX-Technik verwendet wird, in der nicht nur Uran, sondern eine Mischung mit Plutonium als Kernbrennstoff verwendet wird. Die Mengen an radioaktivem Plutonium, die da abgegeben werden können, werden 10 Tausende von Jahren hoch strahlend in der Umwelt verbleiben und Millionen und Abermillionen von Toten verursachen, wenn der nicht schnellstens beherrscht wird!

Und genau dieses Reaktorgebäude ist am schlimmsten zerstört und genau da tritt Wasserdampf aus und also in die Umwelt.

Wem jetzt nicht die kalten Schauer den Rücken herunter laufen, der hat wirklich nichts verstanden.


Weitere Aktualisierung 4. 4. 2011 0Uhr33

Ein interessanter Artikel der "Süddeutschen" im Internet-Auftritt:
"Eine Frage des Geldes" http://www.sueddeutsche.de/wissen/restrisiko-der-atomkraftwerke-mit-sicherheit-ein-ungutes-gefuehl-1.1080472

Dort wird ein Fachmann zitiert, der sagt:

"Man kann sich theoretisch bestimmt vorstellen, einen Druckwasserreaktor inhärent sicher zu bauen, aber dann hat er jegliche Wirtschaftlichkeit verloren", sagt Hans-Josef Allelein, Professor für Reaktorsicherheit an der Technischen Hochschule Aachen.

Damit wird erneut die klare Aussage getroffen: Atomkraftwerke sind ausschliesslich dazu da, Profite zu machen.

Daraus ergibt sich automatisch: Sicherheits-Investitionen werden nicht gemacht. Die Aufsichtsbehörde gibt auch ohne dies frei.

Unfälle braucht nie der Betreiber zu bezahlen, sondern immer die Öffentlichkeit, ebenso wie die weiter ungeklärten Fragen der Zwischen- und Endlagerung des Atom-Mülls.


Neue Aktualisierung 4. 4. 2011 15Uhr 07

Nach den letzten Meldungen hat der Betreiber von Fukushima insgesamt über 11 000 Tonnen, also 11 Millionen Liter, verstrahltes Wasser in das Meer laufen lassen. Man sagte, man müsse in den Wasserbecken Platz schaffen, um neues Süsswasser zur Kühlung der immer noch von der Kernschmelze bedrohten Reaktoren zur Verfügung zu haben.

Anmerkung dazu: Die vorhandenen Wasserbecken oder Wassertanks in einem Kraftwerk mit 8 Reaktoren sind bei weitem nicht ausreichend. Jeder Grundschüler hätte ausrechnen können, wie bei einem Grossereignis wie diesem Platz für Süsswasser fehlen würde. Aber wie gesagt, Atomreaktoren sind zum ausschliesslichen Zweck des Profits da, nicht um Sicherheit zu produzieren.

Selbst die japanische Regierung, die bisher nur abgewiegelt hat, zeigt sich nun "besorgt" um die riesigen Mengen von Radioaktivität, die bereits ins Meer gelangt sind. Nach vorsichtiger Einschätzung dürfte im Pazifik über viele Jahre, eventuell Jahrzehnte, der Fang und Verkauf von Fischen unmöglich oder jedenfalls stark beeinträchtigt sein. In dem Masse, wie sich die Radioaktivität dann über alle Weltmeere verteilt, wird zwar die Strahlung im Pazifik geringer, dafür sind dann alle Weltmeere betroffen, wenn auch etwas geringer.

Diese vorsichtige Schätzung beruht ausschliesslich auf den bekannten Einleitungen von Radioaktivität ins Meer und den dort offiziell gemessenen Strahlungen. Sollte dies nicht die Wirklichkeit sein und/oder sollte weiterhin viel Radioaktivität ins Meer gelangen, kann es bis zum Ozean-Super-Gau gehen, dass jeglicher Fischfang die nächsten hunderttausend Jahre nicht mehr angeraten ist.

So lautet denn auch die Überschrift zum Artikel hierzu in der "Süddeutschen": "Regierung befürchtet katastrophale Auswirkungen"


Weitere Aktualisierung 4. 4. 2011 21Uhr31

Im ARD-Blog Werner Eckert beschäftigt sich auch ein Naturwissenschaftler mit den Angaben der Betreiber in Japan und was davon zu halten ist. Hier ein Zitat:

"Längst ist die Belastung weit draußen im Meer zu messen: 40 Kilometer von den Atommeilern weg und 10 km vor der Küste waren die Werte schon Ende vergangener Woche doppelt so hoch, wie sie sonst direkt am Einlauf aus dem Kraftwerk sein dürfen. Die Zahlen stammen vom japanischen Wissenschaftsministerium und belegen, dass die Belastung trotz der Verdünnung im Ozean nicht einfach nur messbar ist, sondern hoch."

Er sagt aber nicht klar die Schlussfolgerung: Zumindest eine Kernschmelze , wenn auch eventuell partial, hat es mit Sicherhehit schon gegeben.

Anderes Zitat:
" ... das was die Betreiberfirma offiziell am Kraftwerk misst, erklärt kaum die Belastung weiter draußen.

Erst seit der Riss in einem Schacht unter dem Turbinengebäude von Block 2 bekannt ist, nähert man sich einer plausiblen Erklärung. Dort ist sehr viel höher strahlendes Wasser gemessen worden. Und es rinnt eben ins Meer. Aber schlimmer: um den Weg des Wassers zu verfolgen hat man eine farbige Markierungsflüssigkeit schon in den Zulauf des Schachtes geschüttet. Von dem markierten Wasser fehlt aber jede Spur. Es kam nicht einmal in dem Schacht an, sondern war einfach weg."

Was ist die Schlussfolgerung hiervon? Es gibt weit mehr als den einen Riss. Der Beton unter dem Reaktor 2 ist wohl schon löcherig wie Schweizer Käse - was wiederum auf eine (teilweise) Kernschmelze hinweist. Das heisst aber, es wird alles, alles, alles, was da an Radioaktivität drin ist, an die Umwelt gehen. Wahrscheinlich ist bisher kaum 10% nach aussen gedrungen.
Daher funktioniert auch nicht, das Loch mit verschiedenen Bindemitteln zu verstopfen.

Weiteres Zitat:
"Rätselhaft bleibt auch nach wie vor woher die hohe radioaktive Belastung in dem Schacht kommt. Nach Ansicht von Experten muss es Lecks in den Reaktorhüllen geben. Zudem tobt in Expertenkreisen eine heftige Diskussion, ob die Anwesenheit von bestimmten kurzlebigen radioaktiven Isotopen nicht auch darauf hindeutet, dass wieder eine Kettenreaktion in Gang gekommen ist."

Oh mein Gott, mein Gott, das nicht auch noch! Wollen wir hoffen, das zumindest passiert nicht. Wenn nämlich wieder eine Kettenreaktion in Gang kommt, dann wird andauernd weiter radioaktive Substanz erzeugt, von der Sorte, die im menschlichen Körper bleibt. Vor allem aber wird dann die unmittelbare Gamma-Strahlung und Neutronen-Strahlung so hoch, dass sich niemand mehr annähern kann, um das Ganze etwa unter 20 000 Tonnen Beton zu begraben. Das ginge dann nur mit Robotern.

Schon jetzt herrscht in der Nähe jenes Wassers, das am Ende ins Meer läft, eine Strahlung von 1 Sievert pro Stunde, also 1000 MilliSievert pro Stunde. Da kann man schon niemand mehr hinschicken, will man nicht mit einer Mordanklage überzogen werden.

25 Jahre Tchernobyl 1986
Dies ist das Foto einer Wandzeichnung mit einem von der Krebsbehandlung gezeichneten Kind mit der Ruine von Tchernobyl im Hintergrund. Das schlimmste sind bei den Atomkatastrophen immer die hohen Zahlen von Kindern mit Krebs.

Der Blogger weist dann auch darauf hin: Im Wasser des Meeres verdünnt sich die Strahlung natürlich schnell, aber es gibt auch den umgekehrten Effekt: Die Partikelchen von Caesium 137 reichern sich in der Nahrungskette wieder an. Wenn wir am Ende der Nahrungskette Grossfische wie zum Beispiel Lachse essen, kann dort schon wieder eine messbare Strahlung herrschen.

Und die Partikel von Caesium137 haben Halbwertszeiten von Jahrzehnten. Die haben also viel Geduld zu warten, bis sie Dich erwischen.

Wenn jemand das nachlesen will, hier: http://blog.tagesschau.de/2011/04/04/wie-wirkt-sich-fukushima-aufs-meer-aus/



Hier Links zu den anderen Artikeln im Blog im Zusammenhang mit dem Super-Gau von Fukushima

- Nur ein bisschen harmlose Radioaktivität?

- Radioaktivitätswerte dürfen nicht mehr veröffentlicht werden.

- Super-Gau Japan 3

- Fukushima – Es wird immer gruseliger

- Radioaktivität? - Alles unschädlich

- Strahlende Teilchen in Kanadas Trinkwasser – Fukushima 7

- Fukushima – Kernschmelze im Reaktor 4

- Fukushima – Düster, düsterer

- Streit um die Fukushima-Artikel dieses Blogs

- Nach Fukushima nun Kashiwasaki – Kariwa?

- Fukushima – Die Atom-Mafia

- Atomreaktor: 50 Jahre Abklingzeit

- Der Deutsche Atom-Gau

- Fukushima: Nuklear-Explosion?

- Fukushima: Vor einem neuen Ausbruch?

- Fukushima: Jetzt scheint es passiert zu sein

- Fukushima: Mein Gott, Walter

- Fukushima: Bei weitem das grösste Atomunglück aller Zeiten

- Fukushima: Jetzt hat es auch die ‚Süddeutsche‘ bemerkt
blina - 3. Apr, 14:50

Was Sie sagen stimmt alles. Atomenergie kann nicht beherrscht werden. Und selbst wenn man die AKWs 3 -und 4 fach verstärken würde, bleibt immer noch das Risiko der Endlagerung.

Das mit dem Weltraum habe ich mir auch schon überlegt. Aber kann man das anderen Zivilisationen in der Galaxis antun, dass ein Atombehälter möglicherweise auf ihren Planeten stürzt?

Der Zauberlehrling ist total überfordert und leider haben wir keinen Zaubermeister! Der einzige Weg, den ich zur Zeit sehe, ist alles abschalten und den Atommüll in Blei oder so gießen...

multiman - 3. Apr, 23:36

Beton bindet unter Wasser nicht ab!

Das ist definitiv nicht korrekt!
Zement in der heutigen weltweit überwiegend verwendeten Form ist ein hydraulisches Bindemittel, das auch unter Wasser abbindet (kann Jedermann einfach ausprobieren, indem man z.B. eine nicht nagelnaue - evtl. geölte - Schaufel mit Beton, Zement-Estrich, Zementmörtel etc. arbeiten läßt und zum Reinigen einfach über Nacht in ein Wasserfaß o. Ä. stellt. Die Reinigung am nächsten Tag wird zum Erlebnis.).
Unter Wasser (auch Meerwasser) betonieren gehört seit Jahrzehnten zum Alltag spezialisierter Unternehmen. Verschiedene Zementgüten, Sieblinien und Zugabe von mineralischen und chemischen Zuschlägen ermöglichen das Betonieren auch in "normal" aggressivsten Medien.
Ob Radioaktivität den Abbindeprozeß stark negativ beeinflußen könnte, entzieht sich meinem Wissen. Sollte dies der Fall sein, sollte man in mehrstufigen Intervall-Stößen zumindest eine temporär "bremsende" Wirkung erzielen können!?
Wie haben die Russen das in Tschnernobyl gemacht?

Liebe Grüße aus Niederbayern

Karl Weiss - 4. Apr, 00:23

Altertümlicher Beton

Hallo Niederbayern, eine Region, an die ich mich nur zu gerne erinnere.

Ja, ich habe auch schon von den Betonsorten gehört (oder muss man sagen Zementsorten?), die auch unter Wasser abbinden. Aber dort in Japan scheint man noch nicht so weit zu sein. Der dortige Beton band nicht unter Wasser ab und nur das war es, was ich ausdrücken wollte.

Dass die dort offensichtlich keine Hilfe von aussen holen, sondern alles selbst zu machen versuchen hängt wohl damit zusammen, dass man dadurch das Hinaussickern 'gefährlicher' Informationen vermeidet. So wird wohl der altertümliche Beton entstanden sein, der nicht unter Wasser abband.

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